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Meldung des Tages: Die USA schlagen Alarm: Dieses kritische Metall könnte der nächste Rohstoff-Superzyklus werden
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Der USA Bären-Thread


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pfeifenlümmel:

Sehe im Moment

7
24.10.09 19:59
wieder die Schüttelphase; Call-Besitzer sollen abgeschüttelt werden. Meine Meinung: Kurze Korrektur, danach wieder up.
Antworten
thostar:

geschüttelt oder gerührt - ist mir doch egal!

9
24.10.09 20:26
war nur ein Zitat von Daniel Craig alias 007 ;-)

Die beiden Realitäten:
Schüttelphase bewusst von den Banken inszeniert, um das Spiel auf die Spitze zu treiben.
Während sich aber - im Fenster des 45 Stocks des GS-Brokerhauses in Wall Street bereits sichtbar - ein ziemlich dunkler Sturm zusammenbraut.

Das Ende der Rally wird sicher nicht bewusst durch GS oder Fed oder sonstwas erfolgen, sondern durch Zufall oder ein 'übergeordnetes' Ereignis, das wir noch nicht kennen, zB ein Staatsbankrott, der bis in die letzte Minute verschwiegen wird.
Ohne ein solches Ereignis wird die Rally weitergehen.
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wawidu:

XLF-Analyse (1)

8
24.10.09 21:55
Seit 2003 ist MA 80 der übergeordnete "Begleiter" im Wochenchart von XLF. Dass ein Fortgang der Rally auf sehr tönernen Füßen steht, zeigt der Tageschart im Folgeposting.

@pfeifenlümmel + thostar
Diese "Schüttelphase" könnte allerdings auch durchaus ein Indiz dafür sein, dass sich auf diesem Niveau kaum mehr neue Käufer locken lassen. Hierauf deutet auch die extrem niedrige Cash-Quote bei den Publikumsfonds hin. Laut David Rosenberg liegt diese aktuell noch bei lediglich 5 %. Soviel zur angeblichen "enormen Liquidität an der Seitenlinie, die nur darauf wartet, in den Markt zu fließen".
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Der USA Bären-Thread 269682
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Kicky:

The tech analysis party poopers

2
24.10.09 22:12
hier die wissenschaftlich fundierte Antwort auf Elliott Waves und andere Charties:
en.scientificcommons.org/ben_r_marshall
Ben Marshall, Rochester Cahan and Jared Cahan, from Massey University, New Zealand.

In the most polite and professional terms, these three academics  have been telling people for some time now that using purely technical rules to trade does not add any value beyond what might be expected by chance.
"Technical analysis is not consistently profitable in the 49 countries that comprise the Morgan Stanley Capital Index once data snooping bias is accounted for. There is some evidence that technical trading rules perform better in emerging markets than developed markets, which is consistent with the finding of previous studies that these markets are less efficient, but this result is not strong. While we cannot rule out the possibility that technical analysis compliments other market timing techniques or that trading rules we do not test are profitable, we do show that over 5,000 trading rules do not add value beyond what may be expected by chance when used in isolation." dank Hinweis bei FT alphaville

ganz im Sinne von Malko ggg
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Kicky:

Capmark May File Bankruptcy this Weekend

3
24.10.09 22:19
dealbook.blogs.nytimes.com/2009/10/24/...-file-for-bankruptcy/
The Capmark Financial Group, the big commercial real estate finance company cobbled together from pieces of GMAC, may file for bankruptcy as soon as this weekend, a person briefed on the matter told DealBook on Saturday.

If that happens, the move would be unsurprising: Capmark warned last month that it might seek Chapter 11 protection after it reported a $1.62 billion quarterly loss.

Capmark bank in Utah is in trouble too, and is the fifth largest bank (in assets) on the unofficial problem bank list.
www.calculatedriskblog.com/2009/10/...t-unofficial-oct-23.html
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wawidu:

XLF-Analyse (2)

5
24.10.09 22:53
Zwischen März und Mai stieg die XLF-Kurve um rd. 116 %, zwischen Juli und Oktober jedoch nur noch um rd. 44 %. Der Anstieg vom Mai-Hoch bis zum aktuellen Hoch betrug lediglich 22 % und der zwischen dem Hoch von Anfang August bis zum aktuellen Hoch gerade mal noch rd. 8 %. Abgesehen von einem Gap Island vor acht Handelstagen gab es seit Mitte September keine Aufwärtsbewegung mehr. Ich definiere dies als "Kaufstarre".
Die kritischen Marken liegen hier bei 14,80, dem Hoch von Anfang August, und - zentral - im Bereich der unteren Begrenzung des "Megafons" bei etwa 14,20/14,40. Bei einem Bruch dieser Marken dürfte es wieder erheblich gen Süden laufen.
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Der USA Bären-Thread 269686
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Stöffen:

Soros: Rally läuft evtl. bis zum Jahresende

11
24.10.09 23:40
aber "the hope of a rapid recovery in the US is misplaced"

Soros calls Wall St profits ‘gifts’ from state

The big profits made by some of Wall Street’s leading banks are “hidden gifts” from the state, and taxpayer resentment of such companies is “justified”, George Soros, the fund manager, said in an interview with the Financial Times.

“Those earnings are not the achievement of risk-takers,” Mr Soros said. “These are gifts, hidden gifts, from the government, so I don’t think that those monies should be used to pay bonuses. There’s a resentment which I think is justified.”

Mr Soros, who joins a transatlantic chorus calling for limits on risk, leverage and compensation at big banks, said proprietary traders belong at hedge funds, not at banks, and that the compensation at Wall Street companies should be limited to prevent excessive risk.

“With the too-big-to-fail concept comes a need to regulate the payments that employees receive,” said Mr Soros, who will elaborate on his views in lectures in Budapest next week.

Some bankers have argued that limits on pay would make it difficult for them to retain their most talented risk-takers. Mr Soros agreed and said this would be a good thing.

“That would push the risk-takers who are good at taking risks out of Goldman Sachs into hedge funds, where they actually belong, because hedge funds take risks with their own capital, not with deposits and not with government guarantees,” he said.

Asked if his opinions were influenced by his personal investments, Mr Soros said no and pointed out that he has long advocated more regulation of hedge funds.

Mr Soros, who is probably best known for his bet against the British pound, said the dollar was weak, but that its decline would be limited by its tie to the Chinese renminbi: “As long as the renminbi is tied to the dollar, I don’t see how the decline in the dollar can go too far.

“There is a general lack of confidence in currencies and a move away from currencies into real assets,” he said. “There is a push in gold, there’s a strength in oil and that is a flight from currencies.”

Mr Soros said that he thought the rally in the US stock market would continue for the rest of the year. But he warned that “the hope of a rapid recovery in the US is misplaced”.

www.ft.com/cms/s/0/...de-aed2-00144feab49a.html?nclick_check=1
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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wawidu:

kicky - # 51304

7
25.10.09 00:04
Danke für diesen Blog!

Den Tenor dieser wissenschaftlichen Analyse kann ich voll und ganz bestätigen, denn darin wird eindeutig auf Folgendes hingewiesen:

1) "that using purely technical rules to trade does not add any value beyond what might be expected by chance."

2) "that over 5,000 trading rules do not add value beyond what may be expected by chance when used in isolation"

Ich bezweifle keineswegs, dass TA-Regeln nicht befriedigend funktionieren, "when used in isolation". Bei meinen Analysen bemühe mich daher stets, neben der EW möglichst viele technische Indikatoren einzubeziehen und das technische Gesamtbild vor dem Hintergrund der makroökonomischen Situation zu reflektieren.

In den Anhang stelle ich einen meiner beliebtesten Indikator-Indizes - und dessen RSI und MACD signalisieren mir, dass bei der Entwicklung der Preiskurve des SPX seit August etwas gewaltig im Argen liegt.
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Der USA Bären-Thread 269688
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swizzy:

Für Herrn Schäuble muss ich eine Lanze brechen

10
25.10.09 00:22
Der ist immerhin ein tauglicher Kandidat für den Finanzministerposten.

1. Er hat lange Zeit in der Finanzverwaltung gearbeitet
2. Er ist Fachanwalt für Steuerrecht

Daraus folgt zumindest, dass er weiß (rechtlich), was steuerlich machbar ist und was nicht. Herr Steinbrück mag ein charismatischer Politiker gewesen sein, aber als Finanzminister ungeeignet. Ebenso Hans Eichel. Einen Lehrer mit Finanzen zu betrauen ist in etwa so, als wollte ich einem Fisch Fahrrad fahen beibringen.

Der Witz schlechthin ist Franz Josef Jung. Was der überhaupt als Minister verloren hat, verstehe ich nicht. Vllt. ist das die Art von Frau Merkel, ihn vor Hartz IV zu bewahren. Der Mann würde sicherlich nirgenwo Arbeit finden. Einfach gänzlich unqualifiziert. Er war übrigens der erste Verteidigungsminister, der keine Wehrdienst abgeleistet hat.

Gute Nacht
Sagt der Zentralbanker zum Medienfürsten, du hälst sie dumm, ich mach sie arm.
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wawidu:

Mr Buffett sollte sich mal warm anziehen (1)

6
25.10.09 00:34
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Der USA Bären-Thread 269690
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wawidu:

Mr Buffett soltte sich mal warm anziehen (2)

4
25.10.09 01:12
Bekanntlich hat er in seinem "Fund" im März und erneut im Juli u.a. massiv auf Eisenbahnwerte gesetzt. Die Gewinnsituation dieser Werte ist per Q3 sehr fragwürdig geworden.
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Der USA Bären-Thread 269694
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Anti Lemming:

Wawidu - Warren Buffett und die "Trannies"

17
25.10.09 08:58
Buffett geht offenbar wie der Konsens davon aus, dass die US-Wirtschaft nach der "Schockstarre" der Finanzkrise schrittweise wieder zu alter Kraft zurückfindet. Er sagte kürzlich: "The U.S. economy doesn't grow, but it will."

Ich halte es jedoch für fraglich, die Krise lediglich als eine Art "psychologischen Betriebsunfall" zu betrachten, der nur vorübergehend die Kaufkraft und Investitionsbereitschaft lähmte. Denn es sind massive Schulden aufgelaufen, und die verschwinden nicht einfach im Nichts. Die Fed versucht zwar, bislang zwei Billionen in ihrem Soma-Account zu "verstecken" (auf Nimmerwiedersehen?), doch diese Aktionen entlasten nur kosmetisch die Banken, nicht aber die Konsumenten. Die sitzen nach wie vor auf den Schulden, die sie in (Haus-)Boom-Zeiten aufgenommen hatten, d.h. auf Hypo-Krediten, die bei dem zunehmenden Hauspreisverfall immer wackliger werden.

Solange die deflationären Kräfte wirken und die Hauspreise weiter fallen lassen (zum Boden fehlen in USA noch ca. 20 %), gibt es mMn keine Chance auf einen selbsttragenden Aufschwung.

Zurzeit versucht die Regierung, durch schuldenfinanzierte Stimulationspakete auszugleichen, was die Realwirtschaft organisch nicht hergibt. Diese Schulden-Hausse ist jedoch ein Spiel auf Zeit - und ob diese Spiel letzlich aufgeht, bleibt äußerst fraglich. Das Beispiel Großbritannien zeigt, dass trotz Mega-Bailouts, Bankenverstaatlichungen und massiven Staatsanleihenaufkäufen die Wende nicht "erzwingbar" ist: Letzte Woche wies die GB-Wirtschaft die sechste BIP-Schrumpfung in Folge auf - bezeichnenderweise "unerwartet". Dies war mMn mit die wichtige Ursache für den Aktien-Abverkauf am Freitag.  H. Simon hat es mit seinem Kommentar auf den Punkt gebracht: "Wer glaubt, dass er reich ist, weil es sich selber einen Scheck ausgestellt hat, der täuscht sich."

DASS es irgendwann mal wieder bergauf geht, bezweifeln wohl nicht mal die ärgsten Pessimisten. Die große Frage bleibt jedoch: Wann?

Ich halte für sinnvoll, dies an der Entwicklung der US-Hauspreise festzumachen. Für die bisherigen 38 % Preisverfall haben US-Häuser von Ende 2006 bis jetzt gebraucht, das sind etwa drei Jahre. Man kann daher "Pi mal Daumen" abschätzen, dass die verbleibenden 20 % Korrektur noch weitere 1,5 Jahre benötigen. Vor 2011 ist daher nicht mit einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung in USA zu rechnen. Und wenn sie dann kommt, dann sicherlich von einem deutlich tieferen Niveau aus als jetzt (gilt auch für Aktien- und Rohstoffpreise). Die jetzige "Vorwegnahme" im Zuge der Liquiditätsrallye basiert auf Hoffnung, die der Realität weit vorausgeeilt ist.

Wenn "Langfristler" Buffett davon überzeugt ist, dass die Erholung später - sagen wir in 2011 - kommt, ist eine Investition in Transportwerte ("Trannies") zwar prinzipiell nicht verkehrt. Es gibt jedoch keinerlei Grund, jetzt schon in das fallende Messer zu greifen.

Buffett kümmert sich - wie üblich - kaum um Chartechnik. Er hat z. B. die ersten Goldman-Aktien viel zu früh im Downtrend eingesammelt - rund 100 % über dem Tiefkurs von März. Sein Timing ist oft horrend (mit Ausnahmen). Selbiges gilt teilweise für Soros. Das Verhalten ist typisch für Manager Milliarden-schwerer Fonds, die so viele Stücke bewegen, dass ihnen gar nichts anderes übrigbleibt, als in Etappen auf- und abzustocken - oft auch vorauseilend im Downtrend. Sie können nicht am Tief über Nacht "voll reingehen", weil die Stückzahlen dafür viel zu groß sind. Das gilt für die Leute hier im Forum aber nicht. Die kleinen Stückzahlen, die wir kaufen, sind eine Trumpfkarte, die uns flexibel macht.

FAZIT: Alles hängt letztlich vom Zeitrahmen ab, der bei Buffett eher Jahrzehnte als Jahre umfasst.  Aktuell sind die "Trans" im freien Fall, was eher für kommendes Ungemach spricht (siehe meine Charts von Freitag zu UNP,  BNE und m.E. UPS). Fundamental dürfte sich die Krise noch mindestens ein weiteres Jahr hinziehen. Kleinanleger können sich im Gegensatz zu großen Fondsmanagern den Luxus leisten, in Ruhe auf eine nachhaltige Bodenbildung zu warten. Wenn sie frech sind, gehen sie sogar zwischenzeitlich short.
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Anti Lemming:

Schäuble schließt ausgeglichenen Haushalt aus

7
25.10.09 09:12

Schwarz-gelbe Politik
Schäuble schließt ausgeglichenen Haushalt aus

Er hat den härtesten Job im neuen Kabinett übernommen: Der designierte Bundesfinanzminister erbt den Schuldenstaat der Großen Koalition. An neue Impulse mag er nicht glauben - und schwört die Deutschen auf düstere Jahre ein. Ein ausgeglichener Haushalt sei "Utopie".
 


....Zunächst einmal gelte es "mit exorbitant hohen Schulden" fertig zu werden, "wie wir sie in der Geschichte der Republik bislang nicht kannten", sagte Schäuble. An eine Schuldenrückführung und Sparmaßnahmen sei erst nach einem Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise zu denken. "Wann das schließlich sein wird, kann niemand sicher sagen", sagte Schäuble. "Wir fahren weiter auf Sicht, dazu muss man sich offen bekennen."


www.ftd.de/politik/konjunktur/...en-haushalt-aus/50027896.html

Das düstere Foto trifft die Stimmung auf den Punkt:

Der USA Bären-Thread 269705
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Anti Lemming:

Capmark-Pleite kommt dieses WE

7
25.10.09 10:01

Capmark war früher der Gewerbe-Immobilien-Ableger von GMAC (GMAC = "Bank" von GM), wurde jedoch 2006 von einem PE-Konsortium um KKR und GS aufgekauft.

Nach 1,6 Milliarden Verlust im letzten Quartal wird Capmark dieses WE unter Chapter 11 gehen, berichtet das Wall Street Journal.

Die Pleite zeigt, dass die Lage bei den Gewerbeimmobilien ähnlich dramatische Formen annimmt wie zuvor bei den Wohn-Immobilien. Die sieben Regionalbank-Pleiten an diesem WE gehen auch überwiegend auf faule "Commercial Real Estate"-Kredite zurück.

 


WSJ:

Capmark Said Ready to File for Bankruptcy

BY MIKE SPECTOR

Capmark Financial Group Inc., one of the nation's largest commercial-real-estate lenders, plans to file for bankruptcy as soon as this weekend, a person familiar with the situation said.

The much-expected move underscores the deep problems in the business-property market. After suffering from the collapse in residential mortgages, U.S. banks face steep losses from commercial real-estate loans.

 


 

Oct. 24, 2009, 1:40 p.m.

Capmark Financial near bankruptcy: WSJ

Former GMAC lending arm will file bankruptcy this weekend, report says

By Andrea Coombes, MarketWatch

SAN FRANCISCO (MarketWatch) -- In another sign that the commercial real-estate market may be struggling as much as the residential side, Capmark Financial Group Inc., one of the nation's largest commercial lenders, likely will file for bankruptcy this weekend, according to a media report Saturday.

Capmark, formerly GMAC LLC's commercial real-estate arm, recently reported a second-quarter loss of $1.6 billion and signaled it may seek bankruptcy protection. The company will file this weekend, The Wall Street Journal reported in its online edition, citing an unnamed source.

An investor group comprised of KKR & Co., Goldman Sachs Capital Partners and Five Mile Capital Partners bought the company from GMAC in 2006. The group owned about 75% of the company, while GMAC and its employees owned the rest, according to the report, citing data through March 31.

Horsham, Pa.-based Capmark is selling its bank operation to Berkshire Hathaway Inc. (BRK.A) and Leucadia National Corp. (LUK) , but the bank would not be part of the bankruptcy filing, according to the report.

Antworten
Anti Lemming:

Obama ruft Notstand wegen Schweinegrippe aus

4
25.10.09 10:09

Die Seuche wächst sich zur Pandemie aus. Seit April gab es über 1000 Tote.


WSJ OCTOBER 24, 2009, 3:57 P.M. ET

Obama Declares Swine-Flu Emergency


"The rates of illness continue to rise rapidly within many communities across the nation, and the potential exists for the pandemic to overburden health care resources in some localities," Mr. Obama wrote in the declaration.

The move comes as the flu, known also as 2009 H1N1 flu, has become widespread in 46 states and its death toll since April has topped 1,000. Yet officials are hampered in their efforts to combat its continuing spread because vaccine has been delayed by a series of manufacturing problems and slowdowns.

online.wsj.com/article/...945.html?mod=WSJ_hpp_MIDDLTopStories

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Anti Lemming:

H1N1-Impfstofflieferungen verzögern sich

4
25.10.09 10:13
bislang wurde 50 % weniger Impfstoff ausgeliefert als geplant - nicht nur in USA, sondern weltweit...



Less than half of the swine-flu vaccine expected to be shipped to doctors, hospitals and clinics in the U.S. this month has been shipped so far. The disease now is widespread in 46 states and the U.S. death toll has passed 1,000.

The delays are occurring around the globe, officials said, and are due to a series of manufacturing difficulties, as vaccine makers scramble to fill vast orders using an old technology that requires growing virus in chicken eggs.

It takes about six to nine months to produce vaccine once a flu strain has been identified.

online.wsj.com/article/...755.html?mod=WSJ_hpp_MIDDLTopStories
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Kicky:

Housing Credit-some bad folks running around

4
25.10.09 10:22
-“The Treasury tax-oversight office said at least 19,000 filers who hadn't bought homes claimed $139 million in tax credits and were reimbursed.”

-“Treasury oversight officials said they have found an additional 74,000 tax-credit claims, valued at $500 million, where evidence of previous home ownership could make their claims invalid.”

-“More than 500 people under the age of 18, including a 4-year-old child, also had their names on applications for the credit, which has no minimum-age requirement.”
www.zerohedge.com/article/housing-tax-credit-doa-whats-mean
Zerohedge dazu:If the bill is passed it will double the size of this subsidy. It will also double the number of tax cheats who abuse the program. There is no way that this bill will pass given the cloud that has now been revealed.
...The Administration was no doubt aware of the tax fraud and failure of the existing subsidy. They knew that the story would break in the MSM this week. They desperately need a program to support housing, but they understood that the tax subsidy was not going to work. So they came up with Plan B, and implemented it in a short period of time.

The Administration plan uses the resources of the Treasury, Fannie, Freddie and FHA. If one is concerned about the fraud and losses that the taxpayers will incur in the existing program, wait until the results of the losses from the Administrations plans are revealed a year from now. They will be spectacular.....

Zerohedge hat die Originaldokumente abgebildet unter dem obigen Link
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pfeifenlümmel:

Impfbegeisterung hält sich

5
25.10.09 10:33
ja in Grenzen; kein Wunder, wenn es zwei verschiedene Impfstoffe gibt. Das Bessere für Würdenträger und Staatsverteidiger, das andere mit Nanopartikeln gepushte für die übrigen Kanacken in der Republik.
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Kicky:

Profiteure der Angst:Das Geschäft m.d.Schweinegrip

11
25.10.09 10:54
Bei Arte gab es vor Kurzem einen kritischen Bericht dazu unter dem Motto "erst handeln,dann denken".Ursprünglich hiess der Titel:»Profiteure der Angst - Das Geschäft mit der Schweinegrippe«
www.arte.tv/de/2897150.html             Deutschland hat offenbar 60 Millionen Impfstoffe ,die  nichts anderes sind als Tamiflu von Roche und das Mittel von Glaxo Smith Kline, geordert.Jeder soll geimpft werden können,und sollten viele nicht wollen,werde der restliche Bestand an die Entwicklungsländer weitergegeben.Dass der Impfstoff auch Nebenwirkungen haben kann und nicht ausreichend getestet ist,wissen inzwischen die meisten.Keiner meiner Bekannten hat die Absicht ,sich impfen zu lassen.
Und dass das nur eine Pandemie ist ,weil die WHO ihre Definition geändert hat.Das Kriterium, dass es sich dabei um eine Krankheit mit hoher Sterblichkeit handeln muss, wurde einfach gestrichen.Das stinkt doch nach Lobbyarbeit der Arzneimittelindustrie

Der Stern hat geschrieben:der Impfstoff Nasalflu der Schweizer Firma Berna, der im Herbst 2000 in der Schweiz eingeführt wurde, wurde nach umfangreichen Tests zugelassen, aber nach einem Jahr wieder zurückgezogen, weil es zu einer Häufung von Gesichtslähmungen kam, die offenbar in Zusammenhang mit dem Impfstoff stand. Eine Studie, die 2004 im Fachblatt "New England Journal of Medicine" erschien, kam zu dem Schluss, dass die Nebenwirkung zu selten war, als dass sie bei den Tests vor der Einführung hätte gefunden werden können.
"Was wir hier erleben, ist ein Großversuch an der deutschen Bevölkerung", sagte der Herausgeber des "Arznei-Telegramms", Wolfgang Becker-Brüser, dem Nachrichtenmagazin "Spiegel"

Interview mit dem Epidemiologen Tom Jefferson  über falsche Prophezeiungen der Grippeexperten, die überschätzte Wirkung der Impfung und den großen Nutzen des Händewaschens
wissen.spiegel.de/wissen/dokument/...=66133688&top=SPIEGEL
"Ich finde es verrückt, welche Katastrophen uns Jahr für Jahr von den Grippeexperten vorausgesagt werden. Diese Prophezeiungen werden schlimmer und schlimmer. Dabei ist bislang keine davon jemals eingetroffen. Was zum Beispiel ist aus der Vogelgrippe geworden, an der wir alle sterben sollten? Nichts. Aber diese Leute machen trotzdem immer weiter und weiter mit ihren Vorhersagen. Manchmal kommt es mir vor, als hätten manche geradezu Sehnsucht nach einer Pandemie.
Wen meinen Sie? Die Weltgesundheitsorganisation WHO?

Jefferson: Die WHO ebenso wie die Gesundheitsbehörden, die Virologen, die Pharmaindustrie. Um diese Idee, diesen Gedanken von der drohenden Influenza-Pandemie ist im Laufe der Jahre eine ganze Maschinerie aufgebaut worden. Da hängt viel Geld dran, Einfluss, Karrieren, ganze Institutionen! Alles, was es jetzt brauchte, um diese Maschinerie in Gang zu bringen, war ein kleines, mutiertes Virus.

Vor allem aber muss man unterscheiden zwischen grippalen Infekten und echter Grippe. Die Symptome - plötzliches hohes Fieber, Gliederschmerzen, Atemwegsbeschwerden, möglicherweise Bronchitis und Lungenentzündung - sind bei beiden gleich. Doch nur echte Grippe wird tatsächlich durch Influenza-Viren ausgelöst. Grippale Infekte hingegen entstehen durch über 200 verschiedene andere Erreger. In den Zahlen zu den sogenannten Grippetoten stecken aber immer auch Todesfälle durch all diese anderen Erreger mit drin. Wenn ein alter Mensch an Lungenentzündung stirbt, macht doch niemand einen Rachenabstrich, um herauszufinden, ob es auch tatsächlich ein echtes Influenza-Virus war, das ihn umgebracht hat. Im Durchschnitt werden nur sieben Prozent der grippeartigen Infekte tatsächlich durch Influenza-Viren ausgelöst. Die Bedeutung dieser Viren wird systematisch überschätzt.
....Mit Rhinoviren, RS-Viren und den meisten anderen dieser Erreger lässt sich kein großes Geld und kaum eine Karriere machen. Gegen Influenza-Viren hingegen gibt es einen Impfstoff und auch Medikamente. Da steckt das große Geld der Pharmaindustrie dahinter! Die sorgt auch dafür, dass Forschung über Influenza in guten Journalen veröffentlicht wird. So findet sie mehr Beachtung, und das ganze Forschungsfeld wird für ambitionierte Wissenschaftler interessant......
SPIEGEL: Seit Jahren werten Sie für die Cochrane Collaboration systematisch alle Studien zu Impfstoffen gegen die saisonale Grippe aus. Wie gut schützen die denn?

Jefferson: Nicht besonders gut. Gegen die große Zahl grippaler Infekte kann eine Grippeimpfung ohnehin nichts ausrichten, denn sie richtet sich ja nur gegen Influenza-Viren. An der erhöhten Gesamtsterblichkeit während der Wintermonate ändert sich deshalb durch die Impfung gar nichts. Doch selbst gegen Influenza-Viren schützt sie im besten Fall mäßig. Unter anderem besteht immer die Gefahr, dass sich die zirkulierenden Grippeviren nach Abschluss der Impfstoffproduktion noch verändern, so dass die Impfung im schlimmsten Fall wirkungslos wird. Am besten, das zeigen zumindest die wenigen guten Studien, die es gibt, wirkt die Impfung bei jungen, gesunden Erwachsenen. Kindern und alten Menschen hingegen hilft sie wenig oder gar nicht.

SPIEGEL: Aber gerade für diese Bevölkerungsgruppen wird sie doch empfohlen!

Jefferson: Sie haben völlig recht. Das ist einer der Widersprüche zwischen wissenschaftlicher Evidenz und Praxis.

SPIEGEL: Und wie kommt es zu diesem Widerspruch?

Jefferson: Das hat natürlich mit dem Einfluss der Pharmaindustrie zu tun. Aber auch damit, dass die Bedeutung der Influenza völlig überschätzt wird. Da geht es um Forschungsgelder, um Macht, um Einfluss, um wissenschaftlichen Ruhm!.....
Tamiflu kann zu Übelkeit führen. Und es gibt auch Hinweise auf psychiatrische Nebenwirkungen. Aus Japan wird berichtet, dass es bei Jugendlichen, die Tamiflu genommen hatten, zu akuten psychotischen Symptomen ähnlich einer Schizophrenie gekommen ist.

SPIEGEL: Ist der Einsatz solcher Mittel dann überhaupt sinnvoll?

Jefferson: Bei schweren Krankheitsverläufen durchaus. Aber Tamiflu sollte auf keinen Fall, wie jetzt teilweise geschehen, an ganze Schulen verteilt werden. Da überrascht es mich überhaupt nicht, dass es schon jetzt bei der Schweinegrippe Berichte über Resistenzen gibt.
Antworten
pfeifenlümmel:

Antivirenprogramme

5
25.10.09 11:02
im Computerbereich leben davon, dass böse Buben immer neue Viren "erfinden".
Antworten
Kicky:

Wann wird der Yuan entkoppelt?

4
25.10.09 11:25
www.nytimes.com/2009/10/23/opinion/...5-hf1qIjqbMw4x11BxaqzULw
Paul Krugman :.....Although there has been a lot of doomsaying about the falling dollar, that decline is actually both natural and desirable. America needs a weaker dollar to help reduce its trade deficit, and it’s getting that weaker dollar as nervous investors, who flocked into the presumed safety of U.S. debt at the peak of the crisis, have started putting their money to work elsewhere.But China has been keeping its currency pegged to the dollar — which means that a country with a huge trade surplus and a rapidly recovering economy, a country whose currency should be rising in value, is in effect engineering a large devaluation instead.

And that’s a particularly bad thing to do at a time when the world economy remains deeply depressed due to inadequate overall demand. By pursuing a weak-currency policy, China is siphoning some of that inadequate demand away from other nations, which is hurting growth almost everywhere. The biggest victims, by the way, are probably workers in other poor countries. In normal times, I’d be among the first to reject claims that China is stealing other peoples’ jobs, but right now it’s the simple truth.

So what are we going to do?

US Offcials have been extremely cautious about confronting the China problem, to such an extent that last week the Treasury Department, while expressing “concerns,” certified in a required report to Congress that China is not — repeat not — manipulating its currency. They’re kidding, right?

    The thing is, right now this caution makes little sense. Suppose the Chinese were to do what Wall Street and Washington seem to fear and start selling some of their dollar hoard. Under current conditions, this would actually help the U.S. economy by making our exports more competitive.

    In fact, some countries, most notably Switzerland, have been trying to support their economies by selling their own currencies on the foreign exchange market. The United States, mainly for diplomatic reasons, can’t do this; but if the Chinese decide to do it on our behalf, we should send them a thank-you note.

   The point is that with the world economy still in a precarious state, beggar-thy-neighbor policies by major players can’t be tolerated. Something must be done about China’s currency. ....

Angst vor Interventionen:
Oct. 24 (Bloomberg) -- Asian currencies fell this week, with the Korean won and the Philippine peso both sliding the most in more than four months, on speculation policy makers will limit currency gains to support exports.

The Bloomberg-JPMorgan Asia Dollar Index, which tracks the 10 most-active regional currencies excluding the yen, declined for the first time since August. Brazil this week imposed a 2 percent levy on foreigners’ purchases of bonds and stocks to help curb the real’s appreciation, cooling demand for emerging- market assets.

“Generally, Asian policy makers have been intervening to resist the currency gains over the past few months,” said David Cohen, director of Asian forecasting at Action Economics in Singapore. “The yuan has been pegged for the past year so nobody wants to lose too much competitiveness to China.” ...

The Jakarta Composite Index, which has surged 82 percent in 2009, also had its steepest weekly slide since early September after foreign funds pulled $169 million from local stocks in the first four days of the week. Bank Indonesia will “guard” the pace of the rupiah’s appreciation, central bank Deputy Governor Hartadi Sarwono said Oct. 22.

“There’s been a lot of profit-taking this week in the Jakarta stock exchange leading to capital outflows,” said Lindawati Susanto, head of foreign-exchange trading at PT Bank Resona Perdania in Jakarta.

The Philippine peso fell on concern higher crude oil prices will boost the nation’s energy bill.
The nation imports almost all of the oil it uses and the price of the fuel has climbed more than 80 percent this year.
The peso last week reached a nine-month high of 46.253 per dollar and central bank Governor Amando Tetangco said Oct. 21 that policy makers would “smoothen sharp fluctuations” in the currency while letting the market determine the exchange rate.

“The Philippines needs to pay more for the importation of oil and that’s putting pressure on the peso,” said Marcelo Ayes, senior vice president at Rizal Commercial Banking Corp. in Manila. “Most central banks in Asia are also intervening in the foreign-exchange market to limit their currency’s appreciation instead of raising interest rates.”
Neill Ferguson dagegen schreit:Wache auf Washington,China Is already dumping the Dollar
finance.yahoo.com/tech-ticker/article/...r-Niall-Ferguson-Says
...."The idea they don't have anywhere else to go or would shoot themselves in the foot if there were a steep decline in the dollar or appreciation of their currency reassures many people in Washington ‘we can relax'," he says. "An appreciation of the renminbi may reduce value of their international reserves but increases the value of every other asset the Chinese own," most notably the commodity assets they have been buying all over the world.

China's "current strategy is to diversify out of dollars and into commodities," Ferguson says. Furthermore, China's recent pact with Brazil to conduct trade in their local currencies is a "sign of the times."

Perhaps most importantly, China's massive stimulus program is helping to generate internal consumption in the People's Republic, meaning local manufacturers are less dependent on exports. Because of the "rapid growth" of Chinese domestic consumption, Ferguson predicts China's international trade surplus could be gone by next year. .....China's trade surplus stood at $12.9 billion in September, down about 56% from a year earlier, according to MarketWatch.com....
hier gibt es auch ein Video mit Neill Ferguson
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Eidgenosse:

Impfstoffmangel?

8
25.10.09 11:26
Eigentlich würde es reichen eine normale Salzlösung zu spritzen. Der psychologische Effekt würde zur Vorbeugung ausreichen und Nebenwirkungsfrei wäre es auch.

Käme es trotzdem zur Menschendezimierenden Pandemie wäre das auch nicht so schlimm, denn Menschen gibts auf unserem Planeten eh schon viel zu viel.  Es ist auch das Resultat einer Politik jeden waidwunden Krüppel mit Milliardenteuren Aufwendungen am Leben zu erhalten. Die meisten sterben dann sowieso ohne dem Sozialen System die Kosten für den Aufwand in irgendeiner Form wieder zurückzugeben.

Das milliardenverschlingende und trotzdem marode Krankensystem frisst so das Geld weg das an anderer Stelle viel besser gebraucht werden könnte.

Gleichzeitig die Autoindustrie subventionieren und umweltverträgliche Politik betreiben wollen ist auch so ein Blödsinn der uns von oben vorgemacht wird.

Das Ganze wirkt auf mich etwa so als sollten alle zur verminderung der Erderwärmung einfach zu Hause den Kühlschrank aufmachen. Es gäbe sicher Politiker die ernsthaft über eine Solche Taktik nachdenken würden.
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fischerei:

Joyce warns of bigger GFC

4
25.10.09 11:32
MARK DAVIS
October 23, 2009

THE Nationals Senate leader Barnaby Joyce is openly canvassing an economic upheaval that would dwarf the current global financial crisis, triggered by the US defaulting on its sovereign debt within the next few years.

In unusually pessimistic comments for a senior political figure, Senator Joyce said the US Government was running such large deficits and building up so much debt that it was in a similar position to Iceland or Germany before World War II.

In a Senate estimates hearing on Wednesday night, he asked Treasury secretary Ken Henry what would be the implications of an American debt default for the Australian economy.

Dr Henry warned that canvassing extreme scenarios could alarm the community.

''I don't mind discussing hypotheticals in general … [but] one has to be careful not to discuss publicly hypotheticals that are that extreme,'' Dr Henry said.

''I don't, myself, consider that outcome to be a high probability outcome, certainly not one that I would want to say much about in a public forum.''

But Senator Joyce insisted yesterday that the dangers to the global economy from the run-up in US private and public sector debt were real and should be debated.

''It is the elephant in the room,'' Senator Joyce told The Age. ''This is a huge risk that Australia faces. What is the game plan, what happens if it comes unstuck?

''Far from turning around the [George] Bush legacy of deficits and debt, [US president Barack] Obama has made it worse. It has got all the hallmarks of a financial collapse about to happen in America.''

Senator Joyce said investor concerns about the American Government's ability to fund its deficits were already undermining the role of the US dollar in the international trading and financial system.

''The US dollar is almost becoming like junk bonds,'' he said.

Quelle: www.theage.com.au/national/...of-bigger-gfc-20091022-hbg6.html
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permanent:

Das große Versteckspiel

13
25.10.09 11:34

Veröffentlich am 25.10.2009 09:18:00 Uhr von Manfred Gburek
 



Eine Schlagzeile vom 22. Oktober macht besonders stutzig: "Versicherer dürfen Risiken verstecken" in der Financial Times Deutschland (FTD). Auf den Punkt gebracht, bedeutet das: Falls der Branche erlaubt wird, ihre Fehlspekulationen mit Aktien zum Teil ergebnisneutral auszugliedern, wissen ihre Kunden und andere Externe nicht mehr, wie viele Leichen sich in den Kellern der Assekuranz befinden. Die heiße Nachricht beruht auf den Recherchen von Herbert Fromme, dem in der Regel bestens informierten Versicherungsspezialisten der FTD. Wer beispielsweise eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen hat, wüsste in Zukunft noch weniger als bisher, wie viel das darin investierte Geld wirklich wert ist.

Die erschreckenden, wegen verfassungsrechtlicher Bedenken wieder zurückgezogenen Vorschläge der neuen Bundesregierung, Schattenhaushalte zu bilden, sind nur eine von mehreren Parallelen zu dem von der Versicherungswirtschaft beförderten Versteckspiel. Weitere kann man im Bankensektor finden, besonders aus Anlass der Hypo Real Estate-"Rettung", deren wirkliche Kosten der Öffentlichkeit für immer verborgen bleiben werden. Darüber hinaus muss man sich fragen, wie und wo eigentlich die abgrundtiefen Fehlschläge der HSH Nordbank, der Bayern LB und weiterer Landesbanken verbucht werden, was der Bund aus seiner Beteiligung an der Commerzbank macht oder mit welchem Geld die Kommunen ihre Kosten decken sollen, wenn ihre Einnahmen aus der Gewerbesteuer demnächst versickern.


Während die gerade genannten Versteckspiele die meisten Bundesbürger nur mittelbar - erst über Steuererhöhungen und später über die Geldentwertung - treffen dürften, führen andere schon unmittelbar zu Verlusten. Zertifikate sind vielfach so kompliziert aufgebaut, dass sogar mancher so genannte Anlageberater sie - und damit ihre wahren Kosten - nicht erklären kann; das ist inzwischen allgemein bekannt. Weniger bekannt ist dagegen, was so alles mit Fonds geschieht: Da sind etwa Erfolgshonorare üblich, auch wenn ein Fonds ins Minus gerutscht ist, nur weil dieses Minus kleiner ist als das beim zugehörigen Index.

Besonders schlimm treibt es mancher offene Immobilienfonds, wenn er Maklergebühren in die Anschaffungskosten einbezieht, ohne sie gesondert auszuweisen. Und wenn es darum geht, Immobilienaktien hochzujubeln, kommt allzu oft der NAV ins Spiel (Net Asset Value = Nettoinventarwert). Er liegt aktuell bei fast jeder Immobilien-AG deutlich über dem jeweiligen Aktienkursn - nur kann jeder Vorstand und jeder Analyst den NAV so berechnen, wie es ihm gerade passt.

Anleger haben es nicht nur mit trickreich zu ihren Lasten konstruierten Finanzprodukten zu tun, sondern leider auch mit deren Verkäufern im Gewand von Beratern. Diese Konstellation führt häufig zum Desaster, und zwar aus zwei Gründen:

1. Verkäufer bevorzugen Produkte, die ihnen und ihren Geldhäusern die höchsten Provisionen bringen, wie geschlossene und offene Fonds, Zertifikate oder Kapitallebensversicherungen. Da offen ausgewiesene Provisionen und sonstige Belastungen auf Anleger abschreckend wirken, werden sie versteckt, so gut es geht. Alles in allem schmälern sie das Anlageergebnis.

2. Verkäufer empfehlen ihre Produkte am liebsten prozyklisch, weil sie dann am meisten verkaufen können. So haben sie beispielsweise zu Beginn der 90er Jahre mit Vorliebe in geschlossene Fonds verpackte Ost-Immobilien verkauft, zum Ende der 90er Jahre Fonds mit dem Schwerpunkt Neuer Markt, danach Garantiefonds und -zertifikate, bis Ende 2004 Kapitallebensversicherungen, später Schiffsbeteiligungen, und zurzeit empfehlen sie wärmstens geschlossene Wohnungsfonds. Wer darauf hereinfällt, schmälert im günstigsten Fall nur ein wenig das Anlageergebnis, im schlimmsten Fall droht allerdings der Totalverlust.

Das Gegenteil der komplizierten Produkte aus den Finanzhäusern und ihren Vertrieben sind: Tages- und Festgeld, erstklassige Staats- und Unternehmensanleihen, Risikolebensversicherungen, Aktien, selbst genutzte oder vermietete Immobilien und Edelmetalle. Aber hat ein "Berater" Ihnen schon einmal die auf Ihre persönlichen Verhältnisse abgestimmte Mischung aus diesen einfachen, transparenten und preiswert zu erwerbenden Produkten empfohlen? Wohl eher nicht, es sei denn, Sie sind Multimillionär und haben Zugang zu einem ordentlichen Privatbankier oder zu einer Edel-Vermögensverwaltung, genannt Family Office.

Dazu fällt mir meine letzte Begegnung mit dem inzwischen berühmt gewordenen Professor Max Otte am 22. Oktober ein, also just am selben Tag, als FDT-Autor Herbert Fromme auf das kommende Versteckspiel der Versicherer hinwies. Otte, im Übrigen auch Referent bei der Internationalen Edelmetall- & Rohstoffmesse am 6. und 7. November in München, hielt aus Anlass eines Workshops zur Altersvorsorge in der Bausparkasse Schwäbisch Hall einen Vortrag über die Perspektiven nach dem Crash. Als ich ihn fragte, wie er sein Geld angelegt habe, antwortete er, unter anderem in Ackerland und Gold. Es ist sicher nicht verkehrt, wenn Sie Ihr Geld ähnlich anlegen.

Dazu gehört allerdings, außer dass Sie auf die Vorschläge der als Berater verkappten Verkäufer pfeifen, sehr viel Eigeninitiative. Das bedeutet unter anderem, dass Sie sich für alles, was mit Geld zu tun hat, in den kommenden Monaten und Jahren viel mehr Zeit als bisher nehmen müssen. Dazu sollten Sie, abgesehen von Ihrem persönlichen Status und Ihren spezifischen Zielen, von den folgenden Prämissen ausgehen:

1. Die internationale Wirtschaftskrise dürfte in der asymmetrischen W-Form stattfinden, wobei der zweite W-Schenkel (erst abwärts, später aufwärts) noch kommen und tiefer nach unten gehen wird als der erste.

2. Die Umstellung von disinflationären bzw. deflatorischen Effekten auf Inflationserwartungen und schließlich auf Inflation wird sich 2010/11 erst langsam anbahnen, danach aber immer stärker beschleunigen.

3. Mit Tages- und Festgeld bei drei bis vier Instituten, die eine volle Einlagensicherung gewährleisten, mit Bundesanleihen bis zu drei Jahren Restlaufzeit und mit Bundesschatzbriefen können Sie nicht viel falsch machen, mit der Hortung von möglichst viel physischem Gold trotz der zwischenzeitlichen Preisschwankungen, wie zuletzt wieder am Freitag, erst recht nicht.


© Manfred Gburek
www.gburek.eu

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Eidgenosse:

Wieder warnt uns niemand

11
25.10.09 11:34
Von Werner Vontobel | Aktualisiert um 00:41 | 25.10.2009

Warum nur hat keiner rechtzeitig gewarnt? Das war die Frage aller Fragen auf dem ­Höhepunkt der Krise.

Jetzt fängt schon die nächste Krise an und wieder hat uns niemand gewarnt: vor einem Finanzsystem, das seinen ­Kunden – wie die Quartalszahlen der CS zeigen – mehr als 500000 Franken pro Mannjahr verrechnen kann. 320000 davon verwandeln sich in Saläre und Boni, 200000 in Gewinn. Für solche Summen muss man in allen anderen Branchen viermal so lange arbeiten.

Niemand warnt uns vor einer Börse, die mit diesen Resultaten noch nicht zufrieden ist, noch bessere erwartet und die CS mit einem Minus von 3,5 Prozent abgestraft hat. ­Niemand warnt vor einer NZZ, die den «Spurt der Credit ­Suisse» als Jubelmeldung auf die Titelseite setzt.

Die Banken hängen nach wie vor am Tropf der Regierung. Sie profitieren von den Garantien des Staates und den tiefen Zinsen der Notenbanken. Und sie kassieren bei der Finan­zierung der Staatsschulden Margen, die so fett sind wie noch nie, denn die Krise hat die Konkurrenz ausgedünnt.

Das Finanzsystem wird schon wieder zum Sammelbecken der Milliarden, die den Konsumenten und der produzierenden Wirtschaft fehlen. So hat schon die letzte Krise ­begonnen. Ein Jammer, dass uns ­damals niemand gewarnt hat. 

www.blick.ch/news/wirtschaft/vontobel/...nt-uns-niemand-131688
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