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Meldung des Tages: Erste Psilocybin-Behandlungen laufen – warum steht Optimi noch bei Pennystock-Level?!
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Der USA Bären-Thread

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fkuebler:

Töffel #50900: Tja, mit den Longbonds bin ich ...

3
17.10.09 13:31

... in diesen Tagen in der Tat immer wieder mental am Jittern. Eigentlich sitze ich auf guten Buchgewinnen, aber andererseits wollte ich hier mal (anders als bei meiner Reflationsnierungswette im Q2) nicht wieder zu früh aussteigen, auf das Risiko, dass die schönen Gewinne wieder weg sein können...

Weil man (zumindest ich) Timing sowieso nicht vernünftig hinkriegt, halte ich eisenhart Kurs und hoffe auf die korrelierte Bärenwette in den Indizes, so wie der Mann ja auch sagt:

"Without a second round of contraction in the economy I believe that the weight of supply will tend to keep the curve steep."

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Malko07:

Eine wirkliche

16
17.10.09 13:54
Euphorie sehe ich noch nicht. Auch kommt derartiges noch nicht von den Analysten der großen Zockerbanken. Es treibt sich nur die übliche Anzahl an Permadeppen rum. Diesbezüglich kündigt sich also noch keine Trendwende an.

MMn wird auch bullisches Freudegeschrei im Spiegel oder Bild nicht der gute Indikator sein. Trotz einmaliger massiver Propaganda und einem einmaligen schnellen Anstieg konnten die Zockerbanken nicht so viele von der angeblichen Seitenlinie in den Markt locken als erhofft. Auch die Fondszuflüsse sind angesichts dieser Entwicklung nicht berauschend.

Ist mMn nicht nicht so überraschend. Menschen, die sich mal so richtig die Finger verbrannt haben meiden oft für ihr restliches Leben derartige Gefahrenquellen. Da muss dann erst eine neue Generation heranwachsen damit die alten Spielchen wieder funktionieren. Im verflossenen Jahrzehnt war das Fingerverbrennen so heftig wie schon ewig nicht mehr. Deshalb ist in vielen Fällen die angebliche Seitenlinie keine Seitenlinie mehr sondern ein anderes Spielfeld.

MMn  wird diesmal mit weiter steigenden Kursen der Zufluss immer geringer werden. Sollte die Umverteilung der Zockerbanken bis jetzt größtenteils noch nicht gelungen sein, wird es langsam sehr heiß. Die Umverteilung wird immer schwieriger werden. Der Umsatz an den Börsen wird wahrscheinlich noch weiter abnehmen. Wann dann die ersten zum Ausgang drängen werden und ob der erste Fluchtversuch schon den Absturz auslösen wird is mMn unmöglich zu erkennen.  Aus dieses Gründen bleibe ich kritisch gegenüber short eingestellt. Ich werde allerdings auf den nächsten Reisen meinen Notebook dabei haben. Es könnte verdammt schnell hergehen. Das Durchschreiten des Tiefs wird dann auch einfach zu erkennen sein. Wenn man wieder seine Bank online oder über Telefon erreicht liegt das Tief hinter uns.

;o)
Antworten
Malko07:

#50902

 
17.10.09 13:58
" ... massiver Propaganda und einem einmaligen schnellen Anstieg konnten die Zockerbanken nicht ..."
Anstieg soll Abstieg heißen.
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Malko07:

#50903:

7
17.10.09 14:02
War ursprünglich richtig. Ich glaube ich lege mich wieder hin. Die Nacht war zu kurz.
Antworten
wawidu:

stöffen - # 50882

9
17.10.09 14:12
Steve Meyers Analyse korrespondiert voll und ganz mit meiner XLF Analyse. Ein äußerst schwacher CMF beim letzten Upleg lässt sich übrigens bei allen Indexcharts beobachten. Dieser Sachverhalt deutet auf verdeckte Distribution hin.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 267660
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fkuebler:

Malko07 #50902: Euphorie brauchen wir ja auch...

6
17.10.09 14:12

"Eine wirkliche Euphorie sehe ich noch nicht. Auch kommt derartiges noch nicht von den Analysten der großen Zockerbanken. Es treibt sich nur die übliche Anzahl an Permadeppen rum. Diesbezüglich kündigt sich also noch keine Trendwende an."

... nicht unbedingt, wenn wir Töffels dankenswertes FAZ-Zitat aus #50897 vom Sommer 2007 nehmen:

"Wo ist der Sekt? Wo sind die Torten? Wo bleibt die Begeisterung? Eine merkwürdige Aktienhausse ist das, bei der keinem so richtig zum Feiern zumute ist. Griesgrame beherrschen die Börse, Miesepeter sitzen in den Banken. Kein Taxifahrer redet über Aktien."

Ein klein bisschen Geduld (oder ein klein bisschen mehr :-) brauchen wir, mMn. Und warten darauf, dass es klare Signale dafür gibt, dass die Börsen nachhaltig runterkommen, tun mMn nur Leute, die den Mechanismus Börse nicht wirklich verstanden haben.

Insofern - um mal in allem Respekt eine ganz milde Kritik zu formulieren - bringt es auch nicht viel, immer wieder zu konstatieren, dass es es noch nicht ausgemacht ist, dass es runtergeht. Das ist fast eine Tautologie.

"Wann dann die ersten zum Ausgang drängen werden und ob der erste Fluchtversuch schon den Absturz auslösen wird is mMn unmöglich zu erkennen.  Aus dieses Gründen bleibe ich kritisch gegenüber short eingestellt"

Dagegen ist bestimmt nichts einzuwenden und sowieso jedes' legitime persönliche Entscheidung. Aber wenn man ein Problem vermeidet, dann halst man sich nach dem Erhaltungssatz des Erwartungswertes ;-) vollautomatisch ein anderes auf: nämlich dass man den Kollaps erst dann mit letztendlicher Sicherheit erkennt, wenn er bereits hinter einem liegt.

Und so gibt es für jeden Geschmack eine passende Implementierung der alten Regel: Pick your poison... Mit Vanille-Flavor, Rettich, oder auch Waldmeister... ;-)

Antworten
Stöffen:

Malko, zu # 50902

12
17.10.09 14:16
und ich sehe gerade, dass Kübel hier schon in seinem Post bereits einiges vorweggenommen hat:

Ich sehe das etwas anders, weil ich der Meinung bin, dass sich einige Dinge grundlegend geändert haben. Viele Teilnehmer, gerade hier auch im Board, gehen immer noch davon aus, dass an der Börse ein übermäßiger Optimismus oder irrationaler Überschwang herrschen müsse, um zu erkennen, dass der Tipping Point bevorsteht. Wir erinnern uns ja an den spiralförmigen Herdentrieb zu Zeiten des Neuen Marktes.

Wir konnten jedoch bereits in 2007 beobachten, dass wir von einem derartigen Verhalten der Masse seinerzeit ein gutes Stück weit entfernt waren.

In der FAZ konnte man ja am 3.6.2007 wie folgt lesen:
"Eine merkwürdige Aktienhausse ist das, bei der keinem so richtig zum Feiern zumute ist. Griesgrame beherrschen die Börse, Miesepeter sitzen in den Banken. Kein Taxifahrer redet über Aktien."

Ich habe seinerzeit, also ebenfalls ca. Mitte 2007, im Bären-Thread geschrieben, dass ein Börsen-Crash auslösender Credit-Crunch auch keine Massen-Euphorie benötigt. Diese Aussage halte ich auch weiterhin aufrecht. Wenn’s demnächst bei den US-Gewerbeimmos knallt, weil allein in 2010 750 Mrd.$ refinanziert werden müssen, so dürfte dies auch verständlich sein.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
fkuebler:

This time it's different: USA ist anders als Japan

5
17.10.09 14:26

...der 90-er, weil man in den USA entschlossen vermieden hat, dass sich in Zombiebanken die ganze Malaise gespeichert hält!

Oder vielleicht doch nicht?

Lesenswert, mMn in seiner ganzen Länge: Citi of questionable accounting and reserve provisioning

Die enorme "hidden" Quersubventionierung der Banken aus dem gesponserten Zinsspread wird noch gaaaanz lange brauchen, bis sie die Zombies aus dem Untotendasein erlöst hat. Vermutlich ähnlich lange wie in Japan, zumindest ehe ich lange keine nachhaltige Earnings-Power, und mit den Bonus-Exzessen unterminiert die Branche latent die Sustainability der Subventionierungen.

Und deshalb, lieber AL, ist Dough Kass mit seinem Lastwagen von Calls auf BofA eben doch falsch: BofA wird vielleicht weniger absaufen als andere, sozusagen als King unter den Zombies, aber das gibt allenfalls einen Spread her... Sage ich mal so, als einer von vielen, der letztendlich natürlich auch nix weiss... ;-)

Also: short Banken!

Citi of questionable accounting and reserve provisioning

Posted by Tracy Alloway on Oct 16 14:52.

Citi has never been a paragon of accounting standards, so it’s with little surprise that we read the latest work from the oft-controversial Bloomberg columnist, Jonathan Weil.

Weil has been a vehement critic of Citi, in particular on the subject of the bank’sdeferred tax credits — a debate which helped kick off something of a revolution inbank capital.

His latest target, however, is Citi’s fair value accounting. He explains:
A big improvement to the accounting rules this year is that lenders now must disclose their loans’ fair-market values every quarter, rather than just once a year. When a bank says its loans are worth much less than their balance-sheet amount, that means a large portion of its capital cushion may be illusory.

Such gaps arise because loans don’t have to be carried on the balance sheet at fair value, giving lenders lots of wiggle room to play with.

. . .

Citigroup, which is audited by KPMG, estimated its loans had a fair value of $601.3 billion as of June 30, just 0.2 percent less than their carrying amount. By comparison, the fair-value shortfall was 7.3 percent at Bank of America Corp., 4.3 percent at Wells Fargo & Co., and 2.5 percent at JPMorgan Chase & Co. PwC audits Bank of America and JPMorgan, while KPMG audits Wells.

What that means is that Citi has taken the slightest of haircuts on its loans at fair value — a (to say the least) surprising claim in the current market.

Needless to say, Weil isn’t happy with the difference, claiming that some banks may be inflating their fair values. In fact, he even suggests that the US Securities and Exchange Commission could be on the case of certain fair value or mark-to-market obscuring banks.

Unsurprisingly, financial blogger Zero Hedge picks up the thread (in effective but typically outraged form) in a Thursday post:

Yet what caught our attention is the FV action at the big 4 banks: Citi, BofA, Wells and JPM. What is most notable is that while the three firms ex Citi have taken a decent haircut to their Book-to-FV margin, Citi is now down to a mere 0.2% difference between loan Carrying Value at Q2 ($602.6 billion) and loan Fair Value ($601.3 billion). What is more notable is that on average the margin has increased over the past 2 quarters: while the average FV-to-Book spread was 3.2% at year end 2008 for the non-Citi banks, it grew by 1.5% to 4.7% at Q2 (non weighted)And in this environment where banks have been getting more cautious and applying an increasing discount to their loan book values, Citi has collapsed the differential from 2.8% to 0.2%! 

In graphic terms, it looks like this:

Der USA Bären-Thread 6721288

And like Weil, Zero Hedge is calling on the SEC to investigate.

But when it comes to bank results, what concerns us more are the things you can’t see.

The discrepancy between book and fair value was one of the things the Federal Accounting Standards Board was trying to expose when it decided to apply FAS 107— the accounting standard which requires fair value disclosure — quarterly. In the Citi example then, the new standard is working very well — now you can see just how delusional different Citi is from its big bank peers every quarter, instead of every year.

What’s more concerning, to us anyway, are Citi’s loan loss reserves.

Loan loss reserves, or the amount of money banks set aside to cover bad debts, have been written about at length when it comes to European banks. In particular, the effect that declining coverage ratios (LLRs divided by non-performing loans) in the second quarter of 2009 might have had on their results. One Goldman analysis, for instance, suggested that if coverage ratios had not declined in Q2, the collective first-half profit of Europe’s banking industry would have been wiped out. In short, banks were boosting their headline numbers with lower provisioning for bad debts.

We suspect this is something which may be happening in the US too — and it’s not as easy to spot as the difference between book and fair value.

For instance, in the third quarter, Citi added $802m to its loan loss reserves (down from $3.9bn in Q2) to increase the reserves to $36.4bn, or 5.9 per cent of total loans. But that increase was $1.6bn below some analyst estimates.

Lower loan loss provisioning is fine if Citi’s non-performing loans are actually decreasing.

But there are mixed signs in Citi’s results. Delinquency rates in Citi’s consumer businesses fell in the third quarter, compared with the second. But delinquency in its local consumer lending unit, one of its biggest businesses, continued to climb.

What’s more, Citi has completed more than 24,000 loan modifications in the quarter, and has more than 63,000 in the trial modification period under the US government’s Home Affordable Modification Program, or HAMP. Here’s Citi CFO John Gerspach on the bank’s conference call on Thursday:
… when it comes to mortgages, as I mentioned on the call, or just before,the HAMP program right now has got a rather significant impact on our delinquency statistics and really makes it difficult for anyone from the outside to actually have a good view as to the inherent credit profile in our delinquency buckets.

That effectively obscures the real performance of those loans - which means we can’t tell whether Citi’s lower loan loss provisioning is prudent or not.

That’s more of a problem with judging Citi’s - and banks’ - earnings: opaqueness, not transparency.

Related link:
Citigroup earnings: Lower loan loss provisions a good sign? - WSJ MarketBeat

 

Antworten
Malko07:

fkuebler (#50906), ein ansatzweises

7
17.10.09 14:52
präzises Timing ist reine Glückssache, es sei, es gibt ein sehr deutliches "angekündigtes" Ereignis wie z.B. Krieg.

Man wird allerdings den Absturz nicht übersehen können. Den hatte ich auch in diesem Frühjahr nicht übersehen und wäre ich 10 Jahre jünger hätte ich sicherlich schon erste massive Pflöcke eingeschlagen gehabt.

Heute sehe ich bezüglich der Marktteilnehmer und der Politik klarer als Anfang des Jahres und werde deshalb das nächste Mal dabei sein, mit Aktien, nicht mit Derivaten.
Antworten
fkuebler:

Malko07 #50909: Ich werde ganz bestimmt beim ...

5
17.10.09 15:04

"Heute sehe ich bezüglich der Marktteilnehmer und der Politik klarer als Anfang des Jahres und werde deshalb das nächste Mal dabei sein, mit Aktien, nicht mit Derivaten."

... nächsten Aufschwung (den meinst du ja sicher :-) auch dabei sein, aber der muss sich bei mir erstmal hinten anstellen, solange nämlich, bis ich den nächsten Abschwung abgearbeitet habe... ;-)

Man muss immer Prioritäten setzen ;-)

Antworten
Malko07:

Ich erwarte, wenn der Abschwung

7
17.10.09 15:29
endlich kommen wird, wird er zügig und brutal vonstatten gehen, eventuell noch schneller als der Letzte. Es wird deshalb schwierig, nachdem der Abstieg sich verdeutlicht hat noch groß von diesem zu profitieren. Eventuell dann das eine oder andere Spielchen mit Short-ETF. Mit Anleihen werde ich da hoffentlich mehr mitnehmen. Ich werde deshalb zum Ausgleich nicht wie du den Stress beim Abstieg haben das viele Geld einzusammeln .

;o)
Antworten
fkuebler:

Malko07 #50911: Da sind wir durchaus einer Meinung

7
17.10.09 15:46

"Ich erwarte, wenn der Abschwung endlich kommen wird, wird er zügig und brutal vonstatten gehen, eventuell noch schneller als der Letzte. Es wird deshalb schwierig, nachdem der Abstieg sich verdeutlicht hat noch groß von diesem zu profitieren."

Auch wenn es manchen noch reichlich früh erscheinen mag, beschäftige ich mich schon seit einiger Zeit mit dem Problem. Am besten kann man dieses "Problem des Erfolges" am Beispiel Japan Oktober 1993 erkennen: kaum ist der Absturz da, ist er schon wieder weg :-o

Allerdings habe ich ganz aktuell eine Umsetzungstaktik dafür ausgetüftelt und werde die am Wochenende mal durchrechnen. Obwohl das hier gar nicht so goutiert wird, werde ich sie vielleicht sogar posten. Vielleicht...

"Mit Anleihen werde ich da hoffentlich mehr mitnehmen."

Da sind wir d'accord, deshalb halte ich ja auch an meinen Longbonds fest.

"Ich werde deshalb zum Ausgleich nicht wie du den Stress beim Abstieg haben das viele Geld einzusammeln."

Ich betrachte die Lastwagen voll Kohle, gegen die ich meine Shorts einzutauschen plane, auch rein nur als Schmerzensgeld ;-))

(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 267690
Antworten
Dreiklang:

@kübi

4
17.10.09 16:00
"Allerdings habe ich ganz aktuell eine Umsetzungstaktik dafür ausgetüftelt und werde die am Wochenende mal durchrechnen. Obwohl das hier gar nicht so goutiert wird, werde ich sie vielleicht sogar posten. Vielleicht..."

Gerne, gerne.

Ich fahre nur eine Primitiv-Taktik. Niedrig gehebelter Short - ETF DBX1DS, welchen ich beim letzten Downer bis ca. 5500 teilweise reduziert hatte. Würde gerne bei DAX >5900 nachkaufen, wenn unser Pelztier den packt (müsste eigentlich, da Trend immer noch vorhanden) Daneben gehebelter Long-ETF (jaja, die Short-Verluste müssen ja irgendwie (über)kompensiert werden)

Wenn ich jetzt schon banktechnisch könnte, würde ich den Long-ETF kaufen und ODAX Call schreiben. Gerne auch im Geld, da so der Hedge-Effekt größer ist als wenn nur out of the money gehedget wird. (ich weiß, für eine reine Short-Taktik ohne Long-Underlying profitabler, allerdings auch hochspekulativ)
Antworten
Dreiklang:

malko L-Boden

2
17.10.09 16:10
"Heute sehe ich bezüglich der Marktteilnehmer und der Politik klarer als Anfang des Jahres und werde deshalb das nächste Mal dabei sein, mit Aktien, nicht mit Derivaten."

Im Absturz auf Aktien short oder nach Absturz long?

(Nehme an zweiteres)

Wenn Aktien, dann ist aber die Frage welche. Um dem AL'schen L-Boden zu entgehen, kommen ja nur bestimmte Titel in Frage. Pennystocks Jahrzehnte zu halten, wäre nicht effektiv.

"Aktien statt Index" das klingt für mich, als würdest du dem Index nach dem Crash 2.0 keine Dynamik nach oben mehr zutrauen.
Antworten
wawidu:

30yr T-bond

6
17.10.09 17:18
Aus technischer Sicht läuft dieser deutlich in kritisches Gewässer.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 267705
Antworten
fkuebler:

wawidu #50915: Gut, dass ich kein Technik-Fan...

3
17.10.09 17:26

"Aus technischer Sicht läuft dieser deutlich in kritisches Gewässer."

... bin, sonst wäre ich jetzt sicher noch beunruhigter, als ich sowieso schon bin... ;-)

Antworten
Anti Lemming:

Kübi und Wawi

6
17.10.09 17:50
Falls "die Geschichte sich wiederholt", sollten die 30-jährigen US-Staatsanleihen beim nächsten Aktien-Absturz erneut hochschießen, was deren Zinsrendite (TYX oder UST30Y) stark sinken lassen dürfte.

Be Anleihen laufen Kurs und Zinsrendite ja bekanntlich invers. Unter der Chart von TLT, das ist ein ETF, der den Kurs von US-Staatsanleihen mit 20 und mehr Jahren Laufzeit abbildet. Beim Aktien-Meltdown im letzten Herbst, als es wirklich ans Eingemachte ging (Weltfinanzsystem drohte zusammenzubrechen), wurde die "Sicherheit" dieser Langläufer gesucht. Auch der Dollar schoss in die Höhe - obwohl die Krise ja weitgehend von USA ausging.



Chart von TLT.  Als letzten Herbst das Weltfinanzsystem zusammenzubrechen drohte (blauer Kasten), flohen Viele in die US-Longbonds. Ich schätze, dies dürfte sich bei erneut aufkommendem Zweifel an der "Solidität" wiederholen.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 267708
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Anti Lemming:

Im gleichen Zeitraum flohen Anleger aus Gold

7
17.10.09 18:14
und Dollar (blauer Kasten). Gold haussiert zurzeit bezeichnderweise zusammen mit Rohstoffen und Aktien. Wenn die "Kacke am Dampfen" ist wie letzten Herbst, scheinen Anleger den "sicheren Hafen" (man beachte die Gänsefüßchen) von US-Staatsanleihen und Dollar zu bevorzugen.

Der Dollar-Anstieg könnte mMn beim nächsten Aktien-Crash noch schärfer verlaufen, weil der Dollar-Carrytrade inzwischen irrwitzige Dimensionen angenommen hat. Der Dollar dürfte bei Krisen deshalb künftig ähnlich stark hochschießen wie in den vergangenen Jahren der Yen (vormals wichtigste Carrytrade-Währung). {EUR/JPY-Schwäche galt als Bären-indikator für Aktien.]

Der Anstieg des Dollars im letzten Herbst hat nichts mit dessen fundamentalem  Wert zu tun. Es war ein scharfer, herz(infarkt)ergreifender Short-Squeeze. Man könnte das mit dem aktuellen Hochschießen von (Fast-)Pleiteaktien wie Fannie, Freddie, MBI, Ambak, Arcandor usw. vergleichen. Langfristig ist der Dollar vermutlich "doomed", kurzfristig regiert die Markttechnik.

Da Gold und Dollar stark korrelieren, dürfte beim nächsten Crash auch das Gold wieder deutlich in die Kniee gehen - wie letzten Herbst (blauer Kasten unten).

FAZIT: Die Vermutung, US-Langläufer würden in der nächsten Krise "abkacken", mag charttechnisch ableitbar sein (# 50915), das Gegenteil aber auch (## 50918 und dieses Posting).

Knackpunkt wird das Dollar-Sentiment bleiben. Sollte der Dollar beim nächsten Aktien-Meltdown deutlich schwächer werden (d.h. sollte sich die bisherige inverse Korrelation umkehren), dann wäre auch ein Abkacken der Longbonds denkbar. Das ist aber eher das Gräzzly-Bären-Szenario. Erfolgt der Niedergang wie letzten Herbst halbwegs "geordnet", sollte es eher zu Dollar- und Longbond-STÄRKE kommen (Waschbären-Szenario). Denn dann steht nicht  "der Untergang der USA und des Dollars" im Vordergrund, sondern nur die schnöde Rückabwicklung der Dollar-CT.



GOLD-Chart (GLD ist das wichtigste in USA gehandelte Gold-ETF)
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 267710
Antworten
wawidu:

DOW-Analyse

5
17.10.09 18:15
Das technische Setting lässt erkennen, dass die Luft seit August sehr dünn geworden ist (parabolische Kurven an der Ober- und Unterseite der Preiskurve mit Ausbildung eines "Megafons"). Seither ist die Preiskurve in der Spitze gerade mal noch schlappe 500 Punkte gestiegen.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 267709
Antworten
Anti Lemming:

Korrektur zu 50919

 
17.10.09 18:28

Der erste Satz muss korrekt heißen:  " Im gleichen Zeitraum flohen Anleger aus Gold und kauften Dollars (blauer Kasten).

Antworten
Malko07:

Dreiklang (#50914), ich meinte

6
17.10.09 18:52
Aktien long im Tief, so wie man es eben trifft, das Tief. Die Aktien sollten mMn von finanziell gesunden Dickschiffen sein, deren Geschäftsbasis nicht so schnell verschwinden wird. Es könnte dauern bis man ein gutes Resultat erwirtschaftet und die wirtschaftliche Lage könnte zwischenzeitlich richtig bösartig werden.

Mit dem Kauf von Indizes ist man nur scheinbar auf der sicheren Seite. Betrachtet man z.B. den DAX und nimmt die oben angesprochene bösartige Entwicklung ins Kalkül, werden etliche Firmen in diesem Index verschwinden und damit die potentielle Performance erheblich mindern, so wie bei den Immobilienschrottpapieren. Viel ist nicht gut, gut ist gut.

Im oben erwähnten DAX schreiben nach I/B/E/S inzwischen 7 bis 8 Firmen schon jetzt Verluste. Einige Firmen schleppen zu große Schuldenberge mit sich rum. In manchen Sektoren herrschen große Überkapazitäten die sich auch mit einer allgemeinen wirtschaftlichen Erholung nicht  abbauen würden.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Aktien nach dem Kauf noch ein weiteres gutes Stück verlieren werden. Den optimalen Punkt wird man nicht treffen. Deshalb braucht man die Sicherheit sich nicht sofort wieder rauspülen zu lassen. Man braucht also ein gutes Gefühl, eventuell mehrere Jahre Besitzer dieser Aktien zu sein.
Antworten
wawidu:

AL - # 50918

6
17.10.09 19:04
Einspruch euer Ehren!

Im Dezember 2008 hat David Rosenberg analysiert, bei dem gigantischen Preissprung der Bondlangläufer seit Mitte November handele es um ein abgekartetes Spiel zwischen Fed und Großbanken/Megafonds, um die Jahresperformance noch einigermaßen zu retten. Mit dem Jahresultimo war dann ja die Show auch vorbei.

"Im gleichen Zeitraum flohen Anleger aus Gold" - aber nicht doch: da stieg GLD von 68 auf 87 Punkte und Gold von 700 auf 880!
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 267726
Antworten
Anti Lemming:

Malko - Krisenmanagement bei Longkauf am "Tief"

9
17.10.09 19:34
Wenn man am vermuteten Tief long in Aktien geht, kann man sich mit der (abgewandelten) Kübi-Strategie, Calls dagegen short zu verkaufen (Covered-Call Strategie, geht nur an der Eurex oder CBOE), einen netten Nebengewinn sichern. Dann verdient man auch etwas, wenn die Märkte abwärts bzw. seitwärts laufen. Man kann das als "Nicht-Eurexer" simulieren, indem man Discount-Zertis kauft. Da hat man aber zum einen das Emittenten-Risiko (siehe Lehman-Zertis - gerade am Tief kritisch), zum anderen kann man das nur im Stück verkaufen.

Hat man dagegen die Short-Calls gegen die Aktien, so vereinnahmt man beim Shorten der Calls die Prämie. Später werden die Calls bei Seitwärtsbewegung/Fallen wertlos ausgebucht, und die Prämie gehört Dir. Das lässt sich dann zig mal wiederholen (bei Kursanstiegen der Aktien auch auf jeweils höherem Niveau), die Aktien bleiben die ganze Zeit drin. Steigt es plötzlich stark, kann man entweder die Calls (mit Verlust) zurückkaufen oder man lässt sie drin, wird dann aber bei Fälligkeit die Aktien los (idealerweise hat man soviele Aktien wie short Calls), so dass man am Kursanstieg nur bis zum Baispreis der Calls partizipierte.

Jetzt am Top "nackt" die Calls zu shorten (aktuelle Kübi-Strategie) ist gefährlicher. Denn man weiß ja nicht, ob es wirklich das Top war. Steigt es weiter, kann man in Teufels Küche kommen (bei Indizes ist das Risiko "vertretbarer" als bei Einzelaktien - siehe VW).

An vermuteten Tiefs finde ich das "nackte" Shorten von Puts ebenfalls interessant. Dann ist die Vola sehr hoch und es wird viel Prämie vereinnahmt. Fällt es, bekommt man schlimmstenfalls die Aktien (Underlying) ins Depot gebucht. Man sollte daher nicht mehr Puts shorten, als  man hinterher an Aktien kaufen kann.

Shortet man z. B. bei einem Siemens-Kurs von 40 Euro Siemens-Puts mittlerer Laufzeit mit Basispreis 30 Euro, so vereinnahmt man bei hoher Vola schätzungsweise 5 Euro. Fällt Siemens bei Fälligkeit der Puts auf 25 Euro, bekommt man die Aktien ins Depot. Man muss dann zwar die 30 Euro dafür bezahlen (entsprechend dem Basispreis), hat aber zuvor 5 Euro Prämie vereinnahmt. Das ist dann so, als würde man zu diesem Zeitpunkt für 25 Euro kaufen. Erst wenn Siemens noch tiefer fällt, gibt es Buchverluste, die aber bei einem späteren Anstieg der Aktien wieder ausgeglichen werden.

Das Schöne ist, wenn Siemens in der Folgezeit oberhalb von 30 Euro bleibt. Dann sind die 5 Euro für dich, und du musst bei Fälligkeit gar nichts kaufen. Du kannst das Spiel dann eine Stufe tiefer wiederholen.



Bei den beiden o. g. Strategien (short Calls und short Puts) hat man als Stillhalter den Zeitwertverfall "auf seiner Seite".

Eine andere Strategie, die ich zurzeit verfolge, ist das direkte Shorten von "Doppel-Long"-ETFs von proshares, z. B. SSO, der den Kurs von SPY (SPX-ETF) mit doppeltem Hebel nachvollzieht. Bei den Proshare Doppel-Longs und - Shorts (wie SDS, TWM) gibt es ja den von mir letztes Jahr mehrfach beschriebenen "Emmi-Beschiss". Die Dinger verlieren wegen der Vola laufend an Wert - zwar weniger schnell als Optionen, aber dennoch auf Dauer merklich. Statt also in einem Doppel-Short wie SDS long zu gehen und den latenten Zeitwertverfall gegen sich arbeiten zu lassen, geht man also besser in einem Doppel-Long wie SSO short und lässt den "Emmi-"Beschiss in die eigene Tasche wirtschaften.

Ich hoffe, ich hab mit diesen Ausführungen niemanden überfordert ;-)
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Anti Lemming:

Wawidu - Longbonds vs. Gold nach der Lehman-Pleite

3
17.10.09 19:54
Dieser Relativ-Chart von TLT (ETF auf Longbonds) zu GLD (ETF auf Gold) zeigt, dass die US-Longbonds in der Zeit nach der Lehman-Pleite im Oktober 2008 das Gold deutlich ausperformt haben. Gold stieg dann erst ab Spätherbst/Winter wieder - gemeinsam mit den Rohstoffen.

Das Gold-Tief im Spätherbst/Winter lag bei ca. 760 Dollar. Es fiel in etwa mit dem Öl-Tief (35 Dollar) bzw. Rohstoff-Tief zusammen.

FAZIT: Gold wird ähnlich getradet wie Rohstoffe, die in mittelschweren Krisen in die Knie gehen. Eine Ausnahme gäbe es sicherlich beim "Weltuntergang", wenn alles zusammenbricht. Unsere Chartbetrachtungen kreisen bislang aber lediglich um (Schwer-)Krisen-Szenarien, nicht um Endzeit-Szenarien. Damit möchte ich nicht ausschließen, das Letztere noch kommen.
Der USA Bären-Thread 267731
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