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Der USA Bären-Thread


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Malko07:

Ich glaube seit dem 17. Januar.

13
27.01.09 20:17
kann auch etwas früher gewesen sein, drohen uns die Antizykliker mit einer Rallye. Bis heute haben wir wir den Pegel von damals noch nicht wieder erreicht (liegen auf ähnlicher Höhe). Wenn man jetzt täglich die gleiche Drohung wiederholt, wird man irgendwann Recht bekommen.

Die Zocker (größtenteils Finanzinstitute) halten den Markt am Laufen bis ihnen die Luft ausgeht. Anschließend werden sie vom Steuerzahler Ausgleich fordern. Solange dieses Gezocke anhält, werden die größeren Spekulanten auf mittlere bis längere Sicht fernbleiben. Weshalb sollten sie auch einsteigen? Es fehlen die guten Gründe.
Antworten
metropolis:

Malko

10
27.01.09 20:25
Es bingt doch nicht, der "Gegenseite" vermeintliche Mißerfolge vorzuhalten. Bezgl. Öberbär AL gibt es da auch einiges zu berichten (z.B. dass es seit 4 Monaten nicht weiter runtergeht), aber so eine Diskussion wird nur unnötig persönlich. Tatsache ist: Es geht zur Zeit weder vor noch zurück. Irgendwann wird eine Seite die Oberhand gewinnen. Die Bären können das nur noch durch eine schlechte Nachricht, da der Markt offensichtlich überverkauft ist. Die Bullen hingegen haben erstmal nur technische Argumente in der Hand. Wer schlau ist hält sich raus und läuft später den Kursen hinterher, aber viele sind eben nicht schlau. Irren ist menschlich.
Antworten
Malko07:

metro, tut mir leid. Ich halte von Deinen

8
27.01.09 20:42

Prognosen soviel  wie von anderen derartigen Prognosen: Nichts. Es ist nicht schwierig einmal zu Treffen, besonders, wenn es im Prinzip nur 2 bis 3 Richtungen gibt. Man sollte davon aber nicht ableiten, dass das immer funktionieren wird. Du stellst auch oft Deine technischen Analysen als "absolute " Wahrheit dar und bist über einen Widerspruch nicht erfreut. Etwas entspannter wäre besser. Wenn es nur so einfach wäre in die Zukunft zu schauen. Zum Zustand "überverkauft" nur soviel. Es wurden genau so vile Aktien gekauft wie verkauft wurden.

Immerhin hat sich meine damalige "einfache" Chartanalyse bis heute bewahrheitet. Ich würde allerdings nie einen Cent auf eine derartige Analyse setzen, auch wenn sie von mir wäre:


Der USA Bären-Thread 5362944

 

www.ariva.de/Ich_bin_erstaunt_was_t348181

#37201 war sicherlich nicht persönlich. Kritik wird doch noch erlaubt sein. Dieses Posting ist persönlich, da es direkt an Dich gerichtet ist.


Antworten
metropolis:

Nunja Malko

 
27.01.09 20:50
in diesem Thread werden auch oft "asolute Wahrheiten" gepostet und Kritik nicht geduldet bzw. lächerlich gemacht. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass hier deine Prognose "4 Monate Seitwärts" jemals von einem hier postet wurden (dich eingeschlossen). Der virtuelle Pfeil zeigte bei allen Beteiligten stets abwärts.

Vielleicht sollte man die Dinge hier im Thread auch mal etwas entspannter sehen. Ok, ein Bärenthread muss bearish sein, aber der Absolutheitsanspruch nervt dann doch.

Das Problem mit Prognosen ist eben, dass man eine treffen muss, wenn man spekuliert. Keine zu treffen wie du ist auch eine.
Antworten
Malko07:

metro, Du irrst. Aus

8
27.01.09 21:11
satirischen Gründen mache ich mehr oder weniger regelmäßig Chartanalysen unsd stelle sie auch hier rein. Die Mehrzahl davon "prognostizierte" immer einen seitwärts verlaufenden Markt. Man will je schließlich ein "Alleinsstellungsmerkmal" haben   ;o)

Dass man nur auf Basis von Chartanalysen spekulieren kann, stimme ich nicht zu, Ich spekuliere schon seit über 40 Jahren ohne Chartanalysen. Mein Blick liegt allerdings mehr auf der fundamentalen Beurteilung der volkswirtschaftlichen Lage und der Lage der Firmen, deren Aktien oder Anleihen ich kaufen will. Und natürlich ist die Entscheidung in welcher Anlageklasse man sich gerade primär aufhellt auch eine Spekulation .

Man sollte jetzt nicht glauben, ich hätte was gegen Spekulanten, die mit Chart arbeiten. Jeder soll nach seine Façon selig werden. Ob man jetzt an Hand von Charts, dem Sternenstand oder der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung entscheidet, bleibt jedem selbst überlassen. Die Zukunft bleibt ungewiss und man braucht deshalb auch Glück.

Allerdings ist die jeweils aktuelle Lage keine Frage von Prognosen. Und seit Ackermann verstummt ist, rufst Du laufend das Ende der Finanzmarktkrise aus. Dass das in diesem Thread, wo sich doch sehr viele mit der fundamentalen Lage auseinandersetzen, zu Widerspruch führt, sollte einen nicht überraschen.
Antworten
metropolis:

Malko, bitte sachlich bleiben

 
27.01.09 21:20
"rufst Du laufend das Ende der Finanzmarktkrise aus" - kannst du an KEINEM meiner Postings nachweisen. Ich spekuliere mittelfristig und analysiere daher mittelfristig. Zur Zeit spreche ich lediglich von BEARMARKET-Rallys und von einem FINALEN Selloff, den ich noch in 2009 erwarte. Wenn ich den Markt also long sehe, dann nur auf Monatssicht, das schreib ich in jedem Posting.

In diesem Thread würde ich mir - und vielleicht noch manch anderer Leser - durchaus mehr Charttechnik wünschen. Es nützt nämlich nichts, den Markt fundamental richtig down zu sehen, sich aber aus Arroganz gegenüber Technik und Psychologie im Timing zu verzocken. Frag AL, der weiß da einiges drüber.

Ich sehe den Markt als ein Kraftmessen zwischen Bulle und Bär. Mal gewinnt der eine, mal der andere. Die Kunst ist, vorherzusehen, welcher als nächstes die Oberhand gewinnen wird. Manchen gelingt das nur langfristig, manchen eben kurzfristig. Jeder nach seiner Facon.

So, nun drück ich aber weiter die Daumen, Mädels - auch wenn ich weiß dass meine Appelle mal wieder im Nirvana verhallen werden.
Antworten
Malko07:

Sachlich:

2
27.01.09 21:25
"Die Banken sind erwartungsgemäß mit immensen Verlusten aufgeschlagen, hier ließe sich aber vermuten, dass nun das meiste auf dem Tisch liegt. Zumindest würde das für die Banken Sinn machen, um eine Rettungsschirm zu erzwingen, solange noch Geld vorhanden ist (Wer zuerst kommt mahlt zuerst). "
Antworten
metropolis:

malko

 
27.01.09 21:33
Was hat das mit "Ende der Krise" zu tun?
Antworten
Tormenta63:

Risikoprämien - Überraschende Analyse

14
27.01.09 21:35
Wer zum Beispiel zurzeit eine Kreditausfallversicherung für eine Forderung gegen Daimler abschließen will, muss eine jährliche Prämie von 3,25 Prozent der versicherten Summe akzeptieren.
Wie sieht es bei anderen Dax-Unternehmen aus ? Die FAZ hat hierzu heute auf Seite 19 eine Bloomberg-Analyse veröffentlicht, die zu teilweise recht überraschenden Ergebnissen kommt.
Infinion : 38,75
TUI: 14,83
Conti: 10,20
Thyssen: 4,70
BMW: 3,25
FMC: 3,20
Merck: 2,85
VW: 2,40
Metro: 2,27
Lufthansa: 2,00
BASF: 1,30
Telekom: 1,23
Deutsche Bank: 1,20
RWE: 1,10
Allianz: 1,05
HannRück: 0,85
Deutsche Post: 0,80
Commerzbank: 0,77
Münch Rück: 0,65
Bundesrepublik: 0,55
Legende: Daten beziehen sich auf die jährliche Risikoprämie für Unternehmen in Prozent der Versicherungssumme

Überraschend ist :
1. Die schon relativ hohe Risikoprämie für Forderungen gegen die BRD. Diese lag vor der Krise nur bei bis 0,07 ( Quelle: FAZ vom 26.1, Seite 18) Die FAZ kommentiert: "Selbst der deutsche Staat ist manchem Anleger nicht mehr über alle Zweifel erhaben." ( Quelle: FAZ vom 26.1, aaO )
2. Die relativ niedrige Risikoprämie für Forderungen gegen Finanz- und Versicherungswerte
3. Die relativ hohen Risikoprämien bei Forderungen gegen kleinere Dax-Werte, die die Finanzkrise, dies deutet die Aktienkursentwicklung an, bisher recht gut überstanden haben: FMC, Merck

Schon fast sensationell ist der geringe Unterschied zwischen der (so ermittelten ) Kreditwürdigkeit der BRD und der Münchener Rück.

MfG Tormenta
Antworten
Tormenta63:

zur Diskussion über Chartanalysen

4
27.01.09 21:56
Ich verfolge seit über 20 Jahre Chartanalysen, zum Beispiel
- früher mit Herrn Dr. Schulz von Hoppenstedt in der Telebörse
- schon seit 1988 mit Heinz Imbacher im Magazin Börse Online
Mit Ruhm hat sich keiner bekleckert. Unfreiwillig kommisch Herr Dr. Schulz, der immer wieder fälschlich vor einer oberen Umkehrformation warnte und dafür vom damals optimistischen F.Busch ausgelacht wurde.
Irgendwann hat ihm keiner mehr geglaubt, und dann erfüllte sich seine Prohpezeihung ...
Tja, Telebörse am Freitag Mittag auf Sat1 mit der wöchentlichen Chartanalyse, die meistens aus Zeitgründen zusammengestrichen wurde, und die einige sich doch tatsächlich per Fax zum Nachlesen bestellt haben.
Tja, Herr Dr. Schulz hätte damals hier schon im Bärenthrad geschrieben.
Ich würde jedenfalls eine Investitionsentscheidung nicht von der Chartanalyse abhängig gemacht.
Grüße von Tormenta
Antworten
Dreiklang:

Dieser Seitwärtsmarkt ist ein Bärenmarkt

12
27.01.09 22:23
gerade weil rasche "Phasendrehungen" auftreten, welche die Stochastik aushebeln. Von Trendfolgern ganz zu schweigen.

Der Bärenmarkt ist kein Bullenmarkt invers (dann könnte den ja jeder händeln, man kauft einfach shorts und lässt lange liegen). Typisch sind rasche V-förmige Einbrüche, welche charttechnisch kaum zu deuten sind.



Die V-förmigen Einbrüche finden sich sogar intraday. Die ersten beiden heute erinnern an das Oktober- und November-Tief. Der 16:00 Downer erinnert an den aktuellen (ca. 16. bis 22. 01/09).

Es scheint extrem schwer, den Beginn einer Bärenmarktrallye (ein Upmove um wenigstens 10 - 12 % ) zu erkennen. Meine Bemühungen, mit long etwas Geld zu verdienen, haben bestenfalls eine schwarze Null gebracht.

Wenn der Markt die Einbrüche weicher auffängt (gesteigerte Kaufbereitschaft an Unterstützungslinien, ein linearisiertes Kaufverhalten), dann kann man von der Bodenbildung sprechen. Dann ist der Bärenmarkt vorbei und die Charttechnik wird die Aufwärtstrends wieder anzeigen. Soweit sind wir noch nicht.



Der USA Bären-Thread 5363301
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Katjuschov:

metro,Malko07

16
27.01.09 22:34
Wenn ich mal meine Ansicht dazu einbringen darf:

Immer wenn in den letzten kräftigen Downmoves der unterste Punkt erreicht war gab es einen Bungee-effekt der stark bis sehr stark ausgefallen ist. (Aktien wie Nordex, Q-Cells und manch andererer Nebenwert spiegelten die Marktbewegung überproportional wider)

Beim letzten Downmove (Dax knapp 5100 auf 4100) hat die Gegenbewegung nicht mehr die Kraft gehabt wie bei den vorherigen. Wenn ich meine bevorzugten Tradingwerte  so anschaue beschleicht mich das Gefühl daß die Luft für schnelle kräftige Gegenbewegungen einfach raus ist. Und daß es keine Obamarallye mit wenigstens ein bißchen Euphorie gegeben hat sehe ich auch eher als Zeichen der Schwäche.

Ich hoffe daß es demnächst wieder schwungvoll! weitergeht, rauf oder runter ist mir eigentlich egal da ich größtenteils an der Seite stehe. Im Moment mit großem Einsatz auf eine Richtung zu spekulieren birgt m.M. nach das 50%ige Risiko falsch zu liegen.

Ich denke unterm Strich ist es besser eine fette Panik bzw. Euphorie abzuwarten und dann dagegen zu traden als bei "lauwarmen" Markt einzusteigen. Das ist das was sich für mich im letzten Jahr rauskristallisiert hat.

Bin gestern mal in einen Nebenwert rein der ein gewisses Paniklevel aufweisen konnte. Ferner bin ich vor ein paar Tagen wieder in dem Wert rein den ich in meinem Posting 35809 namentlich nicht erwähnt habe. Um verstärkt zu traden ist mir die Stimmung zu lau.
Antworten
Platschquatsc.:

@Tormenta63 CDS für BRD

7
27.01.09 23:01
Hab den FAZ-Artikel mal überflogen aber bezogen auf CDS von Staatsanleihen relativert sich die Risikoprämie im Vergleich mit anderen Staaten sehr schnell.
CDS-Prämie bezogen auf 10.000$ Anleihe und fünfjähriger Laufzeit.
bespokeinvest.typepad.com/bespoke/2009/01/...nues-to-rise.html
Der USA Bären-Thread 213005
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metropolis:

Der VDAX sinkt wieder deutlich

2
27.01.09 23:02
(aktuell 39, Top war 75) und schon hat man das Gefühl, es geht nichts mehr - egal in welche Richtung. Geht sicher allen so, aber möglicherweise muss man sich in Zukunft wieder mit niedrigen Volatilitäten anfreunden. Die Zeiten der +-6% intraday sind evtl. vorbei. Und ähnlich wie bei einem Dorgenabhängigen, dem man die Dosis des täglichen Schusses zusammenkürzt, macht sich auch bei den Börsenjunkies ein gewisses Gefühl der Leere breit.

Alles ganz normal...
Der USA Bären-Thread 213007
Antworten
fischerei:

Ja, metro,

6
27.01.09 23:40
bevor das Gefühl der Leere sich in die Hirnwindungen einnistet, gib mir mal schnell deine Charttechnische-Analyse zu den Lottozahlen von MORGEN, aber bitte mit Superzahl.  Der Staranalyst, AL, ist leider nur in der Lage, die Zusatzzahl zu nennen und Super-Analyst Dead verweigert die Zusatzzahl gänzlich, doch die interessiert mich herzlich wenig, denn entscheidend ist für mich die Superzahl. Ich bitte um konkrete Angabe der sechs Gewinnzahlen, plus der Superzahl und wähle die Zahlen bitte so aus, dass ich alleiniger Gewinner des Jackpots bin.

Der Gewinn wird selbstverständlich geteilt und in die Antizyklische Strategie investiert, zumindest deine Hälfte, meine werde ich lieber wieder in die Lotterie investieren, ist auch ein bisschen wie deine Strategie.

Bitte ab jetzt keinen Streit mehr, konzentriert euch auf die Lottozahlen von MORGEN.
Antworten
permanent:

Plan for Banks' Toxic Debt May Be Unveiled Next We

4
28.01.09 07:18
Plan for Banks' Toxic Debt May Be Unveiled Next Week
BAD BANK, TARP, TREASURY, BANKS
Posted By: Steve Liesman |
CNBC.com
| 27 Jan 2009 | 05:04 PM ET

The Obama administration is close to deciding on a plan to purchase bad—or non-performing and illiquid—assets from banks, according to industy sources. The plan could be announced early next week.

The so-called "bad bank" plan, would address the key problem of how to price the assets by using a model-pricing mechanism.

The model would take account of the government's ability to hold onto assets, even to maturity, and pay for the them with cheap funding. Result: the government might end up paying more than current market prices for the securities.

 

On the other hand, if the government paid less than the value at which the asset is carried on the bank's books, the bank would issue common equity to the government.

In previous Troubled Asset Relief Program deals, banks issued preferred equity to the federal government. But the conclusion is growing within government circles, sources say, that preferred equity is not sufficient to make the banks healthy.

Clearly, the idea of a "bad bank" is gaining momentum. On Capitol Hill today, Senate Banking Chairman Chris Dodd said he was aware the idea is under discussion and "it makes some sense to me."

 

The move toward a bad bank concept comes amid growing speculation that banks may need another government bailout.

Goldman Sachs economist Jan Hatzius recently said global credit losses may approach $2.1 trillion. Of that total, banks worldwide have already absorbed about $975 billion in losses, he estimated in a research report, suggesting the worst is far from over.

FBR Capital Markets analysts said eight of the largest U.S. financial institutions need up to $1.2 trillion in new common equity and that "the government is the only entity that can provide bridge capital to get past the current credit crises."

In the developing bad bank plan, it's unclear how the government would pay for assets. There has been discussion of a "certificate of net worth" in which the government gives the banks a piece of paper that essentially can be applied to capital levels. But sources could not confirm that funding mechanism for the plan or what role existing TARP money or the Fed would play in funding the so-called bad bank.

 

A Treasury official said nothing will be announced this week and would not comment "on specific policy decisions that have yet to be made."

Antworten
Malko07:

Der Markt reagiert

12
28.01.09 09:47
angeblich nicht so richtig auf negative Zahlen. Hätte er das immer, entsprechend der "Forderung" mancher Stimmungsanalysten gemacht, hätten wir längstens die Nulllinie durchschlagen. Nur Geduld, die Kurse fallen in dieser Krise in einer historisch einmaligen Geschwindigkeit. Wenn man versucht die Restlänge dieser Krise optimistisch zu Schätzen und annimmt die Börsen beginnen mit der Erholung 6 Monate vorher (Wieso eigentlich? In meinen Augen versuchen sie es andauernd und irgendwann bekommen sie Recht.), würden wir ohne Verlangsamung im Spätsommer bei 0 liegen. So ist es auch ganz normal, dass die Volatilität sich beruhigt und dann wieder zulegt.  

Die Obama-Rallye ist bis jetzt ausgeblieben. Das bedeutet nicht, dass die Euphorie um Obama bis heute nicht positiv gewirkt hätte. Eventuell wären wir ohne sie schon eine Stufe tiefer. Wenn es so ist, wird auf jeden Fall die Enttäuschung im Zusammenhang mit dieser Euphorie wirken.

Es war und ist nicht zu erwarten, dass wir durchgehend schlechte Ergebnisse in der gerade laufenden Meldesaison erleben werden. Diese Ergebnisse mischen sich mit Meldungen aus den Volkswirtschaften und der Propaganda um weitere Rettungspakete. Unmöglich zu sagen, wo wir am Ende dieses Quartales stehen werden. Sollte sich meine Annahme bestätigen, dass wir erst November/Dezember 2008 mit dem weltweiten heftigen wirtschaftlichen Abstieg begonnen haben, werden die Ergebnisse des 1. Quartales jedwede Propaganda wegfegen. Dazu meine "tiefgründige" Chartanalyse vom Jahreswechsel:

Der USA Bären-Thread 5364539baer45.schmartz.de/bilder/c301208.gif" style="max-width:560px" >

Weiterhin viel Glück beim Suchen des Bodens. Es braucht auch etwas Glück, trotz aller Geduld, ihn zu finden. Ein kleiner Hinweis noch für Charttechniker: Wann war die 200 Tagelinie noch soweit entfernt von den Kursen und wir hatten einen Boden? Wann gab es chon mal eine Große Krise, in der es nicht ein oder zwei Fehlausbrüche über diese Linie gab?
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Malko07:

Spitzenmanager schreiben 2009 bereits ab

12
28.01.09 09:59

Pessimistisch nach Davos

Spitzenmanager schreiben 2009 bereits ab

von Christoph Rabe

Unter dem Eindruck der tiefen globalen Rezession ist die Zuversicht der Manager von führenden Unternehmen der Welt auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren gesunken. Nur 21 Prozent der Manager gehen mit positiven Geschäftserwartungen in das Jahr 2009, wie eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigt.

DAVOS. Die Untersuchung wurde in Davos im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums vorgestellt. Vor einem Jahr hatte sich noch die Hälfte der befragten Unternehmer zuversichtlich gezeigt.

 

"Das Tempo und die Intensität der Rezession hat die Psyche der CEOs erschüttert und eine globale Vertrauenskrise ausgelöst", sagt Samuel DiPiazza, Vorstandschef von PwC. Ein Viertel der Befragten blickten inzwischen pessimistisch in die Zukunft. "Die CEOs sind äußerst besorgt über die Überlebenschancen ihrer Unternehmen." Der Pessimismus der Manager erstreckt sich auf alle geografischen Regionen, Geschäftsfelder und wirtschaftliche Aktivitäten. Während im vergangenen Jahr erste Sorgen über eine konjunkturelle Verschlechterung nur bei den Führungskräften aus den USA, Japan und Westeuropa zum Ausdruck kam, fühlen jetzt auch die Manager aus anderen Ländern die volle Wucht der Krise.

 

"Besorgniserregend ist der drastische Stimmungswandel in den Schwellenländern. Die deutliche Verschlechterung der Geschäftserwartungen ist ein Beleg dafür, dass sich die gegenwärtige Rezession anders als frühere Krisen nicht auf einige Wirtschaftsregionen beschränkt, sondern eine globale Herausforderung ist", sagt Hans Wagener, Sprecher des Vorstands von PwC Deutschland.

Weiter unter www.handelsblatt.com/politik/international/...hreiben-2009-ab;2135246

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obgicou:

US-Treasuries

9
28.01.09 10:02
Der Aktienmarkt feiert gerade die bad bank.
Schwer abzuschätzen, wieviel der Staat dafür aufbringen muß, aber es dürfte im Billionen-Bereich liegen.
Das Konjunkturprogramm beläuft sich auf 850 Mrd.
Herr Geithner giftet gegen China und vergrault damit möglicherweise Käufer.

Die US-10Y yield steht mittlerweile wieder bei 2,57, ungefähr also auf dem Stand vor dem letzten FED-Statement, in dem die Prüfung des Kaufs von Treasuries angekündigt wurde.
Sollte die FED heute nicht ein klares Signal geben, daß diese Prüfung irgendwie konkreter geworden ist, wird das negative Folgen für die Kurse haben. Und da wir momentan auf der rechten Schulter einer S-K-S sitzen, könnte das zu einem heftigen Ausschlag führen.
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Kicky:

etwas Optimismus bitte

5
28.01.09 10:05
der Tag ist schon grau genug
Der USA Bären-Thread 213046
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Kicky:

IIF:weltweiter Kollaps im Geldfluss prophezeit

12
28.01.09 10:14
ja so leicht kommt Ihr mir nicht davon! vom Treffen in Davos...die schlimmste Krise seit dem 2.Weltkrieg,mindestens 1% Schrumpfung des GDP weltweit,2,1% bei den reicheren Staaten,Verdreifachung der Schulden in Europa,privates Kapital fliesst nicht mehr....

The Institute of International Finance, the global organisation of major banks, predicted an almost unprecedented collapse in world economic growth and capital flows.
It became the first major global institution to forecast a full-scale global contraction in 2009, predicting that the economy would shrink by 1.1pc.
IIF chief economist Philip Suttle said: "This is the worst period since the interwar years. The global growth backdrop is very difficult. We foresee a contraction in 2009 in the global economy of over 1pc."
He also expects rich economies to contract by 2.1pc – the worst peacetime output since the 1930s.
Private flows of capital into the emerging world are set nearly to dry up in the next year, the IIF predicted, dropping from $928.6bn in 2007 down to $465.8bn in 2008 and then to $165.3bn the following year.
As a result the current account deficits in emerging Europe will more than treble in the coming year, from $30bn in 2008 to $117bn next year.
The forecasts shed light on the likelihood that the current financial crisis transmutes into a severe worldwide recession of the kind that has not been seen since the Second World War. Asia is likely to suffer a worse downturn than during the Asian financial crisis, the report indicated....
www.telegraph.co.uk/finance/economics/...in-capital-flows.html
Antworten
Kicky:

der grösste Bubble :Buyout Firmen

5
28.01.09 10:34
...The battered giant Blackstone is unloading more than two dozen businesses worth about $60 billion to repay the government after its bailout last year..... The company that orchestrated the then record $34 billion acquisition of Equity Office Properties Trust in 2007 is now playing a more modest role -- as an adviser to AIG as it sheds units from auto insurance to aircraft leasing....
Buyout firms themselves may be next to go. As many as 40 of the biggest 100 companies may collapse by 2011 as their debt- strapped assets default, according to a 2008 report by Boston Consulting Group Inc., which didn’t identify the firms in its study......

Now Schwarzman and his rivals -- Henry Kravis of KKR & Co. and David Rubenstein of Carlyle Group -- are trying to endure the hangover from their binge. Buyout firms went on a record-breaking shopping spree in 2006-07, saddling themselves with $1.5 trillion in assets that they intended to sell at a profit. Since then, they haven’t been able to find buyers for their companies, depriving them of their main source of income: the 20 percent fee they reap from a profitable sale.

After last year’s bankruptcies of Apollo Global Management LLC’s Linens ‘n Things Inc. and Carlyle’s Hawaiian Telcom Communications Inc., private equity shops face a flood of defaults that may eventually sink them too.

“The big fear for private equity is that the default rates go to an extraordinary level,” says Roy Smith, a former Goldman, Sachs & Co. partner who now teaches at New York University. “The worst outcome is that we have such a high level of default that it makes the whole buyout scene a wasteland. This is part of the biggest bubble to burst in our history.”...

With his company sputtering, Schwarzman made public appearances in New York, Dubai and Quebec City in a seven-week span starting in August to try to persuade investors that good times were just around the corner.

“We’ll find a bottom, and we’ll be buying on the way up,” Schwarzman said in a speech at the Super Return Middle East conference of investors and buyout firms in Dubai in October. “Trying to catch falling knives is not what we do. The best returns in private equity have come in a period like the one we’re just entering. This is an absolute wonderful time.” Investors, who are taking a beating in private equity funds worldwide, disagree. Investments in buyout funds fell by about 60 percent to $43 billion in the fourth quarter compared with a year earlier, according to Dow Jones Private Equity Analyst,......
es folgt eine Geschichte über Blackstone ,die die meisten wohl kennen...
www.bloomberg.com/apps/...109&sid=aJJx48OeDvX0&refer=exclusive
Antworten
rogers:

mal was

12
28.01.09 11:35
aus deutschen Landen (in den USA sieht es ja ähnlich aus):

"Den Gewinneinbrüchen folgen nun die Verluste: Deutschlands 110 größte börsennotierte Unternehmen, die in den in den drei wichtigsten Indizes Dax, MDax und TecDax notiert sind, werden im abgelaufenen Quartal voraussichtlich insgesamt einen Nettoverlust von 3,6 Mrd. Euro einfahren. Das zeigen Berechnungen des Handelsblatts in Zusammenarbeit mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Im Vorjahresquartal hatten die Firmen unter dem Strich noch 13,1 Mrd. Euro verdient.

Acht der 30 Dax-Konzerne werden demnach einen Quartalsverlust präsentieren. Neben den Finanzinstituten rutschen vermutlich auch die unter der Absatzkrise leidenden Autobauer BMW und Daimler in die roten Zahlen. Darüber hinaus hat die Deutsche Post Milliardenabschreibungen im US-Geschäft angekündigt und muss mit einem Verlust rechnen.

So schlecht wie im abgelaufenen Quartal standen Deutschlands Unternehmen zuletzt vor sechs Jahren dar. "Die schwere Wirtschaftskrise erfasst eine Branche nach der anderen und große und kleine Firmen gleichermaßen", sagt LBBW-Experte Michael Köhler. Angesichts der katastrophalen Entwicklung im Schlussquartal zeichnet sich im Gesamtjahr 2008 ein Gewinneinbruch von 35 Prozent gegenüber dem Boomjahr 2007 ab - doppelt so viel wie in Resteuropa und den USA. Grund für die Schwäche sind die vielen konjunkturabhängigen Konzerne im Dax. Ihr hoher Exportanteil macht sie zudem besonders anfällig für den Abschwung der Weltwirtschaft.

Besserung ist nicht in Sicht. Auffällig ist, dass derzeit die Erwartungen für 2009 so rasant zusammenschmelzen wie noch nie. In den letzten sechs Monaten fielen bei den Dax-Konzernen die Schätzungen für den Nettogewinn im laufenden Jahr um fast 40 Prozent. Betroffen ist besonders die klassische Industrie. Hier haben Unternehmen wie der Chemieriese BASF und der Stahlhersteller Thyssen-Krupp ihre Altaufträge abgearbeitet. Nun kommt die weltweite Auftragsschwäche voll zum Tragen.

Dabei ist die Talsohle noch nicht erreicht. "Gemessen mit anderen, vergleichsweise milden Rezessionen sind wir im gegenwärtigen Abschwung gerade bei der Hälfte angekommen", sagt Andreas Hürkamp von der Commerzbank. Nimmt man die Rezessionen in den vergangenen 40 Jahren zum Maßstab, dann brachen die Nettogewinne durchschnittlich um die Hälfte ein. Das dürfte diesmal angesichts des schwersten Konjunktureinbruchs in der Nachkriegsgeschichte kaum ausreichen.

Die Analysten haben das Ausmaß der Krise noch nicht in ihren Prognosen berücksichtigt: Bislang reduzierten sie ihre Gewinnerwartungen erst um ein Drittel. Ein Blick auf die Schlüsselbranchen verdeutlicht die Misere. Nach Milliardenverlusten im vergangenen Jahr zeichnet sich in der Finanzszene keine Besserung ab. Dennoch gehen Analysten im Durchschnitt davon aus, dass die Deutsche Bank im laufenden Jahr wieder 4,42 Euro pro Aktie netto verdienen wird - nach einem Verlust von sieben Euro im vergangenen Jahr.

Fast ebenso groß sind die Probleme in der Automobilindustrie. Daimler-Chef Dieter Zetsche rechnet damit, dass die Geschäfte erst einmal schlechter laufen, bevor es wieder aufwärts geht. Eine Prognose dafür wagt er aber nicht. BMW spricht gar von der größten Krise, die "wir bisher kannten". Beide Konzerne reagieren ebenso wie der Lkw-Hersteller MAN mit Kurzarbeit. Dennoch prognostizieren Analysten für Daimler und MAN 2009 nur eine Gewinnhalbierung. Bei BMW gehen sie sogar davon aus, dass der Nettogewinn nur um ein Viertel sinkt. "Autohersteller werden Probleme haben, 2009 überhaupt Geld zu verdienen", sagt Commerzbank-Experte Hürkamp.

Der Mischkonzern Siemens hat sich im alten Geschäftsjahr mit seinen Milliarden-Rückstellungen zwar eine niedrige Ausgangsbasis verschafft. Dennoch erscheint das erwartete Gewinnplus von 67 Prozent im laufenden Geschäftsjahr reichlich ambitioniert. Es basiert auf optimistischen Prognosen, wonach sich die Auftragsschwäche im laufenden Jahr auf Grund vieler langfristiger Großprojekte erst in den Erträgen 2010 niederschlägt. Im Auftaktquartal zwischen Oktober und Dezember brachen die Aufträge aber um acht Prozent ein, obwohl der Konzern noch im November keine negativen Auswirkungen auf die Auftragslage ausmachen konnte. Das Ziel dürfte daher schwer zu halten sein.

Fraglich erscheint auch das erwartete Nettogewinnplus von 17 Prozent beim Düngemittelspezialisten K+S, nachdem es bereits 2008 um rund 450 Prozent aufwärts ging. Zwar haben die wenigen Produzenten von Kali, dem unverzichtbaren Bestandteil von Dünger, ihre Produktion reduziert und so das Angebot verknappt. Das hält die Preise auf Rekordniveau. Doch geringere Verkaufsmengen werden den Gewinn schmälern. Schon jetzt bekommt K+S die geringere Nachfrage zu spüren, weil Farmer in Schwellenländern wie Brasilien Finanzierungsschwierigkeiten haben.

Ungemach droht auch den scheinbar stabilen Branchen. So spricht der Softwarehersteller SAP von einer "nie da gewesenen Entwicklung". Ursprünglich sah sich SAP krisenresistent. Kalkül war, dass die Firmenkunden auch im Abschwung Software brauchen, um effizienter zu arbeiten. Weil nun aber viele Kunden gleichzeitig Investitionen auf Eis gelegt hätten, warnte SAP vor niedrigeren Erträgen. Dennoch rechnen Analysten für 2009 im Durchschnitt mit einem Nettogewinnplus von neun Prozent.

Bei den Versorgern schließlich deutet bislang zwar nichts auf schwere Gewinneinbrüche hin - telefoniert und Strom verbraucht wird immer. Doch zweistellige Gewinnzuwächse, wie Analysten sie für Eon, RWE und die Deutsche Telekom prognostizieren, erscheinen unrealistisch. Die Telekom schaffte dieses Kunststück nicht einmal im Boomjahr 2007. "Vollkommen ungeschoren werden auch die Versorger nicht davonkommen. In großen Krisen sinkt der Stromverbrauch", sagt LBBW-Experte Köhler."

www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/...n-zahlen;2135149


As of Friday, January 23rd:
The blended earnings growth rate for the S&P 500 for Q4 2008, combining actual numbers for companies that have reported, and estimates for companies yet to report, fell to -28.1% from -20.2% from -15.1% due in part to downward estimate revisions for Financials.
On July 1st, the estimated growth rate for Q4 was 59.3%, and by October 1st, the estimated growth rate had fallen to 46.7%. (Data provided by Thomson Reuters)
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No Safe Haven: Dr. Doom

3
28.01.09 11:54
Stocks Could Drop 20%, No Safe Haven: Dr. Doom
STOCK MARKET, WALL STREET, STOCKS, BONDS, FTSE, DAX, CAC-40, NIKKEI, GOLD, ECONOMY, RECESSION, DEPRESSION, DEFLATION, INFLATION
CNBC.com
| 28 Jan 2009 | 05:18 AM ET

US and global stocks are still likely to fall because the corporate and economic news will be worse than expected, Nouriel Roubini, RGE Monitor Chairman, told CNBC.

 

Investors will be hit by the realization that many banks are bankrupt, that companies will have to rein in debt and sell assets and that emerging markets may get into trouble, Roubini said.

"I think that there's a 20 percent downside risk to US and global equities," Roubini told "Squawk Box Europe."

The transmission mechanism oiling the wheels of the banking system is broken, he said, adding that "banks are getting the money and they are hoarding it, they're not lending it," because they expect higher losses.

 

There is no safe haven from the crisis as all countries are affected, and the collapse in aggregate demand may bring about prolonged deflation, Roubini added.

"We have to worry today about not ending up like Japan. That's the risk for the global economy," he said.

The rise in the price of gold is a signal of fear that countries and corporations may default on debt rather than of worries about future inflation, and the precious metal is used as a "safety valve."

Falling stock prices and very low bond yields are signaling depression, while credit spreads are still very wide, indicating fear of defaults, according to Roubini. And even the fast-growing Asian economies aren't spared.

"If you look at the data in emerging markets and around Asia, East Asia, there is a hard landing," he said. "All the numbers out of China suggest… the manufacturing sector is already in a recession."

Protectionism is the next danger, as history shows that it prolonged the 1930s depression, he said, regarding remarks by U.S. Treasury Secretary Timothy Geithner that China was "manipulating" its currency to help its exports.

 

"Certainly starting a war with China on the issue of the currency is very, very dangerous," he said. "The US is relying on the kindness of strangers -- Russia, China, the Gulf States … to finance a huge, and growing, twin current account and fiscal deficit," Roubini said.

"If China were to pull the plug on financing the US dollar, then we'd have a freefall of the dollar," he added.

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Contrade 121:

Die Bankenspende in USA

5
28.01.09 12:02

Anbei ein guter Artikel, mal zu Abwechslung zu der Satire von FTD, Handelsblatt & Co., die sehr oft schlichtweg falsch recherchieren und durch unvollständige Darstellungen glänzen.

 

Im Blickfeld: Uncle Sam muss für Banken weiter Spendierhosen tragen
 

 
Von Bernd Neubacher, New York

Börsen-Zeitung, 28.1.2009

Paul Volcker, ehemaliger US-Notenbankchef, will mit ihr die Bankenkrise lösen, und Richard Parsons, neuer Chairman von Citigroup, plädiert ebenfalls für sie: eine Neuauflage der Resolution Trust Corp, die vor zwanzig Jahren die Vermögenswerte Hunderter zusammengebrochener Spar- und Darlehenskassen übernahm und damit half, die Savings-and-Loan-Krise zu überwinden. Im Oval Office dürften Volcker und Parsons auf offene Ohren stoßen: Der Ex-Fed-Chairman steht dem neuen Präsidenten in Wirtschaftsfragen zur Seite, und Richard Parsons zählte in der Phase des Übergangs zu den Beratern, bevor er, wohl nicht ohne Plazet der Regierung, in der vergangenen Woche an die Spitze des Verwaltungsrats von Citigroup rückte.

Auferstehung wird teuer

Entschließt sich die Regierung dazu, die Gesellschaft wieder auferstehen zu lassen, ist allerdings klar: Uncle Sam muss für die Banken auf absehbare Zeit weiter seine Spendierhosen tragen. Der Vergleich mit der Resolution Trust Corp verharmlost dabei die Dimensionen und Kosten. So veräußerte die Resolution Trust Corp, als sie rund 750 Institute abwickelte, Assets über rund 450 Mrd. Dollar - dieses Volumen entspricht etwa den Risikoschirmen, welche die öffentliche Hand allein für Risiken von Bear Stearns, Bank of America und Citigroup bereits aufspannte. Letztendlich kostete die Savings-and-Loan-Krise 160 Mrd. Dollar, von denen gut 130 Mrd. der Steuerzahler schulterte. Derzeit geht es jedoch um andere Dimensionen: 380 Mrd. Dollar hat die Regierung schon allein für Beteiligungen im Finanzsektor bereitgestellt, ohne die Krise damit spürbar zu lindern.

Auffangen statt abwickeln

Entscheidend aber ist: Die Resolution Trust Corp war als Abwickler insolventer Institute ins Leben gerufen worden. Als Neuauflage steht nun dagegen eine Auffanggesellschaft zur Debatte, welche schiefliegenden Instituten helfen soll zu überleben. Dieser Unterschied im Konzept dürf te den Aufwand gewaltig treiben und bringt die öffentliche Hand in ein Dilemma. Kauft die Gesellschaft den Banken Problempapiere zum Bilanzwert ab, wie dies zur Monatsmitte etwa Sheila Bair, Präsidentin der US-Einlagensicherung, anregte, nimmt sie deren Abschreibungsbedarf ins Buch, und der ist nicht unerheblich. Goldman Sachs etwa geht davon aus, dass US-Banken ihre Verluste im einheimischen Kreditgeschäft erst etwa zur Hälfte realisiert haben. Demnach stehen ihnen noch Belastungen von rund 500 Mrd. Dollar ins Haus (siehe Grafik). Setzt der Staat dagegen Abschläge auf den Bilanzwert durch, dürfte er zahlreiche Banken zugleich stützen müssen, schließlich würden Verkäufe unter Bilanzwert Abschreibungen und neuen Kapitalbedarf nach sich ziehen, vor allem wenn die eigenen Mittel von Instituten unter das aufsichtsrechtliche Minimum fallen. Jede realistische Überlegung einer neuen Auffanggesellschaft müsse Hilfen aus dem Bankenbeteiligungsprogramm zum Ausgleich von Abschreibungen einbeziehen, heißt es in einer Studie der Citigroup. Die Botschaft: Uncle Sam muss zahlen, so oder so. Die Resolution Trust Corp hatte es da einfacher - sie hatte mit Instituten zu tun, die bereits insolvent waren oder von der Aufsicht dazu erklärt und dichtgemacht worden waren.

Laut Goldman Sachs sind 200 Mrd. Dollar nötig, damit der Sektor wieder ein "Minimum " an materiellem Eigenkapital zeigt. Nach Schätzungen braucht der US-Bankensektor vom Staat 3 Bill. bis 4 Bill. Dollar Betriebskapital, wenn er gegen die weltweite Wirtschaftsflaute gewappnet sein soll und falls künftig strengere Eigenmittel-Vorgaben gelten sollen als jene, welche die Branche in die Krise geführt haben. Angesichts eines angespannten Haushalts dürfte die Regierung daher auch bei einer Neuauflage der Resolution Trust Corp nicht umhinkönnen zu klären, welche Banken sie erhalten soll und ob sie die Stakeholder im Sektor verstärkt an den Verlusten beteiligen will.

Ewig kann auch Uncle Sam nicht ohne Folgen in die Tasche greifen. Schon ohne Belastungen einer neuen Auffanggesellschaft sowie das gut 800 Mrd. schwere Konjunkturprogramm Obamas dürfte das Haushaltsdefizit 2009 auf rund 1,2 Bill. Dollar oder rund 8 % des Bruttoinlandsprodukts klettern. Befürchtungen, die Rettung des Bankensektors könnte den Etat überfordern und letztlich das Rating der USA gefährden, haben dazu beigetragen, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen in den sechs Handelstagen bis Montag um 34 Basispunkte zu steigern.

Z ur Kasse könnten diejenigen gebeten werden, welche Schuldverschreibungen der Banken über mehrere 100 Mrd. Dollar halten. Bisher werden die Gläubiger öffentlich subventioniert. Allein die befristete Garantie der Einlagensicherung für neue Schuldverschreibungen vom Oktober 2008 dürfte knapp 100 Mrd. Dollar wert sein, schätzen Wissenschaftler der Universität Chikago. Bei einem Tausch von Schulden in Eigenkapital trotzte GMAC ihren Gläubigern bereits hohe Abschläge ab. Im großen Stil eingesetzt, könnte das Verfahren indes ungeahnte Marktverwerfungen bewirken - ähnlich wie der Kollaps Lehmans zu einem Run auf Geldmarktfonds führte. Der Verlust des bisschen Restvertrauens, das Investoren noch haben, wäre dabei noch nicht das Schlimmste. Ein breit angelegter Forderungsverzicht dürfte vielmehr zahlreiche noch gesunde Banken treffen, die Schuldverschreibungen von Wettbewerbern halten.

Kettenreaktionen drohen

Kettenreaktionen drohten bei einer Umschuldung zudem im 30 Bill. Dollar schweren, noch immer nicht regulierten Markt für Kreditderivate, wenn Verkäufern solcher Swaps unerfüllbare Zahlungspflichten entstünden. In ihrem Jahresbericht für 2007, dem jüngsten, bezifferte allein Citigroup den Nennwert der Risiken, welche sie via Credit Default Swaps außerhalb der Bilanz garantierte bzw. transferierte, auf knapp 1,8 Bill. bzw. fast 1,9 Bill. Dollar. Angesichts solcher Perspektiven könnte Uncle Sam das kleinere Übel darin sehen, für die Banken weiter die Spendierhosen zu tragen.

 

 
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