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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.947,76 -0,01% Perf. seit Threadbeginn:   +376,21%
 
CaptainAmeri.:

Malko

6
08.09.08 11:58
Das Problem ist, dass jetzt ein Praezedenzfall da ist, der den gesamten Banken-, Auto- und vielleicht sogar Flugzeugsektor oder Restaurantketten dazu animieren koennte, ebenfalls einen Bailout zu forden. Face it, Amerika ist pleite. Und sie werden das Geld drucken, es geht gar nicht anders. Der Steuerzahler, der gleichzeitig Konsument ist, ist ausgelaugt, und die Chinesen werden einen offiziellen Default nicht akzeptieren. Das Ende der USA als Weltmacht ist nah. Wir koennen nur hoffen, dass die Russen nicht die Gelegenheit ergreifen und uns angreifen. Die Plaene haben sie ja noch von frueher in der Schublade.
Antworten
Contrade 121:

@27401

4
08.09.08 12:06
sehe ich auch so...

Die Verwerfungen am Kapitalmarkt gehen in eine neue, extremere Runde. Hey, das ist nicht die "kleine" BearSterns die hier eingenommen wird, das ist 10-faches Volumen von BearSterns.

Als Galgenhumor kann man auch die Schließung einer weiteren Hypothekenbank am Wochenende betrachten. Geschickt wird das Thema aber unter den Tisch fallen gelassen.
Tja, das ist ja eben die Vermarktung der Börse. Pervers.  
Antworten
obgicou:

gut möglich

6
08.09.08 12:13
daß durch die FNM und FRE-Aktion weitere Bankenpleiten forciert werden:

The Federal Banking Agencies React to Takeover of Fannie Mae and Freddie Mac

The federal banking agencies have been assessing the exposures of banks and thrifts to Fannie Mae and Freddie Mac. The agencies believe that, while many institutions hold common or preferred shares of these two government-sponsored enterprises, a limited number of smaller institutions have holdings that are significant compared to their capital.

The Federal Reserve Board, the Federal Deposit Insurance Corporation, the Office of the Comptroller of the Currency, and the Office of Thrift Supervision are prepared to work with these institutions to develop capital-restoration plans pursuant to the capital regulations and the prompt corrective action provisions of the Federal Deposit Insurance Corporation Improvement Act.

All institutions are reminded that investments in preferred stock and common stock with readily determinable fair value should be reported as available-for-sale equity security holdings, and that any net unrealized losses on these securities are deducted from regulatory capital.


www.fdic.gov/news/news/press/2008/pr08078.html
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metropolis:

Nur mal zur Klarstellung

10
08.09.08 12:15
hier geht es um Peanuts für den US-Steuerzahler. Die FM-Übernahme dürfte "einige Mrd" kosten. Einige Mrd werden ja in der Bilanz schon gespart, da die FM-Aktien wertlos werden.

Alleine der US-Militärhaushalt beträgt 700 Mrd p.a., der Irak-Einsatz verschlingt 100 Mrd p.a. Denke, das macht die Dimensionen klar und wieviel Power die USA noch haben wenn sie das Geld mal in andere Richtungen lenken würden. Ein Abgesang auf die USA ist daher Bullshit.  
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C_Profit:

@CaptainAmerica

3
08.09.08 12:21

"Wir koennen nur hoffen, dass die Russen nicht die Gelegenheit ergreifen und uns angreifen. Die Plaene haben sie ja noch von frueher in der Schublade."

Ich sehe die Gefahr von der anderen Seite aufziehen.Wenn nicht staatliches Desperadotum, Verzweiflung
oder Raserei wie bei einem waidwunden Raubtier dazu führen, dann möglicherweise die Ablenkung von unlösbaren inneren Problemen durch die Hinwendung zum äußeren Feind.

Spätestens jedoch, wenn nach und nach die natürlichen Ressourcen erschöpft sind, gibts den Showdown der nicht mehr regional begrenzt ist.

 

You only learn who has been swimming naked when the tide goes out -    W.Buffett
Antworten
CaptainAmeri.:

@metro

3
08.09.08 12:21
Also ich hab was von 5 Bln. gelesen bzw. 50% der gesamten bisherigen Staatsschulden der USA. Davon wird auch ein Grossteil tatsaechlich als Verlust anfallen, wie man beim Deal von Merrill Lynch mit Lone Star neulich gesehen hat. Mach Dir nichts vor, das hier ist der Super-GAU fuer den Kapitalismus. Mir gefaellt das alles ganz und gar nicht, das kannst Du mir glauben. Ich haette auch lieber eine starke USA mit funktionierenden Maerkten. Aber die Fakten sehen leider anders aus.
Antworten
obgicou:

@Captain

4
08.09.08 12:26

5 Billionen insgesamt;
niemand weiß, wieviel davon in 2004-2007 angefallen sind;
Subprime- und Alt-A Anteil tendentiell gering, wegen höheren Lending-Standards

ich will das Portfolio sicher nicht schön reden, aber es sieht mit sehr großer Wahrscheinlichkeit viel besser aus, als bei jeder Privatbank.
Antworten
CaptainAmeri.:

@C_Profit

4
08.09.08 12:30
Ja, das koennte auch passieren. Die Vorgaenge in Georgien und der Ukraine zielen sicher auf eine Provokation der Russen ab, damit von Problemen daheim (USA) abgelenkt wird. Aber die Russen sind auch keine Waisenkinder. Dem Putin trau ich nicht. In Russland flammt die Grossmannssucht wieder auf. Wenn die meinen, der Zeitpunkt ist guenstig, dann wird uns das Gas abgedreht "or else". Gorbatschow hat selbst damals zugegeben, dass die Perestroika nur auf eine Schwaechung und Taeuschung des Westens abzielte. Schau Dir doch Putin an. Der war doch als KGB-Mann schon in der DDR, und nicht als Mitlaeufer sondern ganz oben. Ungefaehr so, wie wenn Albert Speer Bundeskanzler waere.
Antworten
Malko07:

#27401: Dass der Staat großen

7
08.09.08 12:30
Banken respektive großen Firmen hilft um einen noch größeren Schaden zu vermeiden ist nichts wirklich neues. So kam z.B. auch schon Chrysler in den Genuss einer großen Staatshilfe.

Geld drucken brauchen die nicht. Das geht heute alles elektronisch. Gedeckt werden die neuen Schulden durch Staatsanleihen. Solange die am Markt relativ problemlos platziert werden können ist die USA wirklich noch nicht am Ende. Ich bezweifele auch, dass die Chinesen keine Waren mehr in die USA liefern wollen.  

Scheinbar sind diese Staatseingriffe nicht nach der reinen Lehre des Kapitalismus. Stimmt nicht! Nach der reinen Lehre des Kapitalismus dürfte es diese Großbanken und Großkonzerne nicht geben. Es wäre die primäre Aufgabe des Staates (Smith) dies zu verhindern. Hätte man das getan, könnte man jetzt dem Wirken des Marktes zuschauen respektive es wäre auch nicht so weit gekommen. In den USA hatten wir allerdings schon immer einen Kapitalismus mit sehr großem Staatseinfluss. Das hat eben auch machtpolitische Vorteile. Es gibt eben mehr als den reinen Markt.
Antworten
CaptainAmeri.:

Malko

7
08.09.08 12:34
Mir ist schon klar, dass Gelddrucken heute elektronisch geht. Aber das ist doch vollkommen irrelevant. Ebenso wie die Tatsache, dass auch bisher schon kein purer Kapitalismus bestand. F&F mit Chrysler zu vergleichen verkennt mMn die Groessenordnungen total. F&F halten 40% des gesamten Immomarkts in USA am laufen. 40% !!! Und der private Konsum, der sich daraus speist(e), macht 70% der gesamten Wirtschaft aus. Das ist ein klein bisschen dramatischer, als wenn Chrysler Chapter 11 beantragt.
Antworten
obgicou:

die GSEs

5
08.09.08 12:40

waren schon immer vom Staat garantiert; jetzt sind sie pleite, also muß der Staat zahlen, so einfach ist das; man kann auch sagen die Treasury hat ihr SIV-Assets wieder in die Bilanz genommen.

Interessant wird jetzt wirklich, was weiter passiert; also
a) Senkung der Kreditstandards um auf Teufel komm raus den Hausmarkt zu stabilisieren oder b) Anziehen der Standards, um die Kreditqualität zu verbessern oder
c) gar keine Veränderung der Standards und nur auf die (wahrscheinlich) sinkenden mortgage rates setzen.

Ich tippe zuerst auf c) dann a), b) erscheint mir unwahrscheinlich.
Antworten
Malko07:

CaptainAmerica, wir sollten nicht übertreiben. Die

9
08.09.08 12:49
reale Lage ist schon düster genug.   ;0)

Es ist nicht so, dass der gesamte US-Immobilienmarkt wertlos wäre respektive alle Immobilienbesitzer bis über die Halskrause verschuldet wären. Der private Konsum speist sich noch immer primär aus den Einkünften aus abhängiger Arbeit. Der Konsum verschwindet deshalb nicht sondern geht etwas zurück. Wahrscheinlich für längere Zeit. Für die wirtschaftliche Entwicklung ist das schlimm genug aber macht deshalb die USA noch immer nicht zu einer kleinen Macht und schließen müssen sie den Laden deshalb noch lange nicht. Und solten sie mal schließen müssen, bleibt uns und den Asiaten auch nichts anderes mehr übrig.
Antworten
permanent:

Ich habe soeben eine erste

5
08.09.08 13:08
Shortposition (ca. 25% des geplanten Volumen) ins Depot gelegt.
DAX Stand ca. 6340.

Gruss

Permanent
Antworten
C_Profit:

#27412 alle nicht, Malko aber doch 10%

3
08.09.08 13:10
A separate report by the Mortgage Bankers Association said that almost one in 10 US mortgage holders were behind with their mortgage payments or was in foreclosure procedures.

The 9.2% default rate between April and June was up from 8.8% in the previous quarter, and nearly double the rate one year ago.

news.bbc.co.uk/1/hi/business/7600379.stm
You only learn who has been swimming naked when the tide goes out -    W.Buffett
Antworten
metropolis:

FMs positiv für den Dollar

6
08.09.08 13:14
Wie erwartet und auch logisch ist die Stimmung am Spotmarkt nun Pro-USD. Heute morgen haben ein paar Verwirrte wohl den falschen Knopf gedrückt gehabt:
Der USA Bären-Thread 184913
Antworten
metropolis:

permanent

 
08.09.08 13:16
Ich kenne deinen Zeithorizont nicht. Intraday sicher eine Chance, auf Wochensicht vermutlich nicht. Ich stell dazu mal nen Chart von Tecdax rein. Ist zwar nicht Dax, aber symptomatisch.
Antworten
permanent:

US Is "More Communist than China": Jim Rogers

2
08.09.08 13:17

US Is "More Communist than China": Jim RogersNORTH AMERICA, MORTGAGES, FANNIE MAE, FREDDIE MAC, DEBT, CREDIT, TREASURY, POLITICS AND GOVERNMENT, STOCK MARKET, CHINA, WALL STREET, BANKING, FINANCIALSBy CNBC.comCNBC.com| 08 Sep 2008 | 05:28 AM ET

The nationalization of Fannie Mae and Freddie Mac shows that the U.S. is "more communist than China right now" but its brand of socialism is meant only for the rich, investor Jim Rogers, CEO of Rogers Holdings, told CNBC Europe on Monday.

"America is more communist than China is right now. You can see that this is welfare of the rich, it is socialism for the rich… it's just bailing out financial institutions," Rogers said.

 

Stock markets jumped after the U.S. government's decision to launch what could be its biggest federal bailout ever, in a bid to support the housing market and ward off more global financial market turbulence.

But Rogers said in the long term the move spelled trouble.

"This is madness, this is insanity, they have more than doubled the American national debt in one weekend for a bunch of crooks and incompetents. I'm not quite sure why I or anybody else should be paying for this," Rogers told "Squawk Box Europe."

European stocks soared on Monday, led by banks. UBS was up 11 percent, BNP Paribas up 8 percent, Credit Agricole up 11.1 percent and HBOS up 13.8 percent.

"You certainly gonna see a huge jump in any financial institutions which owned a lot of Fannie or Freddie … because they don't have to worry about going bankrupt all of a sudden," Rogers said. (Watch the video on the left for the full interview)

 

"Bank stocks around the world are going through the roof, that's 'cause they've all been bailed out. You don't see the homeowners in Kansas going through the roof 'cause they're not being bailed out," he added.

"A Huge Mess"

However, despite the rally in Asian and European markets, the decision to take over Fannie and Freddie is likely to cause more volatility and needs careful consideration by investors, according to Rogers.

It's rarely good to jump in a moving bus and right now you got a lot of buses moving. I might short some more investment banks in the US, depending on how they rally over the next week, but other than that, I'll just sit and watch," he said.

Rogers, who is short on U.S. bonds, said these are likely to fall while commodities may rally. The two government-sponsored enterprises don't have good loans on their books, because "everybody else took the good stuff and dumped the bad stuff onto Fannie and Freddie," he said.

From 2010, Fannie and Freddie will have to shrink their portfolios by 10 percent a year until they reach $250 billion, to reduce the risk to the taxpayer, according to the Treasury plan. But this may put additional pressure on the housing market, Rogers said.

"That's going to also ensure that house prices continue to go down. It's going to be harder and harder to get a mortgage."

Investors should not pin their hopes on this year's presidential election for a solution to the problems, as none of the candidates is likely to find one, Rogers said.

"This is a big huge mess and neither one of them has a clue what to do next year. It's going to be a mess."

Antworten
metropolis:

Muster?

11
08.09.08 13:22
Rote Kreise = Bailouts
Grüne Kreise = Bailout-Rallys
Blaue Kreise = Konsolidierung

Nach diesem Muster sollte der Markt noch einige Wochen bis vielleicht Oktober rein seitwärts/up tendieren. Im Dax ist das nicht so gut erkennbar, aber prinzipiell ähnlich.
Der USA Bären-Thread 184916
Antworten
obgicou:

OTS zieht bei Wamu die Daumenschrauben an

2
08.09.08 13:40
daß der CEO gefeuert wurde, wurde ja schon gepostet; interessantes Detail:

...
WaMu also announced that it has entered into a Memorandum of Understanding (MOU) with the Office of Thrift Supervision (OTS) concerning aspects of the bank’s operations, principally in several areas of its risk management and compliance functions, including its Bank Secrecy Act compliance program. In addition, WaMu has committed to provide the OTS an updated, multi-year business plan and forecast for its earnings, asset quality, capital and business segment performance. The business plan will not require the company to raise capital, increase liquidity or make changes to the products and services it provides to customers.
...


www.businesswire.com/portal/site/google/...8005709&newsLang=en

man darf gespannt sein, ob die OTS mit diesem business plan zufrieden ist, insbesondere mit:
The business plan will not require the company to raise capital, ...
Antworten
Ischariot MD:

Es gibt noch funktionierende Aufsichtsbehörden

8
08.09.08 13:48

Koreas Finanzaufsicht warnt Staatsbank vor Einstieg bei Lehman Brothers  

Klares Misstrauensvotum: Mehr als 5 Mrd. $ will Koreas Förderbank KDB laut Medienberichten in die angeschlagene US-Investmentbank stecken. Doch die Aufsichtsbehörde warnt das Staatsinstitut davor, Geld in Lehman zu investieren.

"Angesichts der Bedingungen auf dem Finanzmarkt in Südkorea und weltweit sollte sich die KDB einem Engagement bei Lehman zurzeit sehr vorsichtig nähern", sagte FSC-Chef Jun Kwang-Woo am Montag. Ende August hatte die Börsenaufsicht die KDB schon einmal zur Zurückhaltung gemahnt. Die Staatsbank bietet Berichten zufolge für einen 25-Prozent-Anteil an Lehman bis zu 5,3 Mrd. $.

Lehman muss sich laut Beobachtern noch vor Veröffentlichung seiner Quartalszahlen im September Kapital beschaffen. Im Juni hatte die Bank mit 2,8 Mrd. $ erstmals in seiner Geschichte als börsennotiertes Unternehmen einen Quartalsverlust gemeldet. Lehman ist mit mehr als 60 Mrd. $ am krisengeschüttelten Hypothekenmarkt engagiert.

Allerdings zeichnen sich auch Finanzierungsalternativen ab. Die Nachrichtengentur Reuters hatte am Freitag gesschrieben, die beiden Finanzinvestoren KKR und Blackstone würden jeweils erwägen, Teile von Lehmans Immobiliengeschäft und der Vermögensverwaltung zu erwerben. Die Immobiliengeschäft könne laut den Reuters-Quellen 5 Mrd $ wert sein. Lehman als Ganzes hat nur noch eine Marktkapitalisierung von 10,8 Mrd. $. Bereits zuvor war darüber spekuliert worden, Lehman könne alternativ oder zusätzlich zu einem Einstieg der Koreaner Immobilien oder Sparten wie die Vermögentsverwaltung verkaufen

www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...hers/410749.html

Antworten
permanent:

@metropolis, danke für den Chart in Posting

4
08.09.08 13:50
27148. Eine sehr gute selbsterklärende Darstellung.

Meinen Zeithorizont kann ich dir nicht nennen. Ich kann dir sagen mein Schein (normaler OS) läuft bis Ende November mit Basis 6400.
Ob der Schein heute Abend noch in meinem Depot liegt vermag ich nicht zu sagen. Grundsätzlich will ich meine Shortposition weiter ausbauen, aus dem Grund bin ich mit ca. 25% meines gewünschten Volumen eingestiegen.
Der Markt wird mir die Richtung für mein weiteres Verhalten weisen.

Gruß

Permanent
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Ischariot MD:

Ich glaube, das "Fuck'n Funny'-Spektakel

8
08.09.08 14:01

kann man auf folgenden Nenner kürzen:

Wie sind die Banken von der Rettung betroffen?

Die Mehrheit der amerikanischen Banken profitiert von der Verstaatlichung von Fannie Mae und Freddie Mac. Der Grund: Die meisten von ihnen halten große Bestände an vorrangigen Schuldpapieren oder hypothekenbesicherten Anleihen, nur eine kleine Minderheit ist in größerem Stil als Aktionär oder Vorzugsaktionär engagiert. Das alleine verdeutlicht ein Blick auf die Kapitalstruktur der beiden Hypothekenfinanzierer: Freddie Mac hat nur 15,6 Mrd. $ an nachrangigen Papieren ausgegeben, die vorrangigen Schulden belaufen sich dagegen auf satte 831 Mrd. $. Bei Fannie Mae sieht es ähnlich aus: 33 Mrd. $ an risikobehafteten Papieren stehen 780 Mrd. $ an vorrangigen Schulden gegenüber.

Dementsprechend liest sich eine Stellungnahme der US-Einlagenversicherung FDIC, des Office of the Comptroller of the Currency und des Office of Thrift Supervision. Diese drei Behörden sind für die Aufsicht über die Geschäftsbanken, Regionalbanken und Bausparkassen zuständig. "Wir haben das Risiko für Geschäftsbanken und Bausparkassen analysiert. Wir kommen zum Schluss, dass zwar viele Institute Aktien halten, aber nur eine sehr beschränkte Anzahl kleinerer Institute Fannie-Freddie-Aktien in großem Verhältnis zu ihrem Kapital besitzen."

Bei hypothekenbesicherten Anleihen - Mortgage Backed Securities (MBS) - ist das Engagement der Banken dagegen enorm. Die Experten von Creditsights kommen zum Schluss, dass MBS von Fannie und Freddie durchschnittlich 50 Prozent des Wertpapierportfolios der Banken ausmachen. Dabei ist die Spanne jedoch weit: Bei einer Regionalbank wie New York Community liegt der Wert bei 85 Prozent, bei Citigroup sind es nur 20 Prozent. Unter den Großbanken sind laut Creditsights besonders Bank of America und JP Morgan mit jeweils 62 Prozent engagiert. Sie alle sind die Gewinner vom MBS-Rückkaufprogramm des Staates.

Auszug aus einem wirklich sehr interessanten Erklär-Artikel der heutigen ftd.de.
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Hypothekenkrise-Wie-Fannie-und-Freddie-gerettet-werden/410733.html?p=2#a1

__________________________
der Paulson kann eben nicht raus aus seiner Banker-Haut   :o(

Antworten
Ischariot MD:

wer hat recht: Poole oder Paulson?

10
08.09.08 14:10

Weil zuvor der Begriff "paar Milliarden"  gefallen war, hier was zur Größenordnung des bailouts:

Was kostet die Rettung den [US-]Steuerzahler?

Auf diese Frage gibt es keine Antwort. Das maximale Engagement des Staates - Vorzugsaktien, Kreditlinie und Rückkauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren - wird auf 200 Mrd. $ beziffert. Der frühere Präsident der Disktriktnotenbank St. Louis William Poole, der vor Wochen auf die desolate Situation der beiden Unternehmen hingewiesen hatte, hält es sogar für möglich, dass der Staat für 300 Mrd. $ einspringen muss.

Was davon Verlust ist, ist allerdings völlig unklar. Kurz vor Verabschiedung des HERA-Gesetzes schätzte der amerikanische Rechnungshof den Preis für die Rettungsaktion auf 25 Mrd. $ über den Zeitraum zwischen 2009 bis 2018. Die Wahrscheinlichkeit, dass mehr als 100 Mrd. $ Verlust anfallen, bezifferte das Congressional Budget Office auf fünf Prozent.

Finanzminister Paulson hält es sogar für möglich, dass die öffentliche Hand am Ende Gewinn macht: "Es gibt keinen Grund, Verluste für den Steuerzahler zu erwarten", teilte Paulson in einer Stellungnahme mit. Das Finanzministerium kann die Papiere bis zum Laufzeitende halten. "Das könnte auch einen Gewinn abwerfen."

(Auszug aus ftd.de, Link wie oben)

Antworten
Casaubon:

Verstaatlichung also aus Profitgier?

4
08.09.08 14:30

Das wird ja immer lustiger. Ischariot, für den Schluss deines obigen Postings hättest du glatt ein "witzig" verdient.

 

 

"Finanzminister Paulson hält es sogar für möglich, dass die öffentliche Hand am Ende Gewinn macht: "Es gibt keinen Grund, Verluste für den Steuerzahler zu erwarten", teilte Paulson in einer Stellungnahme mit. Das Finanzministerium kann die Papiere bis zum Laufzeitende halten. "Das könnte auch einen Gewinn abwerfen."

 

LOLOLOLOL

Antworten
jungchen:

Freddie & Fannie Summary

4
08.09.08 15:28
einige links mit interessanten artikeln zum thema

Top Story: The Rescue of Fannie and Freddie
----------------------------------------

At 11 a.m. on Sunday, Henry M. Paulson unveiled the news everyone in
the financial world had waited for.

The Treasury secretary made official the largest bailout in American
history, detailing a plan by which Fannie Mae and Freddie Mac, the two
mortgage finance giants, would be taken over by the federal government.
Decimated by the housing markets' collapse and unable to shoulder
demands to help resurrect those markets, the two giants limped along,
and many in the finance industry wondered when Mr. Paulson would act.

The rescue package represents an extraordinary federal intervention in
private enterprise, according to The New York Times's Edmund Andrews
and Stephen Labaton. It could become one of the most expensive
financial bailouts in American history, though it will not involve any
immediate taxpayer loans or investments.

Go to Article from The New York Times:
www.nytimes.com/2008/09/08/business/08fannie.html?dlbk


Stocks in Asia and Europe rallied, even as the rescue of Fannie Mae and
Freddie Mac reinforced concerns about the U.S. economy.

Go to Article from The New York Times:
www.nytimes.com/2008/09/09/business/...ess/09markets.html?dlbk


In its in-depth coverage of the bailout, The New York Times examined
the bailout of Fannie and Freddie from several angles. For example,
Charles Duhigg, Andrew Ross Sorkin and Mr. Labaton provided the rundown
of the rescue, a campaign that stemmed from a slew of missed
opportunities and deferred decisions.

Go to Article from The New York Times:
www.nytimes.com/2008/09/08/business/08takeover.html?dlbk


Eric Dash took a look at the winners and losers of the buyout. Among
the latter: shareholders, employees, and potentially American
taxpayers.

Go to Article from The New York Times:
www.nytimes.com/2008/09/08/business/08scorecard.html?dlbk


The government has dismissed the current chief executives of the
mortgage giants and replaced them with two veterans of the financial
world: Herbert M. Allison Jr. of TIAA-CREF and David M. Moffett of U.S.
Bancorp.

Go to Profile of Mr. Allison:
www.nytimes.com/2008/09/08/us/08allison.html?dlbk

Go to Profile of Mr. Moffett:
www.nytimes.com/2008/09/08/us/08moffett.html?dlbk


Floyd Norris notes that while the government has led bailouts before,
the rescue of Fannie and Freddie seems the most crucial.

Go to Article from The New York Times:
www.nytimes.com/2008/09/08/business/08norris.html?dlbk


And The Deal Professor offers his take on the Fannie-Freddie bailout.

Go to Item from The Deal Professor:
dealbook.blogs.nytimes.com/2008/09/08/the-subtle-takeover/


Go to Full Coverage of the Fannie and Freddie Bailout:
dealbook.blogs.nytimes.com/category/the-fannie-freddie-bailout/

Read More
dealbook.blogs.nytimes.com/?p=26250&dlbk&emc=dlbk
Ich brauche einen Balkon - damit ich zum Volk sprechen kann.
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