Bin grad am überlegen mir T-Online ins Depot zu legen (oder zumindest in die Watch). Hört sich gut an, was die heut erzählt haben:
www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/t-online.asp
Chart:
dabchart.teledata.de/dab_neu/charts/...m1=TOI.ETR&lg=de&ct=de" style="max-width:560px" >
Sitz und Aktionärsstruktur
Sitz der Gesellschaft:
Waldstrasse 3
64331 Weiterstadt
Telefon:
06151-680-0
Fax:
06151-680-680
Geschäftsjahresende:
31.12.
Gezeichnetes Kapital:
1,22 Mrd. EUR
Aktiennennwert:
Stückaktien zu 1.0 (EUR)
Börsenplätze:
XETRA, Frankfurt, Stuttgart, VIRT-X, Düsseldorf, Hannover, London Inland, Berlin, München, EUREX, EUWAX, NASDAQ EU, Con. VWD, London Dom Quotes, Bremen, Hamburg
Aktionärsstruktur:
(Inhaberaktien)
Commerzbank AG (2.5%)
Deutsche Telekom AG (78.9%)
Grolier Interactive Europe (7.0%)
Unternehmensbereiche und Entwicklung
Die T-Online International AG ist der führende Internet Service Provider in Deutschland. Wesentlicher Bestandteil ist das Internetzugangsgeschäft, das sich in den vergangenen Jahren durch rasantes Wachstum auszeichnete. So vergrößerte sich der Kundenbestand bis Ende 2001 auf 10,7 Millionen Nutzer nach 7,9 Millionen, 4,2 Millionen und 2,7 Millionen in den Vorjahren. Vom Gesamtkundenbestand entfielen mehr als 8,8 (6,5) Millionen auf Deutschland, 0,9 (0,7) Millionen auf Spanien/Portugal, 0,8 (0,6) Millionen auf Frankreich und 0,2 (0,1) Millionen auf Österreich. In Deutschland stieg die monatliche Nutzungszeit je Kunde auf durchschnittlich über 1.071 Minuten (2000: 580 Minuten; 1999: 319 Minuten; 1998: 232 Minuten). Auf dieser Basis ist T-Online der größte Internet Service Provider Europas. Als besonderer Wachstumstreiber wird die Breitbandtechnologie T-DSL hervorgehoben. Mehr als 15% der Kunden in Deutschland nutzen diese Technologie per Ende 2001 - davon haben sich wiederum über 1 Million für die T-DSL-Flatrate entschieden, die im März 2001 die ertragsbelastende Standard-Flatrate im Schmalband abgelöst hat. Das Wachstum des Internetzugangsgeschäfts stellt zugleich das wirtschaftliche Fundament der Gesellschaft dar. Dies dokumentiert die Entwicklung des Geschäftsvolumens. Der mit den monatlichen Grundgebühren für den Internetzugang sowie den sich nach der Verbindungsdauer richtenden Onlineentgelten für den T-Online Internetzugang erhöhte sich parallel zum Anstieg der Kundenzahl auf 947 (i.V. 666) Mill. Euro. Darüber hinaus betreibt T-Online das führende deutschsprachige Internet-Portal, das den Angaben des Unternehmens zufolge allein im Dezember 2001 etwa 9,8 Millionen individuelle Besucher anzog - Ende 2000 waren es lediglich 7,3 Millionen Nutzer gewesen. Über dieses Portal werden die wachstumsstarken Bereiche Internet-Werbung und e-Commerce abgewickelt, mit denen im Berichtsjahr 2001 insgesamt 173 (110) Mill. Euro umgesetzt wurden. Die sonstigen Umsätze werden auf 19,4 (21,3) Mill. Euro beziffert. Bei den neuen Projekten wird die t-info GmbH hervorgehoben, die am 5. März 2001 als 100-prozentige Tochtergesellschaft von T-Online gegründet wurde. t-info soll zu einem umfassenden Auskunftsportal im deutschen Internet ausgebaut werden. Die Geschäftsidee beruht darauf, dass die Telefonteilnehmerdaten über t-info auch im Internet abgefragt werden können. Zusammen mit der Preussag AG (TUI) und der Thomas Cook AG hat T-Online zudem die T-Online Travel AG gegründet. Das Unternehmen (T-Online-Beteiligung 75,1%) soll touristische Produkte, speziell Pauschalreisen, über das Internet vertreiben. Gemeinsam mit der Motor-Presse International Verlagsgesellschaft Holding mbH &Co.Betriebs-KG (Herausgeber der Zeitschrift "auto, motor und sport ") hat T-Online im 3. Quartal 2001 ein Portal rund um das Thema "Auto und Mobilität " gestartet (T-Online-Anteil 51%). Vorbehaltlich der zum Jahresende noch ausstehenden kartellrechtlichen Genehmigung hat sich T-Online darüber hinaus mit 37% an bild.de beteiligt - eine Gesellschaft, in die alle bestehenden Internet-Aktivitäten der Bild-Zeitung eingegangen sind. Schließlich ist seit dem 3. Quartal 2001 die Star Mobility GmbH mit dem Mercedes-Benz Portal bei T-Online konsolidiert. Von Bedeutung ist die Minderheitsbeteiligung von 21,35% an der comdirect bank AG. Diese Beteiligung wurde bei T-Online mit einer Abschreibung zur Risikovorsorge berücksichtigt. Die 40-prozentige Beteiligung an T-Motion sowie die 25-prozentige Minderheitsbeteiligung an Booxtra - mit Ausnahme des Kaufs der Mediantis - haben sich laut T-Online im Rahmen Erwartungen entwickelt. Darüber hinaus hält das Unternehmen 99,9% an T-Online France, die auf dem französischen Markt unter dem Namen Club Internet auftritt, sowie 100% an der YACOM INTERNET FACTORY S.A., die in 2001 ihre Position unter den drei führenden spanischen Anbietern im Portalbereich habe sichern können. Zusätzlich war T-Online gegen Ende 2001 in Österreich und mit einem deutschsprachigen Angebot in der Schweiz präsent. Aufgestockt hat T-Online in 2001 die Beteiligung an Atrada von 51 auf 100%. Atrada konzentriert sich auf den Betrieb von spezialisierten Marktplätzen sowie die Entwicklung und den Betrieb von Web-Shops für kleine und mittlere Unternehmen. Des Weiteren wurde der Anteil an daybyday auf 61,78% von bisher 55,03% erhöht. Das Unternehmen bietet ein modulares System für persönliches Zeit- und Informationsmanagement an, mit allen Funktionen für die mobile Kommunikation. Webseek wurde Ende Oktober 2001 in die Liquidation überführt. Das beträchtliche Wachstum des Kundenbestands und die Ausweitung des Portal-Geschäfts führte zu einer Steigerung des Konzernumsatzes um 43,0% auf 1,14 (i.V. 0,80) Mrd. Euro. Der Materialaufwand (im Wesentlichen die Netzinfrastrukturkosten) erhöhte sich im Sog der erhöhten Gesamtnutzungsdauer der T-Online-Kunden leicht unterproportional zum Umsatz, und zwar um 42,5% auf 686 (482) Mill. Euro. Gleichzeitig ist der Personalaufwand kräftig um 61,7% auf 138 (85) Mill. Euro gewachsen; diese Entwicklung wird primär auf die erstmalige, ganzjährige Einbeziehung der Gesellschaften T-Online France und Ya.com zurückgeführt, die in 2000 lediglich zeitanteilig ab ihrem jeweiligen Akquisitionszeitpunkt berücksichtigt worden waren. Der sonstige betriebliche Aufwand, der im Berichtsjahr um 35% auf 524,9 Mill. Euro stieg, wird maßgeblich durch den Kundenzuwachs beeinflusst. Wesentliche Einflussgrößen seien hier neben den durch die Neukundengewinnung verursachten Aufwendungen die im Zusammenhang mit dem höheren Geschäftsvolumen stehenden Beratungs- und Softwareentwicklungskosten. Dagegen konnten die Kosten für Marketing und Vertrieb mit 143 (140) Mill. Euro weitgehend auf Vorjahresniveau gehalten werden. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen EBITDA von T-Online betrug im Geschäftsjahr 2001 minus 189 (minus 82,5) Mill. Euro. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert den Angaben zufolge in erster Linie aus der erstmalig ganzjährigen Konsolidierung von T-Online France und Ya.com sowie den in 2001 neu gegründeten Projekten. Da T-Online France und Ya.com gemeinsam im vierten Quartal 2000 erstkonsolidiert wurden, sei ein Vorjahresvergleich auf dieser Basis sinnvoll, wird betont. Im vierten Quartal 2001 habe das Konzern-EBITDA bei minus 31 Mill. Euro gelegen, was eine Verbesserung um 54% gegenüber dem Vorjahr (minus 68 Mill. Euro) bedeutete. Die T-Online International AG habe den EBITDA-Break-Even im dritten Quartal 2001 und damit zwei Quartale früher als erwartet erreicht. Seit dem 1. Quartal 2001 hätten daher die Ergebnisse auf EBITDA-Basis sowohl im unterjährigen Quartalsvergleich als auch im Vergleich zum vierten Quartal 2000 kontinuierlich verbessert werden. Trotzdem erhöhte sich der Verlust aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit beträchtlich auf 821,2 (i.V. minus 259,1) Mill. Euro. Als wesentliche Einflussfaktoren werden die konsolidierungsbedingt erheblich höheren Goodwill-Abschreibungen im Zusammenhang mit T-Online France und Ya.com von 365 (222) Mill. Euro genannt. Daneben sei eine nicht cash-relevante Abschreibung zur Risikovorsorge im Finanzergebnis auf die Minderheitsbeteiligung comdirect bank AG in Höhe von rund 281 Mill. Euro vorgenommen worden. Das Zinsergebnis stieg auf 164 (124) Mill. Euro und habe damit im Rahmen der Erwartungen gelegen. Der Konzernjahresfehlbetrag belief sich nach dem Wegfall der Börseneinführungskosten, die in 2000 mit 146,4 Mill. Euro als ao. Aufwand verbucht wurden, auf 798,8 (minus 389,7) Mill. Euro. In den Geschäftsjahren 1998 und 1999 bestand mit der Deutschen Telekom noch ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Danach wurden der Gewinn des Geschäftsjahres 1998 an die Deutsche Telekom abgeführt bzw. der Verlust des Geschäftsjahrs 1999 von der Deutschen Telekom ausgeglichen. Für das Geschäftsjahr 2002 rechnet der Vorstand mit weiteren kräftigen Umsatzzuwächsen in der Größenordnung des Jahres 2001. Investitionsschwerpunkte werden in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Kooperationen und Erweiterungen bestehender Beteiligungen gesehen. Jedoch steht weiterhin jedes bestehende Projekt bzw. jede Beteiligung auf dem Prüfstand - nach den Grundsätzen von T-Online sollte jedes Investment innerhalb von 36 Monaten den EBITDA-Break-Even erreichen. Als bedeutender Faktor für die langfristige Ertragskraft von T-Online wird die weitere Verbesserung der Umsatz-/Materialaufwands-Relation gewertet. Vor diesem Hintergrund plant der Vorstand weiterhin mit einem positiven Konzern-EBITDA im Jahr 2003. Die Deutsche Telekom und deren Rechtsvorgängerin, die Deutsche Bundespost, hatten eine Vorreiterposition bei der Entwicklung des Online-Service in Deutschland. Bereits 1983 führte die Deutsche Bundespost mit BTX einen eigenen Informations- und E-Commerce Dienst ein. 1992 wurde dieser Online-Service technisch weiterentwickelt und speziell an die steigende Zahl von PC-Nutzern vermarktet. Im Jahre 1995 erfolgte die Markteinführung des T-Online-Internetzugang für den Breitenmarkt. Noch im gleichen Jahr gründete die Deutsche Telekom die Online Pro Dienste Beteiligungs GmbH mit einem Stammkapital von 50.000 DM. Anschließend riefen die Deutsche Telekom (als Kommanditist) und die Online GmbH (als Komplementär) die Online Pro Dienste GmbH & Co. KG ins Leben. Mit Wirkung vom 31. Dezember 1995 übertrug die Deutsche Telekom ihr Online-Geschäft (der bestehende Kundenstamm und andere materielle und immaterielle Vermögenswerte inkl. des dazugehörigen Know-hows) für einen Kaufpreis von 240 Mill. DM an die Online Pro Dienste KG. Am 8. Dezember 1997 wurde die Online GmbH in Deutsche Telekom Online Service GmbH (DeTeOnline) umfirmiert, und zum 1. Januar 1998 ging die Online Pro Dienste KG mit allen Aktiva und Passiva im Wege der Anwachsung auf die DeTeOnline über. Die Deutsche Telekom erhielt in diesem Zusammenhang gegen DeTeOnline eine Forderung von 209,7 Mill. DM. Mit Gesellschafterbeschluß vom 29. Januar 1998 wurde eine Kapitalerhöhung auf 50 Mill. DM durchgeführt, wobei die Deutsche Telekom einen Teil ihrer Forderung gegen DeTeOnline (20 Mill. DM) einbrachte. Am 25./31. März 1998 wurde der Restbetrag der Forderung (189,7 Mill. DM) in ein Darlehen umgewandelt, das im Februar 2000 vollständig zurückgezahlt wurde. Mit Beschluß vom 6. Dezember 1999 wurde die Firma formwechselnd in T-Online International AG geändert. Das Grundkapital belief sich auf 50 Mill. DM und wurde dann auf 25,565 Mill. Euro umgestellt. Die HV vom 25. Februar 2000 führte eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln um 4,435 Mill. auf 30,0 Mill. Euro sowie eine weitere gegen Bareinlage um 970 Mill. auf 1.000 Mill. Euro durch. Von diesem Grundkapital wurden im April insgesamt 465 Mill. Euro zum Geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und zum Handel im Neuen Markt aufgenommen. Insgesamt 102 Mill. Aktien (davon waren bis zu 8 Mill. Aktien zur Plazierung bei Mitarbeitern und Führungskräften reserviert) wurden zusammen mit 14,1 Mill. Aktien (Greenshoe) in der Zeit vom 3. bis 12. April 2000 einer breiten Öffentlichkeit zur Zeichnung angeboten. Die Bookbuilding-Spanne lautete auf 26 bis 32 Euro. Als Emissionspreis wurden 27 Euro errechnet. Der erste Kurs am Neuen Markt wurde am 17. April 2000 mit 28,50 Euro festgestellt. Durch den Börsengang flossen der Gesellschaft frische Mittel von brutto rund 4,96 Mrd. DM (ohne Greenshoe und Mitarbeiterbeteiligung) zu. Drei wesentliche strategische Akquisitionen hat T-Online kurz vor dem Börsengang im April 2000 unter Dach und Fach gebracht. Mit Grolier Interactive Europe, einer Tochtergesellschaft von Lagardere SCA (weitere Aktivität ist die Mediengruppe Hachette), wurde eine Beteiligung von 99,9% an Club-Internet vereinbart. Club-Internet ist ein französischer Internet Service Provider und Internet Portal Anbieter. Als Gegenleistung für Grolier Interactive Europe waren rund 69,6 Mill. neue T-Online Aktien vorgesehen. Zum zweiten wird sich T-Online einer Vereinbarung mit der Commerzbank AG zufolge mit 25% an der comdirect bank AG beteiligen. Im Rahmen dieser Transaktion waren an die Commerzbank AG 24,9 Mill. neue T-Online Aktien zu übertragen. Mit dieser Beteiligung und einer damit verbundenen engen Zusammenarbeit will T-Online direkt an der Entwicklung des Online-Banking- und Online-Brokerage-Geschäfts teilhaben. Des weiteren hatte T-Online eine Absichtserklärung über den Erwerb einer Beteiligung von zunächst 30% an der Atrada Trading Network AG (inkl. Option zum Kauf weiterer 21% der Anteile) unterzeichnet; Atrada betreibt eine hoch entwickelte deutschsprachige E-Commerce Trading Plattform. AfU Agentur für Unternehmensnachrichten GmbH
Aktuelle Informationen
Bilanzkennzahlen sowie Gewinn- und Verlustrechnung
GuV
2001
2000
1999
1998
1997
Umsatz 1140.0
797.2
428.4
270.7
206.9
Abschreibungen 414.5
259.4
23.9
18.9
17.8
Beteiligungsergebnis -380.7
-40.9
0.0
0.0
0.0
Zinsergebnis 163.4
123.7
-0.6
-0.9
-3.0
Ergebnis der gew. Geschäftstätigkeit -821.2
-259.1
-6.9
17.5
11.1
Jahresüberschuß -796.9
-389.7
-5.5
12.6
8.3
Dividende 0.0
0.0
n/a
n/a
n/a
Ausschüttungssumme 0.0
0.0
n/a
n/a
n/a
Ergebnis je Aktie brutto -0.67
-0.21
-0.27
0.68
0.09
Bilanz
2001
2000
1999
1998
1997
Liquide Mittel 332.3
1063.0
0.0
0.0
0.0
Eigenkapital (wirtschaftliches) 5815.0
6595.0
35.8
35.8
107.2
Gezeichnetes Kapital 1224.0
1224.0
25.6
25.6
122.7
Verbindlichkeiten 121.4
346.8
85.4
66.5
15.9
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0.15
3.4
0.0
0.0
0.0
Bilanzsumme 6109.0
7042.0
176.0
152.8
142.9
Kennzahlen
2001
2000
1999
1998
1997
Bruttorendite in Prozent -72.0
-32.5
-1.6
6.4
5.4
Nettorendite in Prozent -69.9
-48.9
-1.3
4.6
4.0
Gruß Pichel
www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/t-online.asp
Chart:
Sitz und Aktionärsstruktur
Sitz der Gesellschaft:
Waldstrasse 3
64331 Weiterstadt
Telefon:
06151-680-0
Fax:
06151-680-680
Geschäftsjahresende:
31.12.
Gezeichnetes Kapital:
1,22 Mrd. EUR
Aktiennennwert:
Stückaktien zu 1.0 (EUR)
Börsenplätze:
XETRA, Frankfurt, Stuttgart, VIRT-X, Düsseldorf, Hannover, London Inland, Berlin, München, EUREX, EUWAX, NASDAQ EU, Con. VWD, London Dom Quotes, Bremen, Hamburg
Aktionärsstruktur:
(Inhaberaktien)
Commerzbank AG (2.5%)
Deutsche Telekom AG (78.9%)
Grolier Interactive Europe (7.0%)
Unternehmensbereiche und Entwicklung
Die T-Online International AG ist der führende Internet Service Provider in Deutschland. Wesentlicher Bestandteil ist das Internetzugangsgeschäft, das sich in den vergangenen Jahren durch rasantes Wachstum auszeichnete. So vergrößerte sich der Kundenbestand bis Ende 2001 auf 10,7 Millionen Nutzer nach 7,9 Millionen, 4,2 Millionen und 2,7 Millionen in den Vorjahren. Vom Gesamtkundenbestand entfielen mehr als 8,8 (6,5) Millionen auf Deutschland, 0,9 (0,7) Millionen auf Spanien/Portugal, 0,8 (0,6) Millionen auf Frankreich und 0,2 (0,1) Millionen auf Österreich. In Deutschland stieg die monatliche Nutzungszeit je Kunde auf durchschnittlich über 1.071 Minuten (2000: 580 Minuten; 1999: 319 Minuten; 1998: 232 Minuten). Auf dieser Basis ist T-Online der größte Internet Service Provider Europas. Als besonderer Wachstumstreiber wird die Breitbandtechnologie T-DSL hervorgehoben. Mehr als 15% der Kunden in Deutschland nutzen diese Technologie per Ende 2001 - davon haben sich wiederum über 1 Million für die T-DSL-Flatrate entschieden, die im März 2001 die ertragsbelastende Standard-Flatrate im Schmalband abgelöst hat. Das Wachstum des Internetzugangsgeschäfts stellt zugleich das wirtschaftliche Fundament der Gesellschaft dar. Dies dokumentiert die Entwicklung des Geschäftsvolumens. Der mit den monatlichen Grundgebühren für den Internetzugang sowie den sich nach der Verbindungsdauer richtenden Onlineentgelten für den T-Online Internetzugang erhöhte sich parallel zum Anstieg der Kundenzahl auf 947 (i.V. 666) Mill. Euro. Darüber hinaus betreibt T-Online das führende deutschsprachige Internet-Portal, das den Angaben des Unternehmens zufolge allein im Dezember 2001 etwa 9,8 Millionen individuelle Besucher anzog - Ende 2000 waren es lediglich 7,3 Millionen Nutzer gewesen. Über dieses Portal werden die wachstumsstarken Bereiche Internet-Werbung und e-Commerce abgewickelt, mit denen im Berichtsjahr 2001 insgesamt 173 (110) Mill. Euro umgesetzt wurden. Die sonstigen Umsätze werden auf 19,4 (21,3) Mill. Euro beziffert. Bei den neuen Projekten wird die t-info GmbH hervorgehoben, die am 5. März 2001 als 100-prozentige Tochtergesellschaft von T-Online gegründet wurde. t-info soll zu einem umfassenden Auskunftsportal im deutschen Internet ausgebaut werden. Die Geschäftsidee beruht darauf, dass die Telefonteilnehmerdaten über t-info auch im Internet abgefragt werden können. Zusammen mit der Preussag AG (TUI) und der Thomas Cook AG hat T-Online zudem die T-Online Travel AG gegründet. Das Unternehmen (T-Online-Beteiligung 75,1%) soll touristische Produkte, speziell Pauschalreisen, über das Internet vertreiben. Gemeinsam mit der Motor-Presse International Verlagsgesellschaft Holding mbH &Co.Betriebs-KG (Herausgeber der Zeitschrift "auto, motor und sport ") hat T-Online im 3. Quartal 2001 ein Portal rund um das Thema "Auto und Mobilität " gestartet (T-Online-Anteil 51%). Vorbehaltlich der zum Jahresende noch ausstehenden kartellrechtlichen Genehmigung hat sich T-Online darüber hinaus mit 37% an bild.de beteiligt - eine Gesellschaft, in die alle bestehenden Internet-Aktivitäten der Bild-Zeitung eingegangen sind. Schließlich ist seit dem 3. Quartal 2001 die Star Mobility GmbH mit dem Mercedes-Benz Portal bei T-Online konsolidiert. Von Bedeutung ist die Minderheitsbeteiligung von 21,35% an der comdirect bank AG. Diese Beteiligung wurde bei T-Online mit einer Abschreibung zur Risikovorsorge berücksichtigt. Die 40-prozentige Beteiligung an T-Motion sowie die 25-prozentige Minderheitsbeteiligung an Booxtra - mit Ausnahme des Kaufs der Mediantis - haben sich laut T-Online im Rahmen Erwartungen entwickelt. Darüber hinaus hält das Unternehmen 99,9% an T-Online France, die auf dem französischen Markt unter dem Namen Club Internet auftritt, sowie 100% an der YACOM INTERNET FACTORY S.A., die in 2001 ihre Position unter den drei führenden spanischen Anbietern im Portalbereich habe sichern können. Zusätzlich war T-Online gegen Ende 2001 in Österreich und mit einem deutschsprachigen Angebot in der Schweiz präsent. Aufgestockt hat T-Online in 2001 die Beteiligung an Atrada von 51 auf 100%. Atrada konzentriert sich auf den Betrieb von spezialisierten Marktplätzen sowie die Entwicklung und den Betrieb von Web-Shops für kleine und mittlere Unternehmen. Des Weiteren wurde der Anteil an daybyday auf 61,78% von bisher 55,03% erhöht. Das Unternehmen bietet ein modulares System für persönliches Zeit- und Informationsmanagement an, mit allen Funktionen für die mobile Kommunikation. Webseek wurde Ende Oktober 2001 in die Liquidation überführt. Das beträchtliche Wachstum des Kundenbestands und die Ausweitung des Portal-Geschäfts führte zu einer Steigerung des Konzernumsatzes um 43,0% auf 1,14 (i.V. 0,80) Mrd. Euro. Der Materialaufwand (im Wesentlichen die Netzinfrastrukturkosten) erhöhte sich im Sog der erhöhten Gesamtnutzungsdauer der T-Online-Kunden leicht unterproportional zum Umsatz, und zwar um 42,5% auf 686 (482) Mill. Euro. Gleichzeitig ist der Personalaufwand kräftig um 61,7% auf 138 (85) Mill. Euro gewachsen; diese Entwicklung wird primär auf die erstmalige, ganzjährige Einbeziehung der Gesellschaften T-Online France und Ya.com zurückgeführt, die in 2000 lediglich zeitanteilig ab ihrem jeweiligen Akquisitionszeitpunkt berücksichtigt worden waren. Der sonstige betriebliche Aufwand, der im Berichtsjahr um 35% auf 524,9 Mill. Euro stieg, wird maßgeblich durch den Kundenzuwachs beeinflusst. Wesentliche Einflussgrößen seien hier neben den durch die Neukundengewinnung verursachten Aufwendungen die im Zusammenhang mit dem höheren Geschäftsvolumen stehenden Beratungs- und Softwareentwicklungskosten. Dagegen konnten die Kosten für Marketing und Vertrieb mit 143 (140) Mill. Euro weitgehend auf Vorjahresniveau gehalten werden. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen EBITDA von T-Online betrug im Geschäftsjahr 2001 minus 189 (minus 82,5) Mill. Euro. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert den Angaben zufolge in erster Linie aus der erstmalig ganzjährigen Konsolidierung von T-Online France und Ya.com sowie den in 2001 neu gegründeten Projekten. Da T-Online France und Ya.com gemeinsam im vierten Quartal 2000 erstkonsolidiert wurden, sei ein Vorjahresvergleich auf dieser Basis sinnvoll, wird betont. Im vierten Quartal 2001 habe das Konzern-EBITDA bei minus 31 Mill. Euro gelegen, was eine Verbesserung um 54% gegenüber dem Vorjahr (minus 68 Mill. Euro) bedeutete. Die T-Online International AG habe den EBITDA-Break-Even im dritten Quartal 2001 und damit zwei Quartale früher als erwartet erreicht. Seit dem 1. Quartal 2001 hätten daher die Ergebnisse auf EBITDA-Basis sowohl im unterjährigen Quartalsvergleich als auch im Vergleich zum vierten Quartal 2000 kontinuierlich verbessert werden. Trotzdem erhöhte sich der Verlust aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit beträchtlich auf 821,2 (i.V. minus 259,1) Mill. Euro. Als wesentliche Einflussfaktoren werden die konsolidierungsbedingt erheblich höheren Goodwill-Abschreibungen im Zusammenhang mit T-Online France und Ya.com von 365 (222) Mill. Euro genannt. Daneben sei eine nicht cash-relevante Abschreibung zur Risikovorsorge im Finanzergebnis auf die Minderheitsbeteiligung comdirect bank AG in Höhe von rund 281 Mill. Euro vorgenommen worden. Das Zinsergebnis stieg auf 164 (124) Mill. Euro und habe damit im Rahmen der Erwartungen gelegen. Der Konzernjahresfehlbetrag belief sich nach dem Wegfall der Börseneinführungskosten, die in 2000 mit 146,4 Mill. Euro als ao. Aufwand verbucht wurden, auf 798,8 (minus 389,7) Mill. Euro. In den Geschäftsjahren 1998 und 1999 bestand mit der Deutschen Telekom noch ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Danach wurden der Gewinn des Geschäftsjahres 1998 an die Deutsche Telekom abgeführt bzw. der Verlust des Geschäftsjahrs 1999 von der Deutschen Telekom ausgeglichen. Für das Geschäftsjahr 2002 rechnet der Vorstand mit weiteren kräftigen Umsatzzuwächsen in der Größenordnung des Jahres 2001. Investitionsschwerpunkte werden in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Kooperationen und Erweiterungen bestehender Beteiligungen gesehen. Jedoch steht weiterhin jedes bestehende Projekt bzw. jede Beteiligung auf dem Prüfstand - nach den Grundsätzen von T-Online sollte jedes Investment innerhalb von 36 Monaten den EBITDA-Break-Even erreichen. Als bedeutender Faktor für die langfristige Ertragskraft von T-Online wird die weitere Verbesserung der Umsatz-/Materialaufwands-Relation gewertet. Vor diesem Hintergrund plant der Vorstand weiterhin mit einem positiven Konzern-EBITDA im Jahr 2003. Die Deutsche Telekom und deren Rechtsvorgängerin, die Deutsche Bundespost, hatten eine Vorreiterposition bei der Entwicklung des Online-Service in Deutschland. Bereits 1983 führte die Deutsche Bundespost mit BTX einen eigenen Informations- und E-Commerce Dienst ein. 1992 wurde dieser Online-Service technisch weiterentwickelt und speziell an die steigende Zahl von PC-Nutzern vermarktet. Im Jahre 1995 erfolgte die Markteinführung des T-Online-Internetzugang für den Breitenmarkt. Noch im gleichen Jahr gründete die Deutsche Telekom die Online Pro Dienste Beteiligungs GmbH mit einem Stammkapital von 50.000 DM. Anschließend riefen die Deutsche Telekom (als Kommanditist) und die Online GmbH (als Komplementär) die Online Pro Dienste GmbH & Co. KG ins Leben. Mit Wirkung vom 31. Dezember 1995 übertrug die Deutsche Telekom ihr Online-Geschäft (der bestehende Kundenstamm und andere materielle und immaterielle Vermögenswerte inkl. des dazugehörigen Know-hows) für einen Kaufpreis von 240 Mill. DM an die Online Pro Dienste KG. Am 8. Dezember 1997 wurde die Online GmbH in Deutsche Telekom Online Service GmbH (DeTeOnline) umfirmiert, und zum 1. Januar 1998 ging die Online Pro Dienste KG mit allen Aktiva und Passiva im Wege der Anwachsung auf die DeTeOnline über. Die Deutsche Telekom erhielt in diesem Zusammenhang gegen DeTeOnline eine Forderung von 209,7 Mill. DM. Mit Gesellschafterbeschluß vom 29. Januar 1998 wurde eine Kapitalerhöhung auf 50 Mill. DM durchgeführt, wobei die Deutsche Telekom einen Teil ihrer Forderung gegen DeTeOnline (20 Mill. DM) einbrachte. Am 25./31. März 1998 wurde der Restbetrag der Forderung (189,7 Mill. DM) in ein Darlehen umgewandelt, das im Februar 2000 vollständig zurückgezahlt wurde. Mit Beschluß vom 6. Dezember 1999 wurde die Firma formwechselnd in T-Online International AG geändert. Das Grundkapital belief sich auf 50 Mill. DM und wurde dann auf 25,565 Mill. Euro umgestellt. Die HV vom 25. Februar 2000 führte eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln um 4,435 Mill. auf 30,0 Mill. Euro sowie eine weitere gegen Bareinlage um 970 Mill. auf 1.000 Mill. Euro durch. Von diesem Grundkapital wurden im April insgesamt 465 Mill. Euro zum Geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und zum Handel im Neuen Markt aufgenommen. Insgesamt 102 Mill. Aktien (davon waren bis zu 8 Mill. Aktien zur Plazierung bei Mitarbeitern und Führungskräften reserviert) wurden zusammen mit 14,1 Mill. Aktien (Greenshoe) in der Zeit vom 3. bis 12. April 2000 einer breiten Öffentlichkeit zur Zeichnung angeboten. Die Bookbuilding-Spanne lautete auf 26 bis 32 Euro. Als Emissionspreis wurden 27 Euro errechnet. Der erste Kurs am Neuen Markt wurde am 17. April 2000 mit 28,50 Euro festgestellt. Durch den Börsengang flossen der Gesellschaft frische Mittel von brutto rund 4,96 Mrd. DM (ohne Greenshoe und Mitarbeiterbeteiligung) zu. Drei wesentliche strategische Akquisitionen hat T-Online kurz vor dem Börsengang im April 2000 unter Dach und Fach gebracht. Mit Grolier Interactive Europe, einer Tochtergesellschaft von Lagardere SCA (weitere Aktivität ist die Mediengruppe Hachette), wurde eine Beteiligung von 99,9% an Club-Internet vereinbart. Club-Internet ist ein französischer Internet Service Provider und Internet Portal Anbieter. Als Gegenleistung für Grolier Interactive Europe waren rund 69,6 Mill. neue T-Online Aktien vorgesehen. Zum zweiten wird sich T-Online einer Vereinbarung mit der Commerzbank AG zufolge mit 25% an der comdirect bank AG beteiligen. Im Rahmen dieser Transaktion waren an die Commerzbank AG 24,9 Mill. neue T-Online Aktien zu übertragen. Mit dieser Beteiligung und einer damit verbundenen engen Zusammenarbeit will T-Online direkt an der Entwicklung des Online-Banking- und Online-Brokerage-Geschäfts teilhaben. Des weiteren hatte T-Online eine Absichtserklärung über den Erwerb einer Beteiligung von zunächst 30% an der Atrada Trading Network AG (inkl. Option zum Kauf weiterer 21% der Anteile) unterzeichnet; Atrada betreibt eine hoch entwickelte deutschsprachige E-Commerce Trading Plattform. AfU Agentur für Unternehmensnachrichten GmbH
Aktuelle Informationen
Bilanzkennzahlen sowie Gewinn- und Verlustrechnung
GuV
2001
2000
1999
1998
1997
Umsatz 1140.0
797.2
428.4
270.7
206.9
Abschreibungen 414.5
259.4
23.9
18.9
17.8
Beteiligungsergebnis -380.7
-40.9
0.0
0.0
0.0
Zinsergebnis 163.4
123.7
-0.6
-0.9
-3.0
Ergebnis der gew. Geschäftstätigkeit -821.2
-259.1
-6.9
17.5
11.1
Jahresüberschuß -796.9
-389.7
-5.5
12.6
8.3
Dividende 0.0
0.0
n/a
n/a
n/a
Ausschüttungssumme 0.0
0.0
n/a
n/a
n/a
Ergebnis je Aktie brutto -0.67
-0.21
-0.27
0.68
0.09
Bilanz
2001
2000
1999
1998
1997
Liquide Mittel 332.3
1063.0
0.0
0.0
0.0
Eigenkapital (wirtschaftliches) 5815.0
6595.0
35.8
35.8
107.2
Gezeichnetes Kapital 1224.0
1224.0
25.6
25.6
122.7
Verbindlichkeiten 121.4
346.8
85.4
66.5
15.9
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0.15
3.4
0.0
0.0
0.0
Bilanzsumme 6109.0
7042.0
176.0
152.8
142.9
Kennzahlen
2001
2000
1999
1998
1997
Bruttorendite in Prozent -72.0
-32.5
-1.6
6.4
5.4
Nettorendite in Prozent -69.9
-48.9
-1.3
4.6
4.0
Gruß Pichel