Der MDax bietet die höchste Quote an Dividendenzahlern
Unter den deutschen Aktienindizes sind im MDax mit Abstand die höchste Quote an Dividendenzahlern zu finden. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die Düsseldorfer GSC Research GmbH. Auf Basis hauseigener Schätzungen hat das unabhängige Düsseldorfer Research-Haus mit Dividendenschätzungen zu 300 deutschen Nebenwerten veröffentlicht.
Berücksichtigt wurden in dieser Studie alle MDax-, SDax- und TecDax-Werte sowie alle sonstigen Nebenwerte mit Renditen von rund einem Prozent oder mehr auf Basis der gezahlten Dividende für 2003 und/oder der Schätzung für 2004. Bewußt ausgenommen sind bei den sonstigen Nebenwerten diejenigen Firmen, die 2005 erstmals eine Dividende zahlen wollen oder bei denen ein Squeeze-Out angekündigt oder beschlossen ist.
MPC Capital ist der Dividenden-Krösus im MDax
Der Untersuchtung zufolge, erwarten die Analysten von GSC Reseach bei 44 der 50 MDax-Index-Mitglieder eine Dividende. Zugleich rechnet GSC in 27 Fällen mit einer Anhebung der Dividende. Mit Abstand die höchste Rendite weist die ebenfalls 2004 in den MDax aufgestiegene MPC Capital auf. Selbst nach mehr als 100 Prozent Kursanstieg im Vorjahr beläuft sich die Rendite des Marktführers für geschlossene Fonds auf Basis einer von drei auf vier Euro erhöhten Dividende noch immer auf satte 7,0 Prozent.
Mit "nur" 33 Dividendenzahlern liegt die Quote im SDax deutlich niedriger als beim großen Bruder. Davon werden nach der Schätzung von GSC Research zufolge 16 die Dividende in diesem Jahr erhöhen, in weiteren 6 Fällen geht GSC von einer erstmaligen Zahlung oder Wiederaufnahme der Ausschüttung aus. Die höchsten Renditen im SDax bieten Zapf Creation (5,9 Prozent), Indus (4,9 Prozent) und MVV Energie (4,6 Prozent). Im TecDax erreicht einzig BB Biotech mit 5,6 Prozent diese Größenordnung.
Nebenwert LHA Krause bietet eine Spitzenrendite von über zehn Prozent
Unter den Titeln außerhalb der Indizes fällt die hohe Konstanz der Dividenden auf. Nur bei 22 der 170 Papiere erwartet GSC Research eine niedrigere Dividende als in 2004, wobei dies in einigen Fällen mit Sonderausschüttungen zusammenhängt. Bei lediglich zwei Firmen (FJH, Leifheit), die im Vorjahr eine Ausschüttung vornahmen, rechnet GSC mit einem Dividendenausfall. Umgekehrt erwartet GSC bei 56 Papieren eine Anhebung der Vorjahresdividende.
Unter den Titeln mit der höchsten Rendite stechen vor allem Spezialwerte wie LHA Krause (11,5 Prozent), Info AG (8,0 Prozent) und Nucletron (7,2 Prozent) stark heraus. Deutlich liquider sind die Papiere von WMF (6,5 Prozent) und Ahlers (6,2 Prozent).
Ferner finden sich zahlreiche Unternehmen, die weit überwiegend im Besitz eines Großaktionärs sind, ihren Gewinn komplett an diesen abführen und im Gegenzug eine garantierte Dividende an die freien Aktionäre zahlen. Prominente Beispiele sind hier die ehemaligen MDax-Werte Celanese und Wella oder der noch im SDax vertretene Phoenix mit Renditen von teilweise mehr als sechs Prozent.

Quelle: FAZ
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