Der EURO ist zum Abschuss freigegeben worden!

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Der EURO ist zum Abschuss freigegeben worden!

 
21.05.03 06:35
SPIEGEL ONLINE - 20. Mai 2003, 20:01
URL: www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,249505,00.html

Soros gibt den Dollar zum Abschuss frei

Vor zehn Jahren verdiente er eine Milliarde Dollar, als er erfolgreich gegen das britische Pfund spekulierte. Nun setzt George Soros, einer der umstrittensten Devisenexperten überhaupt, auf einen weiteren Kursverfall des Dollar.

New York - Soros verkauft nach eigenen Angaben Dollar-Anlagen zu Gunsten anderer führender Währungen. Mit diesem Bekenntnis hat der Investor am Abend zu einem erneuten Anstieg des Euro-Kurses beigetragen.

"Ich muss bekannt geben, dass ich nun eine Verkaufsposition gegenüber dem Dollar eingenommen habe, weil ich auf das höre, was der Finanzminister mir sagt", sagte Soros am Dienstag dem amerikanischen Börsenkanal CNBC.

Der Investor bezog sich auf die jüngsten Äußerungen von US-Finanzminister John Snow. Sie deuten darauf hin, dass die USA von der Politik des starken Dollar abrücken.

Soros bezeichnete diese Äußerungen als Fehler. Sie seien ein verbohrter Versuch, die US-Wirtschaft auf Kosten anderer Ökonomien anzukurbeln: "Das ist eine Politik nach dem Sankt-Florians-Prinzip", sagte Soros. Snow handle unverantwortlich.

Nach Ausstrahlung des Interviews stieg der Euro vorübergehend auf über 1,17 Dollar. Damit näherte er sich seiner Erstnotiz in Höhe von 1,1747 Dollar vom Januar 1999.

Wie groß die Short-Positionen sind, die Soros aufgebaut hat, blieb zunächst offen. Der Investor hatte 1992 mit seinem Quantum Fund mit Leerverkäufen massiv gegen das britische Pfund spekuliert und die Währung damit aus dem Europäischen Wechselkurssystem gedrängt. Seither gilt der Soros als "der Mann, der die Bank von England knackte". Sein Einfluss an den Devisenmärkten hat sich inzwischen vermindert. Trotzdem dürften viele Händler zögern, sich in ihrem Urteil gegen Soros zu stellen.

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DER SPIEGEL 21/2003 - 19. Mai 2003
URL: www.spiegel.de/spiegel/0,1518,249248,00.html

Harter Euro, schwache Nerven

Der schwache Dollar macht der deutschen Exportindustrie schwer zu schaffen. Nur wenige Unternehmen haben sich gegen schwankende Kurse abgesichert.

Einer, einer wenigstens kann sich freuen. Herbert Hainer, Chef bei Adidas-Salomon, ist höchst zufrieden damit, dass der Euro im Vergleich zum US-Dollar immer stärker wird. Für den Sportartikelhersteller könnten sich die Währungsverhältnisse gar nicht vorteilhafter verschieben.

Adidas lässt seine Schuhe, Trikots und Trainingsanzüge vor allem in China, Indonesien und Vietnam fertigen, fast 90 Prozent seiner Rechnungen zahlt das Unternehmen in US-Dollar - und dessen Wert sinkt beständig. Über die Hälfte seines Absatzes aber hat Adidas in Europa und kassiert dafür in Euro - dessen Wert seit Monaten steigt und steigt. Für das Unternehmen, das die Nummer eins der Branche, Nike, überholen will, könnte es kaum besser laufen. Dem Euro sei Dank.

Natürlich können sich auch jene Europäer freuen, die ihren Urlaub in den USA verbringen wollen. Ansonsten aber sorgt der starke Euro in der deutschen Wirtschaft nur für zusätzliche Krisenstimmung.

Beim Volkswagen-Konzern fiel wegen der Währungsverschiebungen der Gewinn bereits im vergangenen Jahr um 500 Millionen Euro niedriger aus. In diesem Jahr bricht er weiter ein. Der Umsatz des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, der sich seine Flugzeuge in Dollar bezahlen lässt, sinkt drastisch. Beim Chemie- und Anlagenkonzern Linde brechen die Gewinne ein. Die Erlöse von Siemens gehen um 14 Prozent zurück. SAP nimmt in den USA 20 Prozent weniger ein. Die Werften Aker MTW in Wismar und Kvaerner Warnow in Warnemünde, die Containerschiffe gegen Dollar verkaufen, müssen Arbeitsplätze streichen. Schuld an all dem Ungemach ist der starke Euro.

Am härtesten getroffen sind Automobilindustrie und Maschinenbau, die vorwiegend in Europa produzieren und in die USA exportieren. Sie müssen Löhne und Zulieferteile in Euro bezahlen, erzielen ihre Einnahmen aber zu einem beträchtlichen Teil in Dollar. Tauschen sie die zurück in Euro, erhalten sie dafür immer weniger. Es drohen Verluste. Wenn die Firmen aber, um einen Ausgleich zu bekommen, die Preise in den USA erhöhen, geht der Absatz zurück.

Bedrohlich ist dies nicht nur für einzelne Unternehmen, sondern für die deutsche Wirtschaft insgesamt. Bislang war der Export die einzige Stütze der lahmenden Konjunktur. Bricht er weg, sagt Währungsexperte Peter Bofinger von der Universität Würzburg voraus, "laufen wir Gefahr, in eine Rezession zu geraten".

Die Deutschen klagen, die Amerikaner frohlocken. US-Finanzminister John Snow sagt, ein schwacher Dollar, die Kehrseite des starken Euro, fördere die US-Industrie. Er erleichtert es ihr, Waren im Ausland zu verkaufen. Währungshüter Alan Greenspan unternimmt denn auch wenig gegen den Fall des Dollar. Er hält die Zinsen weiter niedrig.

Weil zudem weltweit das Vertrauen in die US-Wirtschaft stark gesunken ist angesichts eines riesigen Defizits im Haushalt und in der Leistungsbilanz, legen Fonds und selbst Notenbanken ihre Devisen zunehmend in Euro an. Russland, China und Taiwan beispielsweise erhöhten ihre Anlagen in Euro. Hier gibt es deutlich höhere Zinsen als in den USA. Die Nachfrage nach dem Euro steigt - und damit sein Kurs.

Die Chancen, dass sich der Dollar in nächster Zeit erholt, schätzen Währungsexperten eher gering ein. "Währungstrends gehen manchmal ab wie Lawinen", sagt Professor Bofinger, "je größer ihre Dynamik, desto schwerer sind sie zu stoppen." Bis Weihnachten könnte der Kurs bei 1,30 Dollar für einen Euro liegen.

Für eine Reihe deutscher Konzerne wäre das ein Horrorszenario. Nach Schätzungen von Bank-Managern hat allenfalls die Hälfte der deutschen Unternehmen die erwarteten Dollar-Einnahmen mit Devisentermin- oder Optionsgeschäften gesichert. Vor allem Mittelständler scheuen den Aufwand - und setzen sich damit einem hohen Risiko aus.

Große Unternehmen geben sich noch gelassen, allen voran Porsche, obwohl der Sportwagenbauer rund die Hälfte seiner Autos in Nordamerika verkauft und hochgradig gefährdet sein müsste. Ein schwacher Dollar hatte die Stuttgarter schon einmal ins Schleudern gebracht, 1993, als eine sinkende US-Währung neben einer verfehlten Modellpolitik das Unternehmen an den Rand der Pleite brachte.

Jetzt aber ist bei Porsche-Chef Wendelin Wiedeking von Nervosität nichts zu spüren. Seine Beruhigungspille heißt Kurssicherung. Für drei Jahre im Voraus hat Porsche alle erwarteten Dollar-Einnahmen gegen Kursverluste abgesichert.

Möglich ist dies mit Devisentermingeschäften und Optionen. Porsche etwa lässt sich von einer Bank garantieren, dass man in einem Jahr eine Milliarde Dollar zum Kurs von einem Dollar je Euro umtauschen kann. Fällt der Dollar bis dahin weiter auf beispielsweise 0,90 Euro, erhält Porsche wie vereinbart eine Milliarde Euro. Beim Umtausch zum aktuellen Kurs hätten die Stuttgarter nur 900 Millionen Euro bekommen.

Die Bank trägt das Risiko dieses Geschäfts entweder selbst - weil sie davon ausgeht, dass der Kurs sich anders entwickelt. Oder sie schließt einen gegenläufigen Kontrakt mit einer anderen Bank ab, bei der ein US-Unternehmen seine Euro-Einnahmen absichern will. In jedem Fall verlangt die Bank einen Aufschlag. Und der ist umso höher, je mehr Marktteilnehmer der Meinung sind, dass der Kurs sich in eine bestimmte Richtung bewegt.


Sinkt der Dollar weiter, dann muss auch Porsche in den USA produzieren.
BMW und Mercedes-Benz verfolgen eine ähnliche Kurssicherungspolitik wie Porsche, auch wenn sie nicht 100 Prozent der erwarteten Dollar-Einnahmen absichern, sondern zwischen 60 und 80 Prozent. Vorteil für die Unternehmen: Sie können recht genau die künftigen Einnahmen planen und werden von den mitunter heftig schwankenden Währungen nicht so arg durchgeschüttelt. Nachteil: Ihnen entgehen mögliche Währungsgewinne, wenn sich der Dollar vorteilhaft entwickelt.

Der VW-Konzern verfolgt deshalb seit einigen Jahren eine andere Politik, die Vorstand Jens Neumann ausgearbeitet hat. Die Wolfsburger sichern nur einen geringen Teil ihrer Dollar-Einnahmen ab, zwischen 30 und 60 Prozent. Steigt der Dollar, kann VW mit dem Teil der nicht gesicherten Dollar-Einnahmen von den Währungsgewinnen profitieren. Das war bis Mitte 2001 der Fall. Die Kursgewinne schönten den VW-Gewinn nach Schätzung von Analysten jährlich um mehrere hundert Millionen, mitunter gar um eine Milliarde Euro. Kaum ein Analyst fragte in dieser Zeit nach Neumann und dessen erfolgreicher Strategie. "Wenn etwas klappt, dann ist das selbstverständlich", sagt Neumann. "Man wird immer für das beschimpft, was nicht klappt."

Im vergangenen Jahr war es so weit. VW hatte nur rund 35 Prozent seiner Dollar-Einnahmen gesichert. Neumann und seine Kollegen im Währungsausschuss des Konzerns hatten auf jene Experten gehört, die sagten, nach einem möglichen Irak-Krieg werde der Dollar steigen. Davon hätte VW bei geringer Absicherungsquote ordentlich profitieren können. Es kam bekanntlich anders, und prompt kritisierten Analysten die "sehr riskante Kurssicherungspolitik" des VW-Konzerns.

Auf mittlere Sicht, also in einem Zeitraum von fünf Jahren betrachtet, sagt Neumann, sei die VW-Strategie keineswegs schlechter als die der Konkurrenten. Im Schnitt konnte VW deutliche Währungsgewinne realisieren. Allerdings hängt das Konzernergebnis von VW stark von den Schwankungen an den Devisenmärkten ab. Porsche, BMW und Mercedes-Benz haben eine höhere Planungssicherheit.

Auf Dauer aber helfen ihnen auch die besten Kurssicherungsgeschäfte nicht. Unternehmen können ihre Dollar-Einnahmen allenfalls für drei Jahre absichern. Sie müssen deshalb in einem rollierenden Verfahren ständig neue Devisentermingeschäfte oder Optionen abschließen - zum jeweils aktuellen Kurs. Wenn der beständig sinkt, sinken auch die abgesicherten Einnahmen.

Kurssicherung verschafft den Konzernen Zeit, um auf die veränderten Währungsrelationen zu reagieren. Sie können mehr Zulieferteile aus dem Dollar-Raum einkaufen, um von dem niedrigen Kurs auch zu profitieren, oder sie können einen Teil ihrer Produktion in die USA verlagern. "Natural hedging", natürliche Kurssicherung, nennen die Unternehmen diese Strategie. Mercedes-Benz und BMW produzieren bereits rund zehn Prozent ihrer Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten. Die Offroader der M-Klasse werden in Tuscaloosa montiert, der Sportwagen Z4 in Spartanburg. VW hat mit seinem Werk in Mexiko ebenfalls einen Produktionsstandort im Dollar-Raum und baut dort Beetle und Jetta.

Bleibt der Dollar auf Dauer schwach oder sinkt er immer weiter, dann muss auch Porsche den Aufbau einer eigenen Produktion in den USA vorbereiten.

Noch haben die Stuttgarter dank ihrer 100-prozentigen Kurssicherung Zeit. Er wisse heute schon, wie viel Euro Porsche Mitte 2006 für einen Dollar bekomme, sagt Porsche-Chef Wiedeking: "Ich bin sehr relaxed." Noch.



mfG: Speculator
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Speculator:

Ups, ich meite den Dollar o. T.

 
21.05.03 07:32
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dardanus:

Alles klar

 
21.05.03 07:34
Da ist aber auch ein weiterer Schluss enthalten, diese Unternehmen haben sich die letzten 3 Jahre auf einer Hochdollarweide befunden. Die Märkte waren wesentlich besser als geplant. Was haben sie daraus gemacht? Sich mit Überkapazitäten in eine Schräglage gebracht?

Ist schon richtig wie das läuft, Menschen aus dem Balkan bauen in der Slowakei deutsche Autos, die mangels Heimatmarkt in Amerika verkauft werden um die Deutschen Arbeitslosen bzw Rentner zu erhalten. Es lebe die nächste Aktienrally

dd  Der EURO ist zum Abschuss freigegeben worden! 1038065    besoffen/dumm

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Poseidon:

Diese Pasage gefällt mir besonders !

 
21.05.03 07:40

Soros bezeichnete diese Äußerungen als Fehler. Sie seien ein verbohrter Versuch, die US-Wirtschaft auf Kosten anderer Ökonomien anzukurbeln: "Das ist eine Politik nach dem Sankt-Florians-Prinzip", sagte Soros. Snow handle unverantwortlich



Ja ,genau so ist es!

Kursziel Euro 1,30!
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utscheck:

kann mir mal jemand erklären, ..

 
21.05.03 08:13
warum die Unternehmen sich nicht absichern?

Das kann doch nicht so schwer sein, einen eventuell eintretenden Währungsverlust grob abzuschätzen und ihn mit diversen Optionen auszugleichen. Bei Nichteintreten verfällt die Option von mir aus, aber der Verlust ist doch im Vergleich minimal ODER?

Wo liegt hier mein Denkfehler oder haben hier einige Nadelstreifen nicht nachgedacht?

Wäre nett, wenn mir jemand die Augen öffnen würde.
Utscheck
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ecki:

Natürlich machen das große Unternehmen

 
21.05.03 08:19
teilweise bis in den Mittelstand runter. Deshalb schlägt der Wechselkurs nicht sofort durch.

Lufthansa kauft den Sprit futuregesichert für ein Jahr im voraus, aber dann kommt die Schräglage plötzlich.

Und wenn du jetzt als Anlagenbauer nach USA verkaufen willst, bist du eben 20 oder 30% teurer als letzes Jahr, denn vorausschauend auf eventuelle künftige Geschäfte konntest du ja nicht "sichern". Das ist reines Zocken.

Grüße
ecki  
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utscheck:

Hmm ecki. Das befriedigt mich noch nicht.

 
21.05.03 08:31
Große Unternehmen kennen doch in etwa ihre Umsätze in bestimmten Regionen dieser tollen Welt. Deshalb würde ich das nicht unbedingt Zocken nennen.

"Beim Volkswagen-Konzern fiel wegen der Währungsverschiebungen der Gewinn bereits im vergangenen Jahr um 500 Millionen Euro niedriger aus"

Lassen wir die 500 mal so stehen und glauben diese. Wäre es nicht vernünftig/clever bevor das Kind in den Brunnen fällt, sagen wir 5 oder 10 Mio mit einem fetten Hebel (soetwas wirds doch geben oder?) zu investieren und derartige Verluste abzufangen?

Die 5 oder 10 Mio würden, wenn man sie verliert doch kaum ins Gewicht fallen!

Grübel
utscheck
Antworten
ecki:

Die Großkonzerne haben Devisenabteilungen

 
21.05.03 08:36
die genau das machen, aber spiel einfach mal verschiedene Szenarien durch, denen geht es so wie jedem anderen auch, die liegen halt auch schief.

Und sollten die jetzt schon Dollarkurse von 1,40 in 2005 bis 2020 absichern? Das fällt dann wohl doch ins Gewicht. Und stiege der Dollar nur bis 1,30, dann sind die Sicherungen dank des fetten Hebels verfallen?

Das ist nicht einfach, und wenn du es besser weißt, dann nehmen die dich mit Kusshand.

Grüße
ecki  
Antworten
fiberoptics:

Danke EZB!

 
21.05.03 08:46
Die Exportunternehmen dürfen sich bei der EZB "bedanken". Jeder weiß inzwischen, daß die Inflation spätestens im 2. Hj. 2003 nach unten gehen wird und trotzdem hält man den kurzen Zinsbereich hoch. Logischerweise fließt das "Spekulationsgeld" dorthin wo es die höheren Zinsen gibt. Am Ende dieser Entwicklung steht eine Erholung der US-Wirtschaft und eine Rezession in Europa. Siehe 1994!

 
Antworten
ecki:

@fiber: Meinst du Kohl und Waigel haben damals

 
21.05.03 09:03
die falschen Grundsätze für die EZB durchgesetzt?

Hier in Deutschland hatte sehr viele Angst, dass der Euro trotzdem zu weich ist. Aktuell notiert der Euro übrigens ziemlich genau auf dem Niveau seiner Einführung....

Sollte Deutschland versuchen neue Weichwährungsstatuten bei der EZB durchzusetzen?

Grüße
ecki  
Antworten
utscheck:

find ich gut, daß du mir das zutraust ecki

 
21.05.03 09:13
Hab davon leider keine Ahnung, aber so schwer hab ich mir das nicht vorgestellt.

Die brauchen doch nur eine Richtung mit Langläufern absichern. Gehts in die andere Richtung machen sie auf Optionsseite Nasse, aber dafür bleibt das Geschäft sauber. Bis 2020 wollte ich nichts absichern. Je nach Unternehmen/Branche dachte ich an 2-3 Jahre.

Na ja. Bedarf vermutlich eines erheblich tieferen Einstiegs in die Materie, als ich mir das so gedacht habe.

Gruß
utscheck
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ecki:

utscheck, geh ein Jahr zurück

 
21.05.03 09:20
Euro bei 85 ct ein tief nach dem anderen. Kriegen wir überhaupt für den Euro noch die Rohstoffe eingekauft auf dem Weltmarkt?

Die haben vielleicht Eurourse unter 70ct in 2004 abgesichert und falls es andersrum pendelt einen Anstieg bis 1,05!

Währungen ist ein extrem schwieriges Geschäft..... Deswegen ist es ja auch echt gut für uns das es den Euro gibt, denn nun exportieren wir über 60% (oder70?) in den Euroraum, ohne Währungsrisiko. Und bald können wir auch Öl in Euro kaufen, ausser die USA erklären uns deshalb den Krieg......

Grüße
ecki  
Antworten
utscheck:

hmm. Hört sich aber interessant an. Vielleicht hab

 
21.05.03 09:23
ich im Sommer mal a bisserl Zeit.

Gruß
utscheck
Antworten
marcopolo:

ENDLICH

 
21.05.03 09:28
WIRD DER URLAUB WIEDER BILLIGER ;-)))
ES LOHNT SICH WIEDER ZUM  SHOPPEN NACH USA ZU FLIEGEN.
Antworten
fiberoptics:

@ ecki

 
21.05.03 09:31
Ich seh in der inflation einfach keine gefahr mehr. die fed hat das längst begriffen und macht deshalb wirtschaftspolitik. duisenberg kann ja eigentlich nichts dafür, die inflation ist "noch" zu hoch und daran muß er sich orientieren.
solange die ezb ihren aufgabenbereich nicht grundsätzlich ändert werden die amis immer ihre wirtschaft zulasten der euroäer und japaner sanieren. meine meinung.

grüsse
Antworten
Bronco:

Ist der € zu stark oder der $ zu schwach ?

 
21.05.03 10:57
Doch wohl eher zweiteres: Während in Europa ein massiver Exportüberschuß vorherrscht (wobei die BRD hier sogar alles andere als das Schlußlicht ist), ist in USA genau das Gegenteil der Fall. Beachtet doch bitte auch mal, daß den Geldströmen immer auch Warenströme gegenüberstehen. Würde man das Unleichgewicht künstlich erhalten wollen, so hieße das, daß auf Dauer mehr Güter und Dienstleistungen von Europa nach USA fließen als umgekehrt, d.h., daß Europa ständig unter Wert verkauft und sich auszehren läßt. Die Positionen, die im Gegenzug von Europa an Forderungen aufgebaut werden, verlieren hingegen mit zunehmender US-Verschuldung an Bonität und leben immer stärker mit dem Risiko letztendlich zu platzen. Der Markt reagiert nun (aufgrund geldpolitischer Interventionen nur verzögert) mit einer Korrektur der Wechselkurse, die dem vorherrschenden Ungleichgewicht entgegenwirken und somit die Chance einer weniger unsanften Landung aufbauen. Durch diese Verschiebung fließt nun Kapital nach Europa (bis dato hatten noch alle über Kapitalabfluß gejammert) und führt entweder letztendlich zu produktiven Investitionen oder erzeugt auf dem Kapitalmarkt einen Überfluß an aufgestauter Liquidität, die zu steigenden Kursen und sinkenden Kapitalmarktzinsen führt. Bis dato jammert der Mittelstand zurecht, daß die Banken ihm den Geldhahn zudrehen. - Der starke € erzeugt nun die Chance, daß das Problem durch zufließendes Kapital von außen letztendlich gelöst wird und der Kelch der Bankenkrise an uns mit blauem Auge vorübergeht. LAßT ALSO UM HIMMELSWILLEN DER INTERNATIONALEN DEVISENKURSENTWICKLUNG IHREN VOM MARKT GETRIEBENEN LAUF UND MISCHT EUCH DA NICHT EIN !

Die Politik hierzulande muß, statt den schwarzen Peter bei der EZB abladen zu wollen, IHRE EIGENEN HAUSAUFGABEN MACHEN, und das heißt: Exportabhängigkeit senken = Inlandsnachfrage ankurbeln = dafür sorgen, daß wieder Kohle im Portemonai der kleinen Leute ist. Das widerum bedeutet genau das Gegenteil dessen, was derzeit an Reförmchen stattfindet und noch mehr genau das Gegenteil von dem, was derzeit der Mainstream der rechten Ecke fordert. Die Lösung heißt nicht Sparen bei Sozialausgaben und Schuldenmachen, sondern die angesammelte Kohle da freisetzen, wo sie derzeit gebunkert ist. Bis einschließlich letztes Jahr hatten wir noch Wachstum (wenn zuletzt auch nicht viel), ergo auch Wachstum des gesamten volkswirtschaftlichen Reichtums. Kohle ist da. Es muß nur das Verteilungsproblem gelöst werden (vor dem Abwandern von Kapital müssen wir uns umso weniger fürchten, je stärker der € wird. Deshalb sollten Pseudo-Linke wie Lafontaine und Konsorten auch endlich aufhören, populistisch nach weiteren Zinssenkungen zu rufen - laßt den Teil mal den Markt machen).
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