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| 16.06.2005 16:26:31 (dpa-AFX) | |||
| Eurokurs stabilisiert sich bei 1,21 US-Dollar
'Einen fundamentalen Grund für die leichte Erholung des Euro gibt es nicht', sagte Devisenhändlerin Tabea Noll von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). Nach den kräftigen Verlusten der Vortage sei eine Gegenbewegung am Markt aber 'überfällig' gewesen. Eine Kehrtwende am Devisenmarkt erkennt die Expertin in der jüngsten Bewegung aber noch nicht. Der Euro stehe weiter latent unter Druck. Grund sei die Aussicht auf eine Ausweitung des Zinsgefälles zwischen den USA und der Eurozone. Derzeit liegt der Leitzins in den USA bei 3,00 Prozent und in der Eurozone bei 2,00 Prozent. Die US-Notenbank dürfte Volkswirten zufolge darüber hinaus den Leitzins weiter maßvoll anheben, während die EZB weiter stillhalten dürfte. Dies macht Anlagen in Dollar attraktiver. Die politische Unsicherheit in der Europäischen Union lastet LRP-Expertin Noll zufolge unterdessen nicht mehr ganz so stark auf dem Eurokurs. 'Die Themen am Markt wechseln im Rhythmus weniger Tage', sagte Noll. Derzeit gerieten die US-Konjunkturdaten offenbar wieder etwas stärkerer in das Blickfeld. Die jüngsten US-Daten hatten leicht unter den Erwartungen am Markt gelegen. Die Europäische Union steht trotz neuer Kompromissvorschläge im Konflikt über Finanzen und Verfassung unterdessen vor einer ernsten Zerreißprobe. Im Streit um den Haushalt der EU versuchte der Ratspräsident Jean-Claude Juncker das drohende Scheitern des Brüsseler EU-Gipfels mit Zugeständnissen an Großbritannien abzuwenden. Bundeskanzler Gerhard Schröder betonte den Willen zur Einigung. Er dämpfte aber Hoffnungen auf eine rasche Lösung. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,66465 (0,6667) britische Pfund , 132,26 (132,06) japanische Yen und 1,5395 (1,5388) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 433,00 (428,70) Dollar gefixt./jha/kro | |||
Vielen Dank, Lumpi, für deine fundierte Einschätzung. Ach dir Pichel, ein Dankeschön!.
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Auszug aus seinem heutigen Beitrag:
Währungseinflüsse, der Dollar und der Euro
Der Gefahr der Inflation durch hohe Ölpreise steht im Moment wenigstens teilweise noch der starke Dollar entgegen. Doch es kann gut sein, dass der Dollar sein Hoch gesehen hat. Fundamental spricht immer noch viel mehr gegen den Dollar als gegen den Euro. Dabei ist es unerheblich, dass sich am Wochenende die Staaten der EU nicht auf eine Finanzplanung einigen konnten.
Diese Nachricht hatte jedoch trotzdem Einfluss auf den Euro, er fiel wieder. Das ist die Gegenbewegung nach dem deutlichen Anstieg und dem Bodenversuch des Euros. Diese Gegenbewegung ist nun Anzeiger, ob es wirklich ein Boden ist, oder ob es noch eine Ebene tiefer gibt.
Sobald der Kurs das letzte Tief noch einmal nachhaltig verletzt, war es das mit dem Boden.
Je schneller der Eurokurs wieder steigt, desto bullisher.
Alles ist immer eine Belastung
Wurde der hohe Euro in der Aufwärtstrendphase von vielen Analysten als die unglaubliche Belastung für den Markt schlechthin gesehen, (was faktisch nicht stimmte, die Exporteure konnte durch niedrigere Rohstoffpreise in Euro die härtere (Preis)Konkurrenz ausgleichen) kommen jetzt die ersten (gleichen?) Analysten auf die fantastische Idee, den nun fallenden Euro als unglaubliche Belastung für die Märkte zu sehen (was faktisch wieder nicht stimmt, denn nun können die höheren Rohstoffpreise wieder durch die bessere Konkurrenzsituation ausgeglichen werden).
Aber egal ... das passt zur Mentalität in Deutschland: Egal was passiert, es ist auf jeden Fall eine Belastung! Egal was, es deutet alles auf eine Katastrophe hin. Mich nervt diese Motz und Katastrophen-Mentalität ehrlich gesagt nur noch ... Wenn wir eine Katastrophe erleben, dann sicher dort, wo es keiner erwartet und zudem zu einem Zeitpunkt, zu dem es keiner erwartet ...
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