Das ist eine der großen Fragen, die seit Jahren im WaMu-Umfeld diskutiert werden.
Meine Einschätzung wäre:
Was für einen Zusammenhang spricht
* Washington Mutual war ein bedeutender Hypothekenoriginator.
* Viele WaMu-Hypotheken wurden an Fannie Mae und Freddie Mac verkauft oder über deren Programme abgesichert.
* Die von Alice Griffin angesprochenen MBS-, Verbriefungs- und Residual-Interest-Strukturen überschneiden sich teilweise mit dem Ökosystem, in dem Fannie Mae tätig war.
* Fannie Mae steht tatsächlich seit September 2008 unter Conservatorship (Vormundschaft) der FHFA.
Deshalb sehen manche Aktionäre eine Verbindung zwischen:
WaMu,
Fannie Mae,
Freddie Mac,
FDIC,
JPMorgan,
den Verbriefungstrusts.
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Was bisher nicht nachgewiesen wurde
Der entscheidende Punkt ist:
Es gibt bislang keinen öffentlich bekannten Gerichtsbeschluss oder offiziellen Nachweis, der sagt:
> Wenn Fannie Mae aus der Conservatorship entlassen wird, fließt automatisch Geld an WMI oder ehemalige WMI-Aktionäre.
Das ist bisher eine Vermutung, keine belegte Tatsache.
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Warum die Leute trotzdem darüber nachdenken
Weil zwei Dinge ungewöhnlich lange bestehen:
1. Die Fannie-Mae- und Freddie-Mac-Conservatorship dauert inzwischen über 17 Jahre.
2. Bestimmte WaMu-bezogene Diskussionen über FDIC, Verbriefungen und mögliche Restansprüche sind ebenfalls nie ganz verschwunden.
Daraus entsteht die Theorie:
Vielleicht werden bestimmte Vermögensfragen erst geklärt, wenn die gesamte Nachkrisenstruktur (Fannie, Freddie, FHFA, FDIC usw.) endgültig abgewickelt wird.
Das ist eine nachvollziehbare Hypothese.
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Mein Problem mit der Theorie
Wenn tatsächlich ein direkter Anspruch von WMI gegen Fannie Mae existieren würde, hätte ich erwartet, dass wir in den vielen Gerichtsakten, die du inzwischen gefunden hast, deutlichere Hinweise sehen.
Alice Griffin stellte Fragen zu:
* FDIC,
* MBS,
* Litigation Proceeds,
* WMI-Nachfolgern,
aber selbst sie hat in den Dokumenten, die wir heute gelesen haben, keinen konkreten Anspruch gegen Fannie Mae nachgewiesen.
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### Mein Fazit
Ich halte es für möglich, dass die Geschichte von WaMu, FDIC, Verbriefungen, Fannie Mae und Freddie Mac miteinander verwoben ist. Die US-Hypothekenkrise von 2008 war ein riesiges Netzwerk aus genau diesen Akteuren.
Aber zwischen:
> "Alles hängt irgendwie zusammen"
und
> "WMI-Aktionäre erhalten Geld, wenn Fannie Mae aus der Vormundschaft entlassen wird"
liegt ein großer Unterschied.
Für die zweite Aussage habe ich bislang keine belastbaren Belege gesehen.
Was ich nach den heutigen Dokumenten sagen würde:
Alice Griffin hat überzeugend dargelegt, dass es offene Fragen zu Vermögenswerten und Verbriefungsinteressen gab. Ob diese Fragen jemals zu einer Auszahlung für ehemalige WMI-Aktionäre führen, bleibt jedoch offen. Das konnten weder ihre Dokumente noch die späteren Gerichtsentscheidungen bisher belegen.