Wirtschaftsprobleme in China und den USA, rasant fallende Ölpreise und die Probleme der Banken sind die meistgenannten Gründe für die derzeitigen Marktturbulenzen. Doch sind sie gerechtfertigt? Eine Bestandsaufnahme.
Droht eine weltweite Rezession?
Nein, zumindest nicht wenn dem dafür wohl wichtigsten Vorlaufindikator traut, dem Einkaufsmanagerindex. Dieser globale Index liegt im Januar 2016 bei 50,9. Werte über 50 signalisieren eine wachsende Wirtschaft und umgekehrt. Die Idee dahinter – vereinfacht formuliert: Wer produzieren oder verkaufen will, der muss vorher einkaufen. Dieses Wachstum dürfte vor allem von den Industrieländern mit einem Wert von 52,1 kommen, während die Schwellenländer mit 49,3 etwas schwächeln. Auf Länderebene heruntergebrochen, zeigt dieser Indikator aber auch: Staaten wie Russland (48,7) und Brasilien (45,6) stehen 2016 noch schwere Zeiten bevor.
Wird denn die USA als führende Wirtschaftsmacht Probleme bekommen?
Der Einkaufsmanagerindex geht zwar leicht zurück, liegt aber mit 52,1 noch im positiven Bereich. Auch die Großbank JP Morgan erwartet, dass die USA nach einem Plus von mehr als drei Prozent im Jahr 2015 nun in ein sogenanntes Trendwachstum zurückkehrt, das in diesem Jahr 1,6 bis 1,8 Prozent betragen soll.
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