Da kauft die EZB mehr als 340 Mrd. Bonds von den Banken und die Wirkung verpufft. Sinkende Energiekosten und flaue Konjunktur arbeiten dagegen. Die Banken investieren ihre freien Mittel auch nicht (deutlich) mehr in Aktien. Der Höchstand des DAX war gerade Mal 3 Wochen nachdem die EZB begonnen hat, Anleihen zu kaufen. Es ist auch am Euro/$ schön zu sehen, wo/wann/ und weshalb der Tiefststand mit 1,05 ausgerechnet dann eintrat, als Draghi mit QE begonnen hat und die Marktteilnehmer glaubten, der Euro würde dadurch aufgeweicht werden. Nunmehr stehen wir über 1,14 (die konjunkturelle Wirkung des schwachen Euro ist verpufft) und streben die 1,17 an. Immer mehr sieht es danach aus, als ob die europäischen Zinsen für viele Jahre auf ihrem jetzigen niedrigen Niveau bleiben oder sogar noch weiter fallen werden.
"Der wichtigste Grund: Der Schuldenüberhang, der im Verlauf der Finanzkrise entstanden ist, konnte bisher kaum abgebaut werden, sodass die Nachfrage nach Krediten nicht in die Gänge kommt – für Haushalte, Unternehmen und den Staat hat die Sanierung der Bilanzen Vorrang. Billiges Geld wird angeboten wie sauer Bier, aber niemand will es. Und es sieht nicht danach aus, dass sich daran demnächst etwas ändern wird. In einem solchen Umfeld ist nur schwer vorstellbar, dass die Zinsen wieder steigen werden."
Fein und jetzt Mr. Draghi? Aussitzen und warten bis die Schuldenüberhänge weiter abgebaut werden oder aggressivere Methoden zur Konjunktur/Konsumsteigerung...
www.bloomberg.com/news/articles/2015-10-13/...s-we-ve-known-it
blog.zeit.de/herdentrieb/2015/10/13/...nflation_8934#more-8934