Fed Fischer: USA haben im Gegensatz zu anderen Ländern relativ wenig Werkzeuge für makroprudentielle Maßnahmen.
19:33 - Echtzeitnachricht
Zur Wirkungsweise makroprudenzieller Instrumente
Eine Lehre aus der globalen Finanzkrise lautet, dass zusätzlich zur Stabilität einzelner Banken auch die Stabilität des Finanzsystems als Ganzes zu erhöhen ist. Hierzu sollten makroprudenzielle Instrumente eingesetzt werden. Dieser Beitrag zeigt, warum über deren Wirkungsweise noch Forschungsbedarf besteht.
Die Aufsicht über einzelne Finanzinstitute (mikroprudenzielle Aufsicht) reicht zur Sicherung der Finanzstabilität nicht aus, da dieser Aufsichtsansatz die Vernetzung der einzelnen Akteure sowie Veränderungen in der Struktur des Finanzsystems außer Acht lässt. So können einzelne Institute durchaus robust aufgestellt sein, aber gleichzeitig einen gemeinsamen Risikofaktor aufweisen, der sich allmählich aufbaut und ab einer kritischen Größe die Finanzstabilität beeinträchtigt. Ein solcher gemeinsamer Risikofaktor zeigte sich im Vorfeld der Finanzmarktkrise von 2007/2008 in einem zunehmenden Engagement der Banken in Fi-nanzinnovationen, die auf US-amerikanischen Hypotheken beruhten. Ein anderer Risikofaktor war das starke Engagement von Banken in Staatsanleihen von Euroländern, die durch eine Staatsschuldenkrise an Wert verloren haben. Eine makroprudenzielle Aufsicht ist auf solche Risikofaktoren ausgerichtet mit dem Ziel der Sicherung der allgemeinen Finanzstabilität.
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