1) Die Verschuldungssumme (Private/Unternehmen/Staaten) ist zu hoch (hier bereits der Denkfehler im Ansatz, denn "zu hoch" sind Schulden grundsätzlich nur, wenn man sie nicht mehr bedienen kann.
Inzwischen sind fast 40% der US-Hypotheken unter Wasser, d.h. der Beleihungswert ist unter den Hypothekenwert gefallen. Und der durchschnittliche Hypothekenschuldner zahlt noch 23 Jahre an seiner Restschuld ab
2) Die Verschuldungssumme kann ergo kaum noch erhöht werden, weil die Gläubiger fehlen (nächster Fehler, denn Schulden können bei Zins 0 praktisch unermeßlich erhöht werden, solange Gläubiger wie China in Geld schwimmen. Das gilt zumindest für Staaten)
Japan sind nicht die USA. Auslandsschulden haben eine völlig andere Dynamik als reine Inlandsschulden. China kann und wird seine bisherige Kreditierung der USA nicht beibehalten, weil der Kapitalbedarf im Inland wächst. Zugleich wird sich die Abhängigkeit vom Export verringern. Schon jetzt steigen die Importe Chinas an Ausrüstungsgütern: Es wird in China langfristig investiert. Und China investiert zunehmend in Rohstoffbesicherung, braucht hierzu also auch Kapital. Dieses Kapital wird den USA fehlen.
3) Ergo wird in Kürze der Konsum zusammenbrechen und die Arbeitslosigkeit steigen. Deflation infolge von Bargeldmangel ist die Folge.
Der US-Bürger konsumiert zunehmend auf Staatskosten. Das hält zwar den Konsum am Laufen und die Preise oben, trotzdem kann der Konsum auf diese Weise nicht mehr wachsen. Er stagniert. Und schon das ist mit dem bisherigen US-System nicht vereinbar. Ein Nebeneffekt ist, dass die Arbeitslosigkeit immer weiter steigt. Wir kennen dieses Prinzip von der Deutschen Wiedervereinigung. Damals wurde die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der DDR-Wirtschaft durch enorme Transferleistungen ausgeglichen (vor allem indirekte über Renten). Das Ergebnis war die Total-Deindustrialisierung.
