Dein ausführliches Post 1.223 möcht ich nicht untergehen lassen:
'Hautnah an techn. Analyse zu kleben ist an sich nicht schlimm, tue ich und ander auch. Andere kleben dafür an anderen Analysemethoden (Bauch,Fundamental,Horoskop oder deine Empathie was andere denken/tun könnten usw.) und auch das ist nicht tragisch Hauptsache es funktioniert für einen pesönlich.'
Woran machst Du es fest, ob die gewählte Methode funktioniert ? An der Performance ? Gibt es keine sachfremden Kriterien für Dich ? Wenn jemand sein Pendel befragt und damit 5 x richtig liegt, woran lag das ?
'Mehrere Kausalitäten an der Börse gibt es eigentlich gar nicht sondern nur eine und die heißt Angebot und Nachfrage. Lediglich auf diese beiden Faktoren können Kausalitäten einwirken und selbst da kann die selbe Ursache gegensätzliche Wirkung hervorrufen' also wieso erst Kausalitäten analysieren/suchen wenn es doch einzig auf Korrellation ankommt zum Börsenkurs.'
Es gibt eine nicht bestimmbare Anzahl von Kausalfaktoren, die auf das Anlegerverhalten einwirken. Welche davon wann, wie und warum sich als dominierend durchsetzen, ist für mich offen (herausbekommen möchte ich vor allem das Wie). Ich glaube deshalb, dass ein + dieselbe Ursache bloss scheinbar gegensätzliche Wirkungen erzeugen kann (zB mit der Begründung '€ Sinkflug' mal steigende, mal schwache Märkte) Scheinbar, weil die angenommene Ursache nicht die tatsächliche ist... Die Antizipation einer temporären Korrelation zwischen mutmasslichem Kausalfaktor und Börsenkurs führt dann auf die schiefe Bahn, wenn das (zu) statisch angepackt wird, die Korrelation also mental in eine grundsätzliche verwandelt wird. In meinen Augen der klassische Verlustbringer... .
'Das Korrellationen zum Börsenkurs nicht definitiv sind sondern eben nur wahrscheinlich ist denke ich klar und nun gehts eben nur noch darum herauszufinden welche Korrelation für einen selber das beste CRV hat. Sei es nun die Chartformation, das Sentiment, ein Konjunkturzyklus, die Sternenkonstellation usw. spielt eigentlich keine Rolle. '
Theoretisch ist es sicher jedem halbwegs erfahrenen Trader klar, dass er nur Wahrscheinlichkeiten handelt. Die Frage ist aber für mich, ob + wie dieses Wissen in seinem Entscheidungsprozess zur Geltung kommt. Denn entscheiden heisst ja, sich - zumindest für einen gewissen Zeitraum - festzulegen. Wie definierst Du dein CRV ?
'Und noch zu deinen Anmerkungen am Schluß: "....kann es ohne weiteres im Anschluss up (Down) gehen....." Diese Möglichkeit trifft immer zu egal an welcher Analysemethode ich klebe und ist somit kein Alleinstellungsmerkmal für die technische Analyse. ".....die nicht in Deinem Chart abgebildet wird..." Kann ja auch nicht da ja "nur" der gehandelte Kurs/Preis im Chart angezeigt wird und nicht der zukünftige aber der aktuelle Preis beinhaltet eben auch alle relevanten/bekannten Informationen und das ist schon mal mehr als alle anderen möglichen Analysemethoden können.'
Ja, seh ich auch so, dass bei hinreichend umsatzstarken Märkten der gerade festgestellte Kurs alle relevanten Informationen enthält. Genau daraus folgt aber doch, dass dieser Kurs meine massgebliche Indikation sein muss (und nicht zB mein Horoskop)...
'Ob man nun im Chart den "Trend"-Strich verlängert oder nicht hängt eben von den eigenen benutzten Korrelationswahrscheinlichkeiten ab und Malboros-Chartformation ist dann eben erstmal eine solche und hat nichts mit "kleben" zu tun''
Ich zweifle an der objektiven Stichhaltigkeit eines Trends, dessen Parameter ich doch selbst formuliere. Kann ich nicht alles gerade so einzeichnen, dass der von mir erwartete Trend das notwendige Resultat ist ?
.' Im Gegensatz zu anderen Methoden sagt mir eben die Preisentwicklung ob meine Annahmen rrichtig/falsch sind und ein zurecht biegen der Analyse ist dann kaum noch möglich wenn der Kurs entgegengesetzt läuft im Gegensatz z.B. zu Fundamentalansichten die dann eben mal kurzerhand von Früh- auf Spätzyklik wechseln oder solange ihren Standpunkt beibehalten bis der Konjunkturzyklus wieder passt. '
Ja, glaub ich auch, dass auf TA beruhende Entscheidungen eher zu korrigieren sind als solche mit einer fundamentalen Begründung. Letztere versuche ich für mich - schon aufgrund der kaum nachweisbaren Korrrelation zu den Marktbewegungen - zum Hntergrund-Info zurückzustufen. ..
'Fazit: Der Chart lügt nie und das "kleben" an Chartanalysen wird hier schwieriger als bei anderen Methoden da man jede Minunte, Tag, Woche, Monat vorgehalten bekommt was die eigenen Aussagen wert sind. '
Doch, auch der Chart 'lügt 'immer. Alle seine Parameter und Indikatoren gehen nicht aus dem festgestellten Kurs hervor, sondern sind selbst fabriziert. Eine Kursreihe lässt sich technisch fast beliebig darstellen. Ich verweise mal auf Deinen Kollegen im BT, bei dem ich in 9 Monaten Bullmarket nichts als 'ganz, ganz üble' Charts vorgefunden habe - zugegebnermassen ein krasses Beispiel....
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