hab deswegen kein Problem mit deinem Trading, geht mich eh nix an. Wenn man in dieser Situation nur daytradet kann ich das verstehen. Ich trade mittelfristig, der Trend ist up, also geh ich long, fertig. Ob die Rally Substanz hat weiß ich nicht, du nicht, niemand so richtig. Ist aber auch total egal, Hauptsache die Richtung stimmt. Das ist ja das Tolle an der Technik, man braucht sich keine Gedanken mehr zu machen und versucht einfach mit dem Strom zu schwimmen. Oft klappt es, manchmal wie neulich nicht, aber was soll's, unterm Strich muss die Bilanz positiv sein.
Was hier im Board aber interessant ist, ist - abseits vom Trading - folgendes. Und bitte nicht als Bearbashing verstehen, sondern als reine Beobachtung die zum Nachdenken anregen soll:
Da wird seit Monaten im einschlägigen Thread jeder Stein umgedreht, um zu beweisen, dass der Markt angeblich runtergehn muss, dass der Rally Substanz fehlt usw. Geshortet wird was das Zeug hält, bei jeder Gelegenheit gegen den Trend, was letztlich vermutlich wenig lukrativ ist. Aber der Markt kommt nicht runter, im Gegenteil, er geht immer schneller rauf und viel weiter, als eine Bearmarketkorrektur erlauben sollte. Jeder vernünftig denkende Mensch müsste sich nun eine Frage stellen. Nämlich: Wer liegt hier falsch: Ich oder der Markt? Natürlich der Markt, antwortet der Bär ohne mit der Wimper zu zucken ohne den geringsten Zweifel. Der Markt ist manipuliert, wird per Assetinflation hochgetrieben usw.
Aber: Wäre es nicht möglich, dass man selbst irrt? Dass der Markt, also die Masse der Anleger, gemerkt hat, dass die Rezession vorbei sein könnte? Dass sie vielleicht nie so schlimm war wie uns die Krisengewinnler einreden wollten? Dass alleine die überraschend gute Stimmung unter Anlegern und Verbrauchern die Rezession beenden könnte? Also: Wo bleibt der Zweifel? Das Einräumen der Möglichkeit, dass der Markt richtig liegt? Wie Anfang 2008, da lag er doch auch richtig? Oder 2003.
Man sollte sich immer vor Augen halten, worum es hier geht: Ganz wertfrei ums Geldverdienen und nicht ums Recht bekommen. Schön wenn beides gleichzeitig klappt. Aber auf seiner Meinung beharren, wenn die ganze Welt es anders sieht klappt in den seltensten Fällen. Wenn es klappt ist die Belohnung groß. Aber gerade als technischer Trader weiß man, dass der Erwartungswert (also Wahrscheinlichkeit mal Gewinn) immer deutlich kleiner ist als erhofft.
Was hier im Board aber interessant ist, ist - abseits vom Trading - folgendes. Und bitte nicht als Bearbashing verstehen, sondern als reine Beobachtung die zum Nachdenken anregen soll:
Da wird seit Monaten im einschlägigen Thread jeder Stein umgedreht, um zu beweisen, dass der Markt angeblich runtergehn muss, dass der Rally Substanz fehlt usw. Geshortet wird was das Zeug hält, bei jeder Gelegenheit gegen den Trend, was letztlich vermutlich wenig lukrativ ist. Aber der Markt kommt nicht runter, im Gegenteil, er geht immer schneller rauf und viel weiter, als eine Bearmarketkorrektur erlauben sollte. Jeder vernünftig denkende Mensch müsste sich nun eine Frage stellen. Nämlich: Wer liegt hier falsch: Ich oder der Markt? Natürlich der Markt, antwortet der Bär ohne mit der Wimper zu zucken ohne den geringsten Zweifel. Der Markt ist manipuliert, wird per Assetinflation hochgetrieben usw.
Aber: Wäre es nicht möglich, dass man selbst irrt? Dass der Markt, also die Masse der Anleger, gemerkt hat, dass die Rezession vorbei sein könnte? Dass sie vielleicht nie so schlimm war wie uns die Krisengewinnler einreden wollten? Dass alleine die überraschend gute Stimmung unter Anlegern und Verbrauchern die Rezession beenden könnte? Also: Wo bleibt der Zweifel? Das Einräumen der Möglichkeit, dass der Markt richtig liegt? Wie Anfang 2008, da lag er doch auch richtig? Oder 2003.
Man sollte sich immer vor Augen halten, worum es hier geht: Ganz wertfrei ums Geldverdienen und nicht ums Recht bekommen. Schön wenn beides gleichzeitig klappt. Aber auf seiner Meinung beharren, wenn die ganze Welt es anders sieht klappt in den seltensten Fällen. Wenn es klappt ist die Belohnung groß. Aber gerade als technischer Trader weiß man, dass der Erwartungswert (also Wahrscheinlichkeit mal Gewinn) immer deutlich kleiner ist als erhofft.