Der 135-Millionen-Schnorrer

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Der 135-Millionen-Schnorrer Kicky
Kicky:

Der 135-Millionen-Schnorrer

 
08.08.02 14:29
#1
1998 kaufte der CEO von Tyco Koslowski eine etwa  1500 qm grosse Villa im mediterranen Stil am Wasser in Florida mit Pool,Tennisplatz und Springbrunnen,indem er einen unverzinsten Kredit von 19 Millionen Von Tyco erhielt.Später erhielt er den Kredit im Rahmen eines Bonusprogrammes und sogar weitere 13 Millionen um die Steuer für diesen Kredit abzudecken.Nichts davon erfuhren die Aktionäre..
1999 erhielt Koslowski einen weiteren Kredit in Höhe von 25 Millionen,um Antiquitäten,Kunst und andere Möbel für sein neues Apartment in New York zu erwerben inclusive einem gold-und burgunderfarbenem Vorhang für die Dusche für 6000 Dollar.Tyco bezahlte sogar das Duplex in der 5.Avenue
Seit Kozlowski Anfang Juni, der Steuerhinterziehung angeklagt, seinen Job als Vorstandschef aufgeben musste, kommen häppchenweise Details über seinen extravaganten Lebensstil ans Licht. Bei allen Berichten scheint ein Grundmotiv durch: Kozlowski hat offenbar vielfach Privates und Geschäftliches vermengt - stets zum eigenen materiellen Vorteil.
Schon seit Wochen etwa gilt als erwiesen, dass Kozlowski die 19 Millionen Dollar für seine Grundstück in der Reichensiedlung Boca Raton, Florida, durch einen zinslosen Kredit finanzierte, dem ihm sein eigenes Unternehmen gewährte. Nicht allgemein bekannt war freilich, dass Tyco den Kredit später offenbar komplett stundete, wie nun das "Wall Street Journal" berichtet. Scheinbar kein Einzelfall, auch andere Firmen-Kredite in ähnlichen Größenordnungen sollen erlassen worden sein. Die meisten dieser Darlehen seien nie vom Aufsichtsrat genehmigt worden, so das "Journal" weiter.

Einer umfangreichen Dokumentation der Zeitung zufolge ist nun erstmals bekannt, wie viel Kozlowski insgesamt aus der Firmenkasse entnommen haben soll, um private Bedürfnisse zu befriedigen. Es gehe um 135 Millionen Dollar, schreibt das Blatt unter Berufung auf nicht genannte Unternehmenskreise. Kozlowskis Anwalt, der in dem Bericht zitiert wird, gab zu der Zahl keine Stellungnahme ab. Der Ex-Manager wiederum ließ durch Freunde betonen, Tyco schulde ihm zig Millionen Dollar, nicht umgekehrt. Nicht ganz ausgeschlossen ist, dass Kreise, die dem neuen Tyco-Management nahe stehen, die 135-Millionen-Meldung lanciert haben und die Summe übertreiben, um von eigenem Missmanagement abzulenken.
Die Fülle der Indizien aber, die gegen Kozlowski sprechen, ist erdrückend: So hat Tyco, nicht Kozlowski, das 18-Millionen-Dollar-Apartment an der New Yorker Fifth Avenue bezahlt, in dem der Manager residierte. Offiziell galt der 13-Zimmer-Komplex als Firmenniederlassung. Auch die 1,7 Millionen Dollar, die 1996 auf Initiative des Unternehmenschefs an die Schule seiner Tochter gespendet wurden, wo dann der "Kozlowski Athletic Complex" gebaut wurde, stammten aus der Firmenkasse. Auch Tyco bestreitet nicht, dass Kozlowskis Koch, sein Fitness-Lehrer und sein Arzt auf der Gehaltsliste des Konzerns standen. Für eine Geburtstagsparty für Kozlowskis Frau, 2001 auf Sardinien gefeiert, schoss Tyco über eine Million Dollar hinzu. Offizielle Begründung: Eine Tochterfirma habe zur selben Zeit am selben Ort getagt, deswegen hätten Tyco-Vertreter aus Amerika anreisen müssen.
Dabei wäre Kozlowski ohne die wohltätigen Spenden seiner Firma nicht zur Armut verurteilt gewesen - er war einer der höchstbezahlten CEOs der USA. Allein durch Ausübung von Aktienoptionen soll er in den vergangenen drei Jahren 240 Millionen Dollar eingestrichen haben, zusätzlich zu 98 Millionen in bar, Aktien oder anderen "regulären" Auszahlungen. Wie kaum ein anderer, urteilt die "New York Times", steht der heute 55-Jährige für eine Epoche, in der bei Managergehältern alles möglich war.
Fast von selbst versteht sich übrigens, dass das Millionen teure "Team Tyco", das etwa bei der Volvo Ocean Race antritt, vom Konzern bezahlt wurde, nicht vom passionierten Segler Kozlowski. Eine Ausnahme von der Schnorrer-Regel scheint die "Endeavour" zu sein, die 130 Fuß lange, weltbekannte Edelyacht aus den dreißiger Jahren. Kozlowski hat sie tatsächlich aus Privatmitteln bezahlt. Trotzdem vermuten Ermittler auch hier Unregelmäßigkeiten. Offenbar wurde die "Endeavour" auf Tyco-Kosten gewartet.

was sind da unsere deutschen Skandalchen dagegen-peanuts!

Der 135-Millionen-Schnorrer lucy
lucy:

Wen wundert, wenn das Vertrauen - und unser sauer

 
08.08.02 15:12
#2
verdientes Geld futsch ist. Wie lange wird das noch so weitergehen ?
Man wird in nächster Zeit viele Enthüllungen dieser Art totschweigen, um der Börse nicht noch den letzten Todesstoß zu verstetzen.

Der 135-Millionen-Schnorrer Kicky

6 Mrd -Skandal bei Worldcom

 
#3
Einem Bericht von CNBC zufolge haben dem Geschehen nahe Quellen erklärt, dass weitere 2 Mrd. Dollar an Falschbuchungen aufgetaucht seien. Dabei so ll ein Bilanztrick angewendet worden sein, der aus Rückstellungen für den Ausfall von Schulden operative Gewinne gemacht habe.
Bislang handelte es sich bei Worldcom um einen 3,85 Mrd. Dollar-Skandal. Vielleicht spricht man bald aber auch von einem 6 Mrd. Dollar Skandal, sollten sich die Behauptungen bewahrheiten.
Der Sender berichtete am Donnerstag unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise, die Bilanzprüfer des Konzerns seien bei der Durchsicht der Bilanzen 1999 und 2000 auf diese Fehlbuchungen gestossen. WorldCom lehnte eine Stellungnahme ab. Nach Informationen von CNBC soll WorldCom insbesondere einen Bilanztrick angewendet haben, bei dem Rückstellungen für Kreditausfälle in operative Einnahmen umgebucht worden seien. In der vergangenen Woche waren zwei frühere Top-Manager des Konzerns im Zusammenhang mit früheren Fehlbuchungen über fast vier Milliarden Dollar festgenommen und später auf Kaution wieder freigelassen worden. Mit einer Schuldenlast von rund 40 Milliarden Dollar hatte WorldCom im Juli nach dem Eingeständnis der Fehlbuchungen über vier Milliarden Dollar die bislang grösste Insolvenz der US-Geschichte beantragt.

Die Aktien von Worldcom notieren am Donnerstag im späten Handel 2 Cent niedriger bei 12 Cent.



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