Staatsanleihen aus Uruguay haben sich im Zuge der Argentinien-Krise seit Jahrebeginn im Kurs fast halbiert und bieten nun eine Verzinsung von 20 % p.a. Wir schätzen, dass das solide finanzierte Land nicht insolvent wird und kaufen uruguayanische Staatsanleihen für unser Musterdepot.
Argentinien Brasilien Uruguay
Fläche 2.766.890 km² 8.511.965 km² 176.220 km²
Einwohner 37,4 Mio. 174,5 Mio. 3,4 Mio.
Staatsverschuldung 140 Mrd. USD 580 Mrd. USD 9,2 Mrd. USD
Rating S&P Default BB BB-
Quellen: Botschaft Uruguays, CIA World Factbook, NZZ, Reuters

Wie ein Zwerg wirkt Uruguay neben den dem fünftgrößten und dem achtgrößten Staat der Welt. Dennoch ist das Land mehr als doppelt so groß wie Österreich und bietet viel Platz für die Landwirtschaft und Viehzucht. Das gut ausgebaute soziale Netz und ein solides Bankensystem brachten dem Land den Kosenamen "Schweiz Südamerikas".
Doch seit 1999 befindet sich das Land in einer Rezession. Die Arbeitslosenquote ist mittlerweile auf 15 % angestiegen. Die Inflation lag im Monat Mai im Vergleich mit dem Vorjahresmonat bei 6,5 %. Vor kurzem wurde auf Anraten des Internationalen Währungsfonds (IWF/IMF) die Bindung des uruguayanischen Peso (UYU) an den US-Dollar (USD) beendet. Als Folge sank die Währung auf derzeit rund 18,5 Peso je USD. Zu Jahresbeginn mussten nur 14,77 Peso je Dollar bezahlt werden. Am 31. Mai, als die Notenbank noch kräftig am Devisenmarkt intervenierte, lag der Kurs bei 16,55.
So wie Brasilien lässt sich auch Uruguay vom IWF unterstützen. Argentinien hat die Ratschläge der in Washington ansässigen Organisation bislang nicht wahrgenommen und erhält deshalb auch keine Kredite. Und genau das ist unserer Ansicht nach ein Knackpunkt für wirtschaftliche Verbesserungen. Wer alleine kämpft, der hat es schwerer als jemand, der sich helfen lässt. Deshalb sind für uns die argentinischen Anleihen im Moment auch noch zu risikobehaftet. Gegenüber einem Investment in Brasilien sehen wir bei Uruguay einen deutlichen Vorteil: Das Land ist kleiner und dadurch überschaubarerer. Damit ist dem Land leichter zu helfen, als dem großen nördlichen Nachbarn. Wir sind sogar der Ansicht, dass Uruguay im Falle einer Zahlungsunfähigkeit (Default) Brasiliens selbst nicht insolvent würde. Der IWF hat dem Land, das per Februar 2002 mit 2,7 Mrd. USD weniger als ein Drittel seiner Schulden außerhalb des Landes hatte, gerade neue Kredite in Höhe von 1,5 Mrd. USD gewährt. Wir sind davon überzeugt, dass selbst im Falle einer Verschlimmerung der Krise aufgrund der vernünftigen Wirtschaftspolitik des Landes es weitere finanzielle Unterstützungen gäbe. Dem Land mit nur 3,4 Mio. Einwohnern ist auch mit geringern Mitteln zu helfen, als den beiden Nachbarn.
Attraktivste Anleihe: Uruguay 2001-2011
Aus unserer Sicht am attraktivsten ist eine bis 28.6.2011 laufende Anleihe der Republik Uruguay. Sie hat eine Nominalverzinsung von 7 % zahlbar jährlich am 28.6. Da gerade letzte Woche Zinsen ausbezahlt wurden, sind nur sehr geringe Stückzinsen zu bezahlen. Als "Stückzinsen" bezeichnet man die zwischen den Zinszahlungen aufgelaufenen Zinsen. Wer zum Beispiel letzte Woche vor der Zinszahlung die Anleihe gekauft hat, der hat neben dem Börsenkurs auch noch Stückzinsen von fast 7 % bezahlen müssen. Dafür hat er am 28.6. aber auch die Zinsausschüttung von 7 % kassiert.

Bei einem aktuellen Kurs von 54 % ergibt sich eine Verzinsung von 20 % p.a. Unsere Spekulation baut aber darauf auf, dass der Anleihenkurs in ein bis zwei Jahren, wenn sich das wirtschaftliche Umfeld wieder stabilisiert hat, wieder bei einem Preis von 90 % notiert. Das ergäbe neben einer stattlichen Nominalverzinsung (die 7 % Zinsausschüttung macht bei einem Einsatz von lediglich 54 % immerhin schon 13 % Rendite p.a.) noch einen Kursgewinn von über 60 %. Dennoch ist eine solche Anleihen-Spekulation nur für Profis mit mehrjährigem Durchhaltevermögen geeignet.
Quelle: http://www.derspekulant.de/20020704.htm
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patzi
Argentinien Brasilien Uruguay
Fläche 2.766.890 km² 8.511.965 km² 176.220 km²
Einwohner 37,4 Mio. 174,5 Mio. 3,4 Mio.
Staatsverschuldung 140 Mrd. USD 580 Mrd. USD 9,2 Mrd. USD
Rating S&P Default BB BB-
Quellen: Botschaft Uruguays, CIA World Factbook, NZZ, Reuters

Wie ein Zwerg wirkt Uruguay neben den dem fünftgrößten und dem achtgrößten Staat der Welt. Dennoch ist das Land mehr als doppelt so groß wie Österreich und bietet viel Platz für die Landwirtschaft und Viehzucht. Das gut ausgebaute soziale Netz und ein solides Bankensystem brachten dem Land den Kosenamen "Schweiz Südamerikas".
Doch seit 1999 befindet sich das Land in einer Rezession. Die Arbeitslosenquote ist mittlerweile auf 15 % angestiegen. Die Inflation lag im Monat Mai im Vergleich mit dem Vorjahresmonat bei 6,5 %. Vor kurzem wurde auf Anraten des Internationalen Währungsfonds (IWF/IMF) die Bindung des uruguayanischen Peso (UYU) an den US-Dollar (USD) beendet. Als Folge sank die Währung auf derzeit rund 18,5 Peso je USD. Zu Jahresbeginn mussten nur 14,77 Peso je Dollar bezahlt werden. Am 31. Mai, als die Notenbank noch kräftig am Devisenmarkt intervenierte, lag der Kurs bei 16,55.
So wie Brasilien lässt sich auch Uruguay vom IWF unterstützen. Argentinien hat die Ratschläge der in Washington ansässigen Organisation bislang nicht wahrgenommen und erhält deshalb auch keine Kredite. Und genau das ist unserer Ansicht nach ein Knackpunkt für wirtschaftliche Verbesserungen. Wer alleine kämpft, der hat es schwerer als jemand, der sich helfen lässt. Deshalb sind für uns die argentinischen Anleihen im Moment auch noch zu risikobehaftet. Gegenüber einem Investment in Brasilien sehen wir bei Uruguay einen deutlichen Vorteil: Das Land ist kleiner und dadurch überschaubarerer. Damit ist dem Land leichter zu helfen, als dem großen nördlichen Nachbarn. Wir sind sogar der Ansicht, dass Uruguay im Falle einer Zahlungsunfähigkeit (Default) Brasiliens selbst nicht insolvent würde. Der IWF hat dem Land, das per Februar 2002 mit 2,7 Mrd. USD weniger als ein Drittel seiner Schulden außerhalb des Landes hatte, gerade neue Kredite in Höhe von 1,5 Mrd. USD gewährt. Wir sind davon überzeugt, dass selbst im Falle einer Verschlimmerung der Krise aufgrund der vernünftigen Wirtschaftspolitik des Landes es weitere finanzielle Unterstützungen gäbe. Dem Land mit nur 3,4 Mio. Einwohnern ist auch mit geringern Mitteln zu helfen, als den beiden Nachbarn.
Attraktivste Anleihe: Uruguay 2001-2011
Aus unserer Sicht am attraktivsten ist eine bis 28.6.2011 laufende Anleihe der Republik Uruguay. Sie hat eine Nominalverzinsung von 7 % zahlbar jährlich am 28.6. Da gerade letzte Woche Zinsen ausbezahlt wurden, sind nur sehr geringe Stückzinsen zu bezahlen. Als "Stückzinsen" bezeichnet man die zwischen den Zinszahlungen aufgelaufenen Zinsen. Wer zum Beispiel letzte Woche vor der Zinszahlung die Anleihe gekauft hat, der hat neben dem Börsenkurs auch noch Stückzinsen von fast 7 % bezahlen müssen. Dafür hat er am 28.6. aber auch die Zinsausschüttung von 7 % kassiert.

Bei einem aktuellen Kurs von 54 % ergibt sich eine Verzinsung von 20 % p.a. Unsere Spekulation baut aber darauf auf, dass der Anleihenkurs in ein bis zwei Jahren, wenn sich das wirtschaftliche Umfeld wieder stabilisiert hat, wieder bei einem Preis von 90 % notiert. Das ergäbe neben einer stattlichen Nominalverzinsung (die 7 % Zinsausschüttung macht bei einem Einsatz von lediglich 54 % immerhin schon 13 % Rendite p.a.) noch einen Kursgewinn von über 60 %. Dennoch ist eine solche Anleihen-Spekulation nur für Profis mit mehrjährigem Durchhaltevermögen geeignet.
Quelle: http://www.derspekulant.de/20020704.htm
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