Perfekt kommentiert - HUT AB!!! Dabei halte ich von W:O sonst nicht so viel...
DEAG würde ich nicht mehr anfassen - konnte selber 20% damit machen - vor 2€. kommen mir keine mehr ins Depot!
MfG
SI ;)
KOMMENTAR - DEAG: Dem Schlechten zwanghaft
etwas Gutes abgewinnen
Ein Kommentar von w:o-Redakteur Robert Sopella
Ist sie nun gut oder schlecht, die Nachricht von der Insolvenz der Qivive AG? Die Antwort ist recht einfach: Die
Deutsche Entertainment AG, die 33 Prozent der Gesellschaftsanteile an Qivive hält, versucht das Schlechte an
der Nachricht mit vermeintlich Gutem zu rechtfertigen.
Zunächst bleibt einmal festzuhalten, dass Deutsche Entertainment AG-Vorstand Peter Schwenkow es sich
nun erst einmal abschminken kann, seine Beteiligung an dem Ticketing-Unternehmen zu vergolden.
Schließlich wollte er das Gemeinschaftsunternehmen von DEAG, Deutsche Lufthansa und Axel Springer
Verlag im vergangenen Jahr an die Börse treiben. Erst sollte in der zweiten September-Woche der große Tag
der Erstnotiz gefeiert werden. Auf Grund des schlechten Marktumfeldes wurde der Börsengang auf November
verschoben, bevor er dann ganz abgeblasen wurde. Noch im November betonte DEAG-Chef Peter
Schwenkow, dass er mit einem Börsengang der Qivive AG auch erstmal bis 2002 warten könne. „Wir können
mit dem Börsengang auch abwarten, wenn sich die Situation am Kapitalmarkt nicht ändert und wir 2002 das
Doppelte erlösen können“, sagte Schwenkow damals und gab damit das eigentliche Ziel der Emission preis:
Kasse machen. Denn DEAG und die beiden anderen Gesellschafter wollten im Rahmen der Emission ihren
Anteil auf 25 Prozent reduzieren. Daraus wird ja nun nach der bekannt gewordenen Insolvenz nichts mehr.
Positiv ist das nun wirklich nicht.
Und dennoch erdreistet sich die DEAG in ihrer Pflichtmitteilung über das vermeintlich Positive zu
philosophieren. „Die DEAG ist der Ansicht, sich im Rahmen der Insolvenz auch kurzfristig von der mit der
Qivive GmbH bestehenden exklusiven Vertriebsbindung teilweise und anschließend ganz lösen zu können.
Bezogen auf die Restlaufzeit der ursprünglichen Exklusivbindung an die Qivive GmbH kann die DEAG
nunmehr von Mehrerlösen im zweistelligen Millionen Euro Bereich ausgehen“, heißt es. Was hier von statten
geht, lenkt ein wenig von den Tatsachen ab. Im Klartext heißt dieser Passus: DEAG befindet sich in einem
Exklusiv-Vertrag mit Qivive. Die Tickets der DEAG-Veranstaltungen werden über Qivive vertrieben. Und Qivive
ist insolvent. Ob der Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten werden kann, weiß niemand. Vielleicht kommen am
Ende sogar zusätzliche Kosten in Millionenhöhe auf DEAG zu, wenn man sich nicht von der Bindung lösen
kann. Dass die DEAG „der Ansicht ist“ das zu können, ist beileibe nichts Positives. Eher ist es heiße Luft.
Denn auch wenn man „der Ansicht“ ist, kann man sich täuschen.
Eine weitere Unart an der „Ad hoc-Mitteilung“ findet sich im letzten Satz. Man habe die Beteiligung an Qivive
schon im Jahr 2001 vollständig abgeschrieben. Nur kommuniziert wurde das nicht. Es hat ja anscheinend
auch niemanden zu interessieren, wenn man eine 33-prozentige Beteiligung an einem Unternehmen
vollständig abschreibt, mit dem auch noch ein Exklusiv-Vertrag im Ticketing besteht.
Was DEAG hier versucht, ist einer schlechten Nachricht das vermeintlich Gute abzugewinnen. Nur dass es im
Moment einfach keine gute Nachricht gibt.
DEAG würde ich nicht mehr anfassen - konnte selber 20% damit machen - vor 2€. kommen mir keine mehr ins Depot!
MfG
SI ;)
KOMMENTAR - DEAG: Dem Schlechten zwanghaft
etwas Gutes abgewinnen
Ein Kommentar von w:o-Redakteur Robert Sopella
Ist sie nun gut oder schlecht, die Nachricht von der Insolvenz der Qivive AG? Die Antwort ist recht einfach: Die
Deutsche Entertainment AG, die 33 Prozent der Gesellschaftsanteile an Qivive hält, versucht das Schlechte an
der Nachricht mit vermeintlich Gutem zu rechtfertigen.
Zunächst bleibt einmal festzuhalten, dass Deutsche Entertainment AG-Vorstand Peter Schwenkow es sich
nun erst einmal abschminken kann, seine Beteiligung an dem Ticketing-Unternehmen zu vergolden.
Schließlich wollte er das Gemeinschaftsunternehmen von DEAG, Deutsche Lufthansa und Axel Springer
Verlag im vergangenen Jahr an die Börse treiben. Erst sollte in der zweiten September-Woche der große Tag
der Erstnotiz gefeiert werden. Auf Grund des schlechten Marktumfeldes wurde der Börsengang auf November
verschoben, bevor er dann ganz abgeblasen wurde. Noch im November betonte DEAG-Chef Peter
Schwenkow, dass er mit einem Börsengang der Qivive AG auch erstmal bis 2002 warten könne. „Wir können
mit dem Börsengang auch abwarten, wenn sich die Situation am Kapitalmarkt nicht ändert und wir 2002 das
Doppelte erlösen können“, sagte Schwenkow damals und gab damit das eigentliche Ziel der Emission preis:
Kasse machen. Denn DEAG und die beiden anderen Gesellschafter wollten im Rahmen der Emission ihren
Anteil auf 25 Prozent reduzieren. Daraus wird ja nun nach der bekannt gewordenen Insolvenz nichts mehr.
Positiv ist das nun wirklich nicht.
Und dennoch erdreistet sich die DEAG in ihrer Pflichtmitteilung über das vermeintlich Positive zu
philosophieren. „Die DEAG ist der Ansicht, sich im Rahmen der Insolvenz auch kurzfristig von der mit der
Qivive GmbH bestehenden exklusiven Vertriebsbindung teilweise und anschließend ganz lösen zu können.
Bezogen auf die Restlaufzeit der ursprünglichen Exklusivbindung an die Qivive GmbH kann die DEAG
nunmehr von Mehrerlösen im zweistelligen Millionen Euro Bereich ausgehen“, heißt es. Was hier von statten
geht, lenkt ein wenig von den Tatsachen ab. Im Klartext heißt dieser Passus: DEAG befindet sich in einem
Exklusiv-Vertrag mit Qivive. Die Tickets der DEAG-Veranstaltungen werden über Qivive vertrieben. Und Qivive
ist insolvent. Ob der Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten werden kann, weiß niemand. Vielleicht kommen am
Ende sogar zusätzliche Kosten in Millionenhöhe auf DEAG zu, wenn man sich nicht von der Bindung lösen
kann. Dass die DEAG „der Ansicht ist“ das zu können, ist beileibe nichts Positives. Eher ist es heiße Luft.
Denn auch wenn man „der Ansicht“ ist, kann man sich täuschen.
Eine weitere Unart an der „Ad hoc-Mitteilung“ findet sich im letzten Satz. Man habe die Beteiligung an Qivive
schon im Jahr 2001 vollständig abgeschrieben. Nur kommuniziert wurde das nicht. Es hat ja anscheinend
auch niemanden zu interessieren, wenn man eine 33-prozentige Beteiligung an einem Unternehmen
vollständig abschreibt, mit dem auch noch ein Exklusiv-Vertrag im Ticketing besteht.
Was DEAG hier versucht, ist einer schlechten Nachricht das vermeintlich Gute abzugewinnen. Nur dass es im
Moment einfach keine gute Nachricht gibt.