Deag hat Restrukturierung beendet
Fehlbetrag von 14,7 Mio. Euro - Vorstandschef Schwenkow hat viele neue Pläne
Berlin -Die Deag Deutsche Entertainment AG, Berlin, hat ihr Restrukturierung mit dem Geschäftsjahr 2003 abgeschlossen. Nach Angaben von Vorstandschef Peter Schwenkow sei "vieles abgespeckt" worden, weshalb der Produzent und Veranstalter von nationalen und internationalen Konzerten "mit Optimismus in das weitere Jahr geht". Vor allem vom Aufbau des neuen Bereichs "Sports" verspricht sich Schwenkow einiges. Dafür werde sich die die Deag zum 31. März 2004 mit 50 Prozent an der Auric Entertainment GmbH, Düsseldorf, beteiligen.
Die anderen 50 Prozent werde die Auric GmbH & Co. KG halten. Unter Geschäftsführer Gerald Wagener sollen in dieser Gesellschaft die Aktivitäten um die Rheinarena Düsseldorf, Sportveranstaltungen sowie der Aufbau einer Veranstaltungsagentur in Russland gebündelt werden. "Die Deag wird das neue Geschäft vorsichtig und ohne große Investitionen angehen", sagte Schwenkow. Die neu gegründete Deag Classics AG soll darüber hinaus verstärkt im Klassiksektor operieren. Dort gebe es mehr zu verdienen als derzeit bei Rock- und Pop-Konzerten.
Schließlich soll es noch eine "Margenoptimierung im Ticketverkauf" geben. Gemeinsam mit "Ticket Online" arbeitet die Deag an einer neuen Technologie, die vom 1. April dieses Jahres ihren sechsmonatigen Testlauf beginnt. Dabei können die Kunden für ausgewählte Veranstaltungen ihre Eintrittskarten zu Hause selbst ausdrucken. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003 erzielte die Deag einen Umsatz von 127,9 Mio. Euro gegenüber einem bereinigten Vorjahresumsatz von 100,2 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich um 3,2 Mio. auf 8,8 Mio. Euro. Das Ebit nach Restrukturierungsaufwand liegt mit 4,5 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 1,2 Mio. Euro. Im Zuge der Entschuldung der Gesellschaft wurden Vergleichsvereinbarungen mit Banken und Prozessgegnern getroffen. Der entstande Aufwand in Höhe von 6,2 Mio. Euro sowie vorgenommene Rückstellungen sorgen für ein insgesamt negatives Jahresergebnis von 14,7 Mio. Euro.
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Güßr vonne Füße :-)