Im Grunde genommen ist es aber sonnenklar. Wer extensiv auf dem Trend reitet, macht zwar, so lange der noch nicht gebrochen ist, viele Präzisionstreffer, ist aber beim anschließend erfolgenden Gigacrash mit dabei, weil die mit der Trendreiterei verbundenen SLs über einen Dominoeffekt auch alle darunter liegenden SLs auslösen und infolge des so entstehenden Verkaufsdrucks kein Ausstieg mehr möglich ist.
Das Zählen von Treffern ist also grober Unfug, je nach Motiv, sogar Bauernfängerei. Zwar haben auch Musterdepots nur expost einen Aussagewert, weil sie ex ante das Risiko nicht abbilden. Besser als der hier ausgeübte Unfug ist das aber allemal.
Richtig wäre die Performance und das Risiko über eine RORAC-Kennzahl zu ermitteln, was aber bei Aktien kein einfaches Unterfangen ist.
Aber das alles is keine singuläre Erscheinung. Wie dieser Kolumne zu entnehmen ist, schießen die Chart-Scharlatane wie Pilze aus dem Boden. Nicht zuletzt weil sich die Zahl unkundiger Anleger in der letzten Zeit wieder explosiv erhöht hat und das Fiasko am Neuen Markt mittlerweile in Vergessenheit geraten ist.
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