09.02.03 12:33
DAX Positions-Trading: Update 10.02.03
Mittelfristige Betrachtung:
Mit einem Wochenverlust von 178 Punkten oder rund 6,5% steht der Deutsche Aktienindex kurz davor, seinen Abwärtstrend wieder aufzunehmen. Die positive Hammer Candlestick-Formation, welche sich in der letzten Woche gebildet hatte, konnte nicht bestätigt werden und ist mit Ablauf dieser Handelswoche vollständig neutralisiert worden.
Kam es zu Wochenbeginn noch zu leichten Kurssteigerungen, so mussten sich die Bullen zum Wochenende hin den Bären geschlagen geben. Per Schlusskurs hat der DAX bereits seine Oktober-Lows unterschritten, was als negatives Signal gewertet werden muss. (vgl. Line-Chart) Die Nachfrageüberhänge, welche in den letzten Wochen im Bereich dieser Lows zu beobachten waren, haben sich somit deutlich verringert.
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img.wallstreet-online.de/news/010/35/05" style="max-width:560px" >
Kurzfristige Betrachtung:
Auf Tagesbasis befindet sich der DAX in einer kritischen Phase. Die aktuellen Jahres-Lows sind per Schlusskurs bestätigt worden, stehen aber sehr deutlich zur Disposition. Wird dieser Kursbereich nach unten durchbrochen, ist nur noch das Intraday-Tief aus dem Oktober 2002 bei 2519 Punkten als charttechnische Unterstützung herleitbar. Sollte auch diese Marke nach unten durchbrochen werden, würde der primäre Abwärtstrend seit März 2000 eine erneute Bestätigung erhalten.
img.wallstreet-online.de/news/010/35/06" style="max-width:560px" >
Wie wahrscheinlich ist ein solcher Durchbruch nach unten innerhalb der kommenden Handelswoche und welche Konsequenzen würden sich daraus ergeben?
Eine Möglichkeit, eine statistische Aussage zu treffen, wäre bspw. über eine Analyse der Kursschwankungen auf Wochenbasis gegeben. Es wird dabei untersucht, wie hoch die wöchentlichen Abweichungen vom Eröffnungskurs bis zum Wochentiefkurs ausfallen. Aktuell steht der Kurs des DAX bei 2569 Indexpunkten. Somit liegt er 10 Punkte oberhalb der aktuellen Jahres-Lows. Sollten diese Unterschritten werden, muss mit Ausführungen von weiteren Stopploss-Aufträgen gerechnet werden.
Seit dem 1.1.2000 (160 Börsenwochen) gab es nur 11 Wochen, in denen die Abweichung vom Openkurs zum Wochentiefkurs weniger als 10 Punkte betrug. Dies entspricht einer statistischen Häufigkeit von 6,875%. Das bedeutet, dass in 6,875% der letzten 160 Börsenwochen, die Wochenabweichung vom Openkurs zum Low weniger als 10 Punkte betrug.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Marke von 2519 Punkten innerhalb der kommenden Woche fallen wird? - Untersucht wurden ebenfalls die letztn 160 Börsenwochen. 25 Wochen hatten eine Abweichung vom Eröffnungskurs bis zum Wochen-Low von 50 Punkten oder weniger. Dieser Fall trat also in 15,625% der betrachteten Fälle ein.
Analog kann man also sagen, dass in 93,125% und in 84,375% aller betrachteten Fälle der Kurs um mehr als 10 bzw 50 Indexpunkte gefallen ist.
Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass die letzten charttechnischen Unterstützungen in der kommenden Woche zumindest temporär unterschritten werden, ist somit sehr hoch.
Da diese Marken in vielen Medien genannt werden, kann davon ausgegangen werden, dass sich in diesem Bereich viele Stoppkurse befinden. Kommt es zu einer Ausführung dieser Stopp-Aufträge, würde diese Tatsache einen Ausbruch verstärken, was, wie bereits oben erwähnt, zu einer Bestätigung der Abwärtstrends auf allen Zeitebenen führen würde.
Die Markttechnik deutet dabei auch eher auf einen Ausbruch nach unten hin. Der ADX befindet sich auf hohem Niveau und ist weiter steigend. Dies verleiht dem sekundären Abwärtstrend eine gewisse Stabilität.
Der MACD spigelt die aktuelle Konsolidierungsphase wieder und verläuft zurzeit horizontal. Der slow stoch hat sich wieder abgeschwächt. Seine untere Extremzone hat er allerdings noch nicht erreicht, sodass der Kurs von der Oszillatoren-Seite her noch genügend Spielraum nach unten hat.
img.wallstreet-online.de/news/010/35/07" style="max-width:560px" >
Trading:
Auf Stundenbasis ist schön zu erkennen, wie der DAX seinen überverkauften Zustand nach der dynamischen Abwärtsbewegung abgebaut hat. Der Index ist in eine Konsolidierungszone übergegangen, welche sich im engeren Sinne von 2561 bis 2745 Punkten erstreckt. Im weiteren Sinne kann die obere Begrenzung bei 2802 Indexpunkten gesehen werden.
Nach der DOW-Theorie hat der DAX seine Abwärtsbewegung bereits wieder aufgenommen. Es liegen zwei tiefere Highs und Lows in Folge vor.
Charttechnisch gesehen befindet sich der Kurs noch oberhalb seiner unteren Bereichsbegrenzung, sodass ein Verkaufssignal bisher ausblieb.
img.wallstreet-online.de/news/010/35/08" style="max-width:560px" >
Positionierungen:
Da die Zeichen für die kommenden Tage eher auf weiter fallende Kurse hindeuten, sind Short-Positionen vertretbar. Wer als Positions-Trader bisher nicht investiert war, weil er die Entwicklung der Trading-Range abwarten wollte, bekommt wahrscheinlich in der kommenden Woche die Möglichkeit zum Handeln. Kommt es zu einem Ausbruch nach unten, sollte eine Short-Position eröffnet werden. Diese ist zunächst eng abzusichern, da das vorläufige Kurspotenzial nur etwa 30 Punkte beträgt. Sollte die Marke von 2519 verletzt werden, sind charttechnisch keine weiteren Unterstützungen mehr herleitbar.
Für Montag, den 10.02.03 gibt es nun zwei Handlungsalternativen:
Eröffnung einer Short-Position bei Unterschreiten von 2550 Punkten. Es handelt sich um eine spekulative Variante. Der Vorteil ist, dass man sich bereits im Markt befindet, falls es zu einem Bruch der Oktober-Lows kommt. Der Nachteil ist, dass das vorläufige Kurspotenzial sich zunächst auf ca. 30 Punkte beschränkt. Der Initialstopp kann auf das letzte markante High bei 2672 Punkten gesetzt werden.
Eröffnung einer Short-Position bei Unterschreiten von 2519 Indexpunkten. (konservative Variante)
FAZIT: Der DAX konnte die guten Vorgaben und damit die Chancen der Vorwoche nicht nutzen. Es kam zu erneutem Abgabedruck, welcher dazu führte, dass auf Close-Basis bereits ein neues Low markiert wurde.
Die statistischen Wahrscheinlichkeiten, dass diese Lows in der kommenden Handelswoche unterschritten werden, sind hoch. Sollte es zu einem Ausbruch nach unten kommen, bedeutet dies eine Bestätigung der Abwärtstrends aller Zeitebenen.
A.Vester Autor: Andreas Vester, 12:33 09.02.03
DAX Positions-Trading: Update 10.02.03
Mittelfristige Betrachtung:
Mit einem Wochenverlust von 178 Punkten oder rund 6,5% steht der Deutsche Aktienindex kurz davor, seinen Abwärtstrend wieder aufzunehmen. Die positive Hammer Candlestick-Formation, welche sich in der letzten Woche gebildet hatte, konnte nicht bestätigt werden und ist mit Ablauf dieser Handelswoche vollständig neutralisiert worden.
Kam es zu Wochenbeginn noch zu leichten Kurssteigerungen, so mussten sich die Bullen zum Wochenende hin den Bären geschlagen geben. Per Schlusskurs hat der DAX bereits seine Oktober-Lows unterschritten, was als negatives Signal gewertet werden muss. (vgl. Line-Chart) Die Nachfrageüberhänge, welche in den letzten Wochen im Bereich dieser Lows zu beobachten waren, haben sich somit deutlich verringert.
Kurzfristige Betrachtung:
Auf Tagesbasis befindet sich der DAX in einer kritischen Phase. Die aktuellen Jahres-Lows sind per Schlusskurs bestätigt worden, stehen aber sehr deutlich zur Disposition. Wird dieser Kursbereich nach unten durchbrochen, ist nur noch das Intraday-Tief aus dem Oktober 2002 bei 2519 Punkten als charttechnische Unterstützung herleitbar. Sollte auch diese Marke nach unten durchbrochen werden, würde der primäre Abwärtstrend seit März 2000 eine erneute Bestätigung erhalten.
Wie wahrscheinlich ist ein solcher Durchbruch nach unten innerhalb der kommenden Handelswoche und welche Konsequenzen würden sich daraus ergeben?
Eine Möglichkeit, eine statistische Aussage zu treffen, wäre bspw. über eine Analyse der Kursschwankungen auf Wochenbasis gegeben. Es wird dabei untersucht, wie hoch die wöchentlichen Abweichungen vom Eröffnungskurs bis zum Wochentiefkurs ausfallen. Aktuell steht der Kurs des DAX bei 2569 Indexpunkten. Somit liegt er 10 Punkte oberhalb der aktuellen Jahres-Lows. Sollten diese Unterschritten werden, muss mit Ausführungen von weiteren Stopploss-Aufträgen gerechnet werden.
Seit dem 1.1.2000 (160 Börsenwochen) gab es nur 11 Wochen, in denen die Abweichung vom Openkurs zum Wochentiefkurs weniger als 10 Punkte betrug. Dies entspricht einer statistischen Häufigkeit von 6,875%. Das bedeutet, dass in 6,875% der letzten 160 Börsenwochen, die Wochenabweichung vom Openkurs zum Low weniger als 10 Punkte betrug.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Marke von 2519 Punkten innerhalb der kommenden Woche fallen wird? - Untersucht wurden ebenfalls die letztn 160 Börsenwochen. 25 Wochen hatten eine Abweichung vom Eröffnungskurs bis zum Wochen-Low von 50 Punkten oder weniger. Dieser Fall trat also in 15,625% der betrachteten Fälle ein.
Analog kann man also sagen, dass in 93,125% und in 84,375% aller betrachteten Fälle der Kurs um mehr als 10 bzw 50 Indexpunkte gefallen ist.
Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass die letzten charttechnischen Unterstützungen in der kommenden Woche zumindest temporär unterschritten werden, ist somit sehr hoch.
Da diese Marken in vielen Medien genannt werden, kann davon ausgegangen werden, dass sich in diesem Bereich viele Stoppkurse befinden. Kommt es zu einer Ausführung dieser Stopp-Aufträge, würde diese Tatsache einen Ausbruch verstärken, was, wie bereits oben erwähnt, zu einer Bestätigung der Abwärtstrends auf allen Zeitebenen führen würde.
Die Markttechnik deutet dabei auch eher auf einen Ausbruch nach unten hin. Der ADX befindet sich auf hohem Niveau und ist weiter steigend. Dies verleiht dem sekundären Abwärtstrend eine gewisse Stabilität.
Der MACD spigelt die aktuelle Konsolidierungsphase wieder und verläuft zurzeit horizontal. Der slow stoch hat sich wieder abgeschwächt. Seine untere Extremzone hat er allerdings noch nicht erreicht, sodass der Kurs von der Oszillatoren-Seite her noch genügend Spielraum nach unten hat.
Trading:
Auf Stundenbasis ist schön zu erkennen, wie der DAX seinen überverkauften Zustand nach der dynamischen Abwärtsbewegung abgebaut hat. Der Index ist in eine Konsolidierungszone übergegangen, welche sich im engeren Sinne von 2561 bis 2745 Punkten erstreckt. Im weiteren Sinne kann die obere Begrenzung bei 2802 Indexpunkten gesehen werden.
Nach der DOW-Theorie hat der DAX seine Abwärtsbewegung bereits wieder aufgenommen. Es liegen zwei tiefere Highs und Lows in Folge vor.
Charttechnisch gesehen befindet sich der Kurs noch oberhalb seiner unteren Bereichsbegrenzung, sodass ein Verkaufssignal bisher ausblieb.
Positionierungen:
Da die Zeichen für die kommenden Tage eher auf weiter fallende Kurse hindeuten, sind Short-Positionen vertretbar. Wer als Positions-Trader bisher nicht investiert war, weil er die Entwicklung der Trading-Range abwarten wollte, bekommt wahrscheinlich in der kommenden Woche die Möglichkeit zum Handeln. Kommt es zu einem Ausbruch nach unten, sollte eine Short-Position eröffnet werden. Diese ist zunächst eng abzusichern, da das vorläufige Kurspotenzial nur etwa 30 Punkte beträgt. Sollte die Marke von 2519 verletzt werden, sind charttechnisch keine weiteren Unterstützungen mehr herleitbar.
Für Montag, den 10.02.03 gibt es nun zwei Handlungsalternativen:
Eröffnung einer Short-Position bei Unterschreiten von 2550 Punkten. Es handelt sich um eine spekulative Variante. Der Vorteil ist, dass man sich bereits im Markt befindet, falls es zu einem Bruch der Oktober-Lows kommt. Der Nachteil ist, dass das vorläufige Kurspotenzial sich zunächst auf ca. 30 Punkte beschränkt. Der Initialstopp kann auf das letzte markante High bei 2672 Punkten gesetzt werden.
Eröffnung einer Short-Position bei Unterschreiten von 2519 Indexpunkten. (konservative Variante)
FAZIT: Der DAX konnte die guten Vorgaben und damit die Chancen der Vorwoche nicht nutzen. Es kam zu erneutem Abgabedruck, welcher dazu führte, dass auf Close-Basis bereits ein neues Low markiert wurde.
Die statistischen Wahrscheinlichkeiten, dass diese Lows in der kommenden Handelswoche unterschritten werden, sind hoch. Sollte es zu einem Ausbruch nach unten kommen, bedeutet dies eine Bestätigung der Abwärtstrends aller Zeitebenen.
A.Vester Autor: Andreas Vester, 12:33 09.02.03