Der deutsche Aktienindex (DAX) verlor im gestrigen Tagesverlauf 2,82 % und näherte sich im Tief (2.617) fast punktgenau der unteren Begrenzung der aktuell noch immer gültigen Schiebezone an (definiert bei 2.615 bis 2.563); sowohl im kurzfristigen, als auch im mittelfristigen Zeitfenster ist mit dieser Entwicklung jedoch noch nichts geschehen, was zu einer Veränderung des Beurteilungsbildes führt, so Uwe Wagner, Handelsexperte bei der Deutschen Bank.
Der Index durchlaufe weiterhin eine Stabilisierungsphase im Anschluss an einen tertiären Abwärtstrend, der am 15. Januar seinen Anfang nahm und bisher nur minimal korrigiert wurde.
Somit würden aktuell folgende Chartmarken auch weiterhin gelten: 2.615 / 2.563 auf der Unterseite sowie die 2.745 auf der Oberseite. Zwischen diesen Marken definiert der Händler die aktuell vorliegende und sich fortsetzende Schiebezone. Solange sich der DAX innerhalb dieser Zone bewege, bleibe er kurzfristig als neutral zu interpretieren und sei als Trading Markt ohne klare Bewegungstendenz zu interpretieren. Diese Aussage werde über die kurzfristig ausgerichtete Markttechnik weitestgehend bestätigt. Es fällt hierbei auf, so Uwe Wagner, dass sich die aufgebauten Extremzustände der Oszillatoren aktuell wieder abbauen und neutralisieren.
Interessant werde der Index erst wieder bei Unterschreiten der 2.563, da in diesem Falle mit einer Wiederaufnahme des Abwärtstrends gerechnet werden müsse. Die nächst tiefer liegende potenzielle Auffanglinie wäre dann der Bereich um 2.519, darunter sei der Markt frei.