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Dax Kurs 8.000 - oder kippt das Ganze?


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moya:

Dax Kurs 8.000 - oder kippt das Ganze?

16
29.04.07 08:26

Dax Kurs 8.000 - oder kippt das Ganze?

von Ronald Gehrt

Das Ganze ist spannend wie bei einer Papstwahl ... und läuft auch so ab. Ob nun der Petersplatz oder die Börsen, alles steht gebannt da und schaut. Wird nun weißer oder schwarzer Rauch aufsteigen? War das jetzt der Durchbruch oder war’s wohl nix?

Es gibt Situationen an den Börsen, in denen binnen weniger Stunden über Zerfall oder Intensivierung der bisherigen Tendenzen entschieden wird. Es sind diese seltenen Augenblicke, in denen plötzlich alles zu ruhen scheint, wie im Auge eines Taifuns. Jeder wartet ab, was die anderen tun. Einfach, weil man, wenn man um die Bedeutung solcher Momente weiß, sich darüber im klaren ist, wie leicht man sonst auf dem falschen Fuß erwischt werden kann. Und weil alle warten, kommen die Märkte kurze Zeit zu einem scheinbaren Stillstand. So lange, bis ein externer Impuls die Entscheidung vorgibt oder eine der großen Adressen antritt, mit der monetären Brechstange eine Entscheidung zu erzwingen. Was aber nicht immer hinhauen muss, das heißt, die Gefahr von Bullen- und Bärenfallen ist hoch.

Dow auf Allzeithoch .. doch trotzdem ist noch nichts entscheiden

Eigentlich hätte man meinen sollen, mit einem Dow Jones über 13.000 und dem S&P 500 nahe dem Allzeithoch sei die Sache glasklar. Der Dax notiert gerade noch 10% von seinem Allzeithoch um 8.150 aus dem März 2000 entfernt ... angesichts dessen, was er in den letzten sechs Wochen aufs Parkett gelegt hat, doch nicht mehr als eine lockere Sprintdistanz. Und schließlich wachsen die Bäume ja doch wider aller Warnungen in den Himmel ... oder?

Möglich. Aber nur für kurze Zeit ... um einen dummen Werbespruch zu bemühen. Und ob diese „kurze Zeit“ nicht jetzt schon um ist ... das werden wir bald sehen, sehr bald. Denn die Akteure stehen bereit, ein- und auszusteigen, es muss nur das Signal erfolgen.

Auch Öl und Euro/Dollar stehen am Scheidepunkt

Solche potenziellen Scheidepunkte der Börsen sind besonders dann bedeutend, wenn sie gleich von mehreren Märkten zugleich erreicht werden. Heute oder spätestens am Montag wird für den Dax, aber auch für Euro/US-Dollar und Rohöl die Entscheidung fallen, ob die bisherige Aufwärtsbewegung sich nun – und dann noch einmal intensiviert – fortsetzt oder die Kurse in eine Korrektur einschwenken, die möglicherweise beeindruckende Ausmaße annehmen kann.

Dabei sind Euro/Dollar und das Öl, gestern beide noch abwartend, natürlich wichtige Vorgaben. Markiert der Euro neue Hochs und/oder bricht der Ölpreis in Richtung neuer Jahreshochs aus, erhöht sich die Belastung für die Aktienmärkte. Denn die sehen durchaus nicht so ungetrübt positiv aus, wie man angesichts neuer Höchststände meinen könnte.

Das kann sich, wie gesagt, binnen weniger Tage, ja Stunden ändern. Entweder, die Rallye schaltet in den höchsten Gang und wird zur Euphorie-Hausse, in der nach oben alles möglich ist ... oder eine Unmenge an Akteuren wird auf dem falschen, bullishen Fuß erwischt und erlebt das, was – auf einmal – also doch Mumpitz sein soll: Sell in may and go away (mein reden). Aber nicht, weil man die statistisch nicht relevante Größenordnung schwacher Mai-Monate erkannt hat. Nein, einfach, weil es den Bullen jetzt halt nicht in den Kram passt. Ob sich das rächt? Wir werden es bald erfahren.

Wie lange wird noch „ausgeblendet“?

Eines steht wohl außer Frage: Die Rahmenbedingungen sind alles andere als witzig und stehen so den Kursrallyes konträr gegenüber: US-Konjunktur: Flaute (bis auf die GDP-Zahlen, heute geliefert von der US-Regierung, wollen wir wetten?). Inflation dennoch zu hoch. Öl und Benzin steigen, Euro/Dollar steigt, viele Rohstoffe wie Metalle steigen.

Es bleiben die Quartalsergebnisse. Welch ein Jubel. Alles so schön bullish. Sie wissen, ich hatte es ja mehrfach angesprochen, zwischen Ende Januar und Anfang April wurde die erwartete durchschnittliche Gewinnsteigerung von +8,8% auf +3,1% nach unten gedrückt. So fällt es leicht, Erwartungen zu übertreffen und eine heile Welt zu suggerieren. Aber meine Kursberichte über ein paar wenige Unternehmen sind ebenso zwangsläufig lückenhaft wie die Berichterstattung der Medien. Und dort werden natürlich die guten Ergebnisse herausgehoben.

Richtig ist, dass höchstwahrscheinlich dennoch ein Gewinnanstieg von im Schnitt +6% erreicht werden kann. Doch wenngleich das immer noch gut und für die Gesamtlage der Konjunktur sogar höchst respektabel ist, dürfen wir nicht übersehen (auch, wenn man sich das so wünscht), dass diese Gewinnsteigerungen in den Quartalen zuvor immer gut 10-14% gelegen hatten.

Auch an Wall Street rast der Blocker ... und heimlich steigen ein paar aus

Und „gesund“ ist das nicht, was die Investoren dann daraus machen. Sehen Sie sich doch mal amazon.com an, ein wirklich marktbreite, schwergewichtige Aktie. Ja, die Zahlen waren wirklich sehr gut und deutlich über den Erwartungen. Aber DAS zeigt, dass den Investoren jedwedes Maß und alle Vorsicht abhanden zu kommen scheint: Von 45 auf 62,5 Dollar in zwei Tagen - +39%! Und ziehen Sie mal diese vielen Punkte dieses Nasdaq 100-Schwergewichts im Geiste grob ab ... dann sieht der Nasdaq-Index schon klar weniger bullish aus. Die Masse müht sich weiter langsam voran.

Mit der rechten Maustaste hier klicken, um Bilder downzuloaden. Um Ihre Privatsphäre besser zu schützen, hat Outlook den automatischen Download dieses Bilds vom Internet verhindert. Chart

Auf der anderen Seite hatte ich am Mittwochabend, nach erstmaligem Break der 13.000 im Dow Jones, nachbörslich bei der Hälfte der Dow Jones Aktien deutliche Abschläge gesehen, die zwischen einem und zwei Drittel der Kursgewinne des Tages lagen. Und das, obwohl die Daten von Apple für gute Stimmung sorgten. Mir scheint, hier reduzieren große Adressen so unauffällig wie möglich ihre Bestände, ohne die Rallye damit beschädigen zu wollen, während die weniger erfahrenen Akteure auf jeden fahrenden Zug aufspringen, als gäbe es morgen keine Aktien mehr. Ein typisches Szenario für die Endphase eines Trends. Aber ob das Ende heute oder in zwei Monaten kommt? Die charttechnische Entscheidung im Dax wird hierzu entscheidend sein, und die ist nicht lange zu verschieben!

Eingekeilte Dax-Kurse bedingen umgehende Entscheidung

Und damit zum Dax-Chart: Sie sehen hier beide aktuell relevanten Trendkanäle eingezeichnet. Zum einen den übergeordneten, längerfristigen Aufwärtstrendkanal seit Anfang 2003. Diesen Kanal hatten wir vergangene Woche mit dem Sprung über 7.200 nach oben verlassen und im Zuge der Mikro-Korrektur letzter Woche auf 7.150 auf Basis der Schlusskurse auch verteidigt. Das ist schon mal gut, aber:

Gemeinhin muss man davon ausgehen, dass ein solches Überschießen zum Antritt neuer Käuferschichten und zur Kapitulation der letzten Baissiers führt - und damit zu noch schneller steigenden Kursen. Doch das blieb bislang aus. Der Dax bewegte sich volatil, aber seitwärts im Bereich von 150 Punkten oberhalb des Trendkanals, ohne sich indes von diesem lösen zu können.

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Ein wichtiger, möglicherweise sogar der entscheidende Grund hierfür findet sich im kurzfristigen Juli-2006-Trendkanal. Dessen obere Begrenzung limitierte nämlich den ersten Ausbruch über den langfristigen Kanal – und per gestern nun auch den Befreiungsschlag nach oben, der damit keiner wurde. Dieser kleine Doji kann nun Verschnaufpause oder Endpunkt der kurzfristigen Rallye werden. Es wird auf Öl und Euro, sicher aber auch auf die US-Börsen ankommen, die jedoch gestern ebenfalls wenig dynamisch wirkten.

Klar ist: Chart- und markttechnisch sind wir hinreichend überkauft, um auf diesem Level eine Korrektur zu starten, die dann Intensität und Bedeutung erlangt, wenn der Dax mit Schlusskursen unter 7.200 wieder in den 2003er-Trendkanal zurückfällt. Gelingt aber der Ausbruch nun auch über diesen Juli 2006-Trendkanal, dürfte die Rallye noch einmal so richtig aufdrehen ... in ihre wohl letzte Phase, aber eben mit unbestimmbaren Kurspotenzial nach oben.

Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende – bis Montag!

Ronald Gehrt

The Daily Observer

Quelle:Daily Observer Abonnenten

Gruß Moya Dax Kurs 8.000 - oder kippt das Ganze? 3248895

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18 Beiträge ausgeblendet.
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weitweg:

malko

 
29.04.07 12:49
"Wäre z.B. der DAX 2000 schon nach den heutigen Regeln berechnet worden, hätten wir heute ein Allzeithoch."

Kannst Du bitte Diesen Satz aus deinem letzten Posting näher erläutern.

Thanks. weitweg
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Malko07:

Nachdem durch

4
29.04.07 12:57
künstlich erzeugte Marktengen z.B. bei DTE, die Kurse in die Höhe schossen, wurde die freefloat-Regel eingeführt (24.06.2002). D.h. nur noch der frei handelbare Anteil der Marktkapitalisierung in das Gewicht ein. Im Oktober 2006 wurde dann das maximale Gewicht einer Aktie auf 10% begrenzt.
 
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weitweg:

also hätte die DTE

 
29.04.07 13:52
(15% Gewichtung bei Kursen um 100 Euro in 2000) heute noch das Gewicht von 2000, stände der DAX heute höher? kann doch eigentlich nicht sein, da der kurs doch so in die Knie gegangen ist. Andere Aktien, die seitdem immer neue Höchststände erreichen, müssten ja im Gegenzug Gewicht abgeben. Oder wo liegt mein Denkfehler?
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Malko07:

Nein, der DAX hätte damals einen

4
29.04.07 14:04
wesentlich niedrigeren Höchststand erreicht. Am Beispiel der DTE:

- sie wäre nicht so stark in den DAX eingegangen (Gewicht)
- ihr Kurs wäre nicht so hoch gestiegen (wg. zwangsweiser Nachbildung vom DAX: Fonds, etc.), also eine geringere Marktkapitalisierung.

Das hätte natürlich nicht nur für die DTE gegolten. Es ist nur ein extremes Beispiel. Ein Markt ist krank, wenn ein Nachfragezwang ausgelöst wird, der unmöglich zu befriedigen ist. Eine Preisexplosion ist die Folge.
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Malko07:

Man könnte es auch anders

5
29.04.07 14:06
ausdrücken. Bei diesen schwerwiegenden Regeländerungen hätte man dem DAX einen anderen Namen verpassen müssen. Es wurde ja zu einem anderen Produkt. Und schon käme niemand mehr auf die Idee, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.  
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weitweg:

is ja witzig, malko

 
29.04.07 14:33
Fakt ist also, die Gewichtungsregeln für den Dax haben sich geändert, und ganz besonders wirkt sich das bei der DTE aus (Kurs ca. -90%, Gewichtung ca -50%.); und damit wesentlich geringere Gewichtung der DTE.
Und wie wirkt sich das auf den Dax aus? Positiv oder negativ? Je nach Interpretation:

Bullen argumentieren so: Er stände jetzt niedriger als 7400, hätten wir die Regeln nicht geändert. (Ist doch gut, dann haben wir doch in Wirklichkeit noch mehr Spielraum, als es aussieht)

Bären sehen es so: Würden wir den Dax 2000 nach heutigen Regeln berechnen, wäre er damals deutlich niedriger ausgefallen, als er damals tatsächlich war, und wir hätten heute neue AlltimeHighs. (Das klingt eher weniger gut, riecht nach Konsolidierung).

Ist eh nur ne Gedankenspielerei, letztlich entscheidend ist die Relation zum Gewinn der Unternehmen.

gruß, weitweg
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Malko07:

Die Änderung der Regeln

2
29.04.07 14:49
hat den gerechtfertigten Absturz der DTE noch beschleunigt so wie vorher die alten Regeln mit zur Kursexplosion beigetragen haben. Der Staat hat bei der Privatisierung die Regelschwäche des DAX schlau genutzt. Er saß ja noch immer auf einem wesentlichen Teil der Aktien. Sie gingen aber alle in die Gewichtung ein. Das ist auch keine Frage ob Bulle oder Bär und hat auch nichts mit der Zukunft zu tun (baldige Konsolidierung oder nicht).

Die Entwicklung der Gewinne der Unternehmen wird unbestritten sicherlich die zukünftigen Kurse wesentlich beeinflussen. Und die Gewinnsituation hängt wesentlich von der Kosten- und Konjunkturentwicklung ab. Die Kosten (Löhne, Gehälter und Energie) werden wahrscheinlich steigen und die Konjunktur irgendwann abflachen. Schön für den, der den richtigen Zeitpunkt relativ genau sieht.    
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weitweg:

schon klar

 
29.04.07 14:56
das mit bulle und bär war eine dem wochentag angemessene interpretation der dinge, nicht ganz ernst gemeint, das ganze war ein bisschen gedankenspielerei und zeitvertreib.
ab morgen wirds wieder ernster, versprochen.
gruß, weitweg
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Anti Lemming:

Meine fundierte Meinung

6
29.04.07 16:06
Also ich glaube, das steigt, weil das bis jetzt immer gestiegen ist. Und wenn was steigt, steigt es meistens weiter, als alle glauben. Das sieht man schon am Trend. Ich hab da mal ein Lineal angelegt, das passte haargenau! (Chart mit Analyse unten)

Kann natürlich auch sein, dass es mal fällt, aber meistens nur kurz, so dass es längerfristig gesehen eigentlich überhaupt nicht fällt!

Und überhaupt: Warum sollte das denn nun plötzlich NICHT mehr steigen? Langfristig steigen Börsen sowieso immer. Ich spür das ganz genau in meinem Bauch, trotz der drei Sülzkoteletts und der fünf Weizenbiere (ist das bei Euch auch so heiß??). Dass es steigt, weiß hier im Forum eigentlich Jeder, sonst einfach mal bei Lehna nachfragen. Allzeithochs könnten, wenn diese ärgerlichen Schlangenlinien nicht wären, unser täglich Brot sein!

News und Gewinnzahlen (6 aus SP-500) haben auf Aktien sowieso kaum mehr Einfluss, weil die großen Fonds im Geld ihrer Neukunden schwimmen und nicht wissen wohin damit. Und wir dürfen nicht vergessen, dass es nur eine begrenzte Zahl Aktien gibt, die durch Rückkäufe und Private-Equity-Übernahmen jeden Tag kleiner wird! Dagegen steht immer mehr Geld, das beliebig nachgedruckt wird. Und dann noch die vielen, vielen Dividenden. Also wirklich, wenn das nicht weiter steigt, will ich nicht mehr Lemming heißen mit Nachnamen.

Euer Anti




CHARTANALYSE

Dax-Chart von 2003 bis 2007 (gemittelt)
. Die gelbe Fläche markiert den Trendkanal, die Achsenbeschriftungen muss man selber von Hand nachtragen. Das hat den Vorteil, dass dieser Chart so schnell nicht veraltet! Wir wissen zur Zeit nicht, ob wir uns noch in der unteren, in der mittleren oder schon in der oberen Linealzone befinden. Wenn wir uns in der mittleren befinden, ist nach oben noch viel Platz. Und wenn nicht, dann kann man auch nichts machen.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Dax Kurs 8.000 - oder kippt das Ganze? 95213
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lehna:

#28,Nanana,Anti...

8
29.04.07 16:53
Zuallererst,lehna ist ein Lemming,ein Amateur ein Unwissender aber kein Spieler wie die meisten hier an Board.
Als Spekulant stehst du immer in der Dunkelkammer,du versuchst dich vorzutasten, triffst fast jeden Fettnapf,trampelst in fast jede Reisszwecke und findest nur selten Halt.
Auch der beste Guru landet bestenfalls mal nen paar Zufallstreffer, denn die Zukunft liegt immer im Nebel,basta.
Allerdings sollte man wissen was aktuell läuft,denn das hilft schon ne ganze Menge...




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Felicio:

US-Wachstum bleibt stabil

 
29.04.07 17:04

Viele  Anleger fuerchten, dass due gesamte Konjunktur in Âmerika gefaehrdet ist.Die Âufregung ist zwar verstaendlich , aber unangebracht.

Warum ist ein Rueckgang der Haeuserpreise nur von geringer Bedeutung fuer die Wirtschaft? Andere Laender wie Schweden oder Japan erlebten nach dem Zusammenbruch ihrer Immobilienmaerkte sogar schwere Rezessionen und Bankenkrisen.

Erfahrungen der Vergangenheit zaehlen nur bedingt. Die Struktur des US.Gypothekenmarkts hat sich grundlegend geaendert. Die Art und Weise, wie heute Darlehen zur Immobilienfinanzierung vergeben werden, wie diese ueberwacht und wie die Risiken fauler Kredite weiterverteilt werden, hat swich in den zurueckliegenden 15 Jahren grundsaetzlich gewandelt. Dadurh sind die negativen Effekte eines Immobilienpreisschocks auf dasd US-Finanzsystem abgepuffert.- Das steht im Gegensatz zu frueheren Zeiten,als das Finanzsystem die Krise meist noch verstaerkte.

Die wichtigste Veraenderung ist der Wechsel zu enem mit Wertpapieren unterlegten Hypothekengeschaeft. Fast 60 % der Wohnungsbaufinanzierungen in den USA stehen nicht mehr in den Buechern der Hypothekenbanken. Sobald ein Darlehen vergeben ist, wird es mit zahlreichen anderen vergleichbaren Darlehen zu einem Paket geschnuert und als Anleihe oder sonstiges Wertpapier weiterverkauft. Âls Ergebnis erhaelt die Hypothekenbank fast sofort das gesamte Kaital. Das Risiko von Wahlungsausfaellen bleibt zwar im Kreislauf, doch so wird vermieden, dass es sich in der Bilanz einzelner Banken konzentriert.

Bei verganenen Immobilienkrisen wurde den Instituten Kapital im grossen Stil entzogen. Banken fuhren die Kreditvergabe in ihrem regionalen Stammmakrkt in der Krise deutlich zurueck und kuendigten weitere Hypothekendarlehen - in der Hoffnung, die eigene Zahlungsunfaehrigkeit wieder herzustllen.  Eine solche Kreditklemme fuehrte dann dazu, dass Unternehmen ihre Investitionen zurueckfuhren und Mitarbeiter entliessen. Das wiederum brachte mit sich, dass viele Leute ihre Baukredite nicht zurueckzahlen konnten - ein Teufelskreis.

Nach dem neuen System  gefaehrdet eine Immobilienkrise nicht mehr die Existenz vieler Banken. Die groessten Hypothekenghlaeubiger sind in den USA heute nicht mehr Regionalbanken, sondern grosse Finanzinstitute, die in vielen Teilen der Welt taetig sind undnicht allein vom GEschaeft mit Immobilien und Hypothken abhaengen. Das Risiko ist also besser verteilt.

Durch das Platzen der Immobilienblase in den Vereinigten Staaten wird es keine nennenswerte Konjunkturabschwaechung geben, auchwenn einzelne Hausbesitzer und Kommunen leiden werden.

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Malko07:

Naja, unser anti will uns

6
29.04.07 17:06
mittels Charts einen baldigen Crash prophezeien und dann lästert er wieder über die Schnittmuster. Er sollte sich entscheiden.  
Antworten
Cashburner83:

...

 
29.04.07 17:13

Hallo zusammen. Dax Kurs 8.000 - oder kippt das Ganze? 3249147

Die 8000 Punkte sollten schon in der "Zunkunft" folgen, doch eine grössere Konsolidierung welche mindestens in den Bereich von ca. 6730 - 6810 ragen sollte, dürfte zunächst erfolgen.

Natürlich auch nur, sollte der Dax nicht in der Zone 7040 - 7080 bereits einen Boden bilden.

Aber man kann es ja nie genau wissen??!

Ich hätte auch niemals gedacht, dass wir von ca. 6440 knapp 1000 Punkte in guten 6 Wochen nach oben steigen. Dax Kurs 8.000 - oder kippt das Ganze? 3249147

Allen noch einen schönen sonnigen Sonnta und bis dahin...

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Anti Lemming:

Malko - Plastik ist härter als Papier

2
29.04.07 17:31
Also das Lineal in # 28 könnte, wenn es in ungeschickte Hände geriete, zerbrechen, ebensogut aber auch nicht. Um genau diese Ambivalenz geht es ja in diesem Thread.

Dabei muss man beachten, dass das Lineal zwar nur aus Plastik ist (wie Kreditkarten), aber immer noch härter als Papier (Geld).

Charttechnisch gesehen ist das Lineal zurzeit sehr lang und sehr gerade. Knicks sind nirgendwo erkennbar, folglich kann ich mit dem Lineal (samt Begleittext) auch schwerlich "einen baldigen Crash prophezeien", wie Du es mir übelwollend andichtest ;-))

Hilfreich wäre es eventuell, Papier nach Härtegraden zu unterscheiden. Die Yen-Noten sind dicker als die bröseligen Dollar-Scheine, während sich Euro-Geldscheine schon über Nacht in Papiermehl verwandelt haben sollen (Säure-Attacke im Geldautomat oder selbstzersetzende Weichwährung?)...
Antworten
Malko07:

Die

3
29.04.07 17:37
"Etablissements Deschamps" sind doch wohl für Landmaschinen zuständig. Und für Traktoren ist der DAX viel zu schnell.
Antworten
astrid isenberg:

cashburner,nochmal,

2
29.04.07 17:48
die qualität deiner postings wird nicht dadurch erhöht, wenn du diese in allen threads presentierst....es nervt wirklich, du hast doch deinen eigenen thread, wer dich lesen will,liest dich ohnehin.....danke für dein verständnis.....
Antworten
Anti Lemming:

Nachtrag: Wert-Papier (für Felicio)

 
29.04.07 17:54
Als vierte Papier-Kategorie neben den Dick-, Knister- und Brösel-Scheinen [# 33)muss man fairerweise auch noch das Wert-Papier untersuchen. Meist sind Wert-Papiere auf sehr starkem holzfreien Papier von mindestens 120 Gramm/qm gedruckt, was schon vom Feeling und Handling her den Wert-Charakter unterstreicht.

Auch die Preise, die für Wert-Papiere bezahlt werden, entwickeln sich oft umgekehrt zu den Realkaufwerten der Dick-, Knister- und Bröselpapiere. Denn Wert-Papiere steigen, weil Anleger die anderen Papiersorten loswerden wollen. Dies führt dazu, dass Wert-Papiere alle niederrangigen Papier-Sorten aus-performen. Zwar gilt das nur, solange die Börsen steigen, aber eigentlich steigen Börsen langfristig immer (Details: # 28).

Für Malko: Auf dem Deschamps-Lineal (# 28) steht dick und deutlich aufgedruckt: Verkauf, Pannenhilfe, Reparaturen. Verkauf bezieht sich auf Aktien (die meist langsam wie Trecker steigen, schnell werden sie erst beim Fallen), Pannenhilfe und Reparaturen bezieht sich auf Notenbanken (Greenspan-Put) und Gefälligkeits-Statistiker.

Antworten
Malko07:

Stimmt. Und für

2
29.04.07 17:59
Pleitebären gibt es gebrauchte Traktoren (etwas dünner aber noch deutlich).

:o)
Antworten
Trout:

Zum nachdenken

3
29.04.07 19:22
Nach der letzten Aufstellung von Dr.Landert(Ende 2006)parken derzeit 2,6Bio US$ in Geldmarktfonds.Dies entspricht in etwa 16% der derzeitigen US-Aktienmarktgewichtung!
Für weiter steigende Kurse wäre also genügend Liquidität vorhanden,zumal die Quote noch über dem langjährigen Schnitt liegt.
Wünsche noch einen schönen Sonntag
Trout




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Wahre Bildung besteht darin,zu wissen,was man kann,
und ein für alle Male zu lassen,was man nicht kann.
(Voltaire)
Antworten
weitweg:

@trout

 
29.04.07 21:18
Aufstellung Dr. Landert?
Hast Du zufällig mal einen entsprechenden link da, kenne diesen Mann nicht. Kann daher auch die Höhe des Wahrheitsgehaltes dieser Aussage nicht einschätzen.
Gruß, weitweg
Antworten
Trout:

Habs mal gelesen

 
29.04.07 21:50
googel mal unter Dr.G.Landert
Gruß
Trout




--------------------------------------------------
Wahre Bildung besteht darin,zu wissen,was man kann,
und ein für alle Male zu lassen,was man nicht kann.
(Voltaire)
Antworten
weitweg:

hab nix gefunden

 
30.04.07 18:09
aber dieses Argument (hohe Liquidität) höre ich nun seit Jahren, und ich weiss nicht, wie wahr das ist und wer auch Interesse daran hätte, uns "Kleinen" rechtzeitig zu sagen, dass sämtliche Gelder in Wertpapiere oder Derivaten investiert sind und die liquiden Mittel gegen Null sind. Wüsste dann ja jeder, wo die Reise hingeht...
Gruß, weitweg






__________________________________________________

I have bad and good news for you, the bad one is: time flies! The good one is: you are the pilot.
Antworten
Malko07:

Das Geld ist ja nicht

 
30.04.07 18:19
weg. Es ist nur im Besitz eines anderen und Bank und Börse haben dabei etwas Wegezoll verlangt. Liquidität, überkauft, usw. Es sind viele komische Begriffe unterwegs, die sicherlich nicht stimmen. Man hat übrigens auch nicht "investiert".
Antworten
Anti Lemming:

Hohe Liquidität spür ich nur in der Blase

2
30.04.07 18:45
aber nicht in anderen Beuteln

"Eine Mark für Charly,
denn Charly kann nicht zahlen,
immer nur ein Groschen,
in seinem Portmonee."
Antworten
foris:

Welche Dax-Aktien günstiger bewertet sind

 
11.05.07 14:48
www.handelsblatt.com/news/Boerse/...nstiger-bewertet-sind.html
Antworten
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