HINTERGRUND: MLP muss nach rund zwei DAX-Jahren am 22. September in den MDAX 19.08.2003 23:53 Headlines
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Aufenthalt des Finanzdienstleisters MLP
im deutschen Leitindex DAX geht am 22. September nach nur 26 Monaten
zu Ende. Nach Vorwürfen über angeblich manipulierte Finanzen und einem
anschließenden Kurseinbruch erfülle der einstige Börsenliebling die
Voraussetzungen für die erste Börsenliga nicht mehr, stellte die Deutsche Börse
am Dienstagabend fest.
Zwei Mal schon wurde der Finanzdienstleister in diesem Jahr als potenzieller
Absteiger gehandelt und war zunächst doch noch verschont worden. Nach
zweimaliger Schonfrist wird der Titel nun in den MDAX herabgestuft.
Schon das DAX-Debüt begann alles andere als viel versprechend: Am 23. Juli
2001 startete die Aktie ihren DAX-Aufenthalt bei 105,70 Euro. Doch schon am
ersten Handelstag notierte sie nur noch bei 99,69 Euro. Schon damals war der
Titel weit von seinem Allzeithoch von 190,00 Euro von Oktober 2000 entfernt.
Seit der ersten Notierung im DAX hat das Unternehmen mehr als 90 Prozent seines
Börsenwertes eingebüßt. Am 31. Juli, dem Stichtag für die Entscheidung der
Index-Zusammensetzung, notierte der Titel noch bei 14,15 Euro. Der
Dienstags-Schlusskurs von 13,05 Euro war daran gemessen schon eine deutliche
Verbesserung.
Die Aktionäre sind Schlimmeres gewohnt: Im März dieses Jahres rutschten MLP
bis auf einen Kurs von 5,62 Euro ab und waren damit so günstig wie noch nie.
Wenige Wochen zuvor hatte der Finanzdienstleister für 2002 den ersten
Jahresverlust seiner Geschichte bekannt gegeben. Auch der Verdacht von
Insidergeschäften vor der DAX-Aufnahme sowie eine angebliche Sex-Affäre eines
früheren MLP-Managers waren nicht dazu angetan, Investoren die Aktie schmackhaft
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Aufenthalt des Finanzdienstleisters MLP
im deutschen Leitindex DAX geht am 22. September nach nur 26 Monaten
zu Ende. Nach Vorwürfen über angeblich manipulierte Finanzen und einem
anschließenden Kurseinbruch erfülle der einstige Börsenliebling die
Voraussetzungen für die erste Börsenliga nicht mehr, stellte die Deutsche Börse
am Dienstagabend fest.
Zwei Mal schon wurde der Finanzdienstleister in diesem Jahr als potenzieller
Absteiger gehandelt und war zunächst doch noch verschont worden. Nach
zweimaliger Schonfrist wird der Titel nun in den MDAX herabgestuft.
Schon das DAX-Debüt begann alles andere als viel versprechend: Am 23. Juli
2001 startete die Aktie ihren DAX-Aufenthalt bei 105,70 Euro. Doch schon am
ersten Handelstag notierte sie nur noch bei 99,69 Euro. Schon damals war der
Titel weit von seinem Allzeithoch von 190,00 Euro von Oktober 2000 entfernt.
Seit der ersten Notierung im DAX hat das Unternehmen mehr als 90 Prozent seines
Börsenwertes eingebüßt. Am 31. Juli, dem Stichtag für die Entscheidung der
Index-Zusammensetzung, notierte der Titel noch bei 14,15 Euro. Der
Dienstags-Schlusskurs von 13,05 Euro war daran gemessen schon eine deutliche
Verbesserung.
Die Aktionäre sind Schlimmeres gewohnt: Im März dieses Jahres rutschten MLP
bis auf einen Kurs von 5,62 Euro ab und waren damit so günstig wie noch nie.
Wenige Wochen zuvor hatte der Finanzdienstleister für 2002 den ersten
Jahresverlust seiner Geschichte bekannt gegeben. Auch der Verdacht von
Insidergeschäften vor der DAX-Aufnahme sowie eine angebliche Sex-Affäre eines
früheren MLP-Managers waren nicht dazu angetan, Investoren die Aktie schmackhaft