In den Tagen vor dem "Weltwirtschaftsgipfel" in Genua "schwankt das Weltfinanzsystem am Rande der Kernschmelze", erklärte Lyndon LaRouche am 13.7. Argentinien ist praktisch zahlungsunfähig, und dadurch droht eine Explosion einer Schuldenblase der "aufstrebenden Märkte" von mehr als 1 Bio.$. Gleichzeitig gab es für das zweite Quartal die gravierendsten Gewinnwarnungen amerikanischer Unternehmen seit 1991: Die im S&P 500-Index aufgeführten Unternehmen haben Gewinneinbußen von durchschnittlich 18%, die sog. "Technologieunternehmen" wahrscheinlich sogar um 66%.
In den meisten Stellungnahmen der Unternehmen wird offen gesagt, daß sie mit einer weiteren Verschlechterung im dritten Quartal rechnen. Auch die wirtschaftlichen und finanziellen Nachrichten aus Europa und Asien sind mehrheitlich katastrophal.
Die Lage ist so schwierig, daß die Federal Reserve am 12.7. durch "Repo"-Transaktionen 9 Mrd.$ in das US-Finanzsystem pumpte (üblich sind 1-2 Mrd.$), um eine geringe, kurzfristige "Erholung" der Märkte zu erreichen. Am nächsten Tag gaben IWF und Weltbank bekannt, daß sie 3,2 Mrd.$ als nächste Tranche des "Rettungspakets" an die Türkei auszahlen werden. Beides waren Verzweiflungsschritte, um die um sich greifende Panik an den Finanzmärkten zu beruhigen.
Die Argentinien-Krise bewirkte die größten Verluste für Aktien, Anleihen und Währungen der "aufstrebenden Märkte" seit August 1998. Nicht nur in ganz Lateinamerika fielen Aktien-, Anleihe- und Währungskurse, sondern auch in Asien, Osteuropa und Afrika.
LaRouche betont, daß weder die Bush-Administration noch die anderen G-7-Regierungen in Europa und Japan gewillt sind, der Realität der Systemkrise ins Auge zu blicken, wo die "Pflästerchen" und das "Krisenmanagement" der letzten Jahre nicht mehr helfen können.
Sieht alles nicht so rosig aus
oder alles Schwarzmalerei?
Gruss
jo.