das meilen-problem

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Der Minister, die Meilen und der Alu-Koffer

Der grüne Umweltminister Jürgen Trittin gerät wegen der Nutzung seiner teils dienstlich erworbenen Prämienflüge unter Beschuss. Nach Recherchen der "Bild"-Zeitung flog der Minister drei Mal privat mit den Bonusmeilen und erwarb erst kürzlich einen wertvollen Koffer als Prämie. Trittin selber sagt, alles sei mit rechten Dingen zugegangen.

Flog auch er privat von den Dienstmeilen? Umweltminister Trittin dementiert


Berlin - Nach dem grünen Abgeordneten Cem Özdemir und dem Berliner Wirtschaftssenator Gregor Gysi (PDS) gerät mit den neuen Details aus dem Lufthansa-Computer nun erstmals ein Minister unter Druck. Wie bei den beiden anderen Politikern geht es auch bei ihm um die gleiche Frage: Nutzte Jürgen Trittin Prämienmeilen der größten deutschen Airline, die er bei dienstlichen Flügen erworben hatte, für private Ausflüge mit der Lufthansa? Die "Bild"-Zeitung recherchierte zumindest drei fragliche Fälle, in denen Trittin seine Meilen nutzte und will zusätzlich von einem Alu-Koffer erfahren haben, den Trittin als Prämie erst vor zwei Wochen von der Lufthansa bestellt hatte.

Im einzelnen geht es bei den fraglichen Fällen um jeweils zwei Prämientickets für einen Flug ins italienische Pisa, den Trittin mit seiner Lebensgefährtin antrat. Einmal flog er am 17. August 2000 über München nach Italien und zurück. Ein weiteres Mal am 16. Juli 2002, wiederum nach Pisa. Beide Male erstand Trittin die Flugtickets aus dem Bestand seiner Bonusmeilen, von denen er nach Informationen der "Bild" etwa 300.000 besitzt.

Ein Alu-Koffer für den Dienstgebrauch?

Doch die beiden Italienflüge sind noch nicht alles. Denn noch ein weiteres Mal, so das Blatt, sei ein Flug am 31. März 2001 von Berlin nach Stuttgart von den Bonusmeilen bezahlt worden. Diesmal sei die Lebensgefährtin von Trittin mit den Bonusmeilen geflogen. Und erst vor wenigen Tagen, am 11. Juli 2002, soll Trittin erneut Gebrauch von den Prämienmeilen gemacht haben. Laut "Bild" kaufte er für 90.000 Meilen einen Alu-Koffer aus dem Katalog mit Sachprämien.

 
Einen solchen Koffer soll Trittin von seinen Bonusmeilen erworben haben


Der Minister selbst ließ die Vorwürfe dementieren. "Alle Flüge wurden von privat erlangten Meilen erstanden", sagte eine Sprecherin am Dienstagabend am Rande eines Termins mit dem Minister. Daher habe sich der Minister rein gar nichts vorzuwerfen. Die schriftliche Stellungnahme des Bundesumweltministeriums zu den Recherchen der "Bild"-Zeitung, die SPIEGEL ONLINE vorliegt, ist allerdings deutlich vorsichtiger formuliert: "Herr Trittin ging und geht davon aus, dass für diese Flüge (nach Italien, Anm. d Red.) ausreichend private Meilen verfügbar waren. Er lässt zur Zeit prüfen, ob diese Annahme zweifelsfrei richtig war." Zum Ergebnis dieser Prüfung war am Abend von Trittin keine Stellungnahme zu erhalten.

Auch Volmer unter Beschuss

Zu dem mit Meilen gekauften Koffer, der einen realen Wert von etwa 400 Euro hat, heißt es in dem Schreiben, er sei "dienstlich zu nutzen" und sei deshalb auch von dienstlichen Meilen erstanden worden, "anstatt dafür Hauhaltsmittel aufzuwenden." Gegenüber SPIEGEL ONLINE fügte die Trittin-Mitarbeiterin hinzu, der Koffer stehe noch unverpackt

Quelle: Spiegel


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würde mich nicht wundern, wenn das durch alle Parteien gang und gebe ist. trotzdem interessant, dass pds und grüne mal wieder ganz heuchlerisch vorne weg sind...ganz nach dem motto: bei mir kommt der strom immer noch aus der steckdose.

ven


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