Das Ende der Charttechnik ???


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DarkKnight:

Das Ende der Charttechnik ???

 
30.09.01 17:57
Amerika: Dow mittelfristig noch einmal Druck
von Thomas Theuerzeit,  Volksbank in Stuttgart AG

Die jüngsten Ereignisse in Amerika haben die Chartbilder einzelner Aktien und Indizes teilweise zerschlagen. Der Dow Jones Index verlor in der Spitze über 15% an Wert und blieb damit hinter den Kursrückgängen der europäischen Indizes zurück. Ein Grund hierfür könnte die besonnene Haltung der amerikanischen Börsenaufsicht gewesen sein, die Börsen über fünf Handelstage geschlossen gehalten zu haben. Damit hatten die Anleger genug Zeit, die Lage ruhiger und mit mehr Objektivität zu sondieren. Dennoch, aus technischer Sicht hat der Kursabsturz im Dow Jones für nicht unerheblichen Schaden geführt, der einen weiteren Kursrückgang nicht ausschließt.

Ausgehend von der Monatsbetrachtung hat der Index für kurze Zeit seinen Trendkanal von 1982 nach unten verletzt. Zwar können wir hier noch nicht von Nachhaltigkeit sprechen, jedoch sollten damit die Warnlampen aufgeleuchtet haben. Hinzu kommt, dass sich der Trenddynamikmesser ADX im Monatsvergleich auf einem historisch niedrigen Niveau befindet, was einen Volatilitätsschub indiziert. Der Indikator gibt zwar nicht die Richtung an, jedoch die Tatsache, dass der Dow unter Umständen bereits eine Richtung vorgegeben hat, verheißt nichts Gutes. Mit dem Unterschreiten von 9.500 - 9.600 Punkten hat der Dow seine Seitwärtsbewegung negativ aufgelöst. Das methodische Kursziel liegt demnach bei knapp 8.000 Punkte, was der Index auch bereits ausgeschöpft hat. Nimmt man hingegen die Marke von 9.100 Punkte als signifikante Chartmarke an, so weitet sich das methodische Kursziel per Definition bis auf 7.000 Punkte aus. Bei der Suche nach charttechnischen Unterstützungsmarken findet man diese bei 8.300 und im Anschluss bei 7.500 Punkten. Erstgenannte hatte der Markt bereits unterboten.

Auf Wochenbasis ist ersichtlich, dass sich der Dow Jones in einer Gegenbewegung auf den Absturz befindet. Das Ziel ist aus charttechnischer Sicht auch schnell bestimmt. Zum einen erfährt der Index durch die 82er Trendlinie einen Widerstand und zum anderen durch den waagerechten Widerstandsbereich, der sich von 9.100 bis 9.600 Punkten erstreckt. Erst ein Rebreak des 82er Trends würde zumindest aus psychologischer Sicht für eine gewisse Beruhigung sorgen können.
Das der 82er Trend auf Wochenbasis entgegen auf Monatsbasis noch als gebrochen gilt, liegt an den Monatsschluß- bzw. an den Wochenschlußkursen. Hier kommt es zu gewissen Verschiebungen. Die Tradingindikatoren, stellvertretend hier die Stochastik, haben im überverkauften Zustand auf Kauf gedreht und untermauern die Gegenbewegung. Dass sich diese Indikatoren nach einem solchen Absturz in überverkauften Bereichen bewegen ist nicht ungewöhnlich. Darum erscheinen uns mittelfristig die Trendindikatoren wichtiger und die stehen weiterhin klar auf Verkauf.

Der letzte Blick gilt dem Tagesgeschehen. Hier haben wir es u.E. mit einer deutlichen Elliott Struktur zu tun, die die weitere Richtung vorgibt. Demnach befindet sich der Dow Jones innerhalb einer Elliott 4, die im Gegensatz zu der Welle 2 recht steil verläuft. Dem Regelwerk zur Folge, wäre damit die "Rule of Alternation" erfüllt, so dass im Anschluss von einer Welle 5 auszugehen ist, die demnach gen Süden ausgerichtet sein muß. Auch ist die Impulswelle 3 als stärkste und dynamischste Welle durch den Trendstärkemesser ADX bestätigt.

Fazit:
Derzeit befindet sich der Dow Jones Index in einer technischen Gegenbewegung die ihn bis auf ein Niveau von 8.800 - 9.100 im ersten Schritt tragen kann. Gelingt ihm tatsächlich ein nachhaltiges Rebreak des 82er Aufwärtstrends, so besteht die Möglichkeit einer Stabilisierung und ein Angriff auf 9.600 Punkte. Fällt er indes jedoch wieder unter seinen 82er Trend, so ist mit einem weiteren Abwärstimpuls zu rechnen, der den Index zumindest auf seine letzten Lows bei 8.000 Punkte zurückführt. Eine Ausweitung des Impulses (Elliott Extension 5) würde bedeuten, dass der Index mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einmal stark abfällt. Eine nächste ernst zu nehmende Unterstützung ist dann erst bei 7.500 Punkte zu finden.



Mein Kommentar dazu: alles nur noch Humbug, die Entwicklungen der letzten Monate haben gezeigt: Charttechnik ist kein Prognosetool, sondern ein Analysemodell für Konsensverhalten.
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ecki:

Nasddaq, Nemax, Dax

 
30.09.01 18:03
Alle seit April 2000 langfristig auf Verkaufen.
Seit April 2001 gibt es ANzeichen für Trendwende.
Hättest nach charttechnik 80% Verlust rauslassen können (ich habs auch nicht).
Aber seit April 2000 brechen wir einen Trend nach dem anderen nach unten. Du investierst trotzdem und schimpfst auf charttechnik. Warum?
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DarkKnight:

Weil ich zum ersten Mal daneben liege

 
30.09.01 18:06
seit über 24 Monaten, deshalb
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knipser 2:

charttech zählt schon lange kaum noch.

 
30.09.01 18:08
aber das grosse geld gibt die richtung vor.wenn die sagen runter geht es runter,wenn die sagen hoch,werden alle ausflüchte genommen,um die kleinen zum kaufen zu bewegen,währent die schon wieder eifrig shorten.
auch die manipulationen der amis darf man nicht vergessen.ohne deren geldpumpe stünde alles schon mindestens 20% tiefer.aber zuviel freies geld kann inflation auf den plan bringen,u. dann kehrt sich alles wieder.also alles vergessen was fundis u. chartis sagen.den markt beobachten u. folgen,o. im cash bleiben.
gruss knipser
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KINI:

Charttechnik funktioniert immer noch!

 
30.09.01 22:45
Ihr dürft nicht nur auf Volltreffer bei den Indizes schauen!
Bei kleineren Aktien funktiniert Charttechnik auch.
Wenn eine Aktie total überverkauft ist , kann man dies durch die Indikatoren erkennen. Man erhält eine gute Tradingchance.

Charttechnik wird nicht untergehen!
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