DAX-CHARTANALYSE
Die 1000-Punkte-Erholung
[08:31, 19.05.08]
Mittelfristige Analyse
Wie gesagt deutet vieles auf einen Rebound an die 200-Tage-Linie hin. Das wäre für investierte Anleger jedoch als willkommene Ausstiegsgelegenheit zu sehen, denn die alte Börsenweisheit "Sell in May and go away (but remember to be back in September"), könnte in diesem Jahr so gut zutreffen, wie nur selten in den vergangenen Jahren.
Einige Argumente sprechen dafür, dass bald die nächste Abwärtswelle startet. So fällt der 200-Tage-Durchschnitt weiterhin, was auf eine intakte Baisse hindeutet. Zudem wird der dortige Widerstand durch ein interessantes Fibonacci-Retracement verstärkt: 61,8 Prozent der diesjährigen Abwärtsbewegung (zwischen dem 2. Januar und dem 17. März von 8100 auf 6167 Punkte) wären bei 7362 Zähler wieder aufgeholt. Nach einer Erholung dieses Ausmaßes kommt es des Öfteren zu einer Wende nach unten.
Zudem ist der Markt gemessen am Double-Smoothed-Stichastics-Oszillator auf Wochenbasis so stark übergekauft ist wie seit Oktober 2006 und Juni 2007 nicht mehr. Das macht zumindest eine baldige Konsolidierung wahrscheinlich. Dann wird zu beobachten sein, wie sich der Markt in den Sommer hinein verhält. Bei einer größeren Gegenbewegung könnte einmal mehr die 55-Tage-Linie bei derzeit knapp 6750 Punkten als Indikator dienen, ob es noch deutlich weiter gen Süden geht. Unter langfristigen Fibonacci-Gesichtspunkten sollte ohnehin die Gefahr eines Tests der Unterstützungen um 5880/5970 Punkte nicht vernachlässigt werden. Dort befinden sich drei Retracements der Aufwärtsbewegungen seit Frühjahr 2003 und Sommer 2004.
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