Aus dem TTT-Thread gestohlen:
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Aus dem TTT-Thread gestohlen:
Sieh an, sie an:
Sogar unser Daueroptimist Steffens warnt :
Mein Gott, was war das für ein Hennenrennen gestern in den Indizes! Immer mehr schreitet die Bodenbildung fort. Allerdings, ohne nachhaltige Kurse über 7100 Punkte im Dax kann man keine Entwarnung geben und sollte dementsprechend weiter vorsichtig, aber nicht allzu zögerlich, agieren.
Nach diesem gestrigen Anstieg wird es nun darauf ankommen, ob das dadurch erreichte Niveau gehalten werden kann oder ob es sich wieder als einfache Short-Squeeze herausstellt, als Bullenfalle, die schnell wieder abverkauft wird.
Enorm wichtig in dieser Woche werden die neu geschaffenen Stellen in den USA außerhalb der Landwirtschaft sein, die an jedem ersten Freitag im Monat, sprich übermorgen veröffentlicht werden. Jeden ersten Mittwoch im Monat, also heute, wird dazu eine andere Zahl veröffentlicht: Der Arbeitsmarktbericht der Automatic Data Processing Inc – Kurz: ADP. Dieser wird oft als Vorlaufindikator für den eigentlichen Arbeitsmarktbericht am Freitag genutzt.
Und hier kam es heute zu einer Überraschung. Demnach ist die Zahl der Beschäftigen außerhalb der Landwirtschaft um 8.000 gestiegen, nach zuvor minus 18.000. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Der Markt reagierte mit deutlichen Kursgewinnen auf diese Nachricht.
Da die Datenerhebung der Zahlen höchst unterschiedlich ist, stellen diese Zahlen vom ADP keine Gewähr dar, dass es auch bei dem Arbeitsmarktbericht am Freitag zu einer solchen Überraschung kommt. Es ist lediglich eine Tendenz, eine Richtung. Dazu zwei Charts:

Ich habe die beiden Werte in ein Diagramm eingetragen. Rot die Zahlen von ADP, blau die Payrolls. Sieht man sich den langfristigen Vergleich dieser beiden Werte an, erkennt man deutlich, dass die Erhebungen „tendenziell“ ähnlich verlaufen. Schaut man jedoch genauer hin, sieht das Bild schon anders aus. Hier seit Januar 2007:

Deutlich kann man erkennen, wie sehr die Entwicklungen zum Teil auseinander gehen. Sehr auffällig ist der Januar 2008, in dem es bei den Zahlen von ADP noch zu einem starken Anstieg gekommen ist, während die Payrolls bereits deutlich ins Minus rutschten.
Und das ist das Problem mit den vorab veröffentlichten Zahlen von ADP, sie geben eine Tendenz wieder, lassen aber keinen genauen Schluss auf die wesentlich mehr beachteten Payrolls zu (aus diesem Grund stelle ich diese Zahlen für gewöhnlich auch nicht vor.).
Trotzdem, wenn ich mir bis eben Sorgen machte, dass der Markt vielleicht in Erwartung schlechter Zahlen bis Freitag belastet bleiben würde, ist diese Sorge nach diesen Zahlen etwas, also nur ganz leicht, zurückgegangen.
Grundsätzlich wäre ein Anstieg der neu geschaffenen Stellen begrüßenswert, da dies ein positives Zeichen für den Konsum in den USA wäre, der wiederum ein wichtiger Faktor des US-Wirtschaftswachstums ist.
Im Moment beschäftigen mich die Subindizes „bezahlte Preise“ des Chicagoer Einkaufsmanagerindex und des ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes. Wie ich in den letzten beiden Tagen hier dargestellt habe, sind diese doch wieder sehr deutlich angestiegen. Natürlich hängt das auch mit den zwischenzeitlich wieder stark gestiegenen Rohstoffpreisen zusammen.
Das Problem ist, wenn sich die Inflationszahlen in den USA nicht beruhigen, muss die Fed irgendwann die Zinsen massiv anheben, um eine galoppierende Inflation zu verhindern. Selbst wenn dann das US-Wirtschaftswachstum in Schwung käme, wird das dazu führen, dass die Aktienkurse nach einem anfänglichen Anstieg tendenziell seitwärts laufen werden. Sollte das US-Wirtschaftswachstum nicht anziehen, müsste man sogar mit stärker fallenden Kursen rechnen.
Also, egal wie weit die niedrigen Zinsen und die Liquidität die Kurse in diesem Jahr auch noch treiben werden, diese (wahrscheinlich letzte) Rallye steht auf sehr, sehr tönernen Füßen. Das sollte man auf keinen Fall aus den Augen verlieren. Sie sollten besonders bei kleineren und spekulativeren Aktien aufpassen. Meiner Meinung nach kommt nun die Zeit der Blue Chips, diese sind einfach sicherer.
Viele Grüße
Jochen Steffens
... zum Schluß. Was es bei den "Finanziers der Party" auf sich hat ??
| Eine nicht enden wollende Party Stimmungsindikator zum DAX-Index |
| 2. April 2008. Auch zu Beginn der laufenden Woche sind die Akteure an den Finanzmärkten nicht gerade mit positiven Nachrichten überschüttet worden. Im Gegenteil: Der erneute Abschreibungsbedarf infolge der Hypothekenkrise allein bei der schweizerischen UBS – immerhin die dritte Verkündigung dieser Art seit Oktober – konnte von den Marktteilnehmern wohl kaum mit den Worten „besser als erwartet“ abgetan werden. Zumal es sich abermals fast um eine Verdoppelung der zuletzt veröffentlichten Summe handelte. Dennoch ist die Wall Street schon wieder in Feierlaune und man bekommt den Eindruck, in Folge dieser Horrorzahlen gäbe es nur Gewinner. Als ob die Investoren eine neue Börsenregel erfunden hätten, die besagt: „Je höher der Abschreibungsbedarf, desto kräftiger der nachfolgende Kursgewinn.“ Tatsächlich wirken auch die Anleger hierzulande des Subprime-Krisengeredes überdrüssig. “Milliardenverluste? – Wissen wir doch längst.“ Und auch die von der Börse Frankfurt allwöchentlich befragten Investoren haben begriffen, dass anscheinend immer jemand im entscheidenden Moment zur Stelle ist, wenn es den Aktienkursen „rationalerweise“ an den Kragen gehen sollte. Denn der Optimismus der Anleger ist, gemessen am Bull/Bear-Index, noch einmal leicht angezogen und war im vergangenen Jahr nur einmal höher als heute, nämlich im Oktober. Das Ergebnis der jüngsten Stimmungserhebung erstaunt insofern ein wenig, dass es kaum Gewinnmitnahmen gegenüber der letzten Befragung gegeben hat, obwohl der DAX innerhalb dieses Zeitraums um 3,5 Prozent an Wert gewinnen konnte. Sollten die Investoren – im Gegensatz zu früheren Zeiten – plötzlich so diszipliniert sein und ihre Gewinne laufen lassen? Vielmehr ist zu vermuten, dass man dem ausgelassenen Treiben der Vorwoche bis vor kurzem mit etwas Skepsis entgegensah, zumal sich viele der heutigen Bullen aus ehemaligen enttäuschten Bären rekrutieren. Deswegen sollte es nicht verwundern, wenn die Positionsgrößen erst jetzt dem geäußerten Optimismus in vollem Maße angepasst worden sind. Unter dem Strich bleibt eine Erkenntnis: Das Verhalten überwiegend langfristig orientierter Nachfrager verhinderte in der Vergangenheit immer wieder, dass es meist an entscheidenden Punkten zu einer richtigen Panik oder gar einem Ausverkauf an den Börsen kam. Dies war vor allem in den USA zu beobachten. Die Liquidität und die Bereitschaft, immer wieder in Finanztitel einzusteigen, scheint dabei unermesslich zu sein. Das Gefährliche dabei ist jedoch, dass institutionelle Investoren und zuletzt auch Privatanleger den Eindruck bekommen müssen, dass jemand auftritt, der die Party der Unentwegten finanziert und Börsengewinne somit zumindest temporär garantiert. Gewinne, die beim DAX schon bald mitgenommen werden könnten und auf die eine oder andere Weise in der Zukunft teuer bezahlt werden müssten. Joachim Goldberg, cognitrend |
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