Tolle Erfindung
Die schusssichere Zahnfüllung
Manche Erfindungen sind so gut, da versteht man gar nicht, wie man in der Vergangenheit ohne sie auskommen konnte. Der jüngste Clou aus Südostasien hat gute Chancen, in der ewigen Hitliste der tollen Ideen einen Spitzenplatz zu ergattern.
AP
Manche Gebisse sehen sowieso aus, als würde jeder Schuss an ihnen abprallen
Singapur - Man stelle sich vor, man wird beschossen. Direkt ins Gesicht. Das kann nicht nur ins Auge gehen, sondern auch sonst ganz schön böse enden. Zum Beispiel fürs Gebiss. Nun weiß jeder, dass Zahnersatz teuer ist, die Krankenkassen kein Geld haben und Patienten sowieso zuzahlen müssen. Egal ob man sich fleißig seine Zahnarztbesuche im Bonusheftchen hat abstempeln lassen, oder eben nicht.
Gut wäre daher, wenn es gar nicht so schlimm käme: Die Kugel also keine oder möglichst wenig Schäden anrichten würde. Wenn also die Beißer irgendwie schusssicher wären. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ap ist es einem Erfinder aus Singapur nun gelungen, Zahnfüllungen aus kugelsicherem Material herzustellen.
Na gut, zugegeben. Das Gemisch aus Kohlenstoff und Glasfaser wurde schon vorher genutzt - beispielsweise, um Panzerfahrzeuge zu schützen - aber erst Seeram Ramakrishna hatte die Idee, die widerstandsfähige, aber leichte Mixtur in Gebisse einzusetzen. Die Substanz sei ideal, um abgebrochene oder ausgefallene Zähne zu ersetzen, schwärmte der 38-Jährige, der an der Universität von Singapur lehrt. Der Stoff sei herkömmlichen Füllungen überlegen, weil er flexibler sei. "Nicht zu steif, aber auch nicht zu nachgiebig", erklärte er. Treffe eine Gewehrkugel auf solch eine Füllung, würde die Kugel sicherlich nicht abprallen, "aber wie bei einer kugelsicheren Weste würde die Füllung die Energie aufnehmen".
Der Professor hat in Singapur und den USA bereits Patentanträge gestellt. Na, wenn das mal keine gute Nachricht ist.
Jule Lutteroth
/ spiegel-online
Die schusssichere Zahnfüllung
Manche Erfindungen sind so gut, da versteht man gar nicht, wie man in der Vergangenheit ohne sie auskommen konnte. Der jüngste Clou aus Südostasien hat gute Chancen, in der ewigen Hitliste der tollen Ideen einen Spitzenplatz zu ergattern.
AP
Manche Gebisse sehen sowieso aus, als würde jeder Schuss an ihnen abprallen
Singapur - Man stelle sich vor, man wird beschossen. Direkt ins Gesicht. Das kann nicht nur ins Auge gehen, sondern auch sonst ganz schön böse enden. Zum Beispiel fürs Gebiss. Nun weiß jeder, dass Zahnersatz teuer ist, die Krankenkassen kein Geld haben und Patienten sowieso zuzahlen müssen. Egal ob man sich fleißig seine Zahnarztbesuche im Bonusheftchen hat abstempeln lassen, oder eben nicht.
Gut wäre daher, wenn es gar nicht so schlimm käme: Die Kugel also keine oder möglichst wenig Schäden anrichten würde. Wenn also die Beißer irgendwie schusssicher wären. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ap ist es einem Erfinder aus Singapur nun gelungen, Zahnfüllungen aus kugelsicherem Material herzustellen.
Na gut, zugegeben. Das Gemisch aus Kohlenstoff und Glasfaser wurde schon vorher genutzt - beispielsweise, um Panzerfahrzeuge zu schützen - aber erst Seeram Ramakrishna hatte die Idee, die widerstandsfähige, aber leichte Mixtur in Gebisse einzusetzen. Die Substanz sei ideal, um abgebrochene oder ausgefallene Zähne zu ersetzen, schwärmte der 38-Jährige, der an der Universität von Singapur lehrt. Der Stoff sei herkömmlichen Füllungen überlegen, weil er flexibler sei. "Nicht zu steif, aber auch nicht zu nachgiebig", erklärte er. Treffe eine Gewehrkugel auf solch eine Füllung, würde die Kugel sicherlich nicht abprallen, "aber wie bei einer kugelsicheren Weste würde die Füllung die Energie aufnehmen".
Der Professor hat in Singapur und den USA bereits Patentanträge gestellt. Na, wenn das mal keine gute Nachricht ist.
Jule Lutteroth
/ spiegel-online