Daimler am Mittwoch mit PK


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börsenfüxlein:

Daimler am Mittwoch mit PK

 
04.04.05 09:42
DAIMLERCHRYSLER-KRISE

Aktionäre rebellieren gegen Schrempp

Milliardenverluste bei Smart, Korruptionsverdacht im Vertrieb, Qualitätsdefizite bei Mercedes: Die Hauptversammlung am Mittwoch droht zur Abrechnung mit DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp zu werden. Mindestens zwei Fondsgesellschaften wollen dem Boss des angeschlagenen Autokonzerns die Entlastung verweigern.

Jürgen Schrempp: der US-Tochter Chrysler geht es inzwischen besser als dem Daimler
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DPA
Jürgen Schrempp: der US-Tochter Chrysler geht es inzwischen besser als dem Daimler
Düsseldorf - Mehrere institutionelle Anleger wollten auf Konfrontationskurs gehen, berichtet das "Handelsblatt". Danach will nicht nur die SEB dem Vorstand die Entlastung verweigern, sondern auch die Fondsgesellschaft der Genossenschaften, Union-Invest.

Auch die Stimmen der Deutsche-Bank-Tochter DWS sind dem glücklosen Chef der selbsternannten "Welt AG" keineswegs sicher. "Wir werden erst nach den Antworten des Vorstands entscheiden, wie wir auf der Hauptversammlung abstimmen werden", zitiert das Blatt einen Sprecher des Branchenprimus. Kleinanlegervertreter hatten bereits vergangene Woche angekündigt dem Manager die Gefolgschaft verweigern zu wollen.

Schrempp müsse sich damit abermals auf einen Denkzettel der Anleger gefasst machen, denn beide Fonds halten zusammen rund 16,5 Millionen DaimlerChrysler-Aktien Chart zeigen. Bereits im vergangenen Jahr hatten nur 88,49 Prozent des anwesenden Kapitals dem Management die Entlastung erteilt, nach mehr als 99 Prozent noch ein Jahr zuvor.

Die harsche Kritik der institutionellen Investoren entzünde sich vor allem an den Qualitätsproblemen der Marke Mercedes-Benz. Sie würden auch auf längere Sicht einen Schatten auf den Wert der Marke werfen, heißt es in einem internen Papier von Union Invest.

Die Probleme seien von der "Sorte Eigenbau" und damit dem Management anzurechnen. Vergangene Woche hatte Mercedes eine der größten Rückrufaktionen der Automobilgeschichte starten müssen. Bei Qualitätsumfragen des ADAC ist die Marke inzwischen weit abgeschlagen.

Neuer Manager soll Mercedes sanieren

DaimlerChrysler führt eine neue Top-Management-Funktion bei der Mercedes Car Group (MCG) ein. Die neu geschaffene Position des Chief Operating Officers (COO) werde der bisherige Leiter der nordamerikanischen Nutzfahrzeugaktivitäten, Rainer Schmückle, übernehmen, teilte der Automobilhersteller am Wochenende mit. In dieser Funktion werde Schmückle auch für die durchgängige Implementierung des Sanierungs- und Effizienzsteigerungsprogramms Core verantwortlich sein.

Mit der Ernennung von Schmückle besetzt der für MCG verantwortliche Vorstand Eckhard Cordes einen weiteren Posten mit einem Vertrauensmann aus der Nutzfahrzeugsparte, die er selbst vorher geleitet hat. Erst vor kurzem war der langjährige Mercedes-Vertriebsverantwortliche Joachim Schmidt abgelöst und durch den bisherigen Leiter des europäischen Lkw-Geschäfts, Klaus Maier, ersetzt worden.

Der COO soll dafür sorgen, dass Cordes' Sanierungskonzept tatsächlich umgesetzt wird und nicht im Sande verläuft. Intern hatte der Manager bemängelt, dass es bei Mercedes zwar stets viele Konzepte und Strategiepapiere gebe, die Umsetzung aber meist mangelhaft sei. Ziel des Core-Programms ist es, bei MCG bis zum Jahr 2007 das Ergebnis um mindestens drei Milliarden Euro zu steigern.

kann ja lustig werden...

füx
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