Dabeisein ist alles


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Dabeisein ist alles

 
12.08.01 22:02

Dabeisein ist alles


Von Mark Howdle, London

Dieser Tage haben die meisten Investoren vor allem die Abwärtsrisiken für das Szenario einer Markterholung in den nächsten zwölf Monaten im Blick: Stagflation, Ineffektivität der Geldpolitik, Konsumentenstreik, Argentinienkrise und Abwärtsrevisionen der Gewinnschätzungen.

Das sind alles ernst zu nehmende Risiken. Doch es ist beeindruckend, wie wenig Zeit auf die Betrachtung der Möglichkeit verwendet wird, dass die Kurserholung schneller kommen und stärker sein könnte als gemeinhin erwartet. Was ist, wenn der Ölpreis fällt? Positive Inflationsüberraschungen? Oder Aufwärts-Revisionen der Gewinnschätzungen? Das Risiko dieser Szenarien liegt darin, dass die Aussichten für Aktien unterschätzt werden, wahrscheinlich das größte Verbrechen, das ein Aktienfondsmanager begehen kann.

Hohe Ölpreise hatten einen größeren Anteil am globalen Konjunkturabschwung als das Platzen der Technologie-Blase. Weil der scharfe Anstieg der Ölpreise kaum auf die Inflation wirkte, wurde angenommen, dass er die Weltkonjunktur weniger belastete als frühere Ölpreisschocks.

Dieses Mal drückten die Ölpreise stattdessen auf die Gewinnmargen der Unternehmen. Die Produzenten waren nicht in der Lage, den Preisanstieg voll an die Konsumenten weiterzugeben. Während die Gewinne der Ölgesellschaften in die Höhe schossen, litten viele andere Sektoren unter sinkenden Margen.

Gewinnprognosen am Tiefpunkt

Inzwischen ist die OPEC in der Defensive. Wir erwarten, dass der Ölpreis im nächsten Jahr wieder unter 20 $ je Fass fällt, immer angenommen, dass die jüngsten Entwicklungen in Israel nicht zu einem Flächenbrand in der Region führen. Wenn der Ölpreis fällt, während die Konjunktur schwach bleibt, werden wir eine Reihe positiver Inflationsdaten sehen, die den Weg für mehr Zinssenkungen frei machen. Das ist gut für Renten und Aktien. In Bälde werden auch die Gewinnschätzungen der Analysten den Boden erreicht haben. Sind wir bereit für die Wirkung wieder steigender Gewinnschätzungen auf die Börsenstimmung?

Kurz gesagt: Es ist an der Zeit, dass sich die Investoren stärker auf Faktoren konzentrieren, die eine positive Überraschung bewirken könnten. Wenn unsere drei Aufwärtsrisiken - sinkende Ölpreise, nachgebende Inflation und steigende Gewinnschätzungen - alle eintreten, wird die größte Sorge der Aktienfondsmanager sein, zu viel Cash zu halten.

Mark Howdle ist Chefstratege für Europa von Schroder Salomon Smith Barney in London.

ftd

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Boersiator:

Optimismus ist gut

 
12.08.01 22:07
Ich habe derzeit -46% und würde mich gern an steigenden Börsen erfreuen!
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