sagen wir mal 10Euro/Einheit bei kalkulierten 25% Gewinn pro Impfung macht das 2,5 Mrd. Euro Gewinn....und rechne jetzt mit 20er KGV weiter.
ruckzuck stehen wir bei einer MK von 50Mrd.€
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Du solltest Dich vielleicht doch ein bißchen über die verfolgten Impfansätze informieren:
1. Die Chinesen setzen z.t. auf traditionelle Lebend-/ Totimpfung auf Hühnerembryo-Basis,
2. AZ, CanSino, J & J und Sputnik arbeiten mit vektorbasierten Impfstoffen (jeder mit einem anderen Vektor),
3. Novavax nutzt mRNA in Peptid-Verpackung,
4. CureVac, BionTech und Moderna setzen auf mRNA in Lipid-Verpackung
Die Plattformen sind nicht miteinander kompatibel, benötigen auch ganz andere Fertigungssysteme. Lizenzproduktion geht nur innerhalb der einzelnen Gruppen.
"Druck von oben".. Wessen Druck? Gates-Foundation, die sowohl an BioNTech als auch an CureVac beteiligt ist? Oder die Bundesregierung vor der Bundestagswahl 2021, die zur Förderung einer Staatsbeteiligung mal eben einem privaten, börsennotierten deutschen Unternehmen die Produktion vorschreibt. Ne, ne, der Druck kann nur in eine Richtung gehen, und das ist CureVac.
Ja, wo laufen sie denn ? Im Augenblick scheint mir nichts bei CureVac am Rennen zu sein, da wird mit deutscher Gründlichkeit geforscht und entwickelt (und das sicherlich gut), ohne sich sonderlich unter Zeitdruck setzen zu lassen.
Neues Werk in Mitte 2022 - super! Biontech hat sich im Frühsommer 100 Mio von der EIB besorgt, und baut schon...
Freitag oder so hat der CureVac-Chef erklärt, man werde wohl einen Vermarktungspartner brauchen, um den Corona-Impfstoff zu verteilen. Klar, haben ja bislang noch Null-Vertriebserfahrung, geschweige denn europäische/ amerikanische/ asiatische Vertriebsstrukturen. Wann hat nochmal BioNTech, denen es ja prinzipiell genauso geht, Partnerschaften mit Pfizer und Fosun festgezogen? Kann mich gar nicht mehr so richtig erinnern, ist schon so lange her..
Dann ist da die Sache mit den Impfampullen, die knapp werden könnten. Schott nimmt erstmal keine Orders mehr an, weil sie abwarten wollen, welche Impfstoffe letztlich zugelassen werden (wohl auch, um zu vermeiden, dass via Phantom-Käufe einer der Hersteller andere Konkurrenten diesbezüglich ausbremst). BionTech betrifft das nicht - die haben schon im Frühjahr ihre 30 Mio. Ampullen (für 300 Mio. Dosen) bei Schott geordert. CureVac auch?
Jetzt mal ehrlich: Dem CureVac-Management hätte doch eigentlich schon seit dem Frühjahr klar sein müssen, dass sie sich nicht nur um Impfstoff-Entwicklung, sondern auch um Produktion, Abfüllung und Vertrieb kümmern müssen. Und für letzteres einen global aufgestellten Partner brauchen. Oder haben die alleine darauf gesetzt, die Jahresproduktion 2021 komplett an die EU zu verticken, und der dann die weitere Verteilung zu überlassen? Ohne einzukalkulieren, dass da auch noch andere wie z.B. Sanofi bei der EU mit reichlich politischem support auf der Matte stehen werden? Schön doof..
Plan B? Alles an die Gates Foundation zur Verteilung an die "Ärmsten der Ärmsten"? Das "Global Health Programm" der Gates Foundation hat 2018 ca. 1,35 Mrd. USD rausgetan. Da wird es durch CoVid sicher noch Nachschläge in 2021/22 geben, andererseits wird dort ja auch noch anderes (HIV, TB, Malaria etc.) finanziert. So ne Milliarde USD pro Jahr sollte die Gates Foundation wohl schon für CoVid-Impfstoffe springen lassen. Bei 300 Mio. CureVac-Dosen kommt man dann auf ca. 3 / Dosis Verkaufspreis, wenn alles an die Gates-Foundation geht. Beten wenig..
Also doch jetzt: Mit großem Partner an die Fleischtöpfe! Bloß, mit wem? GSK läge eigentlich auf der Hand. Die fahren eine spezielle Strategie - sie halten sich beim Impfstoff selbst raus, und versuchen stattdessen, ihr Adjuvant zur Wirkungsverstärkung einer Impfung ins Spiel zu bringen. Dafür haben sie schon diverse Kooperationen (Sanofi, Canada, China) geschlossen. Sie würden sicher auch gerne CureVac mit ins Boot nehmen. Dummerweise müsste CureVac dann aber neu mit der Phase 1 anfangen, um dort den eigenen Impfstoff gemeinsam mit GSKs Adjuvant zu testen. Warum hat man diese Chance verpennt, einen Partner, mit dem man eh bei mRNA-Impfstoffen strategisch kooperieren will, auch für den Corona-Impfstoff einzubinden?
Und nu? Merck und Roche sind beide coronatechnisch noch etwas dünne auf der Brust, und würden wohl nicht "Nein" sagen. So richtig glücklich dürfte GSK damit aber nicht sein..
Klingt nicht gerade nach einer strategischen Meisterleistung!
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