Wenn du die Betragshöhe mit den Vorjahren vergleichst dann wird sehr deutlich, dass dieser Posten im aktuellen Jahr deutlich überproportional hoch ist. Hier würde ich im nächsten Jahr eher wieder von den "normalen" 15-20 Mio ausgehen, das ist realistischer.
Es würden also je nachdem zwischen 30-40 Mio Einmalertrag wegfallen, auf der Kostenseite reduzieren sich aber natürlich auch die mit dem Verkauf verbundenen Kosten entsprechen, die dieses Jahr gestiegen waren (von ca 2 auf 18 Mio Euro).
Somit fehlen "netto" noch etwa 15-25 Millionen.
Etwas ausgeglichen wird es sicherlich durch die höheren wiederkehrenden Einkünfte, da ein Teil des Neugeschäfts erst im nächsten Jahr noch zusäztliche Einnahmen durch den vom Erfolg abhängigen Anteil generieren wird.
Von den 99,097 Mio Rebenue from Asset and Probperty Manangement entfielen in den ersten 9 Monaten 41,7 als Coupon Partizipation Fee, also grob 40%. Ich rechen daher mit nächsten Jahr hier also ingesamt einem um ca 10-15 Mio höheren Ertrag, der den geringeren Einnahmen aus dem Verkauf von Gebäuden entgegen stehen dürfte.
Dann kommt noch das Neugeschäft per se dazu, dass auch noch mal 5-6 Mio bringen sollte.
Auf der Zinsseite rechne ich mit Einsparungen von 5-7 Mio aufgrund der dieses Jahr erbrachten Tilgungen.
Diese drei Posten zusammen genommen entsrepchen m.E. einem Umsatzwert von 25-29 Mio Euro
Weiter sollte man im Hinterkopf behalten, dass nächstes Jahr der Unterschied zwischen Adjusted Ebitda und Ebitda nicht mehr so hoch ausfallen sollte, hier hat ja auch die Umgestaltung des Managements deutlich durchgeschlagen mit 6,8 Mio.
Ein weiterer Belastungsfaktor der wegfällt sind die erhöhten Finanzkosten für die Ablöse der Kredite:
The financial result came out at -17.5m in 9M/2018 (9M/2017: -9.1m). The increase in interest expenses in Q3 was mainly driven by prepayment fees from the planned redemption of our debt portfolio after the 300m bond issuance end of March.
Von daher erwarte ich für 2019 eher marginale Änderungen beim Thema Adjusted (evtl. gleicher oder etwas geringerer/höherer Umsatz), dafür aber einen deutlichen Anstieg beim tatsächlichen Gewinn und das ist für mich deutlich ausschlaggebender.
PS: Ab nächstem Jahr steuert dann auch die Aquisation in England mit bei. Wenn dabei eine ähnliche Margenverbesserung wie bei Atoss damals erzielt werden kann, dann sollten statt der bisherigen 2 Mio auch 4-5 Mio Ebitda hängen bleiben (wobei sich mir die große Frage stellt, wie hoch das tatsäliche Ebit ist).
Mein Fazit daraus ist: Corestate wird sicherlich nicht die hohen "adjusted" Raten der Vorjahre halten können, dafür aber beim tatsächlichen Gewinn aufholen und diesen zumindest konstant halten mit der Möglichkeit weiterhin moderater Steigerungen.
Sollte dann noch der Schuldenabbau weiter forciert werden, bin ich an sich sehr zufrieden.
Seht ihr das ähnlich oder hat jemand andere Meinungen bzw. kommt aufgrund der Zahlen zu anderen Ergebnissen?
Freundliche Grüße