Die Center-Managerin spricht in der Gießener Allgemeine von 32.000 m² Mietfläche.
Deine Wertermittlung basiert auf 18.000 m². Das sind 77,78% Differenz.
www.giessener-allgemeine.de/giessen/...und-fach-90468038.html
Die ursprünglichen Baukosten aus 2005 betragen ca. 120 Mio €.
Das Objekt ist als Umlaufvermögen bilanziert und unterliegt strikter Fair-Value-Bilanzierung.
Lt. Conference Call laufen spätestens seit Juli konkrete Verkaufs-Verhandlungen.
Spätestens seit Juli dürften also konkrete Marktpreise im Raum stehen, was bedeutet, dass Corestate diese Marktpreise bei der Bilanzaufstellung zum 30.06.2021 bereits zwingend hätte berücksichtigen müssen (Stichwort: Berücksichtigung wertaufhellender Tatsachen nach dem Bilanzstichtag = "bessere Erkenntnis"). Dass eine Wertberichtigung über 20 oder 30 Mio € der These "Corestate hat in Q2 den Turnaround vollzogen" massiv zuwider gelaufen wäre, dürfte die Attraktivität einer solchen Bilanzbereinigung nicht eben erhöht haben.
Spätestens in der Konzernbilanz zum 30.09.2021 werden wir die Wahrheit sehen.
Das Thema Baumängel ist offensichtlich im September aufgetreten, muss also bei Bilanzaufstellung zweifelsfrei berücksichtigt werden.
Die Tegut Filiale ist seit dem 01.10.2021 übrigens wieder geöffnet.
www.giessener-allgemeine.de/giessen/...oeffnung-91027171.html
Wenn deine überschlägige Prognose eines 20 bis 30 Mio € unterhalb des Buchwertes liegenden Marktwertes tatsächlich zuträfe, hätte sich RP im Conference Call ein großes Problem geschaffen, indem er dem Center-Verkauf für Q4 (auf mehrfache Nachfrage) einen klar bezifferten Teil des Schuldenreduktionsziels (aktuelle Bilanzierung mit ca. 55 bis 60 Mio € Schulden und ca. 30 Mio € Equity; Schuldenreduktion bei Verkauf ca. 60 Mio €) angeheftet hat.
Siehe Seite 8 + 9 im Transcript...
corestate-capital.com/wp-content/uploads/...script-h12021.pdf
Wenn die zum Zeitpunkt des Conference Calls bereits seit mehr als einem Monat (mit mehreren Kaufinteressenten) laufenden Verhandlungen einen Marktwert deutlich unterhalb des Buchwertes angedeutet hätten, hätte ein Profi wie RP diese klare und unmissverständliche Aussage nicht getätigt.
Wenn ich RP richtig verstanden habe, wird das Center nach Abschluss der Umbaumaßnahmen mit ca. 85 Mio € in der Bilanz stehen. Die jährlichen Mieteinnahmen belaufen sich aktuell auf ca. 5 Mio €. Das Ziel lt. RP bei Vollvermietung lautet auf 6,2 Mio € p.a.
Basierend auf dem von dir genannten Multiplikator 18 ergibt sich folgende Bandbreite:
aktuell: 5,0 Mio € x 18 = 90 Mio €
nach Vollvermietung: 6,2 Mio € x 18 = 111,6 Mio €
=> Bandbreite des Verkehrswertes (Ertragswert): 90 Mio € - 111,6 Mio €
Beide Werte liegen trotz umfassender Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen deutlich unterhalb der historischen Baukosten aus 2005 i.H.v. ca. 120 Mio €.
Neben der Ertragswertermittlung ist in Immobilienwertgutachten stets eine Sachwertermittlung basierend auf den sog. Normalherstellungskosten durchzuführen. Der Verkehrswert ist aus einer Gegenüberstellung von Ertragswert und Sachwert abzuleiten.
Die Abweichung zu deiner Ertragswertberechnung liegt in der objektiv unzutreffenden Annahme betreffend die Mietfläche (tatsächlich: 32.000 m² statt 18.000 m²) und daraus folgend in der kalkulierten Jahresmiete (aktuell: 5,0 Mio € statt 2,16 Mio €; Vollvermietung: 6,2 Mio € statt 2,16 Mio €)
Basierend auf den Angaben aus Gießener Allgemeine und Conference Call erachte ich den von dir ermittelten Verkehrswert i.H.v. ca. 40 Mio € und den daraus abgeleiteten Abschreibungsbedarf von min. 30 Mio € (Buchwert 70,4 Mio € abzgl. Teilwert 40 Mio € = Wertberichtigung 30,4 Mio €) für offensichtlich unzutreffend!
Meiner Schätzung nach würde ein Immobilienwertgutachten den Verkehrswert nach Abschluss der Umbaumaßnahmen und Vollvermietung zwischen 80 und 120 Mio € taxieren. Corestate dürfte im Hinblick auf die aktuell schwierige Veräußerbarkeit von Einzelhandelsobjekten einen am Buchwert (inkl. Umbaukosten) orientierten Verkaufserlös i.H.v. ca. 85 Mio € anstreben.
Sollte sich im Hinblick auf coronabedingte Unsicherheiten kein adäquates Kaufangebot eines einzelnen Investors bzw. einer Investorengruppe realisieren lassen, steht Corestate immer noch die Option eines Objekt-Verkaufs im Rahmen der Auflage eines Immobilienfonds zur Verfügung. Das ist das Kerngeschäft der Töchter HFS und Hannover Leasing.
Es würde mich daher nicht wundern, wenn das Shopping-Center Gießen letztlich in einem neuen Immobilien-Fonds von HFS oder Hannover Leasing landet.
Deine Wertermittlung basiert auf 18.000 m². Das sind 77,78% Differenz.
www.giessener-allgemeine.de/giessen/...und-fach-90468038.html
Die ursprünglichen Baukosten aus 2005 betragen ca. 120 Mio €.
Das Objekt ist als Umlaufvermögen bilanziert und unterliegt strikter Fair-Value-Bilanzierung.
Lt. Conference Call laufen spätestens seit Juli konkrete Verkaufs-Verhandlungen.
Spätestens seit Juli dürften also konkrete Marktpreise im Raum stehen, was bedeutet, dass Corestate diese Marktpreise bei der Bilanzaufstellung zum 30.06.2021 bereits zwingend hätte berücksichtigen müssen (Stichwort: Berücksichtigung wertaufhellender Tatsachen nach dem Bilanzstichtag = "bessere Erkenntnis"). Dass eine Wertberichtigung über 20 oder 30 Mio € der These "Corestate hat in Q2 den Turnaround vollzogen" massiv zuwider gelaufen wäre, dürfte die Attraktivität einer solchen Bilanzbereinigung nicht eben erhöht haben.
Spätestens in der Konzernbilanz zum 30.09.2021 werden wir die Wahrheit sehen.
Das Thema Baumängel ist offensichtlich im September aufgetreten, muss also bei Bilanzaufstellung zweifelsfrei berücksichtigt werden.
Die Tegut Filiale ist seit dem 01.10.2021 übrigens wieder geöffnet.
www.giessener-allgemeine.de/giessen/...oeffnung-91027171.html
Wenn deine überschlägige Prognose eines 20 bis 30 Mio € unterhalb des Buchwertes liegenden Marktwertes tatsächlich zuträfe, hätte sich RP im Conference Call ein großes Problem geschaffen, indem er dem Center-Verkauf für Q4 (auf mehrfache Nachfrage) einen klar bezifferten Teil des Schuldenreduktionsziels (aktuelle Bilanzierung mit ca. 55 bis 60 Mio € Schulden und ca. 30 Mio € Equity; Schuldenreduktion bei Verkauf ca. 60 Mio €) angeheftet hat.
Siehe Seite 8 + 9 im Transcript...
corestate-capital.com/wp-content/uploads/...script-h12021.pdf
Wenn die zum Zeitpunkt des Conference Calls bereits seit mehr als einem Monat (mit mehreren Kaufinteressenten) laufenden Verhandlungen einen Marktwert deutlich unterhalb des Buchwertes angedeutet hätten, hätte ein Profi wie RP diese klare und unmissverständliche Aussage nicht getätigt.
Wenn ich RP richtig verstanden habe, wird das Center nach Abschluss der Umbaumaßnahmen mit ca. 85 Mio € in der Bilanz stehen. Die jährlichen Mieteinnahmen belaufen sich aktuell auf ca. 5 Mio €. Das Ziel lt. RP bei Vollvermietung lautet auf 6,2 Mio € p.a.
Basierend auf dem von dir genannten Multiplikator 18 ergibt sich folgende Bandbreite:
aktuell: 5,0 Mio € x 18 = 90 Mio €
nach Vollvermietung: 6,2 Mio € x 18 = 111,6 Mio €
=> Bandbreite des Verkehrswertes (Ertragswert): 90 Mio € - 111,6 Mio €
Beide Werte liegen trotz umfassender Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen deutlich unterhalb der historischen Baukosten aus 2005 i.H.v. ca. 120 Mio €.
Neben der Ertragswertermittlung ist in Immobilienwertgutachten stets eine Sachwertermittlung basierend auf den sog. Normalherstellungskosten durchzuführen. Der Verkehrswert ist aus einer Gegenüberstellung von Ertragswert und Sachwert abzuleiten.
Die Abweichung zu deiner Ertragswertberechnung liegt in der objektiv unzutreffenden Annahme betreffend die Mietfläche (tatsächlich: 32.000 m² statt 18.000 m²) und daraus folgend in der kalkulierten Jahresmiete (aktuell: 5,0 Mio € statt 2,16 Mio €; Vollvermietung: 6,2 Mio € statt 2,16 Mio €)
Basierend auf den Angaben aus Gießener Allgemeine und Conference Call erachte ich den von dir ermittelten Verkehrswert i.H.v. ca. 40 Mio € und den daraus abgeleiteten Abschreibungsbedarf von min. 30 Mio € (Buchwert 70,4 Mio € abzgl. Teilwert 40 Mio € = Wertberichtigung 30,4 Mio €) für offensichtlich unzutreffend!
Meiner Schätzung nach würde ein Immobilienwertgutachten den Verkehrswert nach Abschluss der Umbaumaßnahmen und Vollvermietung zwischen 80 und 120 Mio € taxieren. Corestate dürfte im Hinblick auf die aktuell schwierige Veräußerbarkeit von Einzelhandelsobjekten einen am Buchwert (inkl. Umbaukosten) orientierten Verkaufserlös i.H.v. ca. 85 Mio € anstreben.
Sollte sich im Hinblick auf coronabedingte Unsicherheiten kein adäquates Kaufangebot eines einzelnen Investors bzw. einer Investorengruppe realisieren lassen, steht Corestate immer noch die Option eines Objekt-Verkaufs im Rahmen der Auflage eines Immobilienfonds zur Verfügung. Das ist das Kerngeschäft der Töchter HFS und Hannover Leasing.
Es würde mich daher nicht wundern, wenn das Shopping-Center Gießen letztlich in einem neuen Immobilien-Fonds von HFS oder Hannover Leasing landet.