Sie scheiben:
"JPMorgan ist doch in letzter Zeit schon 2 mal zu Geldstrafen verdonnert worden,
es muss doch möglich sein, denen diesen Betrug (für mich ist es einer) nachzuweisen...
Ich hoffe dass die Gerechtigkeit am Ende siegt, doch gibt es überhaupt noch Gerechtigkeit?"
Ihre Hoffnung in allen Ehren, aber aus meiner Überzeugung heraus, wird sich diese,
bei derat großen Instituten mit ihren ungeahnten finanziellen Möglichkeiten sowie
unvorstellbaren vielschichtigen Interessen von Geschäftspartnern, Großanlegern
u.v.a.m. bis hin zu staatl. Interessen wie Systemrelevanz und nicht zuletzt wegen
Erhalt der Institute, welche ganz maßgeblich in den USA die Wirtschaft mit Krediten
versorgen und damit einen nicht unerheblichen Beitrag leisten um deren Wirtschaft
auch weiterhin wenigstens einigermaßen am laufen zu halten, sicher nicht erüllen.
Hätte Washington eine lupenreine Aufklärung im WaMu.-Falle zugelassen, hätte eine Schadensersatzzahlung in 2-3 stelliger Milliardenhöhe nicht nur die J.P.M. mächtig erschüttert, sondern auch in wirtschaftl. Hinsicht weitreichende, natürlich unerwünschte Auswirkungen nach sich gezogen. Die selben Turbulenzen wie bei Lehman-Br. mußten
unter allen Umständen verhindert werden und das ging am besten, indem man das Mäntelchen der "U N S C H U L D" darüber hängte und man argumentierte "es wurden "leider" keine Beweise gefunden" !
Oder warum wohl sonst, wurde nicht u l t i m a t i v unter Androhung von härtesten Sanktionen die sofortige Beibringung der Assetliste innerhalb v. 48 Std. verlangt ???
Denn nicht der größte Naivist oder Idiot würde jemals etwas übernehmen, von dessen
Vermögensseite (Aktiva:Passiva), Außenständeeinbringungewahrscheinlichkeiten
z.B. aus Hypothekenkrediten oder Immobilienmindesterzielungsschätzungen für den
Anteil der Immobilien, deren Hyp.-Kredite als uneinbringlich oder faul einschienen,
sich keinerlei Bild gemacht zu haben !! Welche Indizien bräuchte man noch ?
Zu: "1. Die Zinsen für Guthaben werden immer kleiner, (abgesehen von kurzen Lockangeboten wie Rabo, Moneyou, GeCapital, die ihre Zinsen dann aber rasch senken...)"
Warum wohl zahlen die oben aufgef. und viele andere Institute mehr im Gegensatz zu
anderen Banken nicht 0,5 / 0,75 % auf`s Tagesgeld wie`s landauf- und landab derzeit
üblich ist. Ganz einfach, weil all` diese Banken von ihren Staatsbanken (bei uns der
Bundesbank) sich eben nicht wie z.B. die Deutsche Bank o.a. benötigtes Kapital um
ihre Kunden zu bedienen, zu 1 % beschaffen können, weil das Vertrauen (u.a. wegen
zu niedrigem EK.-Quote) seitens den Staatsbanken eben derzeit nicht mehr gegeben
ist und man somit GEZWUNGEN ist, sich über andere Kanäle, d.h. am freien Markt,
das notwendige Geld zu beschaffen.
Und das ist nur über attraktive Zinsangebote möglich. Ganz sicher sind das keine
Institute mit besonders gutem Herzen. Und dann heißt es auch immer, die sind ja
am staatl. oder bankeninternen Garantiefond angeschlossen. Aber was nützt das,
wenn die Pleite Einzug hält und tausende Anleger einen Antrag stellen ?
Dann kann es etliche Jahre dauern, bis der eigene Antrag bearbeitet ist und das Geld
dann tatsächlich kommt ! Also immer gut überlegen, bei einen solchen Institut Geld anzulegen. Streuung ist also auch aus dieser Betrachtung ein unabdingbares muß !
"2. Strom wird immer teurer, die Grossindustrie wird verschont, der Privatmann zahlt
die Zeche."
Dafür sogt schon die derzeitige Regierungskoalition ! Und die Stromkonzerne welche
jedes Jahr die Gewinne um Milliardenbeträge !! steigern haben bereits jetzt bekannt
gegeben, die Kosten für die notwendigen Leitungstrassen von Nord nach Süd auf
die Strompreise umzulegen, d.h. auf den Verbraucher. Da nützen auch die vielbespro-
chenen Anbieterwechsel nicht allzu viel. Und das Ganze einerseits vor
dem Hintergrund, daß die gehandelte Elektroenergie an der Strombörse in Leipzig
gefallen ist und andererseits, daß die Bundesrepublik (auch im Winter) vergangenen
Jahres Strom ins Ausland exportiert hat. Also nichts von wegen, nur weil der Öko-Strom
mangels Trassen nicht transportiert werden kann ...
Zu: "3. Die Versicherer werden entlastet auf Kosten der Versicherten, ein vom Bundestag am 31.10.2012 beschlossenes Gesetz, das am 21.12.2012 gültig wird, sieht vor, dass die Kunden im Extremfall leer ausgehen an den Bewertungsreserven (wenn diese in einer Niedrigzinsphase enstanden sind, d.h. da keine Hochzinsphase in Sicht ist (auch nicht mit dem Fernglas, kotz) kann sich der LV-Nehmer schon mal drauf einstellen deutlich weniger aus seiner Police zu bekommen.."
Ab 1. Januar 2013 soll dieses neue Gesetz in Kraft treten wonach Versicherungsgesell-schaften für abgeschlossene NEU-LEBENSVERSICHERUNGEN anstatt bislang 2,5 % -
nur noch 1,75 % Verzinsung festschreiben müssen, wobei selbst diese 2,5 % keinen
Gewinn mehr darstellen, zieht man die jährliche Inflation mit in Betracht !
Eine letzte Frage hätte ich noch:
Wo sind in letzter Zeit eigentlich die O.T.-Kritiker abgeblieben ?
Sind die im Urlaub oder ausgestorben ?
Gruß
SW.