ConSors-"Pleite": Die Macht der SEP


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Fuoki:

ConSors-"Pleite": Die Macht der SEP

 
22.11.01 09:00
SEP = SelbstErfüllende Prophezeiung (geht leider nicht in Betreff, deshalb die Abkürzung)

Man kann derzeit ja in kein einziges Aktienboard oder anderes Wirtschaftsmedium schauen, in dem NICHT über die mögliche Insolvenz von ConSors und die "Folgen für Aktionäre und Anleger" gesprochen wird. Als seit Jahren zufriedener Kunde bin ich schwer angenervt von der ganzen, meines Erachtens zum Großteil lancierten, Debatte.
Fakt ist doch:

- Die Schmidt Bank UND NICHT ConSors ist pleite. Dies ist offenbar für viele (absichtlich ?) nicht differenzierbar.
- Auf der Homepage von ConSors ist ganz klar nachzulesen:

"Kann Consors über Nacht geschlossen werden und ich dann nicht mehr über meine Papiere verfügen?

Eine Bank kann vom Bundesamt für das Kreditwesen geschlossen werden, weil sie die Mindestanforderungen für das Eigenkapital nicht mehr erfüllten. Diese Mindestanforderung darf (nach bankaufsichtsrechtlichem Grundsatz 1) eine Eigenkapitalquote von 8%, davon mindestens 4% Kernkapital, nicht unterschreiten. Bei Consors beläuft sich die Eigenkapitalquote per Ende Oktober 2001 auf deutlich über 40%, davon ist alles Kernkapital. Fazit: Aufgrund dieser Zahlen besteht nicht die geringste Veranlassung des Bundesaufsichtsamtes zur Handlung."

"Ist mein Geld in sicheren Händen?


Ihre Gelder sind über den Einlagensicherungsfonds abgesichert. Hierdurch sind die Einlagen eines jeden Gläubigers mit 30% des haftenden Eigenkapitals der Bank abgesichert. Im Fall von Consors beträgt die Sicherungsgrenze gemäß §6, Abs. 1 des Statuts des Einlagensicherungsfonds 134.162.000,-- Euro.
Weitere Informationen zur Einlagensicherung der privaten Banken in Deutschland erhalten Sie auf der Website des Bundesverbandes deutscher Banken."


Gefahr sein Geld zu verlieren, besteht also nicht, außer man hat bei ConSors über 134 Millionen Euro auf dem Konto liegen (in Fonds und Aktien angelegt besteht sowieso keine Gefahr).
Lediglich eine kurzfristige Nicht-Verfügbarkeit der Handelssysteme KÖNNTE bei einer Insolvenz, zu der meines Erachtens derzeit überhaupt kein Grund besteht, den Kunden drohen. NOCH EINMAL: Dazu besteht überhaupt keine Veranlassung.

Außer es gelingt der Wirtschaftspresse (von wem wohl großzügig finanziert?) mit dem ständigen unqualifizierten Geplapper über eine drohende Zahlungsunfähigkeit tatsächlich einen Großteil der Anleger dazu zu bringen, in die Hände der Großbanken-Online-Töchter zu fliehen. Besonders n-tv nenne ich in diesem Zusammenhang, die ja, wie kürzlich bekannt wurde, gerade von den 4 Großbanken finanziell aufgebaut wurden.

Gruß
Fuoki, ein zufriedener ConSors-Kunde, der NICHT zu comdirect, DAB oder maxblue will.  
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