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ComROAD - Schnabel für 7 Jahre in den Knast !


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TomKatschi:

ComROAD - Schnabel für 7 Jahre in den Knast !

 
25.11.02 12:41
Aktionäre nach ComROAD-Urteil zuversichtlich für Zivilklagen
München (vwd) - Nach dem Urteilsspruch gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der ComROAD AG, Bodo Schnabel, und dessen Ehefrau Ingrid sind Aktionärsvertreter optimistisch, dass zivilrechtliche Klagen zumindest gegen das Unternehmen erfolgreich sein können. Das Münchener Landgericht hat den ehemaligen Manager am Vortag wegen Betrugs zu sieben Jahren Haft verurteilt. Ansprüche gegen Wirtschaftsprüfer und begleitende Banken von ComROAD sind nach Einschätzung der Fachleute allerdings weniger eindeutig nachzuweisen.

"Wir sind zuversichtlich, dass unsere Prospekthaftungsklage erfolgreich sein wird", sagte der für Rechtsfragen zuständige Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK), Harald Petersen, am Freitag zu vwd. Mit dem Richterspruch sei der Sachverhalt des gewerbsmäßigen Betrugs bzw des Kursbetrugs nunmehr endgültig festgestellt. Dies erleichtere die Prospekthaftungsklage, erläuterte Petersen. Allerdings könnten davon nur diejenigen Aktionäre profitieren, die die Papiere innerhalb von sechs Monaten nach dem Börsengang und somit hauptsächlich gestützt auf die Informationen des offensichtlich falschen Prospekts gekauft hätten.

Ein Verstoß gegen das Aktiengesetz wie ihn das Unternehmen mit der falschen Darstellung der Umsätze begangen habe, sei nach herrschender Meinung schädigend gegenüber Dritten, also den Aktionären, erklärte Petersen. Für weitergehende Klagen, etwa für Schadenersatzansprüche von Aktionären, die nach der Sechs-Monats-Frist gekauft haben bzw gegen Banken und Wirtschaftsprüfer sollten Geschädigte allerdings "nicht zu optimistisch sein, so Petersen. In diesen Fällen sei die Beweislage wesentlich schwieriger.

Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sieht nun "absolut gute Chancen, Schadenersatzansprüche für die Aktionäre tatsächlich zugesprochen zu bekommen. Schnabel habe eingeräumt, vorsätzlich gelogen und betrogen zu haben. Außerdem habe das Gericht bereits 20 Mio EUR zur Entschädigung beschlagnahmt. Nach der bislang gegen das Unternehmen, die Banken und die KPMG beim Landgericht Frankfurt eingereichten Prospekthaftungsklage mit rund 300.000 EUR Schadenersatzsumme für ungefähr 30 Aktionäre, werde sie jetzt "ganz flott" Schadenersatzklagen beim Landgericht München einreichen.

Peter Gundermann von Tilp & Kälberer Rechtsanwälte in Kirchentellinsfurt bei Tübingen meint, dass das Gericht "ein richtiges Signal gesetzt habe, wonach ein derartig "eklatantes Verhalten" nicht toleriert werde. Er sei nun "ziemlich zuversichtlich, letztlich zum Ziele zu kommen", und Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Klaus Rotter von Rotter Rechtsanwälte, Grünwald bei München, bezeichnete die Entscheidung als "wegweisend". Das Ehepaar Schabel habe eingeräumt, eine sittenwidrige Schädigung bewusst in Kauf genommen zu haben. Deshalb werde er nun für rund 300 Anleger eine Schadenersatzklage einreichen, in der die vorsätzliche sittenwidrige Schädigung im Mittelpunkt stehe. Bislang habe er für 150 Mandanten eine Prospekthaftungklage verbunden mit einer deliktischen Klage eingereicht. Insgesamt belaufe sich die Schadenersatzsumme seiner Mandanten auf rund sieben Mio EUR.

Außerdem wollen beide Rechtsanwälte prüfen, ob gegen die bei ComROAD damals tätige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zivilrechtliche Haftung geltend gemacht werden kann. Gundermann will deshalb Akteneinsicht in die Einstellungsverfügung bei der strafrechtlichen Verfolgung nehmen. Die Ablehnung einer Strafverfolgung schließe ein zivilrechtliches Verfahren und deren Erfolg nicht aus, erklärt er.
+++Marion Brucker/Rolf Neumann
vwd/22.11.2002/mbu/apo

Nicht schlecht oder ?

TomKatschi
Im Wein liegt die Wahrheit.

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klecks1:

Die Schnäbelin nur Bewährunsstrafe? Schade! o. T.

 
25.11.02 12:42
Antworten
Slater:

Genau die müssen KPMG auch frisch machen o. T.

 
25.11.02 12:44
Antworten
ReWi:

Das les ich doch gerne

 
25.11.02 13:01
Wenn ich meine Schadenssumme komplett zurückbekomme, geh ich aber feiern. =P

Das liest sich doch ganz anders als die Artikeln letztens, in denen davon die Rede war, dass die gesamte Kohle dem bayrischen Staat zufallen soll ?!

Na ja ich hoffe mal das Beste, meine Anwälte machen das schon... ;)
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special:

mist, ausgerechnet comroad

 
25.11.02 13:40
da hab nämlich nur verdient!
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