Chronologie des Niedergangs von Grundig


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sir charles:

Chronologie des Niedergangs von Grundig

 
02.02.04 12:05
Nürnberg - Mit dem Verkauf der Kernsparte Fernsehgeräte ist die Zerschlagung des deutschen Traditionskonzerns Grundig perfekt. Die wichtigsten Stationen des Niedergangs:

31.12.2000: Grundig beschäftigt rund 5900 Mitarbeiter, davon 3000 in Deutschland.
Juni 2001: Grundig verlagert seine Fernsehgeräteproduktion von Nürnberg nach Wien.
02.07.2001: Grundig kündigt die Suche nach einem starken Finanzpartner an.
13.09.2001: Die Sparte Formenbau wird verkauft.
31.12.2001: Die Verluste 2001 belaufen sich auf 150 Mio. Euro. Die Eigenkapitaldecke ist mit 31 Mio. Euro äußerst dünn. Grundig beschäftigt noch knapp 5.400 Mitarbeiter.
10.06.2002: Die japanische Fujitsu Ten beteiligt sich an der Autoradio-Sparte.
05.09.2002: Mit dem taiwanesischen Sampo-Konzern wird eine Absichtserklärung über eine Beteiligung unterzeichnet. Die Banken erweitern die Kreditlinien.
08.01.2003: Sampo unterzeichnet in München einen Vertrag zur Übernahme von Grundig. Grundig beschäftigt noch rund 2800 Mitarbeiter, davon 1300 in Deutschland.
04.03.2003: Die Übernahme durch Sampo platzt. Zugleich wird eine Absichtserklärung mit dem türkischen Beko-Konzern für eine mehrheitliche Übernahme unterzeichnet.
07.04.2003: Beko gibt überraschend seinen Verzicht auf die Übernahme von Grundig bekannt.
14.04.2003: Grundig beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
26.05.2003: Das TV-Geräte-Werk in Wien wird geschlossen.
01.07.2003: Das Amtsgericht Nürnberg eröffnet das Insolvenzverfahren. 500 Beschäftigte bleiben im Unternehmen, die übrigen 800 wechseln in eine Beschäftigungsgesellschaft.
17.11.2003: Der weltgrößte Autozulierfer Delphi übernimmt für 58 Millionen Euro die Autoradiosparte Car Intermedia System (CIS).
07.01.2004: Die Vermögensverwaltung Induc übernimmt die Sparte Diktiergeräte Grundig Business Systems GmbH (GBS).
29.01.2004: Insolvenzverwalter Siegfried Beck gibt den Verkauf der Kernsparte Fernsehgeräte an das englisch-türkische Konsortium Alba/Beko bekannt
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