nicht ganz so ängstlich wie ich, gerade in diesem Niedrigzinsumfeld, aber findest du die Bilanz wirklich schon so stark?
Ich mein, 40-45 Mio FCF ab 2020 bedeutet dann immer noch etwa eine Nettoverschuldung des 4-5fachen FCF. Ist jetzt nicht wahnsinnig hoch, aber auch nicht so als könnte Cegedim da locker zurücklehnen. Denkst du nicht, ein Teil des FCF sollte auch in die Schuldentilgung gehen?
Sprich, 15-20 Mio als Dividende, 15 Mio Tilgung … und schon bleiben nur noch 10 Mio für Übernahmen. Wobei das auch noch okay wäre. Alle 3 Jahre für 30-40 Mio ne Übernahme wäre doch ausreichend, um das Wachstum etwas anzukurbeln. Dann könnte man 3% pro Jahr anorganisch wachsen. Schafft man es noch 3-5% organisch zu wachsen, kann man immerhin mit 7% durchschnittlichem Wachstum punkten. Das Margenpotenzial noch dazu gedacht, würde man im Jahr 2022 auf etwa 600 Mio Umsatz bei 115-120 Mio Ebitda kommen. Durch die sinkende Verschuldung würden das beim aktuellen Kurs einem EV/Ebitda von 4,5 und KGV von 8 bedeuten. Allemal ausreichend Kurspotenzial auf 3-4 Jahre betrachtet. Aber wie gesagt, ich würde das Zinsumfeld nicht mehr allzu dazu nutzen, zu wachsen, sondern auch langsam den sich einstellenden steigenden FCF für leichte Schuldentilgung verwenden.
the harder we fight the higher the wall