Portrait CAA
CAA entwickeln Software für InCarComputing-Systeme, mit denen alle Funktionen der Fahrzeugausstattung zentral gesteuert werden können. Die CAA AG designed die screens und die Bedienelemente, an denen der Fahrer die wichtigen Informationen ablesen und das System bedienen kann.
Das Unternehmen führt kontinuierlich Akzeptanz- und Usability-Tests durch und prüft damit die Fahrerinformationssysteme auf ihre intuitive Bedienbarkeit. Und die CAA AG baut Technologieträger- Fahrzeuge, also Prototypen- und Spezialfahrzeuge auf. Die Professional Services reichen vom Virtual Prototyping bis hin zum Serienprodukt.
In ihrem Geschäftsbereich Professional Services erzielt die Gesellschaft gegenwärtig und in der nahen Zukunft den mit Abstand größten Teil ihres Umsatzes. Der Leistungsumfang in diesem Geschäftsbereich beinhaltet die Entwicklung von modellspezifischen Graphik-/Design- und Ergonomiekonzepten, Bedienfunktionen sowie Softwareapplikationen (Internet, WAP-Browser und e-mail) für CarPC-Systeme in Großserienfahrzeugen.
Gemeinsames Merkmal aller CarPC-Systeme ist, daß es sich um integrierte Systeme handelt, in denen die unterschiedlichsten fahrzeuginternen Funktionen (z.B. Sitzverstellung, Einstellung der Klimaanlage, Bedienung des Audiosystems) und externen Funktionen (z.B. Autotelefon, e-mail, Internetnutzung) kombiniert sind.
Ausgenommen sind sicherheitsrelevante Funktionen wie Bremse, Lenkung etc. Im Gegensatz zu dem integrierten Ansatz der CarPC-Systeme steht das herkömmliche Konzept, bei dem die entsprechenden Funktionen unverbunden nebeneinander stehen und vom Fahrer durch jeweils separate Regler, Bedienelemente etc. gesteuert werden.
Auftraggeber der Gesellschaft für die Leistungen im Geschäftsbereich "Professional Services" ist entweder der Automobilhersteller selbst oder der vom Automobilhersteller für die Lieferung des CarPC-Systems ausgewählte Systemlieferant. Zu Beginn des jeweiligen Projekts - also der Entwicklung der Software für das CarPC-System eines bestimmten, demnächst auf den Markt kommenden Automodells - wird zunächst ein aus Softwareentwicklern, Graphikern bzw. Designern und Ergonomiespezialisten bestehendes Projektteam gebildet.
Die Beauftragung durch den Kunden erfolgt in der Regel abschnittsweise. Vor Beginn eines jeden Projektabschnitts legen der Kunde und die Gesellschaft gemeinsam fest, wie viele Manntage der entsprechende Abschnitt voraussichtlich in Anspruch nehmen wird. Auf der Basis dieser Festlegung erfolgt sodann die Berechnung der an die Gesellschaft zu zahlenden Vergütung.
Die Aufgaben der Gesellschaft im Geschäftsbereich "Professional Services" beginnen in aller Regel bereits zu Beginn der Entwicklungsphase für das jeweilige Automodell, d.h. im Regelfall etwa vier Jahre vor dem geplanten Serienstart.
Der Gesellschaft obliegen jeweils die Erstellung modellspezifischer Bedien-, Graphik- und Ergonomiekonzepte sowie die Entwicklung und Integration der Software für die Bedienung der unterschiedlichsten fahrzeuginternen und externen Funktionen (z.B. Sitzverstellung, Einstellung der Klimaanlage, Radio und CD-Spieler, Autotelefon, Navigationssystem, e-mail, Internetnutzung u.a.).
In der ersten Phase der Entwicklungsarbeiten erfolgt mit Hilfe der von der Gesellschaft entwickelten MMI-Software (Mensch-Maschine-Interface-Software) die Simulation ("Virtual Prototyping") von voll funktionsfähigen, virtuellen Geräten. Die Vorteile des "Virtual Prototyping" mit Hilfe der MMI-Software im Vorserienstadium liegen primär in der Reduktion der Entwicklungszeiten und -kosten der anschließenden Serienentwicklung.
Die Betreuung ermöglicht vergleichsweise kurze Entwicklungsphasen gegenüber herkömmlichen Verfahren im Prototypenbau. Darüber hinaus wird der Automobilhersteller durch die prozeßweise Simulation jederzeit in die Lage versetzt, den Entwicklungsstatus in jeder Phase zu beurteilen und rechtzeitig Änderungswünsche zeit- und kosteneffizient einfließen zu lassen.
Nach Abstimmung über das Entwicklungsobjekt zwischen der CAA AG und dem Automobilhersteller ist die exakte Vorgabe von Spezifikationen an Zulieferer möglich, wodurch eine hohe Konzeptsicherheit bei gleichzeitiger Flexibilität für Hersteller und Zulieferer erzielt wird.
Im Anschluß an das "Virtual Prototyping" erfolgt die Erprobung des Systems in der so genannten Sitzkiste. Als dritte Phase schließt sich der Bau eines - dem endgültigen Produkt bereits sehr ähnlichen - Prototypen an. Dabei wird die von der CAA AG entwickelte Softwarelösung in den Hardwareprototypen (der von dem vorgesehenen Systemlieferanten oder einem Dritten geliefert wird) integriert; das gesamte System wird sodann in den Fahrzeugprototyp eingebaut.
Die vierte und letzte Phase schließlich bildet die Integration der Software in die "endgültige" CarPC-Hardware, die sodann in die Serienproduktion geht. Grundlage für die Entwicklung der jeweiligen modellspezifischen Applikationen und für das modellspezifische Design ist die Zentrale CarPC-Software als ein hardware- und plattformunabhängiges Modul zur Integration der im Automobil enthaltenen nicht sicherheitsrelevanten Komponenten und Peripheriegeräte.
Aufbauend auf dieser Basissoftware hat die Gesellschaft eine Reihe weiterer hardware- und plattformunabhängiger Softwaremodule entwickelt, darunter etwa die Steuergerätesoftware für Klimaanlage, Sitzverstellung und Schiebedach sowie für ein digitales Bedienungshandbuch und ein elektronisches Fahrtenbuch sowie Softwareapplikationen für e-mail, Internet-Browser, WAP-Browser, Channel-Client- und Channel-Server-Software.
Der über die MMI-Simulationssoftware generierte Zielprozessorcode ist plattformunabhängig und modular aufgebaut; damit lassen sich die CarPC-Software und die Softwareapplikationen innerhalb kürzester Zeit auf unterschiedliche Hardwareplattformen, Prozessoren und Betriebssysteme adaptieren.
Der modulare Aufbau macht zudem eine individuelle Konfiguration des Systems je nach den Wünschen des Fahrzeugherstellers bzw. des Fahrzeugkäufers möglich. Einen besonderen Stellenwert nimmt bei der Entwicklung der Softwarelösungen im Geschäftsbereich "Professional Services" die Berücksichtigung ergonomischer Belange ein.
Die Peripheriegeräte (z.B. Autoradio, CD-Spieler, Telefon) werden über API-Schnittstellen in die Steuerungsfunktionen des CarPC-Systems eingebunden. Hierdurch wird es dem Automobilhersteller bzw. Systemlieferanten ermöglicht, auch in einem weit fortgeschrittenen Entwicklungsstadium flexibel auf erforderliche Anpassungen zu reagieren und eine Modellpflege auch nach der Auslieferungdes Neufahrzeugs jederzeit zu gewährleisten.
Der Geschäftsbereich "Future Technologies" beinhaltet die Entwicklung von CarPC-Lösungen sowie die Lieferung entsprechender Systeme für Vorserien-, Kleinserien- und Individualfahrzeuge.
Die in diesem Geschäftsbereich verfolgten Ziele sind die Führung eines Qualitätsnachweises (insbesondere Nachweis der Betriebssicherheit) für die von der CAA AG komplett mit der CarPC-Technologie ausgestatteten Technologieträger, die herstellerunabhängige Produktentwicklung sowie der Aufbau von Technologieträgererfahrung durch die Umsetzung der im Geschäftsbereich ‘‘Professional Services’’ gewonnenen Erkenntnisse in Vorserien- und Individualfahrzeugen.
Im Geschäftsbereich "Licenses" sollen mit Beginn der Serienproduktion der mit einem CarPC-System ausgestatteten Fahrzeuge Lizenzgebühren für die Lizensierung der von der Gesellschaft entwickelten hersteller- und modellunabhängigen CarPC-Standardsoftware (bestehend aus der Zentralen CarPC-Software und/oder Softwareapplikationen) erzielt werden.
Der Lizenznehmer wird nach der Erwartung der Gesellschaft entweder der jeweilige Automobilhersteller oder der Systemlieferant sein. Die Lizenzgebühr soll in einem bestimmten Betrag pro verkaufter Einheit bestehen. Der genaue Betrag soll sich nach dem Umfang des in das jeweilige Fahrzeug eingebauten Software-Leistungspakets richten.
Die zu lizensierende Zentrale CarPC-Software ist die Steuereinheit für diverse Software-, Kraftfahrzeug- und Peripheriegerätekomponenten. Die zu lizensierenden Softwareapplikationen enthalten u.a. folgende Funktionen: Channel-Client- und Server-Software, e-mail-Client, Internet-Browser, WAP-Browser, Agentensoftware (eine auf den Fahrer zugeschnittene Suchmaschine), Steuergerätesoftware (Klimasteuerung, Sitzverstellung, Schiebedach etc.), digitales Bedienungshandbuch, Fahrtenbuch.
Die Gesellschaft rechnet mit ersten Einnahmen aus dem Geschäftsbereich Licenses bereits im Jahr 2000; in den Folgejahren soll der Umsatz aus diesem Geschäftsbereich stark ansteigen. Die erforderlichen Lizenzvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und einigen ihrer Kunden werden derzeit verhandelt.
Der Geschäftsbereich "M-Services" ergänzt die drei übrigen Geschäftsbereiche. Die Gesellschaft verfolgt hier das Ziel, Dritten den in das CarPC-System integrierten Browser zur Verfügung zu stellen und es ihnen so zu ermöglichen, dem Fahrer verschiedenste Dienste anzubieten. Zunächst geht es hierbei um so genannte Mehrwertdienste externer Partnerunternehmen.
Als Beispiel läßt sich etwa daran denken, daß Tankstellen- oder Restaurantketten dem Fahrer während der Fahrt Hinweise auf die jeweils nächstgelegenen Tankstellen oder Restaurants geben oder daß Nachrichtendienste den Fahrer mit Wetter-, Verkehrs- und anderen Informationen versorgen.
In Betracht kommt jedoch auch eine Nutzung durch den Automobilhersteller selbst, der auf diese Weise dem Fahrer während der Fahrt z.B. Kundendienstleistungen wie die laufende Überprüfung von Fahrzeugdaten (Motoreinstellung, Bremsenfunktion u.ä.) erbringen kann.
Nach den Vorstellungen des Managements wird die Rolle der CAA AG im Geschäftsbereich "M-Services" darüber hinaus beinhalten, daß die Gesellschaft das dem Fahrer angebotene Daten- und Bildmaterial mit Hilfe der von ihr zu diesem Zweck entwickelten Software an die besonderen fahrzeugbedingten Erfordernisse anpaßt, die sich daraus ergeben, daß der Fahrer in der Lage sein muß, die zur Verfügung gestellten Informationen während der Fahrt und noch dazu auf einem verhältnism¨ aßig kleinen Bildschirm zuverlässig und sicher zu erfassen.
Die CAA AG erwartet, daß sie im Geschäftsbereich "M-Services" Umsätze teils in Form von Pauschalvergütungen oder umsatzabhängigen Provisionen, teils in Form nutzungsabhängiger Entgelte erzielen wird.
Zu den Kunden der Gesellschaft zählen die Mehrzahl der deutschen Automobilhersteller (darunter Audi, BMW, DaimlerChrysler und Volkswagen), diverse ausländische Automobilhersteller (darunter Bentley, Honda und Rolls-Royce) und darüber hinaus eine Reihe von Zulieferfirmen (Systemlieferanten) für Fahrerinformations- und Kommunikationssysteme.
Die Ursprünge des Unternehmens gehen zurück auf das Jahr 1990, in dem die Gesellschaft unter der Firma "CAA Computer Aided Animation GmbH Graphische Systeme" von Frau Gabriele Müller, Herrn Hans-Peter Schmidt und Herrn Hans-Robert Lunzer gegründet wurde.
Gruß Zombi