Bruttoinlandsprodukt
Geringstes Wachstum seit 1993
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist 2001 deutlich schwächer ausgefallen als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte 2001 real um 0,6 Prozent zu. Dies ist das schlechteste Ergebnis nach 1993, als das BIP im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 1,1 Prozent aufwies, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. 2000 hatte die gesamtwirtschaftliche Leistung der Bundesrepublik um 3,0 Prozent zugenommen.
Die Behörde wies darauf hin, dass es 2001 zwei Arbeitstage weniger gab als im Jahr zuvor. Ohne diesen Kalendereffekt hätte die BIP- Zuwachsrate real bei 0,8 Prozent gelegen.
Maßgeblich für das geringe Wirtschaftswachstum des vergangenen Jahres war der Rückgang der Bruttoanlageinvestitionen um 4,1 Prozent. Einen deutlich negativen Trend gab es dabei bei den Ausrüstungsinvestitionen - hier gab es ein Minus von 3,4 Prozent (Vorjahr: plus 8,7 Prozent). Zudem verstärkte sich der anhaltend rückläufige Trend bei den Bauinvestitionen auf minus 5,7 (minus 2,5) Prozent.
Sparquote erhöht
Diese negative Entwicklung konnte durch Zunahme der privaten Konsumausgaben um plus 1,4 (1,4) Prozent und die des Staates um 1,3 (1,2) Prozent nicht ausgeglichen werden. Zum ersten Mal seit 1992 stiegen die privaten Konsumausgaben schwächer als das verfügbare Einkommen der Haushalte, das um 3,6 Prozent zulegte. Dafür erhöhte sich die Sparquote von 9,8 auf 10,1 Prozent.
Dagegen trug der reale Außenbeitrag mit gut einem Prozentpunkt zum Wirtschafswachstum bei. Dabei fiel das Wachstum der Exporte von Waren und Dienstleistungen mit einem Plus von 5,1 Prozent niedriger aus als im Vorjahr mit einem Plus von 13,2 Prozent. Allerdings wuchsen die Exporte stärker als die Importe. Der Zuwachs bei den Importen fiel von 10,0 auf 2,0 Prozent.
Zahl der Erwerbslosen leicht gesunken
Insgesamt betrug der Wert der erwirtschafteten Waren und Dienstleistungen 2064 Milliarden Euro (4036,8 Mrd DM). Die Wirtschaftsleistungen wurde von 38,76 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Dies waren 55.000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Erwerbslosen sank um 21.000 auf 3,11 Millionen. Damit verringerte sich die Erwerbslosenquote von 7,5 auf 7,4 Prozent.
Der Staatssektor wies ein Finanzierungsdefizit von 53,8 Milliarden Euro auf. Dies sind bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt 2,6 Prozent. Der Referenzwert nach dem Maastrichtvertrag liegt bei drei Prozent. 2000 hatte sich wegen der Erlöse aus den UMTS-Mobilfunklizenzen ein Überschuss von 1,2 Prozent ergeben.
dpa
Geringstes Wachstum seit 1993
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist 2001 deutlich schwächer ausgefallen als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte 2001 real um 0,6 Prozent zu. Dies ist das schlechteste Ergebnis nach 1993, als das BIP im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 1,1 Prozent aufwies, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. 2000 hatte die gesamtwirtschaftliche Leistung der Bundesrepublik um 3,0 Prozent zugenommen.
Die Behörde wies darauf hin, dass es 2001 zwei Arbeitstage weniger gab als im Jahr zuvor. Ohne diesen Kalendereffekt hätte die BIP- Zuwachsrate real bei 0,8 Prozent gelegen.
Maßgeblich für das geringe Wirtschaftswachstum des vergangenen Jahres war der Rückgang der Bruttoanlageinvestitionen um 4,1 Prozent. Einen deutlich negativen Trend gab es dabei bei den Ausrüstungsinvestitionen - hier gab es ein Minus von 3,4 Prozent (Vorjahr: plus 8,7 Prozent). Zudem verstärkte sich der anhaltend rückläufige Trend bei den Bauinvestitionen auf minus 5,7 (minus 2,5) Prozent.
Sparquote erhöht
Diese negative Entwicklung konnte durch Zunahme der privaten Konsumausgaben um plus 1,4 (1,4) Prozent und die des Staates um 1,3 (1,2) Prozent nicht ausgeglichen werden. Zum ersten Mal seit 1992 stiegen die privaten Konsumausgaben schwächer als das verfügbare Einkommen der Haushalte, das um 3,6 Prozent zulegte. Dafür erhöhte sich die Sparquote von 9,8 auf 10,1 Prozent.
Dagegen trug der reale Außenbeitrag mit gut einem Prozentpunkt zum Wirtschafswachstum bei. Dabei fiel das Wachstum der Exporte von Waren und Dienstleistungen mit einem Plus von 5,1 Prozent niedriger aus als im Vorjahr mit einem Plus von 13,2 Prozent. Allerdings wuchsen die Exporte stärker als die Importe. Der Zuwachs bei den Importen fiel von 10,0 auf 2,0 Prozent.
Zahl der Erwerbslosen leicht gesunken
Insgesamt betrug der Wert der erwirtschafteten Waren und Dienstleistungen 2064 Milliarden Euro (4036,8 Mrd DM). Die Wirtschaftsleistungen wurde von 38,76 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Dies waren 55.000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Erwerbslosen sank um 21.000 auf 3,11 Millionen. Damit verringerte sich die Erwerbslosenquote von 7,5 auf 7,4 Prozent.
Der Staatssektor wies ein Finanzierungsdefizit von 53,8 Milliarden Euro auf. Dies sind bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt 2,6 Prozent. Der Referenzwert nach dem Maastrichtvertrag liegt bei drei Prozent. 2000 hatte sich wegen der Erlöse aus den UMTS-Mobilfunklizenzen ein Überschuss von 1,2 Prozent ergeben.
dpa