TradeCentre.de - Evotec für spekulative Anleger reizvoll
14:51 13.02.07
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "TradeCentre.de" ist die Evotec-Aktie (ISIN
DE0005664809/ WKN
566480) für spekulative Anleger sehr reizvoll.
Der Verkauf der Evotec Technologies an PerkinElmer sei abgeschlossen. "Die Kartellbehörden haben der Transaktion zugestimmt. Das Geld ist auf unserem Konto eingegangen". Das sage den Experten der Vorstandschef Jörn Aldag im Hintergrundgespräch. "Wir haben aktuell Barbestände von mehr als 70 Millionen Euro in der Kasse. Das Geld wollen wir in die Weiterentwicklung unserer Substanzen investieren", so der CEO.
Neben der Entwicklung der eigenen Pipeline habe Aldag auch Einlizenzierungen oder Übernahmen nicht ausgeschlossen, wobei Zukäufe gegebenenfalls über die Ausgabe von neuen Aktien erfolgen sollten. Bei möglichen Einlizenzierungen sei der Markt des zentralen Nervensystems dem Vernehmen nach aber eher abgegrast. Eine Akquisition könnte die Pipeline radikal erweitern. "Wir haben aber auch ein gutes Fundament in der Präklinik, die wir selbst in die klinische Phase I bringen können", erkläre der Firmenchef.
Für das Jahr 2007 würden eine Reihe von interessanten Neuigkeiten anstehen. Highlight im Portfolio sei EVT 201 zur Behandlung von Schlafstörungen. Das Mittel befinde sich in Phase II. In Concreto würden derzeit zwei Studien in den USA durchgeführt. "Wir planen im dritten Quartal erste Daten zu veröffentlichen", sage Aldag. Im ersten Halbjahr 2008 könnte das Mittel, welches durchaus Milliardenpotenzial habe, an einen Pharmapartner auslizenziert werden. Bei EVT 101, ein orales Mittel zur Bekämpfung von unter anderem Alzheimer und Schmerzen, würden die Hamburger den Start für die Phase II vorbereiten, nachdem die Erste erfolgreich abgeschlossen worden sei. "Wir liegen voll im Plan und werden voraussichtlich im zweiten Quartal die Phase II starten".
Das Potenzial dieser Substanz liege ebenfalls im Milliardenbereich. In der Präklinik würden noch die Substanzen 102 und 103 schlummern, die eventuell auch im Laufe der nächsten zwei Jahre in die klinische Phase I gebracht werden könnten. Zudem wolle Aldag noch im ersten Halbjahr klinische Phase I-Studien mit dem Alzheimer-Wirkstoff 302 starten. Evotec habe sich somit für dieses Jahr ein straffes Programm auf die Agenda geschrieben.
Im letzten Jahr dürften die Norddeutschen mehr als 66 Millionen Euro umgesetzt haben. 30 bis 32 Millionen Euro seien schätzungsweise in die Forschung und Entwicklung geflossen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung würden sich in 2007 sicher nicht verringern und in 2008 ebenfalls kaum absinken, deute der CEO an. In 2007/2008 profitiere die Firma allerdings von einem Buchgewinn von insgesamt circa 11 Millionen Euro aus dem Verkauf von Evotec Technologies. Im Servicegeschäft würden die Analysten mit moderatem Wachstum und weiterhin positiven Cashflows rechnen. Fokus werde aber in Zukunft die Weiterentwicklung der Pipeline sein, weshalb die Zahlen von Evotec eher in den Hintergrund treten würden.
Die im TecDAX notierte Aktie sei immer wieder beliebtes Opfer von Übernahmegerüchten. Angeblich sei eine Pharmafirma aus den USA interessiert. "Bis heute hat uns noch niemand ein konkretes Angebot unterbreitet. Wir treiben auch den Verkauf von Evotec nicht voran. Wir haben selbst enorm viel Saft und wollen uns unabhängig weiterentwickeln", sage Aldag. Mit einem Börsenwert von gut einer Viertelmilliarde und einem etwa 80-prozentigen Freefloat wäre Evotec allerdings auch ein leichter Happen für Big Pharma oder eine größere Biotechgesellschaft. Unabhängig von Übernahmespekulationen sei Evotec aufgrund der inzwischen breiteren Pipeline nicht zu teuer. Zudem seien Biotechs an der Börse wieder in.
Der Altfavorit der Experten von "TradeCentre.de", die Evotec-Aktie, ist für spekulative Anleger sehr reizvoll. (13.02.2007/ac/a/t)