"BöZ": Nasdaq-Rückgang auf 1.500 Punkte befürchtet

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"BöZ": Nasdaq-Rückgang auf 1.500 Punkte befürchtet

 
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"BöZ": Nasdaq-Rückgang auf 1.500 Punkte befürchtet

Frankfurt (vwd) - Neue Gewinnwarnungen haben in der vergangenen Woche alle
Erholungstendenzen zerstört, am Montag hat der Nasdaq Composite die
Unterstützungslinie bei 2000 Punkten durchbrochen und nun könnte der Index nach Ansicht vieler Beobachter sogar auf 1.600 oder 1.500 Punkte nachgeben. Nach Ansicht von Tony Dwyer, Chefstratege bei Kirlin Securities, könnte vermutlich nur die Mitteilung eines wichtigen Technologiekonzerns die fast depressive Stimmung verbessern, berichtet die "Börsen-Zeitung" (BöZ/Dienstagausgabe). Doch die für Donnerstag angekündigten Quartalszahlen von Oracle würden wohl kaum eine positive Entwicklung in Aussicht stellen können.

Nach Schätzungen von Merrill Lynch dürften allein im Februar 12 Mrd USD netto aus Aktienfonds abgezogen worden sein und teilweise in Geldmarktfonds oder auf festverzinsliche Wertpapiere fokussierte Fonds geflossen sein. Auch der legendäre Investor Warren Buffett sei derzeit von den Aussichten der Aktienanlage nicht begeistert und betrachte selbst das von seiner Gesellschaft gehaltene Aktienportfolio als lediglich "begrenzt attraktiv". Und das obwohl Verlustbringer wie Intel, Cisco, Yahoo und andere in weiser Voraussicht gemieden worden seien. Als ein störender Faktor für eine verunsicherte Nasdaq könne sich auch die Einführung der Dezimalkurse erweisen.

Ein peinlicher Ausfall der Nasdaq-Systeme am Freitag und Montag habe den Ängsten, dass die Computer der Börse den Anforderungen einer wesentlich größeren Informationsflut nicht gewachsen seien, neue Nahrung gegeben. Seit Montag würden die ersten 15, meist unbedeutenden Titel auf die neue Art gehandelt, bis zum 9. April solle das Umstellungsprojekt erfolgreich abgeschlossen sein.

                  vwd/13.3.2001/kt  


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