börsenausblick: test des tiefs?


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Pyrrol:

börsenausblick: test des tiefs?

 
17.12.02 19:17
Indizes/Indikatoren

 DAXNeuer MarktDow JonesNASDAQ
Aktuell (12.12.02)3.112 4488.5381.400
RSI4538 4749
Stochastik47/5741/5243/5544/58

Neutral ist derzeit die Aussage der Indikatoren für die vier Indizes.



Volatilität

 VDAX (DAX)VIX (S&P-100)VXN (NASDAQ-100)
Aktuell (12.12.02)403151
H/T 12 Monate59/1757/1972/36
200-Tage-Durchschnitt363252

Ebenfalls im neutralen Bereich befindet sich die implizite Volatilität an den Terminmärkten. Dementsprechend hilft uns dieses Analyse-Werkzeug im Moment auch nicht.



Marktstimmung

 DAXUSA
Optimisten (Vorwoche)59% (55%)51% (51%)
Pessimisten (Vorwochen)16% (31%)25% (25%)

Einen relativ hohen Optimismus zeigen uns die Stimmungsumfragen von 'Investor's Intelligende' in den USA und 'cognitrend' in Deutschland. Insbesondere in Amerika ist die Kluft zwischen Bullen und Bären mit 27 % relativ hoch und ein Warnsignal. Eine Veränderung von einem Tag auf den anderen ist nicht zu erwarten, da andere kurzfristige Stimmungsindikatoren wie etwa die Put/Call-Ratio sich im neutralen Bereich befinden. Gibt es allerdings eine kleine Rallye zum Jahresende, so könnten die dann voll investierten Bullen im neuen Jahr gleich einmal die ersten Verluste erzielen.



Fazit

Die Stimmungsindikatoren mahnen (mittelfristig) zur Vorsicht. Kurzfristig könnte der Wunsch vieler Marktteilnehmer, per 31.12. hohe Kurse in den Büchern stehen zu haben, zu freundlicheren Kursen führen. Wir können uns dennoch vorstellen, dass wir im ersten Quartal 2003 das Oktober-Tief wieder antesten. Denn der große Optimismus, dass wir 'das' Tief an den Börsen hinter uns gelassen haben, die gefällt uns ganz und gar nicht. Auch die in der Dezember-Ausgabe von 'Performance' aufgezeigten unterschiedlichen Gewinne für den S&P-500-Index, sollten zu denken geben. Je nachdem ob man nun 'Pro forma'-Gewinne, US-GAAP-Gewinne oder die nun von Standard & Poors eingeführten 'Core Earnings' verwendet, kommt man für den Index auf 41,59, 26,74 bzw. 18,48 USD Jahregewinn. Bei einem aktuellen Index-Stand von rund 900 ergibt sich ein KGV von 22, 34 oder 49. 'Welche Methode ist nun die richtige?' fragt sich deshalb Claus Vogt, der von uns sehr geschätzte Research-Leiter der Berliner Effektenbank, und sieht weiteres Abwärtspotenzial. Eine strategische Barreserve könnte sich jedenfalls noch lohnen.

quelle: der spekulant
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Pyrrol:

börsenausblick 2

 
17.12.02 19:23
Liebe Leserinnen und Leser,

 der DAX hat in den letzten Tagen deutlich nachgegeben. Neue
 Fundamental-Nachrichten, die den Kursabschwung verursachen,
 sind nicht auszumachen, bis auf solche, die bereits vorhanden
 waren und nun bei der Community wieder mehr Beachtung finden.

 Die Wall Street konsolidiert seit eineinhalb Wochen. Die Gruende
 dafuer sind vielfaeltig, schlussendlich war der Markt nach einem
 achtwoechigen Kursanstieg jedoch schlichtweg ueberverkauft. Fer-
 ner fand die Kriegsgefahr wieder ein wenig mehr Beachtung an den
 Maerkten. Auch stieg im Vorfeld und nach dem OPEC-Beschluss zur
 Senkung der Oelfoerderquoten der Oelpreis, was in Bezug auf die
 Weltwirtschaft wie eine globale Zinserhoehung wirkt.

 Zwischendurch wurde noch der Finanzminister ausgetauscht, die USA
 schliessen in einer neuen, dem Kongress vorzulegenden Resulution
 auch den Einsatz von Atomwaffen zur Verteidignung nicht mehr aus,
 vor der jemenitischen Kueste wurde ein Schiff mit 15 Scudd-aehn-
 lichen Raketen gestoppt.

 Der INTEL-CEO warnte vor zu hohen Erwartungen an die erhoffte
 Halbleitererholung, und die am Donnerstag zu Veroeffentlichung
 stehenden US-Einzelhandelsumsaetze sorgten fuer Zurueckhaltung im
 Vorfeld.

 Doch nicht nur am Mittwoch und Donnerstag gab es in den USA ein
 niedriges Handelsvolumen, bereits seit 7 Handelstagen bewegen wir
 uns deutlich unter dem durchschnittlichen 3-Monats-Durchschnitt.

 Dies liegt daran, dass es derzeit kaum Gruende zum Kauf von Ak-

 tien gibt. Ebensowenig gibt es jedoch neue fundamentale Gruende,
 auf dem weiterhin stark ermaessigten Niveau zu verkaufen. Auch
 die Konjunkturdaten geben derzeit keine Richtung vor, selbst US-
 Notenbankchef Greenspan ist seinen Aeusserungen zufolge derzeit
 nicht in der Lage, den aktuellen Wirtschaftsindikatoren und Kon-
 junkturdaten prognostischen Gehalt abzuringen.

 Der kurzfristig groesste Belastungsfaktor bleibt jedoch die ange-
 spannte geopolitische Lage: Wir sind der Meinung, dass zwar die
 Kriegsgefahr eingepreist ist, nicht jedoch ein Krieg selbst.

 Die militaerlogistischen Bewegungen der USA beobachtend, kann
 nicht mehr davon ausgegangen werden, dass die USA ihre Militaer-
 praesenz im Golf lediglich zur Erhaertung einer Drohkulisse ver-
 staerken. Wir befuerchten, dass die USA bereits zuviel in diesen
 moeglichen Krieg investiert haben.

 Dies limitiert momentan ganz klar das Aufwaertspotenzial der
 Maerkte, zudem ein strategisch guenstiger Angriffszeitpunkt immer
 naeher rueckt (Januar, Februar). Anleger sollten daher ihre fun-
 damentale Ueberzeugung nicht ueber die Richtung des Marktes stel-
 len. Wir empfehlen weiter Zurueckhaltung.


 IN EIGENER SACHE:  Unserer Meinung nach befinden wir uns in den
 naechsten Jahren in einem ausgepraegten Trading-Markt. Aktien
 muessen also GEHANDELT werden und nicht gehalten. Die Buy-and-
 Hold-Strategie wird sich auch in den kommenden 2-4 Jahren als
 verlustbringend erweisen. Grundsaetzlich ist in Tradingmaerkten
 die Charttechnik extrem wichtig. Wir verweisen in diesem Zusam-
 menhang auf unseren neuen Boersenbrief (www.dercharttrader.de),  
 von dem wir glauben, dass er Anlegern helfen wird, die Heraus-
 forderungen des Marktes in den naechsten Jahren erfolgreich zu
 meistern.

 Herzlichst,
 Ihre Aktienservice.de-Redaktion
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