Belgien, Italien oder Dänemark wurde die Mutation zwar auch nachgewiesen, offensichtlich führte diese dort aber nicht zu einem sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen, wie in Großbritannien.
"Für den von der Politik beschlossenen Stopp von Verkehrsverbindungen aus Großbritannien nach Deutschland und weitere Staaten zeigte Drosten angesichts der "äußerst erhitzten Nachrichtenlage" Verständnis. "Im Moment ist das, was aus England kommt, mit einem ganz schönen Alarm versehen", sagte er weiter. Mit Blick auf die Angaben des britischen Premierministers Boris Johnson, wonach die neue Virus-Variante zu 70 Prozent ansteckender sei als die Ursprungsvariante, sagte Drosten, dies sei nur ein Schätzwert. Es sei noch unklar, ob die neue Variante tatsächlich stärker übertragbar sei. Auch müsse geklärt werden, ob das mutierte Virus in Südostengland eine neue Infektionswelle ausgelöst habe oder es vielmehr im Zuge der allgemeinen Virus-Ausbreitung hochgespült worden sei. Drosten betonte, dass die Mutation in Ländern wie Belgien, Dänemark, Italien und den Niederlanden zwar bereits nachgewiesen worden sei, aber bisher keine Entwicklung wie in Großbritannien erzeugt habe".
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