BÖRSE am MORGEN (Zusammenfassung)


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BÖRSE am MORGEN (Zusammenfassung)

 
22.01.02 08:49

Der Dax dürfte schwächer tendieren


22. Jan. 2002 Für den Dax besteht wenig Fantasie

Nach den teilweise enttäuschenden Unternehmensergebnissen der vergangenen Woche stehen in der aktuellen Woche weitere Quartalsergebnisse an. Nach den verhaltenen Ausblicken von Infineon und Nokia am Montag verbreitet sich auch in Fernost Skepsis in der Branche. Damit scheint die Fantasie für Kursgewinne erst einmal entwichen zu sein. Einer vorbörslichen vwd Umfrage unter acht Marktteilnehmern zufolge steht der Dax um 20.00 Uhr bei 5.063 Punkten nach 5.070 Punkten zum Handelsschluss am Montag. Dabei gehen drei der Befragten von steigenden, einer von unveränderten und vier von fallenden Kursen aus. Die Bandbreite der Schätzungen liegt zwischen 5.020 und 5.100 Punkten.

Bund-Future tendiert seitwärts

Die Wirtschaftsskepsis nimmt wieder zu. Davon dürften die Anleihen grundsätzlich profitieren. Sollten die Börsen stärker unter Druck geraten, könnten die Rentenmärkte davon profitieren. Die Eröffnung des Handels verläuft allerdings unspektakulär. Der Bund-Future geht mit einem Minus von zehn Stellen mit 108,56 Prozent in den Tag.

Euro in Europa kaum verändert, Yen schwächt sich weiter ab

Kaum verändert zeigt sich der Euro am Dienstag im europäischen Handel. Am Morgen werden 0,8831 Dollar genannt nach 0,8835 Dollar am Vorabend in New York. Der US-Dollar notiert zum Yen mit 133,73 Yen nach 132,55 Yen. Nach einer Bemerkung des amerikanischen Finanzministers Paul O'Neill, der Markt solle über den richtigen Kurs des Yen entscheiden, kam der Yen weiter unter Druck und glitt auf ein neues Drei-Jahres-Tief ab. Denn diese Äusserung wird von den Maktteilnehmern als ein Freibrief für eine weitere Abwertung interpretiert.

Aktien Tokio schließen schwach


Mit einem Verlust von 2,23 Prozent auf 10.050,98 Zähler geht der Nikkei in Tokio am Dienstag aus dem Handel. Im Handelsverlauf hatte die Erleichtung über den Abschluss eines Rettungspakets für Daiei noch für etwas Unterstüzung gesorgt. Aber dann dominierten die Kursverluste. Neben den Banken, die auf Grund der zunehmenden Skepsis der Rating-Agentur Moody's unter Druck standen, verloren vor allem die Chip-Werte. Sie hatten einmal unter den Nachrichten zu leiden, die von der deutschen Infineon kamen, aber auch darunter, dass die Mitglieder des Industrieverbandes mit einem Umsatzrückgang von sieben Prozent im laufenden Jahre rechnen. Unter den Banken fielen Mizuho Holdings um 3,9 Prozent auf 273.000 Yen, Mitsubishi Tokyo Financial büßten 2,3 Prozent auf 811.000 Yen und UFJ Holdings verloren 3,2 Prozent auf 274.000 Yen. Im Chipbereich erwischte es vor allem Advantest mit einem Verlust von 3,5 Prozent auf 6.890 Yen, Tokyo Electron gaben 3,7 Prozent auf 6.310 Yen nach und Canon verloren 3,5 Prozent auf 4.200 Yen.

Aktien Hongkong am Mittag sehr schwach

Sehr schwach tendiert die Börse in Hongkong am Dienstagmittag (Ortszeit). Bis zum Ende der ersten Sitzungshälfte verliert der Hang-Seng-Index 1,6 Prozent bzw 179,78 Punkte auf 10.820,47. Die Umsätze seien mit 2,91 Millionen Dollar insgesamt gering, zudem fehle wegen des US-Feiertags am Vortag eine Richtungsvorgabe, heißt es. Zu den den größten Verlierern gehören China Mobile und China Unicom, die gemeinsam 43 Prozent der Index-Verluste ausmachen. Beide leiden unter Bedenken im Zusammenhang mit regulatorischen Maßnahmen, heißt es. Ein Händler von BNP Paribas sieht den Markt für den Rest der Sitzung in einer Spanne zwischen 10.700 und 11.000 Punkten.

Wall Street geschlossen

Die amerikanischen Finanzmärkte waren am Montag auf Grund eines Feiertages geschlossen.

US-Anleihen - ohne Handel

Die amerikanischen Finanzmärkte waren am Montag auf Grund eines Feiertages geschlossen.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg

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Medienschau


Unternehmensnachrichten

Sanofi-Synthelabo arbeitet mit IDM zusammen

Die französische Pharmagruppe Sanofi-Synthelabo hat eine Vereinbarung mit dem ebenfalls französischen Biotech-Unternehmen Immuno-Designed Molecules (IDM) im Wert von 600 Millionen Euro geschlossen. Dabei geht es um die Entwicklung und Kommerzialisierung von 20 Krebsmedikamenten. (FT, S.15)

Mannheimer: Steigerung des Jahresüberschusses um 50 Prozent

Der Jahresüberschuss der Mannheimer Holding liegt mit etwa 30,3 Millionen Euro voraussichtlich um 50 Prozent über dem Vorjahreswert. Auf dieser Grundlage will die Obergesellschaft des Mannheimer Konzerns ihre Ausschüttung an die Aktionäre deutlich anheben: Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung sollen für das Geschäftsjahr 2001 eine Dividende von 2,00 (i.V. 1,50) Euro und ein Bonus von 0,50 (i.V. 0,50) Euro gezahlt werden. (Ad-hoc)

AMB plant Ausschluss von Minderheitsaktionären bei ihren Tochtergesellschaften

Die AMB Generali Holding sowie die nachfolgend genannten Gesellschaften der AMB-Gruppe teilen mit, dass sie auf Basis der am 22. Dezember 2001 verkündeten Änderung des Aktiengesetzes den Grundsatzbeschluss gefasst haben, den Ausschluss von Minderheitsaktionären der Gesellschaften Aachener und Münchener Lebensversicherung, Aachener und Münchener Versicherung, THURINGIA Versicherung und Volksfürsorge Holding herbeizuführen. Gleiches gilt für die nicht börsennotierten Gesellschaften Deutsche Bausparkasse Badenia und Central Krankenversicherung. Die Höhe der Barabfindungen wird veröffentlicht, sobald diese endgültig feststehen. (Ad-hoc)

Lufthansa rechnet mit Verlust

Die Deutsche Lufthansa hat nach eigener Einschätzung im Jahr 2001 einen Verlust erzielt und wird im laufenden Jahr nur einen geringen Gewinn erzielen. (CNBC)

Kmart will Gläubigerschutz beantragen

Kmart will angeblich noch am Dienstag Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Konkursrechts beantragen. Wie das “Wall Street Journal“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Kreise schreibt, hat der Aufsichtsrat des Einzelhandelskonzerns diese Entscheidung am Montagabend gefällt. Am Montag war die prekäre Situation auch für Käufer offensichtlich geworden, da der Hauptlieferant von Kmart, Fleming, seine Lieferungen eingestellt hatte. Kmart habe eine bereits fällige wöchentliche Zahlung von 78 Millionen Dollar nicht geleistet, lautete die Begründung für den Lieferstopp.
Ein Antrag nach Chapter 11 würde Kmart dem WSJ zufolge die Möglichkeit geben, verlustbringende Geschäfte zu schließen und ihre Schulden von 4,7 Milliarden Dollar zu restrukturieren. Kmart besitzt zurzeit ungefähr 2.100 Geschäfte in den USA. Kreisen zufolge versucht der in Zahlungsschwierigkeiten geratene Einzelhändler, mit seinen Gläubigern eine Übereinkunft zu erzielen, die ihm eine Finanzierung von zwei Milliarden Dollar sichern würde. Zu den Gläubigern gehören unter anderem J.P. Morgan Chase & Co, FleetBoston Financial Corp und General Electric Co. (vwd)

Nomura mit halbiertem Gewinn

Der Gewinn der Nomura Securities hat sich im driten Quartal halbiert. Das Nettoeinkommen fiel von 36,6 Milliarden Yen auf 17,3 Milliarden. (Bloomberg)

Niedrigere Verkaufszahlen belasten Vögele-Konzernergebnis 2001

Ein unerwartet niedriger Absatz im Geschäftsjahr 2001 hat das Konzernergebnis und die Bilanz der Charles Vögele Holding belastet. Der schweizerische Einzelhändler teilte am Dienstag mit, dass das Konzernergebnis aus dem operativen Geschäft deutlich unter den Vorjahreswerten liegen werde. Zudem prüfe das Unternehmen Bewertungsfragen, hieß es weiter. Vögele steigerte ihren konsolidierten Bruttoumsatz im Berichtsjahr um 16 Prozent auf 1,86 Milliarden Franken. Im Vorjahr lag das Wachstum bei 19,6 Prozent. Der konsolidierte Nettoumsatz stieg um 15,3 Prozent auf 1,63 Milliarden Franken. (vwd)

Weyerhaeuser übernimmt Willamette für 55,50 Dollar je Aktie

Weyerhaeuser  kauft Willamette Industries für 55,50 Dollar je Aktie oder 6,1 Milliarden Dollar. Am Montagabend machte Willamette diese Entscheidung öffentlich, schränkte allerdings ein, dass die Akquisition noch der offiziellen Bestätigung des Aufsichtsrats bedürfe. Dieser soll noch im Januar tagen. Damit endet ein 14 Monate währender Übernahmestreit, in dessen Verlauf Weyerhaeuser ihr Gebot für den Konkurrenten von 48 Dollar je Aktie schrittweise auf 55,50 Dollar erhöht hatte.
Selbst für Branchenkenner kam die Entscheidung überraschend, denn im vergangenen Monat hatte Weyerhaeuser mitgeteilt, sie werde ihre Offerte von damals 55,00 Dollar je Anteilsschein nicht mehr aufbessern. (vwd)

Wirtschaftsnachrichten

Moody's reduziert die Einschätzung japanischer Banken

Die internationale Rating-Agentur Moody's hat ihre Einschätzung für die großen japanischen Banken von stabil auf negtiv verändert. Das ist ein neues Zeichen für die zunehmende internationale Sorge über die stabilität des japanischen Bankensystems. (WSJE, S.1)

Frühindikatoren November nach unten revidiert

Der japanische Index der Frühindikatoren ist vom Cabinett  Office für November auf 20,0 revidiert worden nach zunächst veranschlagten  25,0 Punkten. Der Index der gleichlaufenden Indikatoren wurde am Dienstag  auf 10,0 festgesetzt verglichen mit vorläufig berechneten 11,1 Punkten. Der  nachlaufende Index wurde bei 33,3 Punkten belassen.(vwd)

Konjunkturwende in den USA - aber nur schwaches Wachstum

Die Konjunkturwende in den USA steht kurz bevor. Der Aufschwung wird aber schwach ausfallen, wenn sich der Kongress in Washington nicht doch noch auf ein Konjunkturpaket einigt, sagte Janet Yellen, ehemalige Clinton-Beraterin. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, S. 14)

Milliardenrisiken durch neue Umwelt-Haftung

Auf Unternehmen und Mitgliedstaaten der EU kommen Milliardenrisiken durch neue Haftungsvorschriften für Umweltschäden zu. Das lässt der Vorschlag für eine EU-Regelung zur Vermeidung und Beseitigung von Umweltschäden erwarten, den die Europäische Kommission an diesem Mittwoch vorlegen will. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, S. 13)

Wahlpolitische Manöver um ostdeutsche Bombardier-Werke

Der kanadische Konzern Bombardier beteiligt sich durch aktive Suche nach neuen Investoren und Gespräche mit Politikern daran, die Arbeitsplätze an den Standorten Ammendorf und Vetschau zu erhalten. Mitte November hatte die deutsche Bombardier Transportation GmbH agekündigt, 1.000 Beschäftigte entlassen zu wollen. (Handelsblatt, S.13)

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Kein Silberstreif am Horizont

 
22.01.02 09:02
Lufthansa überrascht die Investoren vor Handelsbeginn mit einer Gewinnwarnung. Auf Infineons heutiger Hauptversammluing könnte es zum Eklat kommen..

Frankfurt am Main - Nach dem gestrigen Feiertag nehmen die US-Börsen den Handel am Dienstag wieder auf. Am Montag hatten Händler in Frankfurt die starke Zurückhaltung der Investoren angesichts der geschlossenen Wall Street beklagt. Dies sollte sich heute ändern, zumal zahlreiche Konzerne ihre Geschäftszahlen vorlegen werden.
 
So werden die Geschäftszahlen von Merck  , Amazon.com  , Lucent Technologies  und Motorola  (nach Börsenschluss) nicht ohne Wirkung auf die deutschen Märkte bleiben. Ebenso wird die Bank of America ihre Zahlen vorlegen.

Lufthansa rechnet 2001 mit roten Zahlen

Schlechte Nachrichten gab es am Morgen von der Lufthansa  . Die Fluglinie überraschte mit einer versteckten Gewinnwarnung vor Handelsauftakt. "Das Jahr 2001 wird ohne Zweifel mit einem negativen Ergebnis enden", sagte Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer vor Journalisten in Shanghai am Dienstag. Im November hatte die Lufthansa mitgeteilt, im Gesamtjahr 2001 einen operativen Verlust vermeiden zu können, sollten die Maßnahmen zur Kostenreduzierung greifen.

Der Fluglinie droht indes ein Streik bei ihrer Tochter City Line. Die Pilotenvereinigung VC Cockpit habe die Tarifverhandlungen mit der Geschäftsführung der auf Inlands- und Mittelstrecken spezialisierten City Line für gescheitert erklärt, berichtet das "Handelsblatt".

Unterdessen schließt die Fluglinie als Abwehrmaßnahme gegen die stärker werdenden Niedrigpreis-Anbieter die Gründung einer eigenen Billig-Fluglinie nicht mehr aus.

Autovermieter in Deutschland müssen sich auf harte Zeiten einstellen. DaimlerChrysler  startet nach Informationen des "Handelsblatts" (Dienstagsausgabe) als erster deutscher Autoherstellers ein eigenes Gebrauchtwagen-Geschäft. Im März soll die Tochter "Motormeile" in Echingen bei München gegründet werden. Die neue Gesellschaft solle aber nicht nur Mercedes-Modelle, sondern alle Marken verkaufen.

Volkswagen  will seinen Absatz auch künftig nicht mit Preisdumping und Geldgeschenken für die Kunden ankurbeln, wie dies in den USA gängige Praxis ist. "Menge allein macht nicht selig. Mehrmenge über Mitteleinsatz ist zu simpel", sagte Konzern-Vertriebsvorstand Robert Büchelhofer in einem dpa-Gespräch. Volkswagen wolle beim Marktanteil weiter zulegen, allerdings nicht um jeden Preis. Im vergangenen Jahr hatte der Wolfsburger Konzern seinen Anteil um 0,3 Punkte auf 12,5 Prozent ausgebaut.

Im Zentrum des Interesses dürfte heute die Hauptversammlung des Halbleiterherstellers Infineon  in München stehen. Thema dürfte neben den weiter unsicheren Prognosen dabei auch der massive Stellenabbau sein. Wegen der Streichung von 5000 Stellen wollen Belegschaftsaktionäre gegen die Entlastung des Vorstands stimmen. Manager-magazin.de berichtet live aus München. Gestern hatte Infineon seine Quartalszahlen veröffentlicht. Konzernchef Ulrich Schumacher erwartet auch für das Gesamtjahr rote Zahlen.

Tokio schließt schwächer

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Dienstag schwächer geschlossen. Der Nikkei büßte 229 Punkte oder 2,23 Prozent ein und ging beim Stand von 10.050 Punkten aus dem Markt. Händler begründeten die Zurückhaltung auf dem japanischen Markt mit dem langen Börsenwochenende in den USA. Dort waren die Börsen am Montag wegen des Martin-Luther-King-Feiertages geschlossen.

Der Dollar notierte zum Handelsschluss fester mit 133,72-75 Yen nach 132,25-28 Yen am Montag. Der Euro gab zum Dollar nach und schloss mit 0,8824-27 Dollar nach 0,8853-56 Dollar am Vortag.
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Eigene Billigfluglinie schon ´morgen´ möglich

 
22.01.02 09:23
Als Abwehrmaßnahme gegen die Niedrigpreis-Anbieter schließt die Deutsche Lufthansa die Gründung einer eigenen Billig-Fluglinie nicht aus. Letztendlich könnte sie sich damit selbst zum eigenen Konkurrenten machen.

"Wir halten uns das offen. Aber wenn wir es machen, dann richtig und nicht mit nur fünf Flugzeugen", sagte der unter anderem für das Marketing zuständige Bereichsvorstand Ralf Teckentrup am Montagabend in München. Die Lufthansa könne "morgen" mit einem solchen Angebot starten. Zudem zog der Vorstand in Zweifel, dass der Billig-Konkurrent Ryanair wirklich wie angekündigt von 2003 an auf innerdeutschen Strecken fliegen werde.

Lufthansa und Ryanair streiten seit Monaten auch vor Gericht über Aussagen und Werbebotschaften des jeweils anderen, seit die irische Fluggesellschaft vom Regionalflughafen Hahn aus, rund 100 Kilometer nordwestlich von Frankfurt, Flüge nach London und zu anderen Zielen in Großbritannien anbietet.

Billigflieger hätten derzeit in Europa einen Marktanteil von fünf Prozent. Angesichts von Wachstumsraten um 25 Prozent sei es nur eine Frage der Zeit, wann sie auf zehn Prozent kämen, sagte der Lufthansa-Vorstand. Eine "Schmerzgrenze", bei der die deutsche Fluggesellschaft in dem Segment selbst aktiv werden müsse, gebe es aber nicht. Jedoch sei zu bedenken, dass eine Konkurrenz im eigenen Haus auch der Lufthansa selbst Marktanteile weg nähme, ergänzte Teckentrup.

Crossairs Pläne überzogen

Skeptisch beurteilte Teckentrup auch die Pläne des Swissair-Nachfolger Crossair, selbst von Zürich aus 26 interkontinentale Verbindungen anzubieten. "Das ist eher eine Kampfansage als ein Gesprächsangebot", sagte er zu den nach seiner Auffassung überdimensionierten Plänen. Zu Äußerungen der Crossair-Führung, bie Ende März über den Anschluss an eine internationale Allianz entscheiden zu wollen, stellte Teckentrup klar: "Die Allianzen entscheiden, wen sie aufnehmen, und nicht umgekehrt."

Gewinne erst in diesem Jahr

Die Lufthansa rechnet für das Gesamtjahr 2001 mit einen Nettoverlust und erwartet für 2002 einen leichten Gewinn."Das Jahr 2001 wird ohne Zweifel mit einem negativen Ergebnis enden", sagte Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer vor Journalisten in Shanghai am Dienstag. Im November hatte die Lufthansa mitgeteilt, im Gesamtjahr 2001 einen operativen Verlust vermeiden zu können, sollten die Maßnahmen zur Kostenreduzierung greifen. Überproportional sei vor allem der Anteil der Passagiere in der lukrativen Business Class zurückgegangen, so dass die Lufthansa selbst mit dem gleichen Sitzladefaktor weniger profitabel wäre als vor Jahresfrist.
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Brummer:

Danke für den interessanten Lesestoff o.T.

 
22.01.02 09:26
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