Blick in die Zukunft

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Blick in die Zukunft vega2000

Blick in die Zukunft

 
#1
Die Zukunft, unendliche Weiten ... oder etwa nicht? Jedenfalls schreiben wir das Jahr 2010. Die deutsche Fußballnationalelf mit ihrem Trainer Lothar Matthäus verliert bei der WM in Burkina Faso in der ersten Runde gegen die Phillipinen, die 365-Tage-Big Brother-Sendungen, die vor drei Jahren auf allen Sendern als Talkshow-Ersatz eingesetzt wurden, fahren Traumquoten ein und samstags gibt's "Big Brother in Space", gesponsert von gewieften Finanzhaien, die anno 1999 die MIR, an der "BBiS" gedreht wird, vor dem Fall in den Atlantik gerettet hatten.
Was gibt's sonst noch? Ach ja: Der vierte Tomb Raider-Film erweist sich nach den ersten drei Kassenschlagern als Flop. Der Grund: Pamela Anderson wird auch nicht mehr jünger, die (gebräunten) Haare werden langsam grau und der, ähem, "Vorbau" muss sich den Gesetzen der Schwerkraft beugen. Chris Roberts, seines Zeichens Erschaffer der Wing Commander-Reihe, wird, nachdem er sich 2006 in den Kopf gesetzt hatte, seine Firma Digital Anvil in eine komplette Filmfirma umzuwandeln und nur noch Wing Commander-Filme mit dem ach so talentierten Freddy Prinze jr. zu drehen und die zwei gedrehten Filme (einer erschien 2008, der andere Ende 2009) sich als "Fehlinvestition" (man kann's auch schmerzlos ausdrücken) erwiesen, im März 2010 tot in seinem Appartement gefunden. In einem Abschiedsbrief erklärt er, er könne es nicht mehr ertragen, dass alle Welt auf ihm herumhacke, nur weil er "mal" schlecht Regie geführt habe. Sein Erbe vermacht er seinem Bruder Erin. Aber was soll der mit den ganzen Schulden anfangen?

Auch die Konsolenindustrie steht Kopf. Die letzten Jahre waren geprägt von harten Kämpfen zwischen Microsoft und Sony. Der US-Senat hatte 2001 einstimmig entschlossen, den Softwareriesen doch aufzuteilen, wodurch vier neue Firmen entstanden: Microsoft Software, Microsoft Hardware, Microsoft Games und Microsoft's Bill-Gates-Earning-Money-by-Doing-Publicity-Corporation. Also alles beim Alten. Microsoft Games' Konsoleneinstieg verlief anno 2001 im Herbst allerdings nicht rosig: Die X-Box floppte (ich glaub, das wird mein neues Lieblingswort) und zog eine Welle von Kritik nach sich - die Grafik sei "von hinterm Mond" (Game Star) und die hohen Umdrehungszahlen des DVD-Laufwerks erhöhten "derartig die Temperatur in dem Gerät, dass zwangsläufig der Prozessor ausfallen und somit die Garantie erlöschen wird, sodass man nicht mehr die Service-Hotline anwählen kann" (Computer Bild). Die Folge dieser ganzen Verleumdungsaktion: Microsoft Games erwirtschaftete einen Riesenverlust, trotz der Spiele Age of Empires 3 und 4 (erschienen innerhalb eines halben Jahres) und dem Flugsimulator 2002. Doch Microsoft Games legte nach: 2004 stellten sie, zwei Jahre nach der Veröffentlichung von Nintendos Dolphin (floppte übrigens auch), die "Pegasus" vor. Und überraschenderweise stellten sie alles bisher dagewesene in den Schatten - bis die PlayStation 3 kam ...
Wenn man heutzutage die Fernsehzeitung aufschlägt, zeigt sich ein komisches Bild: Es gibt nur noch drei "normale" Fernsehsender: RTL 2 (dank Börsengang mit Big Brother im Rücken milliardenschwer), ARD und ZDF. Alle anderen Sender haben sich digitalisiert und sind dem Beispiel von Premiere World gefolgt. So kann man bei Pro Sieben jederzeit die neuesten Folgen Akte X, NYPD Blue, ER und Klinikum Singapur (!) Mitte gucken. Bei VOX gibt's rund um die Uhr die besten Pornos - natürlich mit Kindersicherung (aber was nützt das schon bei der Jugend von heute?). Kabel 1 findet immer noch, dass der deutsche Durchschnittsmensch Filme wie Casablanca und Des Teufels General sehen will, während RTL natürlich voll auf Millionenproduktionen setzt. Besonders die achtzehnte Staffel von Cobra 11 hat es in sich: Außerirdische terrorisieren die A4 Richtung Koblenz in beiden Richtungen! Wow!
In der Politik sieht es wieder besser aus. Aber erst, seitdem man Angela Merkel ein Schminktäschchen geschenkt und einen Zentimeter dick Make-up aufgelegt hat. Schließlich muss man als Bundeskanzlerin einen Staat repräsentieren. Und mit eingefallenen Mundwinkeln und Tränensäcken à la Horst Tappert hätte man sie höchstens als Entwicklungshelferin in Afrika einsetzen können.
Im Internet tat sich dagegen nicht so viel: Amazon.com ist immer noch größter Internet-Buchhandel, Yahoo immer noch der meistangesteuerte Katalog. Eines hat sich jedoch entscheidend verändert: Am 1. Februar 2010 zählte Cheat Up Online seinen 95 Fantastilliardsten Zugriff mit 1,4 Millionen Zugriffen pro Tag, und eröffnete sein neues Portal für Marokko nach CheatUp.com, CheatUp.fr, CheatUp.pl, CheatUp.cn, CheatUp.pp, CheatUp.br und CheatUp.zi.

Schöne Aussichten!


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