HARTE LANDUNG: eine Zusammenstellung von Bekanntem, Zahlen, Analogien und Rückschlüssen daraus. Eure Meinung dazu würde mich interessieren.
Mit dem neuen US-Präsidenten kehrte der Nashville & Country- Sound zurück ins Weiße Haus. Einer seiner Hauptprotagonisten, Hank Williams, hat die Wahlschlachten von George W. Bush mit einem Kampagnen-Song begleitet: „This is Bush Country / 'cause we have got our pride / Yes the sons and the daughters on Arnerica's side / Our hair is not orange / We don't wear chains and spikes / But we know how to have fan / and we know
Es sieht so aus, als gründe auch der Stolz der US-Wirtschaft nur noch auf der Vergangenheit in einem Boom, der 1991 begann und im dritten Quartal 2000 in einen neuen Abschwung mündete. Die Fähigkeit der republikanischen »Söhne und Töchter«, den „Spaß zu genießen“, wird damit nur von einer kleinen Schicht Krisengewinnler umgesetzt werden können. Auch der Hinweis, es habe sich um den längsten Boom der Nachkriegsgeschichte gehandelt, relativiert sich: Dieser Zyklus dauerte mit neuneinhalb Jahren nur unwesentlich länger als der vorausgegangene Boom, der 1982 einsetzte und in die Rezession von 1990 mündete.
Ursprünglich ging es nur um die Frage, ob es eine Verlangsamung des Wachstums oder vielleicht ein sogenanntes Nullwachstum geben würde. In den darauf- folgenden Wochen, als die Statistiken längst in den Minusbereich zeigten, ließ der neue US-Präsident den Irak mit Kampfflugzeugen und der alte Notenbankchef die Märkte mit zwei Zinssenkungen bombardieren. Die Börsenkurse und die Stimmung im Land stiegen kurzfristig wieder .Doch seit März ist klar: Die US- Ökonomie erlebt die sprichwörtliche harte Landung. Diese trifft mit zwei gefährlichen Momenten der kapitalistischen Weltökonomie zusammen: erstens dem katastrophalen Abwärtstrend an den Börsen, insbesondere dem Neuen Markt, und zweitens mit einer tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise in Japan. Diese Dreierkombination - Rezession der US-Ökonomie, Kurssturz am Neuen Markt und Depression in Japan - könnte dazu führen, daß wir 2001 nicht nur den Beginn einer neuen weltweiten Rezession; sondern einer Weitwirtschaftskrise erleben. Es war der Chefvolkswirt der Investmentbank Morgan Stanley, Stephan S. Roach, der in einem Gastbeitrag in der Financial Tirnes eine solche Gefähr umschrieb und dafür die Überschrift wählte: „Wird Amerika das nächste Japan?“
Zwar bestimmt das Börsengeschehen die Schlagzeilen; entscheidend ist jedoch die Real Economy. Auch hier sind die Daten deutlich. Die Industrieproduktion fiel in den USA im Januar 2001 zum viertenmal in Folge gegenüber dem Vormonat ab. Die Kapazitätsauslastung der Industrie, die im Januar 1998 noch bei 83,3 Prozent gelegen hatte, sank im Februar 2001, unter die SO-Prozent- Marke ein Fünftel der industriellen Kapazitäten sind ungenutzt. Für einzelne Branchen weist der Weg noch deutlicher nach unten, Die US-Stahlerzeugung war zwischen Februar 2000 und Februar 2001 um mehr als 20 Prozent rückläufig. Die Autoproduktion lag im Februar 2001 gar um 30 Prozent unter dem Vojahresniveau. Auch in der vierteljährlichen Bewegung des Bruttoinlandsproduktes spiegelt sich der Rezessionsbeginn: Im ersten Halbjahr 2000 wuchs das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt noch um fünf Prozent, im 4. Quartal war es nur noch ein Prozent. Diese Entwicklung schlägt sich bereits in einem massenhaften Abbau von Beschäftigten nieder. 50.000 Entlassungen sind bei General Motors, Ford und Chrysler geplant, 25.000 in der Elektro- und Elektronikindustrie - ohne Medien-, Computer- und Intenetbranche -, 50.000 im Einzelhandel, weitere 50.000 in den Sektoren Medien, Te- lekommunikation und Intemet.Seit Juli 2000 bis einschließlich Februar 2001 wurden in der US-Industrie 420.000 Arbeitsplätze abgebaut. Gleichzeitig entstanden jedoch weiterhin mehr neue Jobs, vor allem im Dienstleistungssektor.
Das allerdings ist die normale Bewegungsform am Beginn einer Rezession: Sie beginnt im produktiven Sektor. Die nachgeordneten Sektoren wie Verkehr und Transport, Banken und Versicherungen, .Bausektor und übrige Dienstleistungen werden zumeist erst später in Mitleidenschaft gezogen. In diesem kommenden Prozeß einer allgemein steigenden Massenerwerbslosigkeit dürfte deutlich werden, daß Hunderttausende der vielzitierten McJobs auch insofern prekär sind, als eine Rezession diese ebenso schnell zerstören wird, wie sie geschaffen wurden.
Das Jahr 2000 war das erste Jahr seit knapp einem Jahrzehnt, in dem die wichtigsten klassischen Börsenindizes in Nordarnerika und Westeuropa nicht mehr anstiegen und überwiegend rückläufig waren. Im ersten Vierteljahr 2001, insbesondere im März 2001, haben sich diese Rückgänge von Dow Jones, Dax, und EuroStoxx beschleunigt. Extreme Einbräche gab und gibt es am Neuen Markt. In den USA stürzte die Technologie-Börse Nasdaq von März 2000 bis März 2001 um 60 Prozent ab; der vergleichbare deutsche Index Nemax verbuchte im selben Zeitraum gar einen Rückgang von knapp 80 Prozent. Gemessen am Höchststand reduzierte sich die Börsenkapitalisierung am deutschen Neuen Markt zwischen März 2000 und März 2001 von 460 Milliarden Mark auf 180 Milliarden Mark. Auf dem US-Markt Nasdaq beträgt die so ermittelte Wertvernichtung 4.000 Milliarden US- Dollar. Das entspricht 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der USA. Wenn man so will, nähert sich damit der Buchwert der Neue-Markt-Untemehmen lediglich wieder ihrem realen Wert, der in erster Linie auf ausbeutbarer Lohnarbeit beruht. Das US-INternet-Unternehmen Yahoo hatte beispielsweise auf dem Höchststand in 2000 eine Börsenkapitalisierung von 93 Milliarden US-Dollar, was mehr war als die addierten Börsenwerte von General Motors und Boeing. Im März 2001 ist Yahoo nur noch ein Zehntel so viel wert (9,5 Mrd. Dollar); die Börsenwerte von Boeing und GM blieben im wesentlichen gleich hoch. Vergleichbare Relationen können für SAP, Telekom, Oracle und Dutzende angeblich seriöse IT-, Internet- und Telekommunikationsunternehmen aufgestellt werden - ganz zu schweigen von weniger seriösen Schuppen. Das Argument, es handle sich hier nicht um reale Kapitalvernichtung, ist fahrlässig. Die New Econorny wird zwar derzeit auf Null gebracht, sie ist jedoch kein Nullsummenspiel. In diesen Markt wurden Milliarden-Summen von kleinen Sparern eingebracht, die nun zu einem großen Teil vernichtet sind. Um hier zu investieren, wurden gewaltige Kredite aufgenommen, die nun nicht abgesichert sind. Die Unternehmen am Neuen Markt nahmen selbst immense Kredite auf, wobei ihre Kreditwürdigkeit zumindest zu einem erheblichen Teil nach ihrer Marktkapitalisierung bewertet wurde.
Hier ist ein Blick auf die dramatische Verschuldung wichtiger Kreditnehmer- Gruppen von Interesse. In den USA hatten wir bereits im Jahr 2000 - also vor Rezessionsbeginn - die Situation, daß erstmals die Schulden der privaten Haushalte (ohne Hy- potheken) höher lagen als der durchschnittli che Jahresverdienst; bis zu einem Fünftel der neuen Kredite sollen für Wertpapierkäufe ausgegeben worden sein. Gleichzeitig stiegen die Schulden auf Häuser und Grundstücke massiv an. Erstmals lag im letzten Jahr der Anteil, den Hauseigentümer am Wert ihrer Häuser besitzen, unter 50 Prozent, das heißt, mehr als die Hälfte des addierten Haus- und Grundstückswerts bestand bereits aus Schulden (Hypotheken). Am Beginn der vorletzten Rezession, 1980, lag der Wert der Hypotheken bei 30 Prozent, in der letzten Rezession, 1990, bei 40 Prozent. Auch die Verschuldung der US-Unternehmen erreichte im letzten Jahr neue Rekordhöhen. Ihre Kredit- und Kapitalmarkt- schulden erreichten eine Summe, die 50 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Ähnliches gab es nur in der letzten Rezession 1990. Allein die Verbindlichkeiten der - besonders verwundbaren - US-Telekom-Unternehmen stiegen 1999 und 2000 um 85% auf 155 Milliarden US Dollar.
Der Zusammenbruch der Kurse kann bei solchen Rahmenbedingungen den ganzen finanziellen Überbau ins Wanken bringen, wie in Japan geschehen.
Der Chefvolkswirt der Investmentbank Morgan Stanley, Stephan S. Roach, schrieb: „Nichts hiervon (von dem Kurs-Massaker am Neuen Markt; W.W.) stand jemals im Drehbuch der US-New-Economy. Genausowenig wurde es in den Achtziger Jahren für möglich gehalten, daß Japan in eine wirtschaftliche Dauerkrise geraten könnte. Wenn sich jetzt die erste Rezession des Informationszeitalters zu entfalten beginnt, sollte diese Lektion nicht vergessen werden.“ Bei der zweitstärksten Wirtschaftsmacht erleben wir derzeit eine Erosion, die in ihrer Schärfe nur von der Weltwirtschaftskrise 1929-32 übertroffen wird; in der Verlaufsform dürfte sie in der Geschichte des Kapitalismus einmalig sein. Der Aktienindex Nikkei hatte Ende der Achtziger Jahre die Marke von 40.000 gestreift. Er sackte bis 1993 auf weniger als die Hälfte und bewegte sich 1993 bis 2000 zwischen 14.000 und 20.000 Zählern. Ab Februar 2001 gab es eine neue Abwärtsbewegung. Im März wurden Index-Werte um 11.000 und damit wiederholt Negativrekorde erzielt.Parallel zum Rückgang der Börsenkurse verfielen die Grundstückspreise, die im Boom der Achtziger Jahre ebenfalls massiv angezogen hatten. Heute liegen diese bei zehn Prozent ihres vormaligen Höchstsands. Diese andauernde Baisse hat wiederum den japanischen Finanzsektor in eine tiefe strukturelle Krise gebracht. In den neunziger Jahren mußten sogenannte Problemkredite in Höhe von umgerechnet 1.300 Milliarden Mark abgeschrieben werden; doch in den Büchern der japanischen Banken stehen weitere faule Verbindlichkeiten in einer Höhe von umgerechnet 1.400 Milliarden Mark oder 12 Prozent der gesamten Kreditsumme. Dabei gilt es zu bedenken, daß die japanischen Banken Anfang der neunziger Jahre die mächtigsten der Welt waren und eine gesunde Substanz hatten. Heute wird in Japan offen die Frage diskutiert, ob der gesamte Bankensektor verstaatlicht werden muß - wie dies in Deutschland 1930-32 teilweise erfolgt ist
Die Börsen- und Bankenentwicklung bildete wiederum den entscheidenden Hintergrund dafür, daß die japanische Öko- nomie Anfang der neunziger Jahre in eine Rezession, dann in eine Stagnation geriet - und sich aus dieser bis heute nicht befreien konnte. Seit knapp einem Jahrzehnt dümpelt die japanische Industrie, die zu Recht als die modernste und produktivste der Weltwirtschaft galt und dies weitgehend auch heute noch ist, mit Miniwachsturnsraten vor sich hin. Seit Anfang des Jahres 2001 weisen die Indikatoren sogar auf den Beginn einer neuen Rezession.
Zu dieser Entwicklung kam es, obwohl die japanische Regierung und die Zentralbank alles versuchten, um gegenzusteuern: Der Leitzins der Notenbank liegt seit Jahren bei null Prozent oder knapp darüber. Mehr Kredithilfe kann es nicht geben, oder, wie die „Welt“ es formulierte: „Die Bank von Japan feuert aus dem letzten Rohr.“ Gleichzeitig legte die japanische Regierung ein Konjunkturprogramm nach dem anderen auf - insgesamt addierten sich zehn Konjunkturprogramme auf 1.200 Milliarden US- Dollar. Auf diese Weise wurde Japan der mitAbstand am höchsten verschuldete G-7- Staat. Die öffentlichen Schulden machen bereits 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus - bei einer Verdoppelung dieses Anteils im letzten Jahrzehnt. Das Defizit im Fiskaljahr 2000/2001 liegt bei zehn Prozent. Die offiziellen EU-Maastricht-Kriterien zur Aufnahme von EU-Ländern in Euroland liegen jeweils bei der Hälfte - wobei allerdings Griechenland, Belgien und Italien vergleichbar hohe öffentliche Schuldenstände wie Japan aufweisen und aus politischen Gründen in die Euro-Zone gehievt wurden. Ein Fünftel des japanischen Etats fließt bereits ausschließlich in den Schuldendienst.
Dazu ist zunächst festzustellen: Es waren die übrigen sechs Regierungen der G-7-Staaten und der versammelte Sachverstand der bürgerlichen Ökonomie, die jahrelang die japanische Regierung zu einer fortgesetzten keynesianischen Wirtschaftspolitik und Niedrigzinspolitik förmlich nötigten.
Als die Bank von Japan im Herbst letzten Jahres die Zinsen leicht erhöhen, damit die Kreditausdehnung abbremsen und im übrigen ihre Eigenständigkeit unter Beweis stellen wollte, gab es einen Sturm der Entrüstung« in Washington, London und Berlin. Damit würge die BoJ die Konjunktur ab. Darauf senkte die BoJ erneut den Leitzins; ein neues Konjunkturprogramrn wurde verkündet. Kreative Zerstörung - eine Sparpolitik bei den Haushalten und ein Ende der Verschuldungspolitik, sprich höhere Zinsen - heißt unter den gegebenen Bedingungen in Japan massenhafte Konkurse, zuerst der Banken; heißt, die Arbeitslosigkeit, die jetzt bereits bei einem Rekordniveau liegt, zu verdoppeln; bedeutet für Millionen Rentner, die jetzt bereits mit dem Zusammenbruch des Rentensystems bedroht werden, Massenelend. Vor allem hätte eine solche Politik verheerende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, brachte es auf den Punkt: „Will man Japan versenken? Wir würden dabei mehr als nur Spritzer abkriegen.“
Parallelen zwischen den Vorgängen in Japan 1985 bis 1992 und denen in den USA zwischen 1992 und 2000 sind gegeben: aufgeblähte Börsenkurse, Kreditvergabe aufgrund Marktkapitaislierung, überhöhte Investitionen im IT-Sektor und Massennachfrage auf Basis von Kreitvergabe und eine steigende Spekulationsbeteiligung, die nun zu verfallen droht; eine Notenbankpolitik, die nicht bremste, weil sie allein die Inflationsrate, nicht aber die Spekulationsrate im Visier hatte - das sind durchaus eindrucksvolle Parallelen. Natürlich durfte die innere Dynamik der US-Okonomie anders verlaufen als in Japan - wenn die US-Wirtschaft allein für sich betrachtet wird. Doch hier kommen die Wechselbeziehungen der Weltökonomie ins Spiel. Zunächst wird die beginnende US- Rezession die japanische Strukturkrise nochmals verschärfen, insbesondere weil der US-Markt für japanische Exporte entscheidend ist. Sodann droht die Börsen- und Finanzkrise in Japan dazu zu führen, daß ja- panische Geldanlagen in den USA, die in erheblichem Umfang unter anderem für den Kauf von US-Staatsanleihen getätigt wurden, nach Japan zum Stopfen immer neuer Löcher repariert werden. Es handelt sich um Papiere im Gesarntwert von 300 Milliarden US Doller. Ein solcher Abzug würde in den USA eine Finanzkrise auslösen. Schließlich wird sich die neue Rezession in Japan negativ auf die übrigen asiatischen Märkte auswirken; Japan ist weiterhin größter Kapitalanleger bei den sogenannten Tigerstaaten und deren wichtigster Handels- partner. Die Folge kann eine neue Asienkrise sein. Spätestens dann wird auch die Ökonomie der EU erfaßt, deren prognostizierte Wachstumsraten seit Ende 2000 kontinuierlich nach unten korrigiert wurden. Besondere Gefahrenherde, wie die labilen Finanzmärkte in der Türkei und in Rußland, dürften unter solchen Bedingungen neuerlich brisant werden. Wie sich diese einzelnen Krisenelemente entwickeln, welche wechselseitige Dynamik sie auslösen, kann zweifellos nicht seriös vorhergesagt werden. Tatsache ist, daß für die kapitalistische Weltwirtschaft ein gefährlicher Cocktail angerührt wird, daß eine tiefe weltweite Rezession wahrscheinlich und eine Weltwirtschaftskrise möglich ist. Welche Politik wird die US-Regie- rung angesichts der Verschlechterung von US-Konjunktur und Weltökonomie einschlagen? Eines scheint bereits sicher: George W. Bush und sein Nashville-Regierungsteam werden die Rüstungsausgaben erneut steigern und einen neuen Rüstungswettlauf einleiten. Seit Anfang 2001 ziehen die Aktienkurse der US-Rüstungskonzerne entgegen dem allgemeinen Trend massiv an. Neue militärische Interventionen in der Golfregion oder auf dem Balkan sind nicht auszuschließen; sie wären dann Bestandteil einer spezifisch keynesianischen Politik, in deren Zentrum die Steigerung der Rüstungsdausgaben steht. Der neue republikanische Präsident würde damit an eine Politik anknüpfen, die seine zwei republikanischen Vorgänger bereits mit Erfolg praktizierten: US-Präsident Reagan lag auf dieser Linie in den Achtziger Jahren unter anderem mit SDI; US-Präsident George Bush verfolgte diese Politik in der letzten US-Rezession mit dem Golfkrieg 1990/91. Allerdings sind die achtziger und die neunziger Jahre nicht vergleichbar nüt den aktuellen Konstellationen von Weltpolitik und Weltwirtschaft. Unter anderem würden Japan und die BRD nicht erneut einen großen Teil der Kosten eines US-geführten Kriegs tragen, wie sie dies 1990/91 taten. Vor allem aber gab es damals keine Strukturkrise in Japan und in den USA kein Börsenfieber - mit all den beschriebenen aktuellen und drohenden Folgen.
Bis dieses Szenarion Allgemeingut in der Beurteilung der aktuellen Lage wird, kann es nich einige Monate dauern. Wir haben m. E. die Chance auf eine Wiederholung des Jahres 1987: eine nochmalige Rally bis zum Herbst und einem bitteren Absturz danach.