Falschbuchungen
Xerox-Bericht verstört Aktionäre
Nur zwei Tage nach dem Bilanzskandal beim US-Telekomkonzern WorldCom haben Berichte über angeblich falsche Buchungen beim amerikanischen Bürotechnikkonzern Xerox die Finanzwelt aufgeschreckt.
Das Wall Street Journal berichtete am Freitag unter Berufung auf Unternehmenskreise, eine Buchprüfung von Xerox habe ergeben, dass in den vergangenen fünf Jahren mehr als sechs Milliarden Dollar Umsätze falsch verbucht worden seien.
Die Aktien der Xerox Corp brachen in Frankfurt ein. Am Vortag hatten der Titel an der New Yorker Börse noch um 5,26 Prozent zugelegt.
Ermittlungen seit dem Jahr 2000
Die US-Wertpapier- und Börsenaufsicht SEC hatte seit dem Jahr 2000 gegen Xerox ermittelt. Bei einem Vergleich im April habe die SEC den Betrag für die Jahre 1997 bis 2000 auf drei Milliarden Dollar geschätzt.
Eine Prüfung, die sich auf 2001 bezog, habe jedoch neue Buchführungsprobleme entdeckt. Die Gesamtsumme an falsch verbuchten Umsätzen für den Fünfjahres-Zeitraum könnte mehr als sechs Milliarden Dollar betragen, schrieb die Zeitung.
Xerox-Sprecherin Christa Carone wollte nach Angaben der Zeitung nicht zu der Sechs-Milliarden-Dollar-Ziffer Stellung nehmen.
Es würde eine Umsatzreduzierung „von weniger als zwei Milliarden Dollar“ für den Zeitraum 1997 bis 2001 geben, bei einem Gesamtumsatz von 92,5 Milliarden Dollar, den die Gesellschaft zuvor für diesen Zeitraum angegeben hatte.
Xerox sei ein weiterer Fall, in dem eine große US-Gesellschaft ihre Ergebnisse durch falsche Buchführung aufgebessert habe, schrieb die Zeitung.
Vergleich im April
Die SEC hatte sich mit Xerox im April verglichen. Xerox zahlte zehn Millionen Dollar, ohne Schuld einzugestehen. Es war die höchste Zivilstrafe für Finanzberichterstattungs-Verstöße, die es bisher gegeben hatte. Die SEC hatte dem Unternehmen vorgeworfen, die Investoren in die Irre geführt und hintergangen zu haben.
Der Vorwürfe bezogen sich größtenteils auf eine unzulässige Beschleunigung von Umsatzbuchungen aus Langzeit-Leasingvereinbarungen für Kopierer und andere Bürogeräte.
Außerdem hatte die SEC Xerox vorgeworfen, die Gewinne aufgebläht zu haben. Es seien bestimmte Reserven eingerichtet worden, die dann graduell den Gewinnen zugeführt wurden, um Gewinnrückschläge auszugleichen.
Die neuen Probleme wurden nach Darstellung der Zeitung durch eine neue Buchprüfung von PriceWaterhouse entdeckt und konzentrierten sich auf weitere Leasing-Buchführungsprobleme sowie zusätzliche Buchführungsprobleme bei der Xerox Brazil.
Vor zwei Tagen hatte Worldcom eingestanden, rund 3,8 Milliarden Dollar falsch verbucht zu haben. Der finanziell angeschlagene Telekomkonzern hatte damit die Ergebnis unrechtmäßig erhöht.
Mittlerweile wurden gegen WorldCom von der SEC und dem US-Kongress Untersuchungen eingeleitet. Die WorldCom-Aktie war daraufhin vom Handel ausgesetzt worden.
SZ
Xerox-Bericht verstört Aktionäre
Eine Xerox-Buchprüfung soll ergeben haben, dass mehr als sechs Milliarden Dollar Umsätze falsch verbucht wurden.
Nur zwei Tage nach dem Bilanzskandal beim US-Telekomkonzern WorldCom haben Berichte über angeblich falsche Buchungen beim amerikanischen Bürotechnikkonzern Xerox die Finanzwelt aufgeschreckt.
Das Wall Street Journal berichtete am Freitag unter Berufung auf Unternehmenskreise, eine Buchprüfung von Xerox habe ergeben, dass in den vergangenen fünf Jahren mehr als sechs Milliarden Dollar Umsätze falsch verbucht worden seien.
Die Aktien der Xerox Corp brachen in Frankfurt ein. Am Vortag hatten der Titel an der New Yorker Börse noch um 5,26 Prozent zugelegt.
Ermittlungen seit dem Jahr 2000
Die US-Wertpapier- und Börsenaufsicht SEC hatte seit dem Jahr 2000 gegen Xerox ermittelt. Bei einem Vergleich im April habe die SEC den Betrag für die Jahre 1997 bis 2000 auf drei Milliarden Dollar geschätzt.
Eine Prüfung, die sich auf 2001 bezog, habe jedoch neue Buchführungsprobleme entdeckt. Die Gesamtsumme an falsch verbuchten Umsätzen für den Fünfjahres-Zeitraum könnte mehr als sechs Milliarden Dollar betragen, schrieb die Zeitung.
Xerox-Sprecherin Christa Carone wollte nach Angaben der Zeitung nicht zu der Sechs-Milliarden-Dollar-Ziffer Stellung nehmen.
Es würde eine Umsatzreduzierung „von weniger als zwei Milliarden Dollar“ für den Zeitraum 1997 bis 2001 geben, bei einem Gesamtumsatz von 92,5 Milliarden Dollar, den die Gesellschaft zuvor für diesen Zeitraum angegeben hatte.
Xerox sei ein weiterer Fall, in dem eine große US-Gesellschaft ihre Ergebnisse durch falsche Buchführung aufgebessert habe, schrieb die Zeitung.
Vergleich im April
Die SEC hatte sich mit Xerox im April verglichen. Xerox zahlte zehn Millionen Dollar, ohne Schuld einzugestehen. Es war die höchste Zivilstrafe für Finanzberichterstattungs-Verstöße, die es bisher gegeben hatte. Die SEC hatte dem Unternehmen vorgeworfen, die Investoren in die Irre geführt und hintergangen zu haben.
Der Vorwürfe bezogen sich größtenteils auf eine unzulässige Beschleunigung von Umsatzbuchungen aus Langzeit-Leasingvereinbarungen für Kopierer und andere Bürogeräte.
Außerdem hatte die SEC Xerox vorgeworfen, die Gewinne aufgebläht zu haben. Es seien bestimmte Reserven eingerichtet worden, die dann graduell den Gewinnen zugeführt wurden, um Gewinnrückschläge auszugleichen.
Die neuen Probleme wurden nach Darstellung der Zeitung durch eine neue Buchprüfung von PriceWaterhouse entdeckt und konzentrierten sich auf weitere Leasing-Buchführungsprobleme sowie zusätzliche Buchführungsprobleme bei der Xerox Brazil.
Vor zwei Tagen hatte Worldcom eingestanden, rund 3,8 Milliarden Dollar falsch verbucht zu haben. Der finanziell angeschlagene Telekomkonzern hatte damit die Ergebnis unrechtmäßig erhöht.
Mittlerweile wurden gegen WorldCom von der SEC und dem US-Kongress Untersuchungen eingeleitet. Die WorldCom-Aktie war daraufhin vom Handel ausgesetzt worden.
SZ